‘Atomenergie’ Blog

Erhöhtes Krebsrisiko in der Umgebung von AKW

Friday, October 10th, 2008

Studie bestätigt: Wer im Umkreis von 5 Kilometer von einem Atomkraftwerk wohnt, hat ein erhöhtes Krebsrisiko und setzt im Speziellen seine Kinder einem erhöhten Risiko aus, später an Leukämie zu erkranken.

Erhöhtes Krebsrisiko rund um AKWsZu diesem Schluss kam bereits die am 10. Dezember 2007 publizierte “Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken” (KiKK-Studie). Die Atomlobbyisten beeilten sich zu versichern, dass die beim AKW-Betrieb abgegebene Strahlung weit unter dem Grenzwert liege. Die Frage, ob der Grenzwert möglicherweise viel zu hoch ist, durfte nicht gestellt werden.

Nun hat die deutsche Strahlenschutzkommission die KiKK-Studie unter die Lupe genommen und kommt zu einem bizarren Schluss:
1. Die Daten der KiKK-Studie stimmen, es ist tatsächlich eine erhöhte Krebsrate bei Kindern in der Umgebung von AKWs nachweisbar, dieser Punkt kann als wissenschaftlich erwiesen betrachtet werden.
2. Da die Strahlung im AKW-Betrieb unter dem Grenzwert liegt, darf kann da kein Zusammenhang bestehen

Zu hohe Grenzwerte?

Nachwievor traut man sich nicht zu hinterfragen, ob die wissenschaftlich postulierte Unbedenklichkeit von niedrigen Strahlen-Dosierungen vielleicht falsch ist. Diesem Thema nimmt sich die aktuelle WOZ an und berichtet über Erstaunliches……

Die angebliche Ungefährlichkeit von niedrigen Strahlen-Dosierungen stützt sich auf Erhebungen, die nach den amerikanischen Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki erstellt wurde. Seit 1946 wurden gesundheitliche Folgen von Atombombenopfern registriert und diese Fakten ausgewertet. Basierend auf diesen Zahlen wurde eine Grenze festgelegt, ab der Strahlung gefährlich sein soll.

Wohlwissend wird dabei ignoriert, dass es ein Unterschied ist, ob jemand bei einem einmaligen Ereignis einer starken Strahlung ausgesetzt wurde oder ob jemand jahrelang tagtäglich radioaktive Strahlung in kleinen Dosen verabreicht bekommt. Wer hier keinen Unterschied macht, vergleicht Äpfel mit Birnen.

Mittlerweile gibt es verschiedene Studien, die nachweisen, dass schon niedrigen Strahlungen gesundheitsschädigende Wirkungen haben können. So hat beispielsweise eine grossangelegte Studie aus dem Jahr 2005 aufgrund von Erhebungen von 400′000 strahlenexponierten Personen ergeben, dass bei diesen Personen eine 1-2 Prozent höhere Zahl an Krebstoten zu verzeichnen sind. Somit sind ca 1000-2000 Personen an Krebs gestorben, obwohl die gesetzkonforme radioaktive Strahlung angeblich soooooo harmlos ist.

Ungeachtet dieser Fragen will die Schweizer Stromindustrie einmal mehr auf neue Atomkraftwerke setzen, ungeachtet möglicher Gesundheistsschäden, ungeachtet zahlreicher Pannen und Störungen in Schweizer AKW, ungeachtet des nicht abstreitbaren Risikos eines AKW-Unfalls und ungeachtet der nachwievor nur in feuchten Träumen gelösten Endlagerung von hochgiftigen radioaktiven Abfällen.

Und unzählige sogenannt bürgerliche Politiker lassen sich weiterhin von der Atomlobby sponsoren und vertreten deren Interessen - scheiss auf ein paar tote Kinder!

Presseerklärung der Strahlenschutzkommission zu ihrer Bewertung der KiKK-Studie (pdf)
Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken
WOZ: Die Indizien sagen: Schuldig!
Strahlenschutzkommission bestätigt erhöhtes Krebsrisiko in der Nähe von Atomkraftwerken
Kinder-Krebsrate und Atomkraftwerke
AKW Haftpflicht - nicht einmal 1 Prozent versichert

UNEP-Bericht: Investitionsboom in Erneuerbare Energien - Alternative zu Atomenergie

Friday, July 4th, 2008

Wie das UN-Umweltprogramm (UNEP) in ihren neusten Bericht schreibt, ist im Bereich „erneuerbare Energien“ und „Energie-Effizienz“ ein wahrer Investitionsboom ausgebrochen - von Goldgräberstimmung wird gesprochen. Während die Schweizer Stromindustrie Kohlekraftwerke im Ausland baut und uns vorlügt, dass eine Schweiz ohne neue AKW nicht denkbar sei und alternative Energien nur ein Nischendasein fristen können, wird in der ganzen Welt in erneuerbare Energien investiert, vorallem Windenergie und Solarenergie erobern die Energieindustrie.

Windenergie Statistik 1997-2007

Die steigenden Ölpreise und die gleichzeitige Effizienzsteigerung der Alternativenergien stellen langsam aber sicher die Energiezukunft auf den Kopf. Im Jahr 2007 steigerten sich die neuen Investitionen in erneuerbare Energien um 60% auf 148 Milliarden Dollar – Tendenz 2008 weiter steigend.

Die meisten Investitionen wurden mit 50,2 Milliarden in Windenergie getätigt (mehr als in Wasserkraft und Atomenergie), während Solarstrom mit 254% seit 2004 die schnellste Wachstumsrate vorwies. Beides zeigt, dass zumindest ausserhalb der Schweiz erneuerbare Energien den Traum vom „Gratis-Strom dank Atomenergie“ ablösen – nicht aus ideologischen sondern aus rein wirtschaftlichen Gründen.

Mittlerweile hat die Windenergie die globale Kapazität von 100 GW im März 2008 erreicht – nachwievor erzählen uns AXPO und Konsorten, dass Windenergie keine Option sei. Noch besser, gewisse Kreise wie beispielsweise die Stiftung Landschaftsschutz versucht Windenergieprojekte zu verhindern – zufällig sitzen im Stiftungsrat der Vicepräsident von ATEL (Regierungsrat Christian Wanner) und mindestens zwei Exponenten der Atomlobbyorganisation AVESein Schelm wer da böses denkt.

Die EU ist nachwievor in der Anführerrolle und weist das höchste Wachstum von erneuerbaren Energien vor, gefolgt von der USA, aber Länder wie China, Indien und Andere holen auf.

Und während China die Investitionen in Wassekraft auf 10,8 Milliarden vervierfacht und die Kapazität der Windenergie auf 6 Gigawatt verdoppelt, baut die BWK in Deutschland ein Kohlekraftwerk und die Rätische Energie baut in Italien – ja was wohl – auch ein Kohlekraftwerk.

Es wird schwierig für die AXPO, uns weiterhin mit ihren „lustigen“ Köbi Kuhn Werbespots Sand in die Augen zu streuen. Erneuerbare Energien können Atomkraftwerke ersetzen, das ist keine Frage des Könnens sondern eine Frage des Wollens. Wenn beispielsweise Sachsen-Anhalt 37.5% des Strombedarfs mit Windenergie decken kann, dann können wir auch unsere Atomkraftwerke durch erneuerbare Energien ersetzen. Diese sind schadstoff-frei, rohstoff-unabhänigig und von Jahr zu Jahr rentabler.

Die Zukunft einer sauberen Stromversorgung ist angebrochen, das wird auch die AXPO mit ihrer Lüge von einer Stromlücke nicht verhindern können.

UNEP: Clean Energy Investments Charge Forward Despite Financial Market Turmoil
EurActiv: Bericht - Erneuerbare Energien haben eine Zukunft
Klimablog: Solarstrom - Alibi oder Zukunft?
Spiegel: Rekord-Investitionen in erneuerbare Energien
Franz Alt: Goldrausch bei Erneuerbaren Energien
Franz Alt: Stürmisch wachsende Nachfrage bei PKW-Solardächern
World Wind Energy Association
Schwarze Liste von Energieorganisationen in der Schweiz

RainbowNet: AKW-Störfälle und AKW-Unfälle
RainbowNet: AKW Haftpflicht - nicht einmal 1 Prozent versichert
RainbowNet: Ist Atomenergie CO2-frei?

Update 14.10.2008:
Prognose für Erneuerbare Energien deutlich angehoben Branche erwartet 2020 bereits über 40 Prozent Anteil an Stromproduktion
Schneller Ausbau erneuerbarer Energien ist bezahlbar

AKW Unfälle - AKW Störfälle

Saturday, June 7th, 2008

Die Atomindustrie - allen voran die Propagandaorganisation AXPO - versucht uns ständig weiszumachen, dass Atomkraftwerke sicher sind, AKW-Unfälle wie Tschernobyl sind nur im Osten möglich. 20-Minuten hat eine Auflistung bisheriger AKW-Unfälle publiziert, die ich hier zu bedenken gebe. Es scheint, dass die Ausnahme eher die Regel ist.

AKW Unfall in TschernobylDezember 1952: In einem Reaktor im kanadischen Chalk River bei Ottawa kommt es zu einer schweren Explosion. Der Reaktorkern wird bei einer partiellen Kernschmelze zerstört.

September 1957 In einer Wiederaufbereitungsanlage im russischen Kyschtym explodiert ein Tank mit radioaktiven Abfällen. Dabei werden grosse Mengen an radioaktiven Substanzen freigesetzt.

Oktober 1957 Im britischen Atomreaktor in Windscale - seit 1983 Sellafield genannt - wird nach einem Brand eine radioaktive Wolke freigesetzt, die sich über Europa verteilt.

Juli 1971 Im schweizerischen AKW Mühleberg ereignet sich ein schwerer Brand im Maschinenhaus, der mehrere Sicherheitssysteme lahm legt. Eine grosse Anzahl von Fehlalarmen erschwert den Überblick. Die Betriebsleitung gesteht später, dass die Situation im Kontrollraum während Minuten ausser Kontrolle geraten ist.

Juli 1973 Wieder kommt es in Windscale zu einer schweren Explosion, bei der ein grosser Teil der Anlage verseucht wird.

Januar 1977 Kurzschlüsse in zwei Hochspannungsleitungen führen im deutschen Atomkraftwerk Gundremmingen in Bayern zu einem Totalschaden. Das Reaktorgebäude ist mit radioaktivem Kühlwasser verseucht.

Dezember 1978 Im deutschen AKW Biblis A ereignet sich ein schwerer Vorfall. Die Betriebsmannschaft übersieht während drei Arbeitsschichten, dass ein Ventil nicht ordnungsgemäss schliesst – sie glaubt vielmehr, dass die Alarmlampe, die das Versagen des Ventils anzeigt, nicht in Ordnung ist. Die Temperatur im Reaktor steigt gefährlich an. Um ein Uhr morgens entschliessen sich die Operateure, den Reaktor abzuschalten, ändern aber nach zehn Minuten wieder ihre Meinung, weil sie unbedingt einen Produktionsausfall vermeiden möchten. Statt abzuschalten versuchen sie nun ein riskantes Manöver. Doch das geht schief – ein Leck ist die Folge, Radioaktiver Dampf tritt aus. Der Störfall wird allerdings erst bekannt, als ein amerikanischer Informationsdienst das Geschehen ein Jahr später aufdeckte.

August 1979 Die US-Atombehörde beschuldigt die Betreiberin des schweizerischen AKW Beznau I, einen schwerwiegenden Defekt geheim gehalten zu haben, bei dem es zum Sieden des Kühlwassers an den Brennstabrohren gekommen ist. Es handelt sich um denselben Defekt, der in den USA zur teilweisen Kernschmelze im AKW Three Mile Island geführt hat. Beznau musste nach dem Zwischenfall für 103 Stunden stillgelegt werden.

März 1979 Maschinen- und Bedienungsfehler führen im US-Kernkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg zum Ausfall der Reaktorkühlung, die eine partielle Kernschmelze und die Freisetzung von radioaktiven Gasen zur Folge hat.

April 1986 Kernschmelze im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl. Fachleute geben die Zahl der zu erwartenden Toten mit zwischen 4.000 und 100.000 an. 4.000 Menschen erkrankten infolge des Unfalls an Schilddrüsenkrebs.

November 1986 Im schweizerischen AKW Leibstadt bedient ein Operateur die falsche Taste. Dadurch erhöht sich im Reaktor der Druck, er muss innert Sekundenfrist automatisch abgeschaltet werden. Süddeutsche Medien behaupten, dass dabei Radioaktivität ausgetreten ist. Die Kraftwerksleitung bestreitet dies. Auffällig ist aber, dass Leibstadt ausgerechnet 1986 die höchste jemals gemessene Jahres-Dosis aufwies.

September 1987 Weil Abluftfilter im AKW Mühleberg defekt sind, kann radioaktive Luft in die Umgebung entweichen. Da auch das Messgerät kaputt ist, wird die Freisetzung erst gar nicht bemerkt. Und auch nachher kommt sie nur durch Zufall an den Tag – die Betreiberin hatte die Oeffentlichkeit nicht informieren wollen, weil der Vorfall zu unbedeutend sei. Mühleberg-Vizedirektor wird im «Blick» zitiert mit den Worten: «Wir benachrichtigen die Presse auch nicht, wenn bei uns ein Wasserhahn tropft.» Auch der Bund wartet zu: Eidgenössische Experten kommen erst drei Wochen nach der Panne in die Region, um Früchte und Gemüse zu untersuchen. Sie empfehlen, Äpfel vorläufig geschält zu essen. Unabhängige Fachleute kommen zum Schluss, dass bei der Filterpanne mehr Radioaktivität freigesetzt worden ist als durch Tschernobyl in die Schweiz gelangte.

Dezember 1987 Im schweizerischen AKW Beznau wurden alte Bortanks abgebrochen. Dabei zeigte sich gemäss Angaben der Aufsichtsbehörde HSK, dass die Erde bis auf rund 3 Meter Tiefe radioaktiv verseucht ist (u.a. mit Cäsium-137). Die Verseuchung sei auf eine Leckage vor 15 Jahren zurückzuführen. Das radioaktive Material war damals von der NOK ausgebaggert und am Ufer der Aare deponiert worden.

September 1990 Im schweizerischen AKW Leibstadt ist das Reaktorschnellabschalt-System während mehrerer Stunden nicht funktionsfähig. Die Aufsichtsbehörde untersucht den Vorfall und kommt zum Schluss, dass Betriebsvorschriften nicht eingehalten worden sind und eine Alarmanzeige stundenlang ignoriert worden ist.

April 1993 Im französischen AKW Nogent fallen fünf Sicherheitssysteme gleichzeitig aus. Eine Überprüfung des Feuerlöschsystems hatte zum Ausfall von drei Ventilationssystemen geführt, ein anderes Ventilationssystem war abgeschaltet wegen Unterhaltsarbeiten und das Branderkennungssystem funktionierte überhaupt nicht.

August 1995 Um 8.22 Uhr ereignete sich im KKW Leibstadt während der Revisionsarbeiten eine Explosion. Zwei Angestellte erlitten Verbrennungen dritten Grades. Die Monteure wollten im Maschinenhaus einen Teil der Hilfsdampfanlage überprüfen. Sie öffneten bei einem der Behälter einen Deckel, es trat Wasserstoff aus, der sich entzündete. Im Normalbetrieb befindet sich im betroffenen System Frischdampf der aus dem Reaktor kommt und demnach kontaminiert ist.

Dezember 1996 Im schweizerischen AKW Leibstadt explodiert ein Stromwandler aus unerklärlichen Gründen. Der Stromwandler war erst im August auf seine Funktionstüchtigkeit untersucht worden.

März 1997 In der japanischen Anlage Tokaimura ereignete sich ein Feuer mit anschliessender schwerer Explosion, weil die Sprinkleranlage zur Bekämpfung des Feuers nach einer Minute schon wieder abgeschaltet wurde. Die Behörden werden erst mit vierstündiger Verspätung über den Austritt von Radioaktivität informiert. 37 Arbeiter atmeten Radioaktivität ein.

Juni 1999 Im schweizerischen AKW Gösgen werden während einer Überprüfung Ventile undicht. Radioaktives Jod entweicht in die Luft

September 1999 In einem Brennelementewerk in der japanischen Stadt Tokaimura setzt nach einer unvorschriftsmässigen Befüllung eines Vorbereitungstanks eine unkontrollierte Kettenreaktion ein - statt der vorgeschriebenen 2,3 Kilogramm schütten sie 16 Kilogramm hinein.

Oktober 2000 Das umstrittene tschechische Atomkraftwerk Temelin geht ans Netz. Bis Anfang August 2006 werden von der Anlage fast 100 Störfälle gemeldet.

August 2001 Im schweizerischen AKW Leibstadt fälschten zwei Operateure Sicherheitsprotokolle. Zudem verursachen Arbeiter bei Revisionsarbeiten drei Brände. Walter Jeschki, Direktor der Aufsichtsbehörde HSK, sagte dazu: “Der Druck aufgrund der Elektrizitätsmarktöffnung oder der Kostendruck haben möglicherweise mitgewirkt, dass Arbeiten zu rasch ausgeführt oder nicht mit der nötigen Sorgfalt geplant wurden.” Leibstadt-Pressesprecher Leo Erne hingegen erachtet die Vorkommnisse nicht als gravierend: “Wo gearbeitet wird, fliegen auch Funken.”

Oktober 2001 Im schweizerischen AKW Beznau gibt die Betriebsmannschaft irrtümlich zu viel Bor ins Kühlwasser, was zu einem unerwarteten Verhalten des Reaktors führt.

Dezember 2001 Eine Wasserstoffexplosion verursacht im Atomkraftwerk Brunsbüttel einen Störfall. Der Reaktor wird erst auf auf Drängen der Kontrollbehörden im Februar 2002 zur Inspektion vom Netz genommen.

Juli 2006 Nach einem Kurzschluss wird im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark einer von drei Reaktoren automatisch von der Stromversorgung getrennt. Der Reaktor wird heruntergefahren.

Juni 2007 Die schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel werden nach Zwischenfällen per Schnellabschaltung vom Netz genommen. In den folgenden Wochen gibt es immer wieder Pannen.

Juni 2008 Wegen eines Lecks im Kühlkreislauf wird der Reaktor Krsko in Slowenien abgeschaltet.

……. to be continued

Diese Liste ist nur die Spitze des Eisberges. In Atomkraftwerken kommt es regelmässig zu Störfällen, viele davon sind harmlos, doch was passiert, wenn zufällig mal zwei verschiedene Störfälle auftreten?

Ausfall der Notkühlsysteme: Vor einigen Jahren wurde (ich glaube) in Frankreich aufgrund eines Störfalls ein AKW automatisch heruntergefahren. In so einem Fall MUSS der Reaktorkern durch Kühlsysteme gekühlt werden, andernfalls droht eine Kernschmelze - der AKW Super-GAU. Das Notkühlsystem konnte nicht hochgefahren werden, also wich man auf das zweite Notkühlsystem aus, auch dieses funktionierte nicht. Erst das dritte Notkühlsystem konnte aktiviert werden und ein Super-GAU konnte verhindert werden. Es gibt AKWs - beispielsweise in der Schweiz - die nur über zwei Notkühlsysteme verfügen. Diese hätten in diesem französischen Fall ein zweites Tschernobyl gebracht.

Diese Artikel sollten uns daher ernsthaft zu denken geben:
AKW Haftpflicht - nicht einmal 1 Prozent versichert
AKW Haftung - Rolf Schweiger lügt für AVES und Nuklearforum
Kinder-Krebsrate und Atomkraftwerke
BKW plant neues AKW Mühleberg
AKW-Unfall könnte über 4000 Milliarden kosten
Störfälle in europäischen Atomanlagen
Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen
Risikofaktor Mensch
Schwarze Liste von Energieorganisationen in der Schweiz
Der vergessene Schweizer Atom-GAU

AKW Haftung - Rolf Schweiger lügt für AVES und Nuklearforum

Thursday, December 20th, 2007

Nach dem Nationalrat hat nun auch der Ständerat die Haftung für Atomkraftwerke von 1 auf 1,8 Milliarden erhöht. In Anbetracht der Schadensumme eines AKW Unfalls von ca. 4′000 Milliarden ist dieser Entscheid einmal mehr grotesk - die Handlanger der Atomindustrie scheinen die Regierung ganz schön am Gängelband zu führen.

Rolf Schweiger vergisst TschernobylWarum die Schweizer AKW-Betreiber im Gegensatz zu allen Anderen nur ein Prozent der möglichen Schadensumme versichern müssen, erklärt FDP-Ständerat und Atomlobbyist Rolf Schweiger…… weil die Eintretenswahrscheinlichkeit eines Nuklear-GAU bei einer Zeitdauer von zehn Millionen Jahren liege!

Wie dement muss man sein um nach Tschernobyl noch so einen Blödsinn zu erzählen? Oder wie verpflichtet muss man der Atomindustrie sein um wider besseren Wissens so eine Lüge zu verbreiten?

Zu Beginn des Atomzeitalters behauptete die Atomindustrie, dass nach der Wahrscheinlichkeit nur alle 10′000 Jahre ein Super-GAU möglich sei. Also nicht 10 Millionen sondern 10 Tausend Jahre. Doch in den 50 Jahren Atomtechnologie gab es bereits zwei solche Katastrophen, zuerst Three Mile Island in Harrisburg (USA) und dann Tschernobyl und ein paar Zwischenfälle hätten beinahe zu einer Katastrophe geführt.

Wer wie Rolf Schweiger weiterhin behauptet, ein atomarer Super-GAU würde nur alle 10 Tausend oder Millionen Jahre vorkommen, der lügt…… doch für wen?

Vielleicht liegt es daran, dass FDP-Ständerat Rolf Schweiger Präsident der Atomlobbyorganisation AVES ist oder vielleicht liegt es daran, dass Atomlobbyist Schweiger auch noch Geschäftsleiter der Propagandaorganisation Nuklearforum ist.
Wer seinen Hintern so tief in der Atomindustrie hat, kann sich bei derartigen Aussagen nicht mehr hinter Unwissenheit verschanzen, er muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er im Rahmen seiner Atomlobby-Tätigkeiten das Parlament und das Volk gezielt anlügt, manipuliert und über den Tisch zieht.

Nichts Neues, wird der aufmerksame Beobachter bemerken, die Atomindustrie argumentiert seit Jahrzehnten mit Lügen - und wenn es nur die Lüge ist, dass Atomenergie CO2-frei sei.

Tages-Anzeiger: Höhere Haftpflicht für AKWs
Allianz Stopp Atom
20min: Wer bezahlt im Falle eines Supergau?

Update 27.5.2008:
Die bürgerlichen Atomlobbyisten haben das Kernenergiehaftpflichtgesetz definitiv durchgewunken, ihre Klientel soll auch zukünftig weniger als 1% eines möglichen AKW-Unfalls versichern. Wäre der Lobbyismus der sogenannten Bürgerlichen nicht so offensichtlich, müsste man dem Parlament glatt kollektive Demenz vorwerfen.
AKW-Unfall könnte über 4000 Milliarden kosten
Schweizer Tschernobyl würde 4000 Milliarden kosten
Schwarze Liste von Energieorganisationen in der Schweiz

Kinder-Krebsrate und Atomkraftwerke

Tuesday, December 11th, 2007

Atomkraftwerke erhöhen die Kinderkrebsrate, eine Tatsache die Umweltschützer seit Jahrzehnten postulieren, nun wird der Sache endlich nachgegangen - auch in der Schweiz?

Erhöhte Strahlung rund um AtomkraftwerkeSchon vor einem guten Jahrzehnt meldeten Umweltschützer und im Schlepptau auch die Medien, dass in der Nähe von Atomanlagen die Kinderleukämierate um ein Vielfaches höher ist als im Landesdurchschnitt - die Welt hörte nicht hin.
Als Erstes wurde bekannt, dass in der Umgebung der sogenannten Wiederaufarbeitungsanlage Sellefield (GB) eine zehn mal höhere Kinderleukämierate herrscht als im Landesdurchschnitt. Die Schweizer Behörden (HSK und Konsorten) blieben still.
Darauf wurde bekannt, dass in der Umgebung der Wiederaufbereitungsanlage LaHague (F) die Krebsrate unter Kindern 3-4 mal so hoch war wie im Landesdurchschnitt. Die Schweizer Behörden (HSK und Konsorten) blieben still.
Selbst als Greenpeace-Aktivisten eine!!! Thermosflasche voll von Meerwasser aus LaHague in die Schweiz einführten und aufgrund dessen wegen illegalem Atommüllimport verurteilt wurden, blieb die HSK still.

Nun hat auch die deutsche Regierung - im Gegensatz zur von der Atomlobby infiltrierten Regierung der Schweiz - Alarm geschlagen und festgestellt, dass in der Umgebung aller Atomanlagen die Krebsrate von Kindern deutlich erhöht ist.
Tagi: Kinder-Leukämie häufiger nahe Kernkraftwerken
20min: Schweizer AKWs: Krebsrisiko soll ermittelt werden
20min: Hohes Krebs-Risiko bei Atomkraftwerken
Schwarze Liste von Energieorganisationen in der Schweiz

Oh Schreck, oh Graus, nun muss wohl auch die von Atomlobbyisten durchsetzte Schweizer Regierung der Sache nachgehen. Verwaltungsmandante hin oder her, wenn Kinder an Krebs sterben, ist selbst für sogenannt bürgerliche Politiker die Zeit gekommen, ausnahmsweise die Interessen des Volkes zu vertreten.

Doch wenn man bedenkt, wie “Sicherheit” in den Augen der angeblich staatlichen HSK dank bürgerlichem Protektionismus aussieht, kann einem das nackte Grauen kommen:

  • Das AKW Mühleberg läuft seit Inbetriebnahme mit einer provisorischen Bewilligung, weil Sicherheitsauflagen bis heute nicht erfüllt wurden (versuch das mal mit einem “noch” nicht sicheren Auto)
  • Als im AKW Beznau nach einer Wartung ein Sicherheitsventil offen gelassen wurde, hat man den Fehler nach ca 2 Wochen entdeckt. Eine Reaktorkatastrophe in diesen zwei Wochen hätte den ganzen Scheiss ungefiltert in die Umwelt gelassen - für die HSK ein Zwischenfall der harmlosen Stufe.
  • Das sogenannet Zwischenlager für radioaktive Abfälle “Zwilag” ist nicht einmal gegen Flugzeugabstürze gesichert, obwohl vor einigen Jahren eine Swissair Coronado gerade mal 700 Meter entfernt abstürzte.
  • Das AKW Mühleberg hat Risse von 2/3 Mauerdicke im Reaktorkernmantel (Containment), die notbehelfsmässig mit riesigen Metallspangen zusammen gehalten werden - vielleicht deshalb bis heute keine definitive Betriebsbewilligung?

Während die AXPO mit ihren hirnverbrannten und pseudopsychologischen Werbesports die Hirne der Schweizer Bevölkerung mit Säure auswaschen, fühlt und benimmt sich die Schweizer Atomindustrie wie in einer Bananenrepublik - angenehme Sicherheitsvorschriften dank unzähliger Atomlobbyisten.

Angeblich bürgerliche Politiker, die im Dienst der Atomindustrie Politik pervertieren, müssen sich bald mal die Frage gefallen lassen, wieviele Kinderleben ihnen ihre Verwaltungsratsmandate und Atomlobbymitgliedschaften wert sind.

Mehr zum Thema:
TA-Wissen: Man dürfte weder fliegen noch röntgen

UPDATE 10.Oktober 2008
Erhöhtes Krebsrisiko in der Umgebung von AKW
WOZ: Die Indizien sagen: Schuldig!
Strahlenschutzkommission bestätigt erhöhtes Krebsrisiko in der Nähe von Atomkraftwerken

AKW Haftpflicht - nicht einmal 1 Prozent versichert

Tuesday, November 20th, 2007

Schweizer AKW sind für den Schadensfall für weniger als ein Prozent versichert, für die restlichen 99% haftet der Steuerzahler. Warum sollen ausgerechnet Risikotechnologien von der Haftung verschont bleiben? Die Alianz «Stopp Atom» fordert nun Kostenwahrheit für AKW.

Atomreaktor TschernobylBeginnen wir mit etwas Mathematik:

Die Schweizer Atomkraftwerke sind verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschliessen für 1 Milliarde. Unsere “Volksvertreter” haben diese Haftpflicht auf 2.2 Milliarden erhöht…….. aber ein Super-GAU, also ein grösster anzunehmender Unfall in einem AKW, verursacht einen Schaden von geschätzten 4′300 Milliarden.

Für weniger Aufmerksame nochmal ganz nach Milchbüechli-Art:

Kosten AKW Super-GAU
Haftung der AKW-Betreiber
Haftung des Steuerzahlers
4′300′000′000′000.–
- 2′200′000′000.–
4′297′800′000′000.–

Bei 7.5 Millionen Einwohnern resp der Hälfte die einen atomaren Super-GAU überleben, ergibt sich eine pro Kopf Resthaftung von - sagen wir mal 4′297′000 Millionen geteilt durch 4,297 Millionen Überlebende - sage und schreibe eine Million pro Kopf.

Kurzgefasst heisst das: Weil AKW für weniger als 1 Prozent eines möglichen Schadens versichert sind, zahlt im Falle eines Super-GAU’s jeder Schweizer EINE MILLION.

Man muss sich das Gesicht eines Strassenverkehrsamt-Beamten vorstellen, wenn ihm jemand erklärt: “Ich habe nur eine Haftpflichtversicherung für eine Schadenssumme von 1000 Franken abgeschlossen, wissen Sie, ein wirklich grosser Unfall wird mir eh nie passieren, ich bin ein sehr vorsichtiger Fahrer, mehr als ein Parkschaden ist bei mir nicht vorstellbar.“.

So ähnlich läuft es auch mit den Sicherheitsvorschriften. Wenn ein AKW die Sicherheitsvorschriften noch nicht erfüllt hat, dann gibt man ihr halt eine befristete Bewilligung. So läuft das AKW Mühleberg seit Jahrzehnten. Versuch das mal mit einem Auto das nicht alle Bremsklötze hat, wetten da gibts keine provisorische Fahrbewilligung?

Aber die AKW-Betreiber haben’s gut, die müssen sich nicht mit dem Strassenverkehrsamt herumschlagen, sie haben dutzende Politiker von SVP und FDP die für sie in Bern lobbyieren. Man beachte nebenbei die Parlamentarierliste der Atomlobby-Organisation AVES.

Wenn ein “Kernenergiehaftpflichtgesetz” so grosszügig ausfällt, ist es kein Wunder mehr, dass Atomenergie so günstiger ist als erneuerbare Energien.

Die Mitglieder der Allianz Stopp Atom
Greenpeace: Schwere AKW-Unfälle in der Schweiz: Wer muss bezahlen?
Tagi: «Stopp Atom» kritisiert Haftpflichtregelung
Tagi: AKW sollen für 500 Milliarden haften
20min: AKW-Betreiber zur Kasse bitten
Mini-Haftpflicht-Deckung bei Atomunfällen
20min: Mehr Geld für den Super-GAU
Bundesrat erhöht Deckungssumme für AKW’s in lächerlicher weise

Update 27.5.2008:
Die bürgerlichen Atomlobbyisten haben das Kernenergiehaftpflichtgesetz definitiv durchgewunken, ihre Klientel soll auch zukünftig weniger als 1% eines möglichen AKW-Unfalls versichern. Wäre der Lobbyismus der sogenannten Bürgerlichen nicht so offensichtlich, müsste man dem Parlament glatt kollektive Demenz vorwerfen.
AKW-Unfall könnte über 4000 Milliarden kosten
Schweizer Tschernobyl würde 4000 Milliarden kosten

BKW plant neues AKW Mühleberg

Tuesday, November 6th, 2007

Die Berner “BKW FMB Energie AG” plant ein neues AKW Mühleberg und arbeitet bereits an einem Rahmenbewilligungsgesuch. Dass das sogenannte “KKW Mühleberg” als Erstes ersetzt werden soll, leuchtet ein, ist doch dieses Atomkraftwerk der gefährlichste Schrottreaktor der Schweiz. Aber brauchen wir überhaupt neue Atomkraftwerke, weil sonst die Stromlücke droht?

Neues AKW Mühleberg?Seit der Eröffnung des AKW Mühleberg versucht die BKW immer wieder, eine definitive Bewilligung zu erhalten. Aber weil die BKW es bis heute nicht geschafft hat, die Sicherheitsnormen zu erfüllen, läuft Mühleberg bis heute mit provisorischen und befristeten Bewilligungen. Als ob das nicht schon fragwürdig genug wäre, hat sich das AKW Mühleberg einen Namen gemacht als “Schrottreaktor Mühleberg”, unter Anderem weil schon 90er-Jahren Risse im Reaktorkernmantel (Containment) und Risse an Schweissnähten nachgewiesen wurden. Jedes Auto müsste unter solchen Umständen aus dem Verkehr gezogen werden, aber die BKW hat den Reaktorkernmantel “repariert” indem nun grosse Metallspangen den Mantel zusammenhalten. Sicherheit nach Aldi-Art?

Natürlich träumt die BKW auch heute noch vor sich hin, so sprach sich anlässlich des 35-jährigen Jubiläums BKW-Direktionspräsident Kurt Rohrbach dafür aus, dass sein Schrottreaktor nun doch noch eine definitive Betriebsbewilligung erhalten sollte - Sicherheit hin- oder her - das AKW Mühleberg soll schliesslich bis zum Zusammenbruch Profit bringen.

Und weil nun die Axpo das Volk mit ihren dümmlichen Werbespots so schön weichgekocht hat, plappert auch die BKW eifrig von einer drohenden Stromlücke, die es zwar nicht gibt und nicht geben wird, die aber trotzdem geschlossen werden muss…… und man ahnt es….. dafür braucht die Schweiz ein neues AKW. Da drängt sich der Schrottreaktor Mühleberg natürlich auf, nicht zuletzt weil die provisorische Betriebsbewilligung in 4 Jahren mal wieder abläuft abläuft.

Aber solange wir mehr Strom exportieren als unsere AKW’s produzieren, wird es keine Stromlücke geben, es gibt bestenfalls eine Lücke in der Rendite der Atommultis, weil weniger exportiert werden kann. Wenn die AKW-Betreiber wirklich neue Atomkraftwerke aufstellen wollen, obwohl die Endlagerung bis heute nicht ernsthaft gelöst ist, müssen sie sich wohl einiges einfallen lassen um dem Stimmvolk zu erklären, weshalb wir neue AKW’s brauchen, nur um nette Exportgewinne zu garnieren. Da müssen die Atomlobbyisten noch einige Leserbriefe schreiben und die Axpo mehr als nur ihre dümmlichen Werbespots bieten.

Die Risse im AKW Mühleberg wachsen
Planung für neue AKW hat begonnen
20min: Neues Kernkraftwerk in Planung
Bund.net: Gefahrenquelle Atomkraftwerk Mühleberg
Geri Müller: Die Lücke im Kopf
SES: Die Stromlücke ist ein Gespenst
Atomenergie CO2-frei?
Bundesrat erhöht Deckungssumme für AKW

FDP Umweltpolitik - böses Umweltrating

Friday, June 29th, 2007

FDP-Generalsekretär Guido Schommer empört sich im neusten “Pressedienst” der sogenannt Freisinnigen über das Umweltrating der Umweltschutzorganisationen. Er kann einfach nicht verstehen, dass die Wirtschaftspartei FDP trotz ihrer mehreren Dutzend Atom-Lobbyisten und Gentech-Lobbyisten von den Umweltverbänden für ihre “professionelle Umweltpolitik” schlechte Noten bekommt.

FDP UmweltpolitikOb es vielleicht daran liegt, dass die FDP das Verbandsbeschwerderecht abschaffen will und damit sozusagen für Anarchie im Umweltschutz einsteht, um einmal mehr ihrer Wirtschafts-Klientel den Weg zu kehren?
Oder ob es eher daran liegt, dass die FDP einfach konsequent jeglichen Umweltschutz torpediert, wenn es die Wirtschaft auch nur einen Rappen kostet?

Warum die Wirtschaftspartei FDP im Umweltrating schlecht abschneidet, demonstriert Guido Schommer in derselben Pressemitteilung.

Atomenergie soll der CO2-Reduktion dienen (obwohl Atomenergie doppelt soviel CO2 verursacht wie Wasserkraft), Gentechnologie soll helfen den Gifteinsatz in der Landwirtschaft zu begrenzen (obwohl die meisten Gentech-Pflanzen genau gegen Spritzgift immunisiert sind und damit dem Gifteinsatz Tür und Tor öffnen)….. alles in allem eine nette Predigt wie man sie von Atom- und Gentech-Lobbyisten täglich irgendwo lesen kann.

Ja liebe FDP, genau deshalb gehört Ihr zu den Ignoranten in Sachen Umweltpolitik. Verteilt besser weiter Geschenke an Grossaktionäre, Multimillionäre und Grosskonzerne, das sind Eure Wähler. Glaubt nicht, dass umweltbewusste Wähler an den Wahlen 2007 die Vertreter von Axpo, AVES, GenSuisse und Konsorten wählen.

Bundesrat erhöht Deckungssumme für AKW’s in lächerlicher weise

Friday, June 8th, 2007

Der Bundesrat erhöht die Deckungssumme für Atomkraftwerke von 1 Milliarde auf 1,8 Milliarden Franken und geht einmal mehr auf Kuschelkurs mit der Atomindustrie.

Schweizer Atomkraftwerke und ihre möglichen FolgenDamit betoniert der Bundesrat erneut den künstlichen Billig-Preis für Atomstrom. Diese Deckungssumme soll im Fall eines Super-GAUs den Schaden decken, aber was sollen wir mit läppischen 1,8 Milliarden anfangen, wenn ein Super-GAU in einem Schweizer AKW die ganze Nordostschweiz auslöscht und für Jahrhunderte unwohnbar macht und damit einen Schaden in der Höhe von TAUSENDEN von Milliarden verursacht? Mit der Billig-Haltung der AKW-Haftung wird ein Strompreis herbeigezaubert, der nur rentabel ist, weil die entsprechend Anlage nicht annähernd adäquat versichert ist.

Wenn man bedenkt, dass jeder private Mensch oder Autofahrer sich schon für eine Million versichern muss, dann ist es einfach lächerlich, für den Super-GAU eines Atomunfalls 1,8 Milliarden anzunehmen.

Es zeigt sich, dass unsere Regierung nachwievor am Gängelband der Atomindustrie regiert.
Sind unsere Politiker so korrupt oder ist es nur eine Art von Geistesschwäche, dass sie so naiv mit dieser Risikotechnologie umgehen?

Tages-Anzeiger: AKW sollen sich besser versichern
20 Minuten: Mehr Geld für den Super-GAU
Atomendlager - Lager ohne Ende
Wikipedia: Tschernobyl

Atomenergie CO2-frei?

Saturday, May 12th, 2007

Die Atomindustrie und ihre bürgerlichen Lakaien im Parlament werden nicht müde, uns die Lüge von der CO2-freien Atomenergie zu erzählen. Wie das kritische Magazin Zeitpunkt in ihrer neusten Ausgabe aufzeigt, ist genau das Gegenteil der Fall. Schon im Februar berichtete der Blick darüber, dass die Atomindustrie uns diesbezüglich Sand in die Augen wirft.
AKW Schweiz und die CO2 LügeBeim Betrieb eines AKW wird zwar tatsächlich wenig CO2 produziert, aber dafür wird bei der Urananreicherung und schlussendlich auch der Endlagerung eine Unmenge an CO2 produziert. Vorallem die Urananreicherung ist ein extrem energieraubender Vorgang.
Unter dem Strich kann man sagen, dass Atomenergie etwa doppelt soviel CO2 produziert wie Wasserkraft.
Warum unsere ach-so-gescheiten Politiker noch immer die Lüge vom CO2-freien Atomstrom verbreiten, lässt sich wohl einzig dadurch erkären, dass ein Grossteil unserer Politiker Mitglieder von Atomlobbyorganisationen sind.
Allein der AVES (Aktion ‘vernünftige’ Energiepolitik Schweiz) gehören über 70 Parlamentarier an, grösstenteils von SVP und FDP. Dass sie deren Interessen vertreten ist offensichtlich, aber wer vertritt dann noch unsere Interessen?

Quellen und Weiterführendes:
UNEP-Bericht: Investitionsboom in Erneuerbare Energien - Alternative zu Atomenergie
Greenpace-Dossier: Die unverschämten Legenden der AKW-Lobby
Schwarze Liste von Energieorganisationen in der Schweiz
Zeitpunkt-Bericht: Neue Studie belegt: Atomkraft ist nicht CO2-frei
Blick-Bericht: Wie CO2-frei sind die AKW’s wirklich?
RainbowNet: Atomendlager - Lager ohne Ende?