‘Gentechnologie’ Blog

Gentech-Pflanzen - Risiken nicht abschätzbar

Tuesday, June 17th, 2008

Sind Risiken von Gentech-Pflanzen abschätzbar? Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) veranlasste ein aus 8 Projektgruppen bestehendes Forschungsprogramm um die Auswirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auf die Umwelt zu ermitteln. Diese Forschergruppe verkündete heute, dass keine negativen Auswirkungen von GVO auf Wildbienen, Würmer, Schnecken oder Fliegenlarven festgestellt wurden werden konnten.

Gentech-PflanzenDoch eine weitere Forschergruppe, die sich mit dem Nachweis von negativen Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen befasste, kam zum Schluss, dass “ein anwendbares Kriterium für die Beurteilung von «Umweltschaden» nicht zur Verfügung stehe“. Aufgrund der Vielzahl von Umwelteinflüssen sei im nachhinein nicht nachweisbar, ob die gentechnisch veränderte Pflanze den Schaden verursacht hat. Erschwerend kommt hinzu, dass Umweltschäden durch Gentech-Pflanzen unter Umständen erst Jahre später sichtbar werden.

Wenn man bedenkt, dass beispielsweise bei Gen-Weizen nachgewiesen wurde, dass seine Pollen 2,7 Kilometer weit transportiert werden oder dass Gentech-Raps 10 Jahre lang im Boden überleben kann, dann ist es wohl nicht zuviel verlangt, dass wir erfahren ob wir mit dieser Risikotechnologie unseren Hintern aufs Spiel setzen. Aber wenn die Schäden von Gentech-Pflanzen nicht mal nachgewiesen werden können, wie in aller Welt soll dann der Nachweis einer Ungefährlichkeit erbracht werden?

Wir haben mit unseren Atomkraftwerken bereits eine Risikotechnologie, brauchen wir da wirklich eine Zweite? Radioaktivität hat wenigstens eine Halbwertszeit, lebendige genmanipulierte Organismen nicht. Wenn sie begonnen haben zu existieren, leben sie weiter, verbreiten sich weiter und kreuzen weiter aus.

Wir schnipseln mit dem Dosenöffner am Genom dieses Planeten herum und können doch nicht einmal herausfinden, ob wir uns damit einem Risiko aussetzen. Fortschritt hat manchmal wirklich skurile Seiten.

Tagi: Risiken von Gentech-Anbau kaum abschätzbar
UmweltschutzNews: Gen-Weizen noch riskanter als befürchtet
Umweltjournal: Risiko von Gentech-Pflanzen ist nicht beherrschbar
Greenpeace: Gentech-Politik und die Risiken einer Freisetzung
science.ORF.at: Gentech-Pflanzen - Risiken und Nebenwirkungen
Bundesrat beendet Null-Toleranz für Genfood
Langzeitstudie: Verzehr von Gentech-Mais verringert Fruchtbarkeit

England erlaubt Mensch-Tier Chimären

Wednesday, May 21st, 2008

England erlaubt wissenschaftliche Sodomie. Dank der gentechnischen Forschung ist es möglich, Mischwesen (Chimären) aus Mensch und Tier herzustellen. Diese sollen für therapeutische Zwecke verwendet werden und nach 14 Tagen vernichtet. Wer wird nun vernichtet, das Tier oder der Mensch?

Mensch-Tier Chimären dank GentechnologieBereits vor über einem Jahrzehnt habe ich gewarnt, dass die Methoden der Gentechnologie und des Klonens zu perversen Auswüchsen führen werden. In der Wissenschaft gilt scheinbar der Grundsatz: Ethisch ist, was machbar ist. Bereits damals anlässlich der Genschutzinitiative engagierte ich mich für Grenzen im Bereich von Genmanipulationen. Schon damals bastelten Gentechnokraten aller Welt Fliegen mit 14 Augen oder fluoreszierende Mäuse - nicht weil man damit ernsthaft Krankheiten heilen könnte sondern einfach weil der Machbarkeitswahn sie treibt. Pervertierte Wissenschaft zwecks akademischer Selbstbefriedigung?

Unter anderem schrieb ich damals diesen Text:

Die meisten von uns haben wohl irgendwann einmal in ihrer Jugendzeit den Film ‘Frankenstein’ gesehen. Leicht verkrampft sassen wir vor dem Fernseher und genossen das schaurige Spiel, das sich uns da bot. Eine grässlich gruslige Geschichte von einem irren Wissenschaftler, der aus dem Wunsch heraus, den Tod zu überwinden, Leichenteile zusammenbaute und so schlussendlich ein lebendiges Monster schuf. Zwischendurch mussten wir wegschauen, weil die Spannung fast unerträglich wurde und doch genossen wir es, denn ganz tief in uns wussten wir, dass dies nur eine Geschichte ist - fern von jeder Realität.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Während der Film ‘Frankenstein’ nach wie vor im Nachtprogramm zu sehen ist, sehen wir plötzlich schon in der Tagesschau solche Szenen. Da wird berichtet von Wissenschaftlern, die in ihrem Ehrgeiz auf die verrücktesten Ideen kommen, dass sie ‘überzählig produzierte Embryos’ zerstückeln wollen. Sie klassifizieren Embryos zu Zellklumpen, sprechen ihnen jegliches Lebensrecht ab und betrachten diese ‘Zellklumpen’ als Rohmaterial.

Das Abendprogramm und der nächtliche Horror verschiebt sich langsam aber sicher und ehe man sich versieht, läuft der fürchterlichste Horror-Film kurz nach dem Sand-Männchen, als sei dies eine neue Art von Real-Satire.

Sehnsüchtig denkt man zurück an die guten alten Zeiten, als Grusel-Filme noch solche waren und Monster ins Reich der Fantasie gehörten. Wie werden wir unseren Kindern erklären, dass ‘Frankenstein’ zwar nur ein Film ist, aber die Frankensteins in der Tagesschau Realität?

Eigentlich hatten wir schon früher unseren täglichen Tagesschau- und Zeitungs-Horror. Hiroshima, Giftgas-Einsatz im Irak, Contergan-Affäre, Tschernobyl, Gift-Katastrophe in Seveso und Bophal……….. und jetzt auch noch Doktor Frankenstein mit seinen zerschnipselten Kindern.

Wer weiss, vielleicht kommt der Tag, an dem im Mitternachts-Programm nur noch Filme kommen wie z.B. ‘Die blaue Lagune’ oder Filme von Jacques Cousteau, die unsere Welt noch zeigen, wie sie früher einmal war und eigentlich heute noch sein müsste. Vielleicht wird das zur selben Zeit sein, wenn die Tagesschau zum ersten mal Bilder zeigt vom perfekten Super-Menschen, der nun tausendfach geklont wird: Intelligent, stark, unverwundbar, gehorsam, kritiklos, autoritätstreu…….

….. und mit etwas Glück sogar ganz willenlos !

In Forumsdiskussionen wurde ich von Gentechnokraten der Schwarzmalerei bezichtigt, so etwas würden sie nie machen. Offenbar haben sie mich angelogen. Dieselben Leute wollten mir damals weismachen, dass ein horizontaler Gentransfer nicht möglich ist, sie behaupteten dass die von ihnen verwendeten Antibiotikaresistenzgene kein Problem sind, sie behaupteten dass 90% der DNA Junk-DNA ist oder dass Mitochondrien nur zur Energielieferanten sind für den Zellkern und vieles mehr. Alles wurde widerlegt und genauso wurde widerlegt, dass sich die Zunft der Gentechnokraten an ethische Grenzen hält.

Nun ist in England eine neue Grenze überschritten worden. Mensch und Tier dürfen zu Mischwesen umgebaut werden und Kinder dürfen mit diesen Technologien gezüchtet werden, damit man Zellmaterial für Geschwister produzieren kann. Gibt es denn noch eine Grenze, die nicht überschritten wurde? Und wann wird auch diese überschritten? Ich hielt Frankenstein für eine Geschichte, aber ich befürchte, Frankenstein ist drauf und dran, Geschichte zu schreiben. So schnell wird der Mensch zum Schwein.

Forschung an Mischwesen zwischen Mensch und Tier
Mischwesen aus Mensch und Tier erschaffen
Mensch-Rind-Mischwesen - Das Abstumpfungs-Experiment

Mehr Ertrag dank Gentech-Pflanzen?

Tuesday, April 22nd, 2008

Mehr Ertrag dank Gentech-Pflanze, das verspricht die Gentech-Industrie seit Anbeginn. Doch eine neue Studie zeigt, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Wen wunderts, genmanipulierte Pflanzen sind sozusagen zerschossene Pflanzen, was kann man da schon erwarten?

Forscher von der Universität in Kansas haben drei Jahre lang die berühmt-berüchtigten “Roundup-Ready-Soybean” des Gentech-Multis “Monsanto” unter die Lupe genommen. Sie konnten nachweisen, dass die Gentech-Soja 10% weniger Ernte einbrachte als natürliche Soja.

DIe Gentech-Industrie kommt langsam in Argumentationsnotstand. Die Auskreuzung und Verwilderung ihrer Gentech-Pflanzen ist erwiesen, Risiken sind nachwievor nicht ernsthaft geprüft, weniger Gift wird auch nicht eingesetzt, Konsumenten wollen immer noch keinen Genfood auf dem Teller… und nun entlarvt sich auch die Mähr von der grossen Ernte als leeres Versprechen.

Warum wir uns weiterhin den Risiken von Gentechnologie aussetzen, obwohl offensichtlich niemand ausser den Gentech-Multis davon profitiert, wird langsam schwer zu erklären.

US-Studie: Zehn Prozent weniger Ertrag bei Gentech-Soja
Genfood Blog
derStandard.at - Wissenschaft

Bundesrat beendet Null-Toleranz für Genfood

Friday, March 7th, 2008

Der Bundesrat hat das Lebensmittelgesetz revidiert und beendet bei dieser Gelegenheit die Null-Toleranz für nicht-bewilligte GVO’s. Bisher war jegliche Kontaminierung durch nicht-bewilligte, gentechnisch-veränderte Organismen strikt verboten, neu soll eine Toleranzgrenze von 0.5% gelten. Hängt der Bundesrat so sehr am Gängelband der Gentech-Industrie?

GenfoodWohl gemerkt, es geht hier nicht um bewilligten Genfood sondern darum, dass Nahrungsmittel mit nicht-bewilligten und somit riskanten GVO’s durchmischt sind. Man kann nun zynisch einwenden, dass auch bewilligte GVO nicht frei von Risiken sind - bekanntlich existiert bis heute keine Langzeitstudie, die eine Unbedenklichkeit von Genfood belegen würde. Doch wenn genmanipulierte Pflanzen nicht einmal bewilligt sind, dann wird das wohl seine Gründe haben.

Doch dem Bundesrat ist dies Wurscht, ein bisschen GVO-verunreinigt macht ja nix, das ist wie wenn man ein bisschen Schwanger ist, davon kriegt man doch kein Kind…… oder doch?

So hat unsere Regierung einmal mehr die Interessen der Industrie über die Interessen des Volkes gestellt und einmal mehr wurde ein Kniefall gemacht vor einer Gentech-Industrie, die mit allen Mitteln versucht, den Konsumenten etwas anzudrehen, was diese weder wollen noch brauchen.

Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Parlamentarier!

Bund lockert Bestimmungen für Genfood
Schweiz. Arbeitsgruppe Gentechnologie
Basler Appell gegen Gentechnologie
Information Gentechnologie
Gentechnologie in der Landwirtschaft

FDP Umweltpolitik - böses Umweltrating

Friday, June 29th, 2007

FDP-Generalsekretär Guido Schommer empört sich im neusten “Pressedienst” der sogenannt Freisinnigen über das Umweltrating der Umweltschutzorganisationen. Er kann einfach nicht verstehen, dass die Wirtschaftspartei FDP trotz ihrer mehreren Dutzend Atom-Lobbyisten und Gentech-Lobbyisten von den Umweltverbänden für ihre “professionelle Umweltpolitik” schlechte Noten bekommt.

FDP UmweltpolitikOb es vielleicht daran liegt, dass die FDP das Verbandsbeschwerderecht abschaffen will und damit sozusagen für Anarchie im Umweltschutz einsteht, um einmal mehr ihrer Wirtschafts-Klientel den Weg zu kehren?
Oder ob es eher daran liegt, dass die FDP einfach konsequent jeglichen Umweltschutz torpediert, wenn es die Wirtschaft auch nur einen Rappen kostet?

Warum die Wirtschaftspartei FDP im Umweltrating schlecht abschneidet, demonstriert Guido Schommer in derselben Pressemitteilung.

Atomenergie soll der CO2-Reduktion dienen (obwohl Atomenergie doppelt soviel CO2 verursacht wie Wasserkraft), Gentechnologie soll helfen den Gifteinsatz in der Landwirtschaft zu begrenzen (obwohl die meisten Gentech-Pflanzen genau gegen Spritzgift immunisiert sind und damit dem Gifteinsatz Tür und Tor öffnen)….. alles in allem eine nette Predigt wie man sie von Atom- und Gentech-Lobbyisten täglich irgendwo lesen kann.

Ja liebe FDP, genau deshalb gehört Ihr zu den Ignoranten in Sachen Umweltpolitik. Verteilt besser weiter Geschenke an Grossaktionäre, Multimillionäre und Grosskonzerne, das sind Eure Wähler. Glaubt nicht, dass umweltbewusste Wähler an den Wahlen 2007 die Vertreter von Axpo, AVES, GenSuisse und Konsorten wählen.

Gentech-Patente - Christoph Blocher verhökert das menschliche Erbgut

Saturday, June 16th, 2007

Der Mensch soll zur Ware werden, dessen Bestandteile ein paar Gentech-Multis gehören. Dazu hat nun SVP Bundesrat Christoph Blocher das neue Patentgesetz auf den Kopf gestellt, das weiter geht als in umliegenden Ländern und der Gentech-Industrie in den Arsch kriecht. Der bürgerlich-dominierte Ständerat stimmt natürlich zu und der Ausverkauf des Menschen kann beginnen.

Gentech-PatenteObwohl die Entdeckungen von Gensequenzen keine Erfindungen sondern Entdeckungen sind, versucht die Gentech-Industrie seit Jahren, auf solchen Entdeckungen Patentschutz geltend zu machen, was per Definition Unsinn ist - eben weil es sich hier nicht um Erfindungen handelt.
Doch die Gentech-Industrie hat genug Macht, allein im Schweizer Parlament sitzen dutzende von Vertretern der chemischen Industrie - getarnt als sogenannte bürgerliche Politiker in Parteien wie SVP, FDP und CVP.

Dass beispielsweise 66 Wissenschaftler gegen diese Patent-Vermarktung protestierten oder Krankenkassen (Santesuisse) und Konsumentenschützer sich dagegen äusserten, all das kümmert unsere bürgerlichen Chemie-Vertreter nicht im Geringsten - frei nach bürgerlicher Logik - wenn es ums Geldverdienen geht, würde man auch die eigene Grossmutter verkaufen.

Seltsamerweise stört sich kaum jemand daran, dass seine Bestandteile bald einmal Novartis oder Monsanto gehören, niemand empört sich darüber, dass medizinische Forschung bald mal im Keim erstickt wird, weil einzelne Gentech-Multis Patente auf ganze Gensequenzen haben, unabhängig davon, was damit gemacht wird.

Seit Jahren warnen Umweltschützer davor, dass die Gentech-Multis mit allen Mitteln versuchen, die menschliche DNA mittels Patentgesetz in Besitz zu nehmen. Was bei Pflanzen bereits trauriger Alltag ist, soll bald auch mit dem Menschen passieren - er wird kommerzielles Gut.

Was dabei herauskommt, zeigt der Fall der amerikanischen Gentech-Firma Myriad, die eine Gensequenz patentierte, mit der sie Brustkrebstests machte. Später stellte sich heraus, dass dieselbe Gensequenz auch einen Einfluss auf Darmkrebs hat. Durch die unsägliche Patentierung einer ganzen Gensequenz unabhängig von der Anwendung, kann diese Sequenz nun von anderen Wissenschaftlern nur noch beschränkt benützt werden. Der Gentech-Multi Myriad kann sowohl Lizenzgebühren verlangen als auch die Verwendung generell untersagen. Damit wird Forschung absolut unattraktiv. Wer will noch an einer Gensequenz forschen, wenn er allfällige Resultate nicht kommerziell verwenden kann? Hier zeigt sich auch die Verlogenheit der Gentech-Industrie und ihrer politischen Lakaien. Es geht nicht um die Volksgesundheit, es geht um knallhartes Business, es geht um Monopolrechte und um Macht.

Meines Erachtens müssten Politiker, die solch menschenunwürdige Machenschaften unterstützen, wegen Volksverrat vor Gericht gestellt werden. Aber davor haben sich diese Herren geschützt mit der sogenannten parlamentarischen Immunität. Ein kluger Schachzug, wenn man vorhat, sein Amt in dieser Weise zu missbrauchen und nicht mal vom Ausverkauf des menschlichen Erbguts halt macht.

Ich bin nicht in der Lage gewesen, mir vorzustellen,
dass Professoren engere Beziehungen zu ihren Patentanwälten haben könnten
als zu ihren Doktoranden.
Ich besitze kein einziges Patent.
(Prof. Erwin Chargaff, Begründer der Gentechnik)

Nun denn, der Ausverkauf ist eröffnet, wer bietet am meisten für unsere Innereien?

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