Das Gratisblatt Heute wird demnächst von Blick-am-Abend übernommen. Soweit so gut, ein Rudel Papier mit wenig Wert gegen das Andere. Doch Blick am Abend will die zumindest meinerseits hochgeehrte Kolumnistin Zora Off abschiessen. Ist das wirklich im Sinne der Leserschaft?
Seien wir mal ehrlich - niemand braucht Gratiszeitungen und erst Recht will sich niemand damit informieren. Trotzdem hat das Abendblatt “Heute” seinen gewissen Reiz.
Einerseits hat “Heute” einen jugendlichen Charm, eine junge Frische, die einem einfach irgendwie gut tut am Feierabend. Anderseits hat “Heute” fast täglich eine Info-Seite, die doch für Gratisblätter unübliche Informationen bietet. Weiters bietet “Heute” mit ihrer Rubrik “Daily Blogging” ein einzigartiges Thema. Doch mehr als all das bietet “Heute” dem geneigten Leser eine unvergleichliche Kolumne, die der Zora Off.
Wer auch immer Zora ist, wo auch immer sie lebt, woran auch immer sie nuckelt und was auch immer sie beklettert, wir wollen es wissen. Selten kommt eine Kolumne so frisch-frivol und lebendig herüber. Selten kann man sich eines Schmunzelns verwehren beim Lesen der alltäglichen Weibs-Strapazen. Machen wir uns nichts vor, was wäre “Heute” ohne Zora? Ein Haufen Altpapier in dem gelegentlich ein paar Informationen gestreut sind.
Doch damit soll Schluss sein. Der Blick - die Zeitung die bekanntlich per Definition null Information bietet - will das zukünftige “Blick am Abend” ohne Zora publizieren. Doch was ist ein “Heute” ohne Zora?
So stellt ich dem besorgten Leser die Frage: hat die Blick-Redaktion einfach keine Ahnung von ihrer zukünftigen Leserschaft oder sind Blick-Chefs per-Definition asexuelle Individuen die von Tuten und Blasen keine Ahnung haben?
Wie dem auch sei, wir - die Leser - wollen, nein wir brauchen Zora für unseren Feierabend. Damit wir nie vergessen, dass das Leben nicht nur aus Karriere und Information besteht sondern im weitesten Sinne auch etwas mit Leben zu tun hat.
Sex, Drugs and Rock&Roll - ob man es mag oder nicht, es ist Bestandteil des Lebens, zumindest ausserhalb der Blick Redaktion.
Deshalb hier mein Aufruf an alle Zora-Fans:
Wehret den Anfängen, wir wollen unserer Zora nicht verlieren. Schreibt hier einen Kommentar, schickt Mails an die Blickredaktion, hüpft nackt-tanzend durch die Bahnhofstrasse und verkündet, dass wir unsere Zora brauchen.
Falls die Blick-Redaktgion wider aller Vernunft Zora wirklich abschiesst, bietet das RainbowNet-Blog Zora Asyl, entweder als Gastkolumnistin in ebendiesem Blog oder als eigenes Blog auf einer noch einzurichtenden Website.
Zora - lass uns nicht im Stich - wir brauchen Dich, im Heute, im Blick oder wo auch immer 