FDP prostituert sich mit der SVP
Es gab Zeiten, da konnte man die FDP trotz ihrer penetranten Wirtschaftshörigkeit und ihrer ignoranten Umweltpolitik doch noch einigermassen ernst nehmen. Die FDP war eine Partei, die wenigstens im Grossen und Ganzen pragmatisch politisierte. Doch wie sich die FDP in diesem Wahlkampf präsentiert, ist ein Armutszeugnis für die FDP und für die Schweizer Politik.
Jeder, der auch nur einen Funken Verstand hat oder auch nur das Wort Ethik buchstabieren kann, macht einen grossen Bogen um die SVP. Doch aufgrund des Wählerschwunds der FDP, ist sich diese Wirtschaftspartei plötzlich für nichts mehr zu schade. Man verbündet sich - oder ehrlicher gesagt prostituiert sich - mit erbärmlichem Kniefall vor der SVP, die mit ihren rechtsextremen Initiativen sowohl Religionsfreiheit als auch Menschenrechte mit Füssen tritt und das Volk seit Jahren gegeneinander aufhetzt - ungeachtet dessen, dass bereits die ganze Welt auf die widerliche Politik der SVP achtet und den erbärmlichen Schweizer Wahlkampf mit Abscheu zur Kenntnis nimmt.
Was für eine Art von Wirtschaftspolitik will die FDP dem Wähler noch verkaufen?
Die FDP hätte das Potential gehabt, wenigstens eine anständige Wirtschaftspartei zu sein. Aber mit der Unterwerfung unter die faschistoide SVP hat die FDP definitiv jegliche Glaubwürdigkeit verloren.
Auffällig ist, dass FDP-Politiker wie Doris Fiala und Konsorten in den letzten Wochen plötzlich dieselbe Polemik verwenden, an allem sind die Linken und Netten schuld (die FDP hat vergessen, dass sie eigentlich die sogenannt Netten waren) und die Arroganz und Überheblichkeit, mit der sie dies vorträgt, kennt man sonst nur von SVP-Polemikern. Und FDP-Parteipräsident Fulvio Pelli hofiert seit Wochen hinter der SVP her, nimmt wie Doris Fiala und Hans-Peter Portmann die SVP selbst dann Schutz, wenn es um das Ansehen der Schweiz im Ausland geht - was kann die Wirtschaft noch von dieser vom Weg abgekommenen Wirtschaftspartei erwarten?
Wer sich zum Handlanger der SVP macht, sei es Doris Fiala oder Felix Gutzwiller, der ist für jeden anständigen Schweizer an den Wahlen 2007 nicht mehr wählbar.
Oder um es mit Worten im Stil von SVP-Präsident und Möchtegern-Ständerat Ueli Maurer so schön sagen:
Forza Fiala - zurück an den Herd!
October 16th, 2007 at 9:37 am
Och, soviel Polemik auf so vielen Linien gibts sonst nur im SP-Bog.
Die FDP hat sich im Wirtschaftsbereich - und darauf spielst du ja an - nie von der SVP beeinflussen lassen. Sie hat sich für das Cassis de Dijon-Prinzip, Paralellimporte, Abbau der landwirtschaftlichen Subvention und andere wirtschaftsfördernde Interessen eingesetzt. Dies oftmals entgegen dem Standpunkt der SVP, deine Aussage ist lächerlich, wenn nicht sogar peinlich.
October 16th, 2007 at 9:38 am
Schreib doch mal einen Bericht darüber, wie die SP in letzter Zeit versucht, ihre Ex-Wähler bei den Grünen wieder abzuholen und andererseits versucht, mit den Grünen möglichst harmonisch zu kuscheln… …und gleichzeitig verzweifelt versucht, Wahlkampfthemen zu lancieren
October 16th, 2007 at 6:30 pm
SVP: Zottel und der neue Chauvinismus…
In der Schweiz sind ja bald Wahlen - und die rechtspopulistische SVP (bedingt durch die schweizerische Konkordanzdemokratie bereits jetzt in der Regierung!) macht grenzwertigen Wahlkampf. Als “fremdenfeindlich - nicht rassistisch” beurteilt…
October 19th, 2007 at 11:17 pm
Ich hoffe nicht, dass sämtliche Bürgerlichen so masochistisch veranlagt sind um mit der SVP zu kuscheln. Wer sich mit denen einlässt, kann morgen schon das Messer im Rücken spüren. Auch Du Blocher ähhm Brutus?