SVP am Ende der Glaubwürdigkeit

Zuviel SVPDas Wochenende zeigt auf erfreuliche Weise: Die SVP ist am Ende der Glaubwürdigkeit angelangt. Alle drei Abstimmungen wurden vom Volk abgelehnt, obwohl die SVP einmal mehr Millionen in niederträchtige Abstimmungsplakate gesteckt hat. Die Erpresserpartei hat den Zenit überschritten, es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die SVP für die meisten nicht mehr wählbar ist.

Kein Maulkorb für die Regierung

Die Maulkorb-Initiative wurde von 75,2 Prozent der Stimmbürger abgelehnt. Das Volk hat die Sache durchschaut. Die SVP wollte einzige Partei sein, die grossflächig Propaganda verteilen kann, nur sie verfügt jeweils über Millionen. Der Bund war die einzige Instanz, die der Bonzenpropaganda der SVP die Stirn bieten konnte und das sollte abgeschafft werden, damit es nur noch von dummen Schafen wimmelt.

Keine Abschaffung des Rechtsstaates durch die Einbürgerungsinitiative

Mit der Einbürgerungsinitiative wollte die SVP den Rechtsstaat abschaffen. Was für jeden und in jeder Situation selbstverständlich ist - dass er gegebenenfalls rechtliches Gehör erhält - sollte bei Einbürgerungswilligen ausser Kraft gesetzt werden. Das Volk ist nicht so xenophob wie die Mehrheit der SVP-Politiker, 63,8 Prozent wollten den Rechtsstaat nicht über Bord werfen.

Kein neuer Gesundheitsartikel für Zweiklassen-Medizin

Auch der neue Gesundheitsartikel wurde mit 69,5 Prozent abgelehnt, weil hierzulande niemand eine Zweiklassenmedzin wünscht. Der SVP geht bekanntlich Geld vor Gesundheit, sie vertritt ja auch nicht das Volk sondern ihre reiche Klientel, die sich gute Ärzte auch ohne Krankenkasse leisten kann. Auch hier bodigte das Volk die verlogenen Absichten der SVP.

Mauro Tuena unerwünscht im Zürcher Stadtrat

Auch auf lokaler Ebene wurde die SVP in die Schranken verwiesen. Eine überwältigende Mehrheit der Zürcher wollte keinen Scharfmacher im Stadtrat. Mauro Tuena hat jahrelang Hetzkampagnen gegen die Stadt geführt. So ist es kein Wunder, dass das Zürcher Stimmvolk keinen Brandstifter in den Stadtrat wählen würde - hier ist Qualität gefragt und nicht grosse Sprüche allein.

Rache ist süss - der Ausschluss der Bündner SVP

Die Schmach muss gross gewesen sein, erst wird der heilige Christoph Blocher demokratisch abgewählt, dann begibt sich die SVP aufs Glatteis und versucht die Bündner SVP zu erpressen, was dann leider nicht funktionierte aber dafür die Sackgasse “Opposition” betonierte….. nun auch noch Wahlniederlagen auf der ganzen Ebene….. was bleibt da anderes für ein trötzendes Kind, als gleich ganz die Sau rauszulassen und wenigstens den Frust an den Bündnern auszulassen - Resultat: Die SVP hat die Bündner Sektion gestern aus der zentralistischen Zentralpartei ausgeschlossen.

Fazit - der Anfang vom Ende einer radikalen SVP?

Wenn eine Partei so radikalisiert wird wie die SVP und sich immer mehr in einen kollektiven Grössenwahn schaukelt, wird es irgendwann auch dem hinterletzten zu blöd. Politik muss konstruktiv sein, eine destruktive Brandstifter-Politik kann und will niemand ernsthaft diesem Land zumuten.
Es dürfte sehr bald zum grossen Crash kommen, die vernunftbegabten SVP-ler werden die Erpresserpartei verlassen und eine eigene bürgerliche Partei gründen, der Rest von Rassisten und Dämagogen rund um Toni Brunner, Christoph Mörgeli, Ueli Maurer und Konsorten wird wohl auch in Zukunft mit Dreck um sich schmeissen um sich zu profilieren.

Abstimmung: Resultate & Reaktionen
Blogspielgel zum Wahlsonntag

8 Responses to “SVP am Ende der Glaubwürdigkeit”

  1. tin Says:

    Oder vielleicht macht man auf Extremismus - ein offenbar der SVP nahestehender Blog schreibt:

    Diese Wahlresultate sollten eigentlich Fanal genug sein, dass die SVP sich langsam ein Beispiel an Berlusconi nehmen muss - und zwar in dem man die Medien kauft, und selber einen Fernsehsender auf die Beine stellt, oder finanziert.

    Mit den aktuellen Medien, insbesondere den staatlich gesteuerten wie SF TV, wird sich kaum eine SVP-Abstimmung gewinnen lassen.

    Aber die Schweiz ist ja nicht Italien - hoffentlich.

  2. schelbert Says:

    ier dumme huere peiasse, hender eigetli nüüd schläuers z tue wedr settige huere seich is internet schriibe.
    würs ja no verstah wener wenigschtens en ahnig hätted, abr das hender au ned, er send gäge blick und schribet sache über d svp da ine, wo 1:1 met em bleck übereinstemmed. isch ja nume lächerlich soöpis.
    schämed euch.
    adee medenand. auf nimmerwiedersehn

  3. admin Says:

    @schelbert: da braucht man keinen Blick um zu sehen, was für eine menschenverachtende und undemokratische Verhetzungs-Politik die SVP betreibt. Eine Spaltung zwischen bürgerlichen und volksverhetzerischen SVP-Politikern kann der Schweiz nur zu Gute kommen.

  4. joebachu Says:

    Die Anti-SVP Politiker und Wähler, um hier mal ganz einfach alle mit ein zu schliessen die ich meine, sind kein Stück besser. Ruft man immer danach, die SVP will sich nur profilieren, keine konstruktive Politik und nur radikales denken etc etc…
    All diejenigen, die sich immer nur darauf beschränken, dass die SVP ein trotzendes Kind sei, und ständig darauf konzentriert sind was sie SVP überhaupt für Politik macht verschwendet genau so viel Zeit.
    Fakt ist, dass in letzter Zeit keine Partei so viele Vorlagen und Volksabstimmung gebracht hat wie die SVP während ihre politischen Gegner damit beschäftigt waren sich mit den Hardliner der SVP auseinander zu setzen und Herrn Blocher „demokratisch“ ab zu wählen. Vor allem die linke Seite betrieb einzig und allein eine Deformationspolitik gegenüber der SVP, nichts anderes, und nun haben sie einen Sieg errungen. Die SVP wird zwar geschwächt aus dieser Affäre gehen doch prägnanter denn je zu vor. Nun stellt sich die Frage nach dem Nutzen des ganzen für die Schweiz. Beide Seiten betreiben schon lange keine sehr engagierte und konstruktive Politik mehr. Ich bin froh, dass die Sache jetzt dann hoffentlich vorbei ist und die Politik sich weiter entwickeln kann.
    Man sollte definitiv nicht zu stur in eine Richtung schauen. Der Spiegel ist manchmal einiges näher.

  5. tin Says:

    Nur eines: Auch bei politischen Vorstössen zählt die Qualität - nicht die Quantität. Aber es hat schon etwas für sich - die anderen Parteien waren in letzter Zeit zu stark auf die SVP und deren Sandkasten fixiert, statt ihre eigene Politik zu kommunizieren und die Schweiz weiterzubringen.

  6. Nicole hutter Says:

    Spinnt ihrs so zu schreiben das lasse ich nicht zu so zu meiner kollegin so zu reden die ist unter mein schutz lassen sie meine jasmin in ruhe das macht mann nicht jasmin hutter ist beste aber ihr nicht lassen sie meine jasmin in ruhe die ist mega lieb nicole hutter

  7. Caro Says:

    Nicht auszudenken, was wäre, würde die SVP nicht die Politik betreiben die sie betreibt! Der Rest der Wähler, die nicht für SVP parolieren sind genau die Art von Schweizer (falls) die jede Abstimmung ohne zu lesen einfach akzeptieren und einfach ohne zu überlegen gegen die SVP stimmen. Keine Ahnung woher sie kommt, wie sie entstanden ist, was der URGEDANKE der Schweizer ist!!! Einfach keine Ahnung.

  8. Rubens Says:

    Ja Caro, was wäre ohne die jetzige SVP-Politik? Möglicherweise das Gleiche, wie wenn die SVP alleine regieren würde. Nämlich Diktatur, wie wir sie schon haben. Stichworte: Videoüberwachung, Telephonüberwachung, Rauchverbot, Computer-und eMailüberwachung, e-Reisepass, Fingerabdruck, Essgewohnheiten usw, usf,.

    Wir kennen es doch von der ehemaligen DDR, Wer arbeitete und schuftete dem wurde das Geld weggenommen und an solche verteilt, die nicht arbeiteten. So hatte zwar jeder etwas aber nicht viel. Wen wundert es, wenn die Zahl derer, die “keine Arbeit fanden” immer grösser wurde. Die Meisten richteten sich so ein, dass sie mit der staatlichen Unterstützung leben konnten. Weshalb sich anstrengen, wenn der “Rubel” trotzdem rollt? Das Motto lautete: “Sozial ist es, wenn der ANDERE bezahlt”. Kommt Dir was bekannt vor?

    Wer sozial unterstützt satt ist, den kümmern die Parolen der SVP einen feuchten Dreck. Wes Brot ich ess’ des Lied ich sing.

    Wenn ich Dich richtig verstehe, meinst Du mit Urgedanke, dass jeder für sich selbst verantwortlich ist und seinen Lebensunterhalt selbständig bestreitet? Ein guter Gedanke. Aber so lange es Politiker gibt, wirst du nie frei sein..

    Noch ein Zitat:

    “Man kann einem Volk rasch die Augen öffnen, wenn man bei der Wahrnehmung, daß es sich im ganzen täuscht, ein Mittel findet, wodurch es genötigt wird, aufs einzelne einzugehen.

    Auch läßt sich der Schluß ziehen, daß ein kluger Mann nie das Urteil des Volkes in einzelnen Dingen … zu scheuen braucht; denn gerade hierin täuscht sich das Volk nie. Und selbst, wenn es sich manchmal täuschen sollte, so kommt dies doch seltener vor als bei einem kleinen Kreis, in dessen Hände die Vergebung von Ämtern und Würden gelegt ist.”

    Niccolò Machiavelli, Dichter, Staatsphilosoph und Historiker, 1469-1527

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