SVP-Politiker konsumieren Drogen

Die SVP im Drogenrausch? Bewusstseinsverändernde Drogen an SVP-Parties? Die Welt dreht sich, offenbar auch bei ewiggestrigen Politikern, die sich anlässlich ihres Partei-Reislis Absinth reingepfiffen haben - eine Droge, die wohlgemerkt bis vor Kurzem noch illegal war.

SVP Drogenkonsum: AbsinthNormalerweise tritt die SVP als Hardliner auf in Sachen Drogenpolitik. Kiffer sollen mit Heerscharen von Polizisten gejagt werden, erwachsene Menschen die lieber Canabis als Alkohol konsumieren, sollen kriminalisiert werden - Süchtige sollen zwangseingewiesen werden, zumindest solange eine öffentliche Erschiessung noch illegal ist.

Wenn es dann um Werbung für Alkohol geht, ist die SVP plötzlich anderer Meinung. Tausende von Alkoholikern ändern nichts daran, dass die SVP-Saubermänner den Alkoholkonsum fördern aber dafür auf allem Anderen herumhaken. Begründet wird diese Doppelmoral jeweils damit, dass Alkohol im Gegensatz zu Canabis legal ist. Dass Alkohol im Gegensatz zu Canabis süchtig machen kann und Körper und Geist komplett ruinieren kann oder dass Alkohol einen volkswirtschaftlichen Schaden in Milliarden-Höhe verursacht, all das ist der SVP egal.

Doch nun passieren plötzlich seltsame Dinge. Anlässlich ihres Fraktionsausfluges besichtigten die SVP-Politiker eine Absinth-Destillerie und einige probierten das Gebräu dann anschliessend. Lustig daran ist, dass Absinth bis vor kurzem noch illegal war, weil es sich hier um eine bewusstseinsverändernde Substanz handelt. Das Absinth-Verbot wurde vernünftigerweise aufgehoben……. und schon gehts beim Fraktionsausflug der SVP in psychedelische Sphären.

Da stellt sich natürlich die Frage was passieren wird, wenn Canabis eines Tages legalisiert wird. Werden dann die SVP-Parlamentarier ihr nächstes Fraktionsreisli im nächsten Coffee-Shop abhalten und sich mit der dann legalen Droge zudröhnen?

Ich persönlich würde das befürworten. Canabis macht im Gegensatz zu Alkohol ruhiger, hemmt Aggressionen und fördert philosophische Gedanken. All das würde den hetzerischen Brandstiftern der SVP mehr als gut tun……… frei nach dem Motto: Lieber breit als braun.

Rausch
Die besondere Wirkung des Absinths wurzelt in der Mischung aus beruhigendem Alkohol und stimulierendem Thujon, die sich anscheinend gegenseitig in ihren Wirkungen teilweise aushebeln.
Neben einer euphorisierenden, berauschenden und anregenden Wirkung, kann Absinth zu einem gesteigerten Farbempfinden sowie - in größeren Mengen- zu Halluzinationen und psychischen Problemen führen.
(VIVID: Fachstelle Suchtprävention)

Espace: SVP lernt die Kunst der Destillation
Fachstelle Suchtprävention: Absinth / Thujon - legalisierte Droge
Stadtwanderer: liebi manne, liebi froue, liebs volch!

Update 5. August 2008
Es scheint, dass bereits erste Folgeschäden zu verzeichnen sind, zumindest vermeldet der Tessiner SVP-Präsident Pierre Rusconi, er hätte in Claro bei Bellinzona ein Ufo gesehen. Da warnt man immer vor haluzinogenen Drogen und dann sowas…. tz-tz-tz…..
Tagi: Tessiner SVP-Präsident sichtet Ufo

11 Responses to “SVP-Politiker konsumieren Drogen”

  1. tin Says:

    Ist ja noch nicht alles an Drogen - vor dem Absinth haben sie noch die Zigarettenfabrik von Philip Morris in Neuenburg besucht.

  2. admin Says:

    @tin: stimmt, das hätte ich doch glatt vergessen, gegen ein Verbot von Zigaretten-Werbung ist die SVP selbstverständlich auch, sowas schadet schliesslich der Wirtschaft. Aber Absinth reinpfeiffen, das geht dann ;-)

  3. MAO Says:

    Ist ja schon haarsträubend, was sich dieses braune Gesindel erlaubt. Dröhnt sich zu während wir Linken dieses schöne Land am Leben erhalten.
    Da lob ich mir doch SP Politiker wie unsere Neuenburger Kollegin, die doch nur etwas getrunken hatte, um ihre ohnehin schon glanzvolle politische Tätigkeit etwas publik zu machen.
    Da kann man ja nur hoffen, dass noch mehr von diesen rechten Idioten Drogen konsumieren, damit unsere geschätzten albanischen Mitbürger neben der Sozialhilfe auch wirklich noch etwas Geld zum Leben übrig haben. Man müsste mit dieser schleimigen SVP Garde wirklich mal Klartext reden!

  4. _DoE_ Says:

    Auch wenn admin geschrieben hat “… dass Alkohol im Gegensatz zu Canabis illegal ist“, so ist der Alkoholkonsum in der Schweiz legal.

    Selbst der Konsum von Cannabis ist meines Wissens in der Schweiz nicht verboten, nur Anbau und Handel sind es. Und das auch nur, weil der Staat nichts daran verdient. Beim Alkohol und den Zigaretten sahnt er hingegen kräftig ab. :x
    Anstatt Sucht zu verhindern, profitiert er davon und verschlimmert das Problem! – Paradox, nicht wahr?
    Siehe dazu auch meinen Beitrag zur Kobraeffekt-Politik auf http://rage.ifastnet.com/index.php?post=36 :D

    Ich verstehe die Aufregung nicht. Du selbst schreibst “Das Absinth-Verbot wurde vernünftigerweise aufgehoben“, also ist dem Konsum vernünftigerweise nichts einzuwenden. Die SVP-Alkoholiker haben wenigstens mit dem Konsum gewartet, bis er legalisiert wurde.
    Die Politiker des der SVP gegenüberliegenden Flügels warten die Aufhebung des Drogenverbotes jedoch gar nicht erst ab und kiffen schon seit Jahrzehnten, was das Zeug hält. Ganz nach dem Motto: “Legal, illegal? – Scheissegal!” :?

    Ob Cannabis tatsächlich nicht süchtig macht, weiss man noch nicht sicher. Darüber streiten sich die Forscher schon lange.
    Was man aber mit Sicherheit weiss:
    - Cannabiskonsum verringert das Hirnvolumen beträchtlich (siehe: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/artikel/913/178369/ ). 8O
    - Cannabiskonsum macht gleichgültig und emotionslos aufgrund des verkleinerten Hippocampus (daher rührt wahrscheinlich auch das entsprechende Verhalten des oben erwähnten politischen Flügels). ;)
    - Cannabiskonsum lässt das Interesse an sozialen Kontakten schwinden aufgrund der verkleinerten Amygdala (Mandelkern). :(
    - Cannabis ist eine Einsteigerdroge (siehe: http://www.zeit.de/online/2006/28/cannabis-einstiegsdroge ). :!:

    Auch ich bin gegen Verbote, da diese ein Problem nicht beseitigen können, es aber verschlimmern.
    Es soll sich jeder sein Hirn volldröhnen können, wann und wie er es gerne möchte. Schliesslich ist es seine Gesundheit und sein Leben und auch sein Problem. 8)

  5. admin Says:

    @DoE: abgesehen davon, dass dieser Beitrag eher satirisch gemeint ist, bleibt die Tatsache, dass noch niemand an Canabis gestorben ist, am Alkohol sterben Tausende. Ich hatte selber in der Familie das Vergnügen, Alkoholismus zu erleben - bis in den Tod des Betroffenen. Ich weiss wovon ich rede.

    Was das Kiffen anbelangt, es ist in der Schweiz weiterhin verboten und jährlich werden soviel ich weiss Tausende kriminalisiert deswegen.

    Ich persönlich bin der Meinung, dass Erwachsene selber entscheiden, ob sie gelegentlich eins kiffen oder mal über den Durst trinken oder Absinth ausprobieren.

    Worum es hier geht ist, dass sich gewisse Politiker auf Kiffer eingeschossen haben, aber beim Alkohol bis hin zum Koks auf beiden Augen blind sind.

    PS: danke für den Hinweis, ich habe den Schreibfehler (legal/illegal) korrigiert

  6. Frederik Says:

    Es ist bekannt, dass es Parlamentarier gibt, die drogengeschwängert an den Sitzungen im Bundeshaus teilnehmen. Welcher Parteiffarbe die angeheiterten Funktionäre angehören ist nicht wichtig. Die Tatsache, dass es so ist, ist schon traurig genug. Dies nebenbei.

    Ich genehmige auch gerne einmal ein Glas Wein. Trotzdem kann ich gegen Quartals- und Kampfsäufer sein. Ich rauche auch gerne einmal eine Zigarre, obwohl ich gegen das Kettenrauchen bin. Da bestehen überhaupt keine Widersprüche. Bezogen auf das SVP-Reisli in den Neuenburger Jura haben die Reisenden auch nichts Ehrenrühriges getan.

    Auch ich bin der Meinung, dass Verbote keine Probleme lösen. Von mir aus kann jede/r saufen und rauchen so viel sie/er will. Die Folgen ihrer Sucht sollen sie dann gefälligst selbst berappen.

    Unser System wurde von unserer Soziregierung so zurechtgebogen, dass der, der Eigenverantwortung übernimmt, immer für die Dummheit anderer bezahlen muss. Solidarität nenne man das.

    Ohne, dass ich geraucht oder gesoffen habe, ich muss kotzen.

  7. tin Says:

    Eine Gesellschaft ohne Solidarität könnte niemals funktionieren - das würde alles in reinen Egoismus abgleiten - es wäre im wahrsten Sinne tierisch: Fressen oder gefressen werden. Wie immer: Es braucht eine Ausgewogenheit - selbstverständlich eben auch mit Eigenverantwortung - aber nicht nur. Immer geraten Menschen ohne ihr Verschulden ihr Nöte, Krankheiten, Konflikte und sind schlicht froh, dass es noch solidarisch handelnde Menschen gibt. Nein, die Solidarität lasse ich nicht so diffamieren, wie “Frederik” da schreibt - und das hat auch nichts mit “Sozialregierung” zu tun. Im Übrigen sind unsere Regierungen noch heute mehrheitlich bürgerlich dominiert - der Vorwurf läuft ins Leere.

  8. ymo Says:

    Sich um den Verstand saufen (darum wurde Absinth verboten) geht nur, sofern vor dem Trinkbeginn noch ein Verstand vorhanden ist.
    Gesteigertes Farbempfinden wäre der SVP nur förderlich. Sie leiden bereits unter Rot-Grün Schwäche.
    Psychische Probleme? Das kann bei den SVP-Mitgliedern nicht am Absinth liegen.

  9. Frederik Says:

    tin: Ich habe nicht behauptet, dass es keine Solidarität geben darf. Und diffamiert habe ich sie auch nicht. Du unterstellst mir etwas, was ich nicht gesagt habe.

    Noch einmal: Es ist doch aberwitzig wenn Leute ihre Gesundheit mit Drogen ruinieren und sich dann in einer Klinik hochpäppeln lassen auf Kosten jener, die eben die Fahne der Selbstverantwortung hochheben.

    Du schreibst: “Es braucht eine Ausgewogenheit - selbstverständlich eben auch mit Eigenverantwortung - aber nicht nur”.
    Die Frage ist nur, wo ist bei einem Drogensüchtigen die Ausgewogenheit und Eigenverantwortung?

    Ich bin der Letzte, der einer Person, die unverschuldet in Not geraten ist, die Solidarität zu verweigern. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, wo Solidarität seinen Namen noch verdiente. Ein ungeschriebenes Gesetz und nicht vom Staat diktiert. So funktioniert Freiheit.

    Natürlich haben wir eine Soziregierung. Wir erleben doch ständig neue Steuern und Abgaben. Die Regierung verteilt um was das Zeug hält. Ueber den Sozialwerken kreist der Pleitegeier. Alles Zeichen des sozialen Niedergangs. FDP und CVP sind heute gleichgeschaltet mit den Linken. Dass sich FDP und CVP bürgerlich nennen ist nur noch Fassade. Der Rest ist schnell erzählt. Die SVP ist nur Hüterin der Subventionen und Verboten von Direktimporten. Streng genommen sind auch das sozialistische Merkmale.

    Wir müssen endlich wegkommen vom staatlichen Diktat. Dann funktioniert auch die Solidarität wieder. Der Bürger soll frei wählen können, wie er sein Leben gestalten möchte.

    Es heist doch so schön: Gib dem Staat FR.100 und er gibt dir FR.1000 Schulden zurück.

  10. Stephan Says:

    Darum kann man viel diskutieren… allerdings finde ich den verkauf von Apsinth auch bedenkenswert… trotzdem netter Bericht

  11. Durchblick Says:

    Wenn die SVP ler etwas sagen ist es sowieso ziemlich sicher *gelogen, was aber noch noch lange nicht heisst, dass es keine UFO s gibt.
    *Beispiel Personenfreizügikeit, und wen der Hr Blocher und einge andere Mitläufer günstige Arbeitskräfte brauchen fällt das ganze Weg, ei ei ei wer da immer noch nicht merkt dass die alles andere als die Intressen des Volkes vertretten dem ist nun wahrlich nicht mehr zu helfen.
    Wenn die schon derart am Anschlag sind wegen einigen Ausländern, was wird dann mit denen werden, falls mal ein paar Ausserirdischen aufkreuzen?

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