‘Umwelt’ Blog

Erhöhtes Krebsrisiko in der Umgebung von AKW

Friday, October 10th, 2008

Studie bestätigt: Wer im Umkreis von 5 Kilometer von einem Atomkraftwerk wohnt, hat ein erhöhtes Krebsrisiko und setzt im Speziellen seine Kinder einem erhöhten Risiko aus, später an Leukämie zu erkranken.

Erhöhtes Krebsrisiko rund um AKWsZu diesem Schluss kam bereits die am 10. Dezember 2007 publizierte “Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken” (KiKK-Studie). Die Atomlobbyisten beeilten sich zu versichern, dass die beim AKW-Betrieb abgegebene Strahlung weit unter dem Grenzwert liege. Die Frage, ob der Grenzwert möglicherweise viel zu hoch ist, durfte nicht gestellt werden.

Nun hat die deutsche Strahlenschutzkommission die KiKK-Studie unter die Lupe genommen und kommt zu einem bizarren Schluss:
1. Die Daten der KiKK-Studie stimmen, es ist tatsächlich eine erhöhte Krebsrate bei Kindern in der Umgebung von AKWs nachweisbar, dieser Punkt kann als wissenschaftlich erwiesen betrachtet werden.
2. Da die Strahlung im AKW-Betrieb unter dem Grenzwert liegt, darf kann da kein Zusammenhang bestehen

Zu hohe Grenzwerte?

Nachwievor traut man sich nicht zu hinterfragen, ob die wissenschaftlich postulierte Unbedenklichkeit von niedrigen Strahlen-Dosierungen vielleicht falsch ist. Diesem Thema nimmt sich die aktuelle WOZ an und berichtet über Erstaunliches……

Die angebliche Ungefährlichkeit von niedrigen Strahlen-Dosierungen stützt sich auf Erhebungen, die nach den amerikanischen Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki erstellt wurde. Seit 1946 wurden gesundheitliche Folgen von Atombombenopfern registriert und diese Fakten ausgewertet. Basierend auf diesen Zahlen wurde eine Grenze festgelegt, ab der Strahlung gefährlich sein soll.

Wohlwissend wird dabei ignoriert, dass es ein Unterschied ist, ob jemand bei einem einmaligen Ereignis einer starken Strahlung ausgesetzt wurde oder ob jemand jahrelang tagtäglich radioaktive Strahlung in kleinen Dosen verabreicht bekommt. Wer hier keinen Unterschied macht, vergleicht Äpfel mit Birnen.

Mittlerweile gibt es verschiedene Studien, die nachweisen, dass schon niedrigen Strahlungen gesundheitsschädigende Wirkungen haben können. So hat beispielsweise eine grossangelegte Studie aus dem Jahr 2005 aufgrund von Erhebungen von 400′000 strahlenexponierten Personen ergeben, dass bei diesen Personen eine 1-2 Prozent höhere Zahl an Krebstoten zu verzeichnen sind. Somit sind ca 1000-2000 Personen an Krebs gestorben, obwohl die gesetzkonforme radioaktive Strahlung angeblich soooooo harmlos ist.

Ungeachtet dieser Fragen will die Schweizer Stromindustrie einmal mehr auf neue Atomkraftwerke setzen, ungeachtet möglicher Gesundheistsschäden, ungeachtet zahlreicher Pannen und Störungen in Schweizer AKW, ungeachtet des nicht abstreitbaren Risikos eines AKW-Unfalls und ungeachtet der nachwievor nur in feuchten Träumen gelösten Endlagerung von hochgiftigen radioaktiven Abfällen.

Und unzählige sogenannt bürgerliche Politiker lassen sich weiterhin von der Atomlobby sponsoren und vertreten deren Interessen - scheiss auf ein paar tote Kinder!

Presseerklärung der Strahlenschutzkommission zu ihrer Bewertung der KiKK-Studie (pdf)
Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken
WOZ: Die Indizien sagen: Schuldig!
Strahlenschutzkommission bestätigt erhöhtes Krebsrisiko in der Nähe von Atomkraftwerken
Kinder-Krebsrate und Atomkraftwerke
AKW Haftpflicht - nicht einmal 1 Prozent versichert

UNEP-Bericht: Investitionsboom in Erneuerbare Energien - Alternative zu Atomenergie

Friday, July 4th, 2008

Wie das UN-Umweltprogramm (UNEP) in ihren neusten Bericht schreibt, ist im Bereich „erneuerbare Energien“ und „Energie-Effizienz“ ein wahrer Investitionsboom ausgebrochen - von Goldgräberstimmung wird gesprochen. Während die Schweizer Stromindustrie Kohlekraftwerke im Ausland baut und uns vorlügt, dass eine Schweiz ohne neue AKW nicht denkbar sei und alternative Energien nur ein Nischendasein fristen können, wird in der ganzen Welt in erneuerbare Energien investiert, vorallem Windenergie und Solarenergie erobern die Energieindustrie.

Windenergie Statistik 1997-2007

Die steigenden Ölpreise und die gleichzeitige Effizienzsteigerung der Alternativenergien stellen langsam aber sicher die Energiezukunft auf den Kopf. Im Jahr 2007 steigerten sich die neuen Investitionen in erneuerbare Energien um 60% auf 148 Milliarden Dollar – Tendenz 2008 weiter steigend.

Die meisten Investitionen wurden mit 50,2 Milliarden in Windenergie getätigt (mehr als in Wasserkraft und Atomenergie), während Solarstrom mit 254% seit 2004 die schnellste Wachstumsrate vorwies. Beides zeigt, dass zumindest ausserhalb der Schweiz erneuerbare Energien den Traum vom „Gratis-Strom dank Atomenergie“ ablösen – nicht aus ideologischen sondern aus rein wirtschaftlichen Gründen.

Mittlerweile hat die Windenergie die globale Kapazität von 100 GW im März 2008 erreicht – nachwievor erzählen uns AXPO und Konsorten, dass Windenergie keine Option sei. Noch besser, gewisse Kreise wie beispielsweise die Stiftung Landschaftsschutz versucht Windenergieprojekte zu verhindern – zufällig sitzen im Stiftungsrat der Vicepräsident von ATEL (Regierungsrat Christian Wanner) und mindestens zwei Exponenten der Atomlobbyorganisation AVESein Schelm wer da böses denkt.

Die EU ist nachwievor in der Anführerrolle und weist das höchste Wachstum von erneuerbaren Energien vor, gefolgt von der USA, aber Länder wie China, Indien und Andere holen auf.

Und während China die Investitionen in Wassekraft auf 10,8 Milliarden vervierfacht und die Kapazität der Windenergie auf 6 Gigawatt verdoppelt, baut die BWK in Deutschland ein Kohlekraftwerk und die Rätische Energie baut in Italien – ja was wohl – auch ein Kohlekraftwerk.

Es wird schwierig für die AXPO, uns weiterhin mit ihren „lustigen“ Köbi Kuhn Werbespots Sand in die Augen zu streuen. Erneuerbare Energien können Atomkraftwerke ersetzen, das ist keine Frage des Könnens sondern eine Frage des Wollens. Wenn beispielsweise Sachsen-Anhalt 37.5% des Strombedarfs mit Windenergie decken kann, dann können wir auch unsere Atomkraftwerke durch erneuerbare Energien ersetzen. Diese sind schadstoff-frei, rohstoff-unabhänigig und von Jahr zu Jahr rentabler.

Die Zukunft einer sauberen Stromversorgung ist angebrochen, das wird auch die AXPO mit ihrer Lüge von einer Stromlücke nicht verhindern können.

UNEP: Clean Energy Investments Charge Forward Despite Financial Market Turmoil
EurActiv: Bericht - Erneuerbare Energien haben eine Zukunft
Klimablog: Solarstrom - Alibi oder Zukunft?
Spiegel: Rekord-Investitionen in erneuerbare Energien
Franz Alt: Goldrausch bei Erneuerbaren Energien
Franz Alt: Stürmisch wachsende Nachfrage bei PKW-Solardächern
World Wind Energy Association
Schwarze Liste von Energieorganisationen in der Schweiz

RainbowNet: AKW-Störfälle und AKW-Unfälle
RainbowNet: AKW Haftpflicht - nicht einmal 1 Prozent versichert
RainbowNet: Ist Atomenergie CO2-frei?

Update 14.10.2008:
Prognose für Erneuerbare Energien deutlich angehoben Branche erwartet 2020 bereits über 40 Prozent Anteil an Stromproduktion
Schneller Ausbau erneuerbarer Energien ist bezahlbar

Klimaskeptiker - Die Klimalüge von Exxon Mobil

Thursday, June 26th, 2008

Mit 16 Millionen hat Exxon Mobil 40 Think-Tanks finanziert und durch professionelle Klimaskeptiker eine gezielte Desinformationskampagne inszeniert um die wissenschaftlich bewiesene Klimaerwärmung in Frage zu stellen. Zeitungen und Blogs sind ihnen auf den Leim gekrochen, die Sonntagszeitung hat den Klimaskeptikern rund um Exxon nun auf die Finger geschaut.

NOAA Statistik Globale Klimaerwärmung

Rund ein Jahr ist es her, dass hier im RainbowNet-Blog zwei Blogbeiträge (RTL-Klimaschwindel und NTV-Klimalüge ) erschienen sind, in denen die Machenschaften der Ölindustrie und ihrer Klimalüge-Propaganda aufgedeckt wurden. Es dauerte tatsächlich ein Jahr, bis eine Schweizer Zeitung endlich zu diesem Thema recherchiert. Am letzten Sonntag veröffentlichte Joachim Laukenmann in der Sonntagszeitung einen Artikel mit dem Titel “Desinformation ist Macht“, den ich hier zusammenfassen möchte. Das nicht zuletzt weil die Erkenntnisse des Sonntagsblick meine letztjährigen Blogbeiträge bestätigen.

Exxon Mobil Desinformation
Jahrelang hat der Öl-Multi Exxon Mobil unzählige Think-Tanks mit insgesamt 16 Millionen US-Dollar finanziert. Diese Think-Tanks, die bereits vor Jahrzehnten für die Tabak-Industrie eine koordinierte Desinformationskampagne inszenierten, gehen nun nach demselben Strickmuster vor um “Unsicherheiten in der Klimaforschung aufzuzeigen”. Da werden Statistiken gefälscht oder aus dem Zusammenhang gerissen, Wissenschaftler falsch zitiert und Zweifel gesäht, selbst da wo in der Wissenschaft ein breiter Konsens besteht. Diese Denkfabriken streuen seit Jahren Desinformationen, doch die von ihnen gestreuten Berichte und “Studien” kommen in der Regel von Leuten, die zu ebendiesen Think-Tanks gehören.

John R. Christy (Competitive Enterprise Institute)
Da wäre beispielsweise John Christy vom Competitive Enterprise Institute (CEI), das von Exxon Mobil mit 2 Millionen finanziert wird. Christy veröffentlichte Temperaturkurven, die aus Satelittendaten stammten und belegen sollten, dass kein nennenswerter Erwärmungstrend festzustellen sei. Damit sollte der Erwärmungstrend widerlegt werden, der durch Bodenmessungen nachgewiesen wurde. Später wurden “grobe Fehler” in Christy’s Studie entdeckt und nach Korrektur derselben zeigen nun auch die Satelitenmessungen die Klimaerwärmung. Trotzdem wird Christy samt seinen “Erkenntnissen” weiterhin in der Klimaskeptiker-Szene herumgereicht.

Fred Singer (Science and Environmental Policy Project)
Noch mehr von Klimaskeptikern herumgereicht wird US-Physiker Frederick Singer, Gründer des Science and Environmental Policy Project (SEPP), der vor Jahren an einer Expertise der Tabakindustrie beteiligt, die eine angebliche Unschädlichkeit des Passivrauchens beweisen wollte. Später hat derselbe Fred Singer den erwiesenen Zusammenhang zwischen FCKW und dem Ozonloch geleugnet. Nun leugnet er den Klimawandel entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Propaganda vom George C. Marshall Institute
Im Zentrum dieses Desinformations-Netzwerks steht das George C. Marshall Institute, das beispielsweise 2005 ein Buch mit dem titel “Erschütterter Konsens: Der wahre Zustand der globalen Erwärmung” veröffentlichte, in dem Leute wie der Meteorologe (nicht Klimaforscher!) Patrick Michaels behaupten, dass in der Wissenschaft kein Konsens bestehe, dass der Mensch einen Einfluss auf die Erderwärmung habe.

Konsens über menschgemachten Klimawandel
Doch genau das Gegenteil ist der Fall, unter Klimawissenschaftlern besteht ein breiter Konsens darüber, dass eine Klimaerwärmung stattfindet, was mit unzähligen Messungen und Studien belegt ist. Man ist sich auch einig, dass dieser festgestellte Erwärmungstrend der letzten Jahrzehnte vom Menschen (mit)-verursacht wurde.

IPCC-Klimabericht
Der Weltklimarat IPCC hat die Forschungsarbeiten von 2500 Wissenschaftlern ausgewertet und fand eine breit abgestützte Indizienkette, unzählige Hinweise die alle einen menschgemachten Klimawandel nahelegen. Auch die US National Academy of Sciences (NAS) bestätigte die Einschätungen des IPCC-Berichtes. 11 der wichtigsten nationalen Wissenschafts-Akademien veröffentlichten 2005 eine Erklärung mit den Worten: “Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Klimawandel sind nun klar genug, um sofortiges Handeln der Nationen zu rechtfertigen“. Man muss ganz schön unverfroren sein um heutzutage noch einen Konsens in der Wissenschaft zu leugnen, nur weil ein paar Klimaskeptiker von der Öl-Industrie dafür bezahlt werden, dass sie erwiesene Fakten leugnen.

News- und Blog-Recherche
Eigentlich könnte es einem egal sein, wenn ein paar Wissenschaftler Lobbyisten sich so in Szene setzen. Aber dummerweise nehmen Medien und leider auch Blogger solche “brisante News” gerne entgegen und die Wenigsten fragen sich, was für eine Informationsquelle sie da eigentlich vor sich haben. Ein kurzer Blick in SourceWatch.org oder ExxonSecrets.org hätte da schnell Klärung gebracht.

NIPCC - Konferenz der Klimaskeptiker
Und obwohl Exxon Mobil kürzlich verkündet hat, dass sie die Finanzierung dieser Gruppen einstellt, ist bereits der nächste Streich vollbracht. Dieselben Kreise rund um das Marshall Institute mit denselben Wissenschaftlern angeführt von Fred Singer haben kürzlich die sogenannte NIPCC gegründet, eine NIPCC-Konferenz abgehalten und einen NIPCC-Bericht veröffentlicht. Ähnlichkeiten mit dem IPCC sind natürlich rein zufällig. Und auch diesmal sind bereits die ersten Zeitungen und Blogs darauf reingefallen und verkünden lauthals, dass “weltweite Klimawissenschaftler” den menschgemachten Klimawandel negieren. Da bleibt zu hoffen, dass sich die Sonntagszeitung auch noch dem NIPCC widmet - wenns geht nicht erst in einem Jahr.

Sonntagszeitung: Desinformation ist Macht
Spiegel: Konferenz der Klimawandel-Leugner
Exxon-Secrets.org: Klimaskeptiker Think-Tanks
ExxonSecrets.org: Klimaskeptiker
SourceWatch.org: Klimaskeptiker und Think-Tanks
Umweltbundesamt: Argumente der Klimaskeptiker
Focus.de: Die zehn Thesen der Klimaskeptiker
UnionOfConcernedScientists: How ExxonMobil Uses Big Tobacco’s Tactics to Manufacture Uncertainty on Climate Science (PDF)
blog.flöschen: Der grosse Klimabetrug

Blog-Aktion: Japanischer Greenpeace-Blogger in Haft

Sunday, June 22nd, 2008

Die japanische Polizei hat zwei Greenpeace Aktivisten verhaftet, mit dabei ist der Blogger Junichi Sato, der in einem Blogbeitrag einen Walfleisch-Schmuggel Skandal aufdeckte, in den die japanische Regierung verwickelt ist. Meinungsfreiheit scheint auch in Japan ein Fremdwort zu sein – holen wir Junichi Sato und Toru Suzuki aus dem Gefängnis.

Blog Aktion Greenpeace Blogger Japan

Der 31-jährige Junichi Sato und der 41-jährige Toru Suzuki wurden verhaftet, weil sie eine Schachtel voll Walfleisch stahlen, um sie als Beweis für einen Walfleisch-Schmuggel zu verwenden, in dem nicht nur die Offiziellen des Walfang-Schiffes beteiligt waren sondern auch ihre Verbündeten in der japanischen Regierung.
Diese Kiste, eine von vielen die von der Schiffs-Crew der „Nisshin Maru„ vor den Augen der „Offiziellen“ von Bord gebracht wurden, war gefüllt mit dem teuersten Walfleisch, und war andressiert an private betuchte Abnehmer.
Greenpeace wendete sich an die japanische Staatsanwaltschaft und forderte eine Untersuchung in dieser Sache. Die Staatsanwaltschaft bestätigte darauf, dass es genug Beweise gab, die auf Unrechtmässigkeiten hindeuten. Die Untersuchung begann….. und wurde eingestellt. Verhaftet wurden nur die zwei Greenpeace-Aktivisten, die diesen staatlich geduldeten Walfleisch-Schmuggel aufdeckten.

Über 40 Polizisten durchsuchten die Büros von Greenpeace und den Privaträumen der Angestellten, durchforsteten stundenlang Handys und Computer der Betroffenen und verhafteten schliesslich den Blogger Junichi Sato und Toru Suzuki., offenbar um die Glaubwürdigkeit von Greenpeace zu unterwandern und aus Umweltschützern Kriminelle zu machen.
Grotesk daran ist, dass die Betroffenen Umweltschützer sich der Polizei offiziell zur Verfügung stellten, alle Aktionen der Beweissicherung waren dokumentiert, ein einziger Anruf hätte gereicht, um die Betroffenen zu einer Polizeistation vorzuladen. Aber man wollte keine Untersuchung, man wollte eine Exempel statuieren, das allen Umweltschützern zeigen sollte, dass Japan hier keine Wahrheit in Sachen Walfang verträgt.

Greenpeace Execute-Director Jun Hoshikawa kommentiert das Ganze mit den Worten: „Wir haben einen Skandal aufgedeckt, in dem hohe Regierungsleute von illegalen Walfang-Schmuggel profitierten. Da ist es kein Wunder, dass diese Kreise sich nun rächen.“.

Mittlerweile hat die japanische Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen die Walfang-Firmen und ihre politischen Verbündeten eingestellt – aus Mangel an Beweisen – ungeachtet der erbrachten Beweise, welche die nun verhafteten Greenpeace Aktivisten erbracht haben.

Im Gefängnis bleiben weiterhin Junichi Sato und Toru Suzuki, deren einziges Vergehen war, illegale Machenschaften von Walfang-Industrie und Regierung aufzudecken.

Geben wir der japanischen Regierung einen Denkanstoss, stehen wir ein für Meinungsfreiheit und gegen Korruption. Erheben wir unsere Stimme dagegen, dass Blogger oder Umweltschützer im Gefängnis landen, nur weil sie kriminelle Machenschaften aufdeckten.

Online-Protest: Release our activists!
Blogger arrested - blog him out of jail!!
Japan drops investigation of whalers, arrests Greenpeace activists
Japanese government to investigate whale meat scandal
Greenpeace.ch: Untersuchungen zum Walfleisch-Skandal angelaufen
Greenpeace.ch: Greenpeace deckt japanischen Walfleisch-Skandal auf
Greenpeace.de: Untersuchungen zum Walfleischskandal angelaufen
Zusammenfassung der Beweise des japanischen Walfleischskandals (pdf)
Bericht zum Walfleischskandal: Japan’s stolen Whale Meat Skandal (pdf)
Video: Walfleisch-Skandal in Japan
20min: Greenpeace-Aktivisten wegen Fleischklau festgenommen

Unterstützung der Blog-Gemeinde:
Deepwave: Japan: Greenpeacer sollen vor Gericht
Vegetarisch.org: Verhaftungen und Beschlagnahme im japanischen Greenpeace-Büro
U-Botschaft: Gefängnis, weil Wahrheit offengelegt
Munis Blog: Walfleischskandal in Japan!
Bankkaufmann.org: Japanische Greenpeace-Mitarbeiter weiter in Haft
Migaloo: Japanische Walfänger sind Gauner?
Gerardo: Greenpeace Aktivist verhaftet
YMO’s Sicht: Werden die NGO’s zu gefährlich?
Gonorrea: Greenpeace-Mitarbeiter in Japan verhaftet
Stoepsorama
hh-heute: Greenpeace bittet die Welt um Hilfe
Gulli: Blogger in Japan wegen Diebstahl verhaftet
Claudia Sommer: Freiheit für die Greenpeace-Aktivisten
(wird fortlaufend erweitert)

Gentech-Pflanzen - Risiken nicht abschätzbar

Tuesday, June 17th, 2008

Sind Risiken von Gentech-Pflanzen abschätzbar? Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) veranlasste ein aus 8 Projektgruppen bestehendes Forschungsprogramm um die Auswirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auf die Umwelt zu ermitteln. Diese Forschergruppe verkündete heute, dass keine negativen Auswirkungen von GVO auf Wildbienen, Würmer, Schnecken oder Fliegenlarven festgestellt wurden werden konnten.

Gentech-PflanzenDoch eine weitere Forschergruppe, die sich mit dem Nachweis von negativen Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen befasste, kam zum Schluss, dass “ein anwendbares Kriterium für die Beurteilung von «Umweltschaden» nicht zur Verfügung stehe“. Aufgrund der Vielzahl von Umwelteinflüssen sei im nachhinein nicht nachweisbar, ob die gentechnisch veränderte Pflanze den Schaden verursacht hat. Erschwerend kommt hinzu, dass Umweltschäden durch Gentech-Pflanzen unter Umständen erst Jahre später sichtbar werden.

Wenn man bedenkt, dass beispielsweise bei Gen-Weizen nachgewiesen wurde, dass seine Pollen 2,7 Kilometer weit transportiert werden oder dass Gentech-Raps 10 Jahre lang im Boden überleben kann, dann ist es wohl nicht zuviel verlangt, dass wir erfahren ob wir mit dieser Risikotechnologie unseren Hintern aufs Spiel setzen. Aber wenn die Schäden von Gentech-Pflanzen nicht mal nachgewiesen werden können, wie in aller Welt soll dann der Nachweis einer Ungefährlichkeit erbracht werden?

Wir haben mit unseren Atomkraftwerken bereits eine Risikotechnologie, brauchen wir da wirklich eine Zweite? Radioaktivität hat wenigstens eine Halbwertszeit, lebendige genmanipulierte Organismen nicht. Wenn sie begonnen haben zu existieren, leben sie weiter, verbreiten sich weiter und kreuzen weiter aus.

Wir schnipseln mit dem Dosenöffner am Genom dieses Planeten herum und können doch nicht einmal herausfinden, ob wir uns damit einem Risiko aussetzen. Fortschritt hat manchmal wirklich skurile Seiten.

Tagi: Risiken von Gentech-Anbau kaum abschätzbar
UmweltschutzNews: Gen-Weizen noch riskanter als befürchtet
Umweltjournal: Risiko von Gentech-Pflanzen ist nicht beherrschbar
Greenpeace: Gentech-Politik und die Risiken einer Freisetzung
science.ORF.at: Gentech-Pflanzen - Risiken und Nebenwirkungen
Bundesrat beendet Null-Toleranz für Genfood
Langzeitstudie: Verzehr von Gentech-Mais verringert Fruchtbarkeit

AKW Unfälle - AKW Störfälle

Saturday, June 7th, 2008

Die Atomindustrie - allen voran die Propagandaorganisation AXPO - versucht uns ständig weiszumachen, dass Atomkraftwerke sicher sind, AKW-Unfälle wie Tschernobyl sind nur im Osten möglich. 20-Minuten hat eine Auflistung bisheriger AKW-Unfälle publiziert, die ich hier zu bedenken gebe. Es scheint, dass die Ausnahme eher die Regel ist.

AKW Unfall in TschernobylDezember 1952: In einem Reaktor im kanadischen Chalk River bei Ottawa kommt es zu einer schweren Explosion. Der Reaktorkern wird bei einer partiellen Kernschmelze zerstört.

September 1957 In einer Wiederaufbereitungsanlage im russischen Kyschtym explodiert ein Tank mit radioaktiven Abfällen. Dabei werden grosse Mengen an radioaktiven Substanzen freigesetzt.

Oktober 1957 Im britischen Atomreaktor in Windscale - seit 1983 Sellafield genannt - wird nach einem Brand eine radioaktive Wolke freigesetzt, die sich über Europa verteilt.

Juli 1971 Im schweizerischen AKW Mühleberg ereignet sich ein schwerer Brand im Maschinenhaus, der mehrere Sicherheitssysteme lahm legt. Eine grosse Anzahl von Fehlalarmen erschwert den Überblick. Die Betriebsleitung gesteht später, dass die Situation im Kontrollraum während Minuten ausser Kontrolle geraten ist.

Juli 1973 Wieder kommt es in Windscale zu einer schweren Explosion, bei der ein grosser Teil der Anlage verseucht wird.

Januar 1977 Kurzschlüsse in zwei Hochspannungsleitungen führen im deutschen Atomkraftwerk Gundremmingen in Bayern zu einem Totalschaden. Das Reaktorgebäude ist mit radioaktivem Kühlwasser verseucht.

Dezember 1978 Im deutschen AKW Biblis A ereignet sich ein schwerer Vorfall. Die Betriebsmannschaft übersieht während drei Arbeitsschichten, dass ein Ventil nicht ordnungsgemäss schliesst – sie glaubt vielmehr, dass die Alarmlampe, die das Versagen des Ventils anzeigt, nicht in Ordnung ist. Die Temperatur im Reaktor steigt gefährlich an. Um ein Uhr morgens entschliessen sich die Operateure, den Reaktor abzuschalten, ändern aber nach zehn Minuten wieder ihre Meinung, weil sie unbedingt einen Produktionsausfall vermeiden möchten. Statt abzuschalten versuchen sie nun ein riskantes Manöver. Doch das geht schief – ein Leck ist die Folge, Radioaktiver Dampf tritt aus. Der Störfall wird allerdings erst bekannt, als ein amerikanischer Informationsdienst das Geschehen ein Jahr später aufdeckte.

August 1979 Die US-Atombehörde beschuldigt die Betreiberin des schweizerischen AKW Beznau I, einen schwerwiegenden Defekt geheim gehalten zu haben, bei dem es zum Sieden des Kühlwassers an den Brennstabrohren gekommen ist. Es handelt sich um denselben Defekt, der in den USA zur teilweisen Kernschmelze im AKW Three Mile Island geführt hat. Beznau musste nach dem Zwischenfall für 103 Stunden stillgelegt werden.

März 1979 Maschinen- und Bedienungsfehler führen im US-Kernkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg zum Ausfall der Reaktorkühlung, die eine partielle Kernschmelze und die Freisetzung von radioaktiven Gasen zur Folge hat.

April 1986 Kernschmelze im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl. Fachleute geben die Zahl der zu erwartenden Toten mit zwischen 4.000 und 100.000 an. 4.000 Menschen erkrankten infolge des Unfalls an Schilddrüsenkrebs.

November 1986 Im schweizerischen AKW Leibstadt bedient ein Operateur die falsche Taste. Dadurch erhöht sich im Reaktor der Druck, er muss innert Sekundenfrist automatisch abgeschaltet werden. Süddeutsche Medien behaupten, dass dabei Radioaktivität ausgetreten ist. Die Kraftwerksleitung bestreitet dies. Auffällig ist aber, dass Leibstadt ausgerechnet 1986 die höchste jemals gemessene Jahres-Dosis aufwies.

September 1987 Weil Abluftfilter im AKW Mühleberg defekt sind, kann radioaktive Luft in die Umgebung entweichen. Da auch das Messgerät kaputt ist, wird die Freisetzung erst gar nicht bemerkt. Und auch nachher kommt sie nur durch Zufall an den Tag – die Betreiberin hatte die Oeffentlichkeit nicht informieren wollen, weil der Vorfall zu unbedeutend sei. Mühleberg-Vizedirektor wird im «Blick» zitiert mit den Worten: «Wir benachrichtigen die Presse auch nicht, wenn bei uns ein Wasserhahn tropft.» Auch der Bund wartet zu: Eidgenössische Experten kommen erst drei Wochen nach der Panne in die Region, um Früchte und Gemüse zu untersuchen. Sie empfehlen, Äpfel vorläufig geschält zu essen. Unabhängige Fachleute kommen zum Schluss, dass bei der Filterpanne mehr Radioaktivität freigesetzt worden ist als durch Tschernobyl in die Schweiz gelangte.

Dezember 1987 Im schweizerischen AKW Beznau wurden alte Bortanks abgebrochen. Dabei zeigte sich gemäss Angaben der Aufsichtsbehörde HSK, dass die Erde bis auf rund 3 Meter Tiefe radioaktiv verseucht ist (u.a. mit Cäsium-137). Die Verseuchung sei auf eine Leckage vor 15 Jahren zurückzuführen. Das radioaktive Material war damals von der NOK ausgebaggert und am Ufer der Aare deponiert worden.

September 1990 Im schweizerischen AKW Leibstadt ist das Reaktorschnellabschalt-System während mehrerer Stunden nicht funktionsfähig. Die Aufsichtsbehörde untersucht den Vorfall und kommt zum Schluss, dass Betriebsvorschriften nicht eingehalten worden sind und eine Alarmanzeige stundenlang ignoriert worden ist.

April 1993 Im französischen AKW Nogent fallen fünf Sicherheitssysteme gleichzeitig aus. Eine Überprüfung des Feuerlöschsystems hatte zum Ausfall von drei Ventilationssystemen geführt, ein anderes Ventilationssystem war abgeschaltet wegen Unterhaltsarbeiten und das Branderkennungssystem funktionierte überhaupt nicht.

August 1995 Um 8.22 Uhr ereignete sich im KKW Leibstadt während der Revisionsarbeiten eine Explosion. Zwei Angestellte erlitten Verbrennungen dritten Grades. Die Monteure wollten im Maschinenhaus einen Teil der Hilfsdampfanlage überprüfen. Sie öffneten bei einem der Behälter einen Deckel, es trat Wasserstoff aus, der sich entzündete. Im Normalbetrieb befindet sich im betroffenen System Frischdampf der aus dem Reaktor kommt und demnach kontaminiert ist.

Dezember 1996 Im schweizerischen AKW Leibstadt explodiert ein Stromwandler aus unerklärlichen Gründen. Der Stromwandler war erst im August auf seine Funktionstüchtigkeit untersucht worden.

März 1997 In der japanischen Anlage Tokaimura ereignete sich ein Feuer mit anschliessender schwerer Explosion, weil die Sprinkleranlage zur Bekämpfung des Feuers nach einer Minute schon wieder abgeschaltet wurde. Die Behörden werden erst mit vierstündiger Verspätung über den Austritt von Radioaktivität informiert. 37 Arbeiter atmeten Radioaktivität ein.

Juni 1999 Im schweizerischen AKW Gösgen werden während einer Überprüfung Ventile undicht. Radioaktives Jod entweicht in die Luft

September 1999 In einem Brennelementewerk in der japanischen Stadt Tokaimura setzt nach einer unvorschriftsmässigen Befüllung eines Vorbereitungstanks eine unkontrollierte Kettenreaktion ein - statt der vorgeschriebenen 2,3 Kilogramm schütten sie 16 Kilogramm hinein.

Oktober 2000 Das umstrittene tschechische Atomkraftwerk Temelin geht ans Netz. Bis Anfang August 2006 werden von der Anlage fast 100 Störfälle gemeldet.

August 2001 Im schweizerischen AKW Leibstadt fälschten zwei Operateure Sicherheitsprotokolle. Zudem verursachen Arbeiter bei Revisionsarbeiten drei Brände. Walter Jeschki, Direktor der Aufsichtsbehörde HSK, sagte dazu: “Der Druck aufgrund der Elektrizitätsmarktöffnung oder der Kostendruck haben möglicherweise mitgewirkt, dass Arbeiten zu rasch ausgeführt oder nicht mit der nötigen Sorgfalt geplant wurden.” Leibstadt-Pressesprecher Leo Erne hingegen erachtet die Vorkommnisse nicht als gravierend: “Wo gearbeitet wird, fliegen auch Funken.”

Oktober 2001 Im schweizerischen AKW Beznau gibt die Betriebsmannschaft irrtümlich zu viel Bor ins Kühlwasser, was zu einem unerwarteten Verhalten des Reaktors führt.

Dezember 2001 Eine Wasserstoffexplosion verursacht im Atomkraftwerk Brunsbüttel einen Störfall. Der Reaktor wird erst auf auf Drängen der Kontrollbehörden im Februar 2002 zur Inspektion vom Netz genommen.

Juli 2006 Nach einem Kurzschluss wird im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark einer von drei Reaktoren automatisch von der Stromversorgung getrennt. Der Reaktor wird heruntergefahren.

Juni 2007 Die schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel werden nach Zwischenfällen per Schnellabschaltung vom Netz genommen. In den folgenden Wochen gibt es immer wieder Pannen.

Juni 2008 Wegen eines Lecks im Kühlkreislauf wird der Reaktor Krsko in Slowenien abgeschaltet.

……. to be continued

Diese Liste ist nur die Spitze des Eisberges. In Atomkraftwerken kommt es regelmässig zu Störfällen, viele davon sind harmlos, doch was passiert, wenn zufällig mal zwei verschiedene Störfälle auftreten?

Ausfall der Notkühlsysteme: Vor einigen Jahren wurde (ich glaube) in Frankreich aufgrund eines Störfalls ein AKW automatisch heruntergefahren. In so einem Fall MUSS der Reaktorkern durch Kühlsysteme gekühlt werden, andernfalls droht eine Kernschmelze - der AKW Super-GAU. Das Notkühlsystem konnte nicht hochgefahren werden, also wich man auf das zweite Notkühlsystem aus, auch dieses funktionierte nicht. Erst das dritte Notkühlsystem konnte aktiviert werden und ein Super-GAU konnte verhindert werden. Es gibt AKWs - beispielsweise in der Schweiz - die nur über zwei Notkühlsysteme verfügen. Diese hätten in diesem französischen Fall ein zweites Tschernobyl gebracht.

Diese Artikel sollten uns daher ernsthaft zu denken geben:
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AKW Haftung - Rolf Schweiger lügt für AVES und Nuklearforum
Kinder-Krebsrate und Atomkraftwerke
BKW plant neues AKW Mühleberg
AKW-Unfall könnte über 4000 Milliarden kosten
Störfälle in europäischen Atomanlagen
Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen
Risikofaktor Mensch
Schwarze Liste von Energieorganisationen in der Schweiz
Der vergessene Schweizer Atom-GAU

Jasmin Hutter verhindert Partikelfilter Obligatorium

Thursday, May 29th, 2008

Die bürgerliche Mehrheit im Nationalrat hat unter Führung der SVP-Umweltverschmutzerin Jasmin Hutter ein Partikelfilter-Obligatorium abgelehnt und scheisst einmal mehr auf die Gesundheit der Schweizer Bevölkerung.

Jasmin Hutter SVP-Partikelfilter-VerhinderinSVP-Nationalrätin Jasmin Hutter argumentierte:

“Es tut mir leid, wenn ich Ihnen das sagen muss, aber Sie, geschätzte Damen und Herren der Linken, die immer nach Partikelfiltern schreien, sind zusammen mit dem Bafu einem Herrn auf den Leim gegangen, der von der Partikelfilterindustrie bezahlt worden ist und bei jeder Zertifizierung eines neuen Partikelfiltersystems abkassiert hat.”

Die bürgerlichen Nationalräte folgten der Argumentation und ignorierten dabei, dass Jasmin Hutter offensichtlich aus Eigeninteresse gegen Partikelfilter ist. Seit Jahren wehrt sich Jasmin Hutter gegen Partikelfilter - im Speziellen jene im Baugewerbe. Das ist eigentlich nicht verwunderlich, denn Jasmin Hutter ist selbst Baumaschinen-Dealerin und möchte natürlich lieber billige Baumaschinen, die lassen sich besser verkaufen. Scheiss auf die Umwelt, der Profit legitimiert alles.

So muss sich das Parlament vorwerfen lassen, dass sie der Bau-Lobbyistin Hutter auf den Leim gekrochen ist. Das Argument, es gäbe besseres als Partikelfilter, ist kompletter Schwachsinn, solange keine besseren Technologien eingesetzt werden.

Die SVP behauptet ständig, die Schweiz zu lieben und zu schützen. Aber die Luft der SchweizerInnen mit Dieselruss zu vergiften scheint in den Augen der SVP-Umweltterroristen nicht im Widerspruch dazu zu stehen.

Selbsterklärend wehrt sich die SVP und im Speziellen Jasmin Hutter mit Händen und Füssen gegen eine Umweltettikette für elektronische Geräte, Umweltschutz ist in der SVP ja per Definition links und somit staatsfeindlich. Man könnte fast meinen, dass SVP-Politiker allesamt steril sind und niemals Nachwuchs haben, anders lässt sich die Gleichgültigkeit gegenüber unseren Nachfahren kaum erklären - zumindest wenn man davon ausgeht, dass sogar bei SVP-Politikern noch ein Funken Rest-Vernunft vorhanden ist.

Würde ich zum Clan von Christoph Blocher gehören, müsste ich diese Sache in der Terminologie von Gerhard Blocher etwa so ausdrücken:

Jasmin Hutter ist unangefochten die ökologische Wildsau unter den SVP-Politikern. Kein Wunder, dass sie sogar von Greifvögeln attackiert wird, die haben im Gegensatz zu den sogenannt bürgerlichen Politikern wenigstens ein Hirn und funktionierende Instinkte”.

Aber so frech dürfen bekanntlich nur SVP-Exponenten sein, also lass ich es.

Partikelfilter-Obligatorium abgelehnt
Jasmin Hutter verkauft der NEAT Dreckschleudern statt Partikelfilter
Krebsliga Schweiz gegen Hutter-Motion
Bussard krallte sich Jasmin Hutter

England erlaubt Mensch-Tier Chimären

Wednesday, May 21st, 2008

England erlaubt wissenschaftliche Sodomie. Dank der gentechnischen Forschung ist es möglich, Mischwesen (Chimären) aus Mensch und Tier herzustellen. Diese sollen für therapeutische Zwecke verwendet werden und nach 14 Tagen vernichtet. Wer wird nun vernichtet, das Tier oder der Mensch?

Mensch-Tier Chimären dank GentechnologieBereits vor über einem Jahrzehnt habe ich gewarnt, dass die Methoden der Gentechnologie und des Klonens zu perversen Auswüchsen führen werden. In der Wissenschaft gilt scheinbar der Grundsatz: Ethisch ist, was machbar ist. Bereits damals anlässlich der Genschutzinitiative engagierte ich mich für Grenzen im Bereich von Genmanipulationen. Schon damals bastelten Gentechnokraten aller Welt Fliegen mit 14 Augen oder fluoreszierende Mäuse - nicht weil man damit ernsthaft Krankheiten heilen könnte sondern einfach weil der Machbarkeitswahn sie treibt. Pervertierte Wissenschaft zwecks akademischer Selbstbefriedigung?

Unter anderem schrieb ich damals diesen Text:

Die meisten von uns haben wohl irgendwann einmal in ihrer Jugendzeit den Film ‘Frankenstein’ gesehen. Leicht verkrampft sassen wir vor dem Fernseher und genossen das schaurige Spiel, das sich uns da bot. Eine grässlich gruslige Geschichte von einem irren Wissenschaftler, der aus dem Wunsch heraus, den Tod zu überwinden, Leichenteile zusammenbaute und so schlussendlich ein lebendiges Monster schuf. Zwischendurch mussten wir wegschauen, weil die Spannung fast unerträglich wurde und doch genossen wir es, denn ganz tief in uns wussten wir, dass dies nur eine Geschichte ist - fern von jeder Realität.

Doch die Zeiten haben sich geändert. Während der Film ‘Frankenstein’ nach wie vor im Nachtprogramm zu sehen ist, sehen wir plötzlich schon in der Tagesschau solche Szenen. Da wird berichtet von Wissenschaftlern, die in ihrem Ehrgeiz auf die verrücktesten Ideen kommen, dass sie ‘überzählig produzierte Embryos’ zerstückeln wollen. Sie klassifizieren Embryos zu Zellklumpen, sprechen ihnen jegliches Lebensrecht ab und betrachten diese ‘Zellklumpen’ als Rohmaterial.

Das Abendprogramm und der nächtliche Horror verschiebt sich langsam aber sicher und ehe man sich versieht, läuft der fürchterlichste Horror-Film kurz nach dem Sand-Männchen, als sei dies eine neue Art von Real-Satire.

Sehnsüchtig denkt man zurück an die guten alten Zeiten, als Grusel-Filme noch solche waren und Monster ins Reich der Fantasie gehörten. Wie werden wir unseren Kindern erklären, dass ‘Frankenstein’ zwar nur ein Film ist, aber die Frankensteins in der Tagesschau Realität?

Eigentlich hatten wir schon früher unseren täglichen Tagesschau- und Zeitungs-Horror. Hiroshima, Giftgas-Einsatz im Irak, Contergan-Affäre, Tschernobyl, Gift-Katastrophe in Seveso und Bophal……….. und jetzt auch noch Doktor Frankenstein mit seinen zerschnipselten Kindern.

Wer weiss, vielleicht kommt der Tag, an dem im Mitternachts-Programm nur noch Filme kommen wie z.B. ‘Die blaue Lagune’ oder Filme von Jacques Cousteau, die unsere Welt noch zeigen, wie sie früher einmal war und eigentlich heute noch sein müsste. Vielleicht wird das zur selben Zeit sein, wenn die Tagesschau zum ersten mal Bilder zeigt vom perfekten Super-Menschen, der nun tausendfach geklont wird: Intelligent, stark, unverwundbar, gehorsam, kritiklos, autoritätstreu…….

….. und mit etwas Glück sogar ganz willenlos !

In Forumsdiskussionen wurde ich von Gentechnokraten der Schwarzmalerei bezichtigt, so etwas würden sie nie machen. Offenbar haben sie mich angelogen. Dieselben Leute wollten mir damals weismachen, dass ein horizontaler Gentransfer nicht möglich ist, sie behaupteten dass die von ihnen verwendeten Antibiotikaresistenzgene kein Problem sind, sie behaupteten dass 90% der DNA Junk-DNA ist oder dass Mitochondrien nur zur Energielieferanten sind für den Zellkern und vieles mehr. Alles wurde widerlegt und genauso wurde widerlegt, dass sich die Zunft der Gentechnokraten an ethische Grenzen hält.

Nun ist in England eine neue Grenze überschritten worden. Mensch und Tier dürfen zu Mischwesen umgebaut werden und Kinder dürfen mit diesen Technologien gezüchtet werden, damit man Zellmaterial für Geschwister produzieren kann. Gibt es denn noch eine Grenze, die nicht überschritten wurde? Und wann wird auch diese überschritten? Ich hielt Frankenstein für eine Geschichte, aber ich befürchte, Frankenstein ist drauf und dran, Geschichte zu schreiben. So schnell wird der Mensch zum Schwein.

Forschung an Mischwesen zwischen Mensch und Tier
Mischwesen aus Mensch und Tier erschaffen
Mensch-Rind-Mischwesen - Das Abstumpfungs-Experiment

Mehr Ertrag dank Gentech-Pflanzen?

Tuesday, April 22nd, 2008

Mehr Ertrag dank Gentech-Pflanze, das verspricht die Gentech-Industrie seit Anbeginn. Doch eine neue Studie zeigt, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Wen wunderts, genmanipulierte Pflanzen sind sozusagen zerschossene Pflanzen, was kann man da schon erwarten?

Forscher von der Universität in Kansas haben drei Jahre lang die berühmt-berüchtigten “Roundup-Ready-Soybean” des Gentech-Multis “Monsanto” unter die Lupe genommen. Sie konnten nachweisen, dass die Gentech-Soja 10% weniger Ernte einbrachte als natürliche Soja.

DIe Gentech-Industrie kommt langsam in Argumentationsnotstand. Die Auskreuzung und Verwilderung ihrer Gentech-Pflanzen ist erwiesen, Risiken sind nachwievor nicht ernsthaft geprüft, weniger Gift wird auch nicht eingesetzt, Konsumenten wollen immer noch keinen Genfood auf dem Teller… und nun entlarvt sich auch die Mähr von der grossen Ernte als leeres Versprechen.

Warum wir uns weiterhin den Risiken von Gentechnologie aussetzen, obwohl offensichtlich niemand ausser den Gentech-Multis davon profitiert, wird langsam schwer zu erklären.

US-Studie: Zehn Prozent weniger Ertrag bei Gentech-Soja
Genfood Blog
derStandard.at - Wissenschaft

Dieselfahrzeuge verursachen Stress

Wednesday, March 12th, 2008

Dieselfahrzeuge vergiften nicht nur wie andere Autos die Luft sondern verursachen zusätzlich auch noch Stress und beeinträchtigen die Hirnfunktion.

Dieselfahrzeuge verursachen StressEin internationales Forscherteam hat an der Zuyd University in Heerlen (NL) in einer Studie nachgewiesen, dass bei Probanden Stressreaktionen im Gehirn entstehen, wenn sie eine halbe Stunde Dieselabgase eingeatmet haben. Die Forscher vermuten, dass feinste Russpartikel über die Atemwege ins Gehirn gelangen. Mittels EEG (Elektroenzephalogramm) wurden Veränderungen der Hirnströme gemessen.

Noch ist unklar, warum das Hirn auf Dieselruss mit Stress reagiert, die Forscher schliessen jedenfalls nicht aus, dass Dieselabgase sogar langfristig die Hirnfunktionen beeinträchtigen können.

wissenschaft.de - Diesel macht Stress
Ärzteblatt.de - Diesel-Abgase sind Stress für das Gehirn
Particle and Fibre Toxicology
faz.net - Die dunkle Seite der sauberen Dieselabgase
Umweltbundesamt.at - Dieselabgase verursachen Staubproblem
ignoranz.ch - Neue Studie: Dieselabgase noch schlimmer