Sozialhilfestatistik und die geistige Armut der SVP

Kaum hat das Bundesamt für Statistik die neuste Sozialhilfestatistik herausgegeben, stürzt sich die SVP auch schon geifernd ins Gefecht und beweist erneut, dass man auch ohne Einsatz des Hirns Politik betreiben kann.

SVP Missbrauch der SozialhilfestatistikIn ihrem Communiqué zum Thema Sozialhilfe schiesst die SVP wieder in alle Richtungen und stellt dabei Fragen, die selbst ein Kind mit etwas Nachdenken beantworten könnte. Doch um Antworten geht es der SVP ja nicht, es geht um Stimmungmache und das funktioniert halt am besten mit Suggestivfragen.

1. Denkausfall: Sozialhilfe steigt von 3.0 auf 3.3 Prozent trotz positiver Wirtschaftsentwicklung?

Seit wann besteht ein Zusammenhang zwischen Wirtschaftsentwicklung und Sozialhilfe? Firmen machen nichtzuletzt durch Personalabbau Gewinne, das wiederum führt zu mehr Arbeitslosen und schlussendlich zu mehr Ausgesteuerten. Viele Sozialhilfeempfänger sind arbeitslos oder verdienen zuwenig um ihr Leben zu bestreiten, andere sind krank oder invalid und kommen mit der (soeben von SVP und Konsorten noch mehr reduzierten) Rente nicht durch. Da kann es der Wirtschaft noch so gut gehen, das ändert nichts daran, dass zuwenig Arbeitsplätze vorhanden sind.

2. Denkausfall: 20.4% Ausländer beziehen 43.8% der Sozialhilfe

Ist das eine Scherzfrage? Falls nicht, hier mal ein bisschen Realität für SVP-Kurzsichtige:
a) Asylsuchende beispielsweise dürfen die ersten Monate nicht arbeiten, sind also von Gesetz wegen auf die Sozialhilfe angewiesen.
b) Für Ausländer ist es viel schwieriger eine Arbeitsstelle zu finden, ergo ist auch bei Arbeitslosen diese Quote höher.
c) Tausende von Asylsuchenden waren Opfer von Folter und Verfolgung und sind nicht oder nur begrenzt in der Lage für sich zu sorgen.

3. Denkausfall: Der Missbrauch ist nicht von der Hand zu weisen

Ja wenn man spricht ohne zu denken oder wenn man nicht fähig ist “dahinter” zu blicken, dann kann man das wohl so sehen.
Aber weil wir doch annehmen, dass die Politiker der SVP nicht ganz so naiv sind, ist nicht von der Hand zu weisen, dass diese ewige Herumhackerei auf sozial Benachteiligten oder Randgruppen billigster Wahlkampf ist - das wiederum scheint mir in der Tat ein Missbrauch und zwar ein Missbrauch des Volkes, dem einmal mehr Sand in die Augen gestreut wird.

1. Totalausfall des Hirns: Für Frau Stocker gehört selbst ein neuer BMW zum Grundbedarf

Eigentlich müsste so eine idiotische Lüge von einem Richter behandelt werden, diese Behauptung ist so verlogen wie lächerlich. Die SVP soll doch bitte mal ein paar Tausend dieser angeblich vom Sozialamt finanzierten BMWs zeigen…. oder wenigstens hundert….. ach Blödsinn, wenn die SVP Plapperis auch nur schon ein dutzend NEUE BMWs nachweisen kann, dann…… naja den Rest können wir uns sparen, sie werden bei allfälligem Wiedereinsetzen des Denkapparates wohl selber merken, was für einen Bockmist sie da rauslassen.

Oder wissen sie es schon lange und wollen uns nur wieder einmal mit ihren Hasspredigten manipulieren?

10 Responses to “Sozialhilfestatistik und die geistige Armut der SVP”

  1. Anti-SVP Blog » Blog Archive » Wie viel Schwachsinn kann die SVP in eine einzige Medienmitteilung packen? Says:

    […] Jede Armutsstatistik zeigt auch, dass Ausländer doppelt so oft von Armut betroffen sind wie Schweizer, ergo mehr Sozialhilfebezüger stellen werden. Weitere Gründe für dieses Phänomen liefert das RainbowNet Blog Schweiz. […]

  2. Fragezeichen Says:

    1.) Es gibt genug Arbeitsplätze, wenn man (Schweizer) die Arbeit nicht scheut :-)

    2.)
    a) Ausländer( aus der EU) dürfen in der Schweiz arbeiten sofern sie einen Vertrag mit dem Arbeitgeber abgeschlossen haben. In den ersten Monaten gibt es keine Sozialhilfe, aber Kost und Logis !

    b)Ausländer dürfen in der Schweiz arbeiten wenn sie schon im Land sind und das entsprechende Permis haben (z.B. B oder C) !

    c) Wenn ich jemanden loswerden möchte mache ich auf Mobbing oder terrorisiere oder nötige den Wiedersacher im Wissen, dass ein Europäer ihn aufnimmt und “mein” Problem auf die Dauer gelöst ist.
    Wenn sowas Schule macht, sind wir über kurz oder lang alle irgendwann einmal Flüchtlinge !

    3.) Ein Versuch ist es Wert den BMW Offroader bei Frau Stocker zu beantragen. Der Haken ist nur, ich bin nicht Tunesierin !!!

  3. admin Says:

    1. Du bist ein sehr zynisches Fragezeichen. Zähl doch mal die Anzahl Arbeitssuchender und die Anzahl offener Stellen, subtrahiere zweitere von ersterer und Du kriegst die Anzahl derer, die in dieser Gesellschaft keinen Platz mehr haben.

    2. Es bleibt eine grosse Zahl die nicht arbeiten dürfen und noch eine viel grössere Zahl die keinen Job finden.

    3. Falls Du den BMW kriegst, melde Dich bei mir, bis dahin betrachte ich das Thema als eine weitere unter vielen idiotischen Lügen der Schweizerischen Volksverarschungs Partei SVP.

  4. Fragezeichen Says:

    Zu 1. : Deine Rechnung ist oberflächlich, so einfach ist es leider nicht. Ich lebe in einem Grenzkanton mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenrate ( +,-, 3,8% ). Wie kommt es, dass wir mehr Pendler aus dem Nachbarland und ohne Schweizerpass als Arbeitnehmer verbuchen als Arbeitslose Schweizer oder ” Ausländer”mit Niederlassungsbewilligung? Abzugbereinigt verdienen diese “ausländischen Gastarbeiter” aber gleichviel wie unsere Arbeitnehmer und dafür haben die Gewerkschaften gesorgt, dass diese nicht billiger sind. Also von Dumping ist somit keine Sprache !!!

    Zu 2. : Geht mit Punkt 1 gleich !

    Zu 3. : Ich spreche vom BMW der zufällig am 1.Mai in Zürich ausgebrannt ist und Frau Stocker hatte vom Dossier über den Besitzer/in ?!) genaue Kenntnis. Warum reagierte sie nicht beim zweiten polizeilichen Hinweis über diese Person ?

  5. Ausrufezichen Says:

    Das war eindeutig ein zu grosses Fragezeichen für “Admin”

  6. admin Says:

    1. Man kann doch nicht einen einzelnen Kanton als Massstab nehmen. Gesamtschweizerisch gibt es ein Vielfaches an Arbeitssuchenden im Vergleich zu den offenen Arbeitsstellen. Zeig mir doch all die offenen Stellen, wo sind sie? Ich hatte selber mal das “Vergnügen” auf Stellensuche zu sein. Wenn man bei jeder Bewerbung an die 100 Mitbewerber hat, ist es nicht einfach. Wenn wir schon Kantone vergleichen, in Zürich ist es meines Wissens in etwa 5000 offene Stellen zu 50000 Stellensuchenden (vergiss die Ausgesteuerten nicht).

    2. Nein das lässt sich nicht mit Punkt 1 vergleichen. Asylsuchende DÜRFEN nicht arbeiten in den ersten paar Monaten.

    3. Der BMW Fall den Du ansprichst kann doch nicht zum Normalfall hochstilisiert werden. Niemand streitet ab, dass es Missbräuche gibt, aber es ist eine verlogene Behauptung der SVP, dass ein neuer BMW zum Standard gehört bei Führsorgefällen.

    @Ausrufezeichen: Auch ein Admin braucht mal ein Wochenende ;-)

  7. Fragezeichen Says:

    1.) Wieviele Grenzkantone gibt es? Ich rede von meinem als Beispiel und nicht als Ausnahme! Die neusten Arbeitslosenzahlen sind veröffentlicht und wie man entnimmt, weiterhin fallend! Man könnte diese Zahl noch verbessern, wenn die schweizer- und ausländischen Arbeitslosen endlich zur Arbeitsannahme auch in nicht gelernte Branchen genötigt würden. Die vor dreissig Jahren eingeführte Arbeitslosenkasse sollte so unaktrativ gemacht werden, dass es sich lohnen sollte zu arbeiten. Solange dem Arbeitenden Geld entzogen wird um dem Nichtarbeitenden zu geben, wird letzterer sicher nie arbeiten. Das ist eine pragmatische Schlussfolgerung aber im Grundprinzip sicher nicht falsch. Nicht jeder ist sich zu Schade zu arbeiten, aber ich kenne auch viele die sind sich auch nicht zu Sachede nicht zu arbeiten, weil es ihnen doch so leicht gemacht wird!

    Der Durchschnittsschweizer macht nicht gerne die von Ausländern gemachte Drecksarbeit und diese Moral hat sich seit Einführung der Arbeitslosenkasse noch zementiert. Durch seine Kenntnis über den sozialen Ablauf der Dinge kann er sich auch ganz leicht durchs Leben schummeln und hat die Auswahl meistens den ihm genehmsten Job zu erhalten. Was mir immer am meisten aufstösst sind genau diese “Immermotzer” die durch Nepotismus meist die süssesten “Früchte” ernten.

    Beispiel; Kantons-und Gemeindefunktionäre die durch familiäre Verbündelung zu ihrem Job gekommen sind und deren Arbeit eigentlich von keinem Nutzen oder sogar im schlimmsten Fall als Hemmung der Erschaffung von echten Arbeitsplätzen besteht. Man nennt das auch ganz vereinfacht: aufblühende Bürokratie. Zum Ärger des Bürgers aber auch von ihm über die Steuern finanzierten Nonsens und vom Aussenstehenden ohnmächtig und nicht mehr verhinderbar, weil vom Verwaltungsapparat per se gut nach aussen abgeschottet und nich angreifbar

    Wenn mir ein Kantonsangestellter ganz unverblümt sagt, dass in seinem Verwaltungsdepartement zwanzig Personen eine Arbeit erledigen, die auch mühelos von vier erledigt werden könnte, aber bewusst die Zahl hochgehalten wird um Arbeitslose zu verhindern läuft ein Arbeitsrekrutierungssystem früher oder später auf einen Kollaps zu. Die UDSSR hat das durch jahrelangen Zwang eingerichtet und aufrechterhalten bis zur Implosion (wir machen das allerdings ganz freiwillig!!!) , wobei noch vieles bis heute nachwirkt und auch noch präsent ist. Eine Reise in das Land öffnet sogar einem Blinden das Auge.

    Wir haben in der Schweiz seit 1848 die Handels- und Gewerbefreiheit und somit auch eine Chance jederzeit sich selbst Arbeit zu erschaffen. Arbeit gibt es immer, nur das Geld für die enstprechende Entlöhnung kann manchmal ganz knapp werden. Noch vor vierzig Jahren gab es in der Schweiz noch selbständigerwerbende Schuhputzer die erst mit dem dynamischen Wirtschaftsaufschwung in den sechzigern verschwanden. Würde sich heute jemand bei uns für einen solchen Beruf entscheiden, kann er nicht unbedingt sicher sein eine entsprechende Arbeitsbewilligung zu erhalten, weil in der Zwischenzeit Maschinen entwickelt wurden, die
    diese Entschmutzungsarbeit auch erledigen und bei Nichtverkauf solcher Machinen evtl. Arbeitsplätze in der Industrie verloren gehen könnten. Eine Maschine hat einen Geldzähler und der Besitzer kann entsprechend besteuert werden. Der menschliche Schuhputzer muss eine Erfolgsrechnung ausweisen und könnte evtl. Gewinn an der Steuer vorbeischmuggeln die, die überflüssigen Funktionäre ernährt. Somit wäre unser Schuhputzer dazu verdammt in die Industrie zu gehen und an der Erstellung der Machine die ihn seinen Job kostet mitzuwirken. Dabei wäre er doch so gerne ein ganz einfacher Schuhputzer geblieben und in “seinem” Bahnhof der ihn heute auf “seinem” eigenen Gelände sicher nicht mehr tolerieren würde zur Arbeit gegangen.

    Anstatt einen Mindestlohn einführen zu wollen wäre es gerade in der heutigen Zeit wieder von Nutzen sich der alten Werte wie Handels-und Gewerbefreiheit zu erinnern und dafür zu sorgen, dass bürokratische Schranken entfernt werden und die wirtschaftliche Fluidität hergestellt oder mindestens aufrechterhalten wird. Das ist der Weg, der Arbeitsplätze schafft und seien sie noch von so minderer Begehrtheit wie das Schuhputzen. Der Mensch sollte nach seinen ihm eigenen Möglichkeiten das Selbstwertgefühl erlangen können und nicht durch staatliche Interventionen zum Vegetierer verkommen.

    2.) Asylbewerber leben von der Fürsorge bis zur Abklärung der Berechtigung zu Asyl. Sollte es “zufällig” passieren, dass er wärend dieser Zeit auch noch krank wird, was ja in einer Stresssituation glaubwürdig ist und er vielleicht noch eine neue Brille und ein neues Gebiss braucht, so wird ihm das natürlich auch gewährt und bezahlt. Wobei meinen Freunden aus der Optik und dem Zahnwesen dies natürlich entgegenkommt, da die Fürsorge sofort bezahlt und nicht betrieben werden muss, wie der kleine Arbeiter, der sich seine neuen Zähne buchstäblich vom Mund absparen muss und die Rechnung nur verschwommen sieht, weil seine Brille wieder mal wegen dem fehlenden Geld nicht angepasst werden konnte.

    3.) Wozu die Aufregung. Man kennt ja die Redewendung der SVP und ich glaube das hochstiliseren ist warscheinlich auch das Produkt des Schweigens des Lämmchens genannt Frau Stocker. Aber ich kann dir versichern, dass ich Asylbewerber die nicht arbeiten dürfen und den Führerschein samt Auto von unserem Sozialamt finanziert bekommen haben persönlich kenne. BMW oder Porsche wäre eigentlich besser als Standart, weil diese Autos auf die Länge weniger kosten, was auch wieder zur Kostensenkung unser aller Anliegen sein sollte. Das dem so ist, könnte ich dir sogar aus eigener Erfahrung beweisen. Aber mein Garagist sagt mir auch, dass ein “Kleinstandartauto” auf die Dauer mehr Einnahmen generiert ;-)

  8. admin Says:

    Versuchen wirs nochmal ganz einfach.
    Wir haben 100′000 Arbeitslose und eine unbekannte Zahl von Ausgesteuerten - Insgesamt 150′000 registrierte Stellensuchende.
    Wieviele offene Stellen kannst Du bieten?
    Wieviele Arbeitsstellen können die bürgerlichen Polit-Plapperis bieten für die 150′000 Stellensuchenden?
    Und wenn monatlich tausend Arbeitslose ausgesteuert werden, wo sonst landen diese wenn nicht in der Sozialhilfe?
    Es braucht doch nicht soviel Verstand um zu sehen, dass die paar tausend offenen Stellen nunmal nicht reichen für dieses Heer von Arbeitslosen.

  9. Fragezeichen Says:

    Also Verstand ist relativ und genaues Rechnen ist noch etwas anderes dazu, sofern die genauen Zahlen vorhanden sind.

    Gehen wir mal davon aus, dass Deine Zahl einigermassen stimmt. Vielleicht kannst Du noch aufführen, wieviel der Anteil an Schweizer oder Niedergelassene Ausländer die schon mehr als 30 Jahre hier wohnen in der von Dir gegebenen Zahl enthalten sind.

    Seit 1974 gibt es Arbeitslose in der Schweiz. Offizielle Erfassung des Phänomens derselben gab es erst ein Jahr später. Ich kenn Dein Alter nicht und nehme jetzt mal an du hast die Umwälzung damals nicht miterlebt.

    Vor 1974 gab es auch Arbeitslose die allerdings nicht erfasst waren, weil die Wirtschaft in den Industrieländern in vollem Nachkriegsaufschwung war. Das waren ehemals doch eher Sozialbezüger wenn sie schon auffielen. Jemand der nicht mehr arbeiten wollte machte einfach mal Pause und zehrte von seinem Ersparten bis er den “Tank” wieder füllen musste was einfach nur logisch ist. Man fand ganz leicht wieder einen Job damals und war auch nicht so wählerisch, aber hatte keine Wahl trotz der Leichtigkeit zur Findung einer Arbeit. Nix mit Arbeitslosenkasse, denn die existierte ja auch nicht!

    Was sich zehn Jahre später nach Einführung der Arbeitslosenkasse entwickelte kannst du heute in der von Dir genannten Zahl der Arbeitslosen und Ausgesteuerten wiederfinden. Ausländer oder korrekter, Gastarbeiter kamen zu uns um zu arbeiten und nicht um von einem Sozialsystem zu profitieren. Es gibt den Anteil der Asylsuchenden der nicht arbeiten darf da hast du recht, aber es gibt die Anerkannten die sich hier niederlassen durften und arbeiten sollten, oder besser sogar müssten, zur Gleichstellung des restlichen arbeitenden Volkes. Das ist doch nicht zuviel verlangt oder etwa doch?

    Wenn man nicht arbeiten will, sollte man auch nicht für’s Nichtstun entschädigt werden. Es gibt den Unterschied vom Wollen und nicht Wollen!
    Wenn jetzt soviele Menschen wie Du sagst keine Arbeit finden, wie kommt es dann, dass soviele neue Ausländer und Pendler bei uns einen für sie lukrativen Job finden der von “unseren” Arbeitslosen nicht entdeckt wird. Die Frage drängt sich daher auf: sind die Leute hier zuwenig qualifiziert, wählerisch, zu faul oder gar, wollen die Leute nicht, da sie die soziale Absicherung eh haben.

    Verständnis ist gefragt und ich versichere Dir, die von Dir zitierten ” bürgerlichen Polit-Plapperis ” werden sich danach richten, denn wer sonst schafft Arbeitsplätze und nicht einfach nur “Lohnplätze” für’s Nichtstun ;-)

  10. Ursula Huber Says:

    Tel.: 06291/7052

    10.07.07

    Meine gesetzliche Rente ist gering, die private kassierte das
    Finanzamt. Standardtarife, wie sie derzeit von privaten
    Krankenkassen angeboten werden, übersteigen meine
    Verhältnisse. Das ist normal und weiß eigentlich jeder.
    Nur, die Interversicherung, Mannheim , an die ich jahrelang
    Beiträge entrichtete, ohne deren Leistungen in großem Umfang
    in Anspruch genommen zu haben, interessierte das alles nicht.
    Das Vertragsverhältnis wurde aufgelöst, noch offene Beiträge sollen gewaltsam eingetrieben werden, so dass ich mich ernsthaft bedroht fühle. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich jederzeit
    bereit bin, einen meinen Verhältnissen angepassten Tarif zu bezahlen.

    Ich bin 70 Jahre alt und als Selbständige bis jetzt immer noch
    in Lage, meine schmale Rente aufzubessern.

    In beigefügtem Schreiben habe ich in kurzen Abrissen dargestellt,
    wie es zu meiner misslichen Lage kam. Ich halte es für meine soziale Pflicht, Sie davon zu unterrichten. Sie müssen wissen, welche Summen aufzuwenden sind, um nicht in die Sozialhilfe
    abzugleiten. Seelische Verletzungen, zugefügt von Leuten in
    sicheren Positionen, einhergehend mit deren grenzenloser Überheblichkeit, gehören zum Alltag.

    Sehr geehrte Damen und Herren, da ich weiß dass Sie Ihre
    Aufgabe ernst nehmen, Sie jedoch nur sinnvoll handeln
    können, wenn wir Sie über unsere Probleme unterrichten,
    habe ich Ihnen heute so ausführlich geschrieben. Fall Sie
    mir schreiben würden, wie ich zu einem günstigen Krankenassen-
    tarif kommen kann, wäre ich Ihnen dankbar.

    In diesem Sinne verbleibe ich für heute

    mit freundlichen Grüßen

    Ursula Huber

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