‘Religion’ Blog

Christophe Darbellay fordert Burka-Verbot

Saturday, August 9th, 2008

SVP CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay fordert ein Burka Verbot. Der CVP ist offenbar jedes Mittel Recht, um am Erfolg der rassistischen SVP-Politik als Trittbrettfahrer zu profitieren.

Kreuzritter Christophe DarbellayIch finde es selbst mehr als befremdend, dass Menschen glauben, sie müssten sich verhüllen, um Gott genehm zu sein. Man findet auch in der Bibel Stellen, die der Frau eine klar untergeordnete Rolle zusprechen und von ihr fordern, dass sie ihr Haupt verdecken muss. Aber die komplette Verhüllung eines Menschen erscheint mir persönlich geradezu blasphemisch. Doch wie dem auch sei, was ich denke und glaube und was für Wertvorstellungen ich habe, spielt in dieser Frage keine Rolle.

Die Frage ist, ob wir ein Gesetz schaffen müssen, das explizit eine bestimmte Art von Bekleidung verbietet, die nur in einem bestimmten Kulturkreis von Bedeutung ist.

Wäre es Christophe Darbellay wirklich ernst mit diesem Thema, dann würde er einfach fordern, dass das Vermummungsverbot ausgeweitet wird. Momentan gilt dies nur für Demonstrationen, aber es ist rechtsstaatlich absolut legitim, dass per Gesetz gefordert wird, dass jeder erkannt werden muss. Wenn jemand gesucht wird, muss er auch gesehen werden, also kann der Staat von seinen Bewohnern auch verlangen, dass sie beispielsweise für Polizisten erkennbar sind.

Wenn Christophe Darbellay nun anstelle so einer Gesetzerweiterung (für alle) ein explizites Burka-Verbot fordert, dann zeigt er damit, dass es ihm nicht ernsthaft um die Sache geht, es geht einzig darum, mit provokativen und radikalen Mitteln auf der Erfolgswelle der SVP mitzugleiten, egal wer damit provoziert oder verletzt wird. Er versucht genauso wie die Hassprediger der SVP ein Schwarz-Peter Spiel zu betreiben, in dem sich Politiker dadurch auszeichnen, dass sie auf jemandem oder etwas herumhacken, das potentiellen Wählern ein Dorn im Auge sein könnte.

Zugegeben, die CVP ist ein Profil-Problem, aber muss sich die CVP wirklich in dieser Art und Weise profilieren? Wofür steht das “C” in ihrem Namen?

Blick: Darbellay - Weg mit den Burkas
HumanRights: Kein Burkaverbot in der Schweiz
Gedankenblitze: Braune CVP - Darbellay vs. Burka

Minarett-Initiative Abstimmung

Tuesday, July 29th, 2008

Die Minarett-Initiative der Hassprediger von SVP und EDU kommt vor das Volk, die ganze Welt wird anlässlich dieser Minarett-Abstimmung zuschauen, wie wir allen Ernstes über die Abschaffung der Religionsfreiheit und Rechtsgleichheit abstimmen.

Minarett-InitiativeEigentlich müsste es uns egal sein, auf welchen religiösen Bauten Türme stehen. Vermutlich ist es dein Meisten von uns auch egal. Wenn wir ein Problem haben, dann mit religiösen Fundamentalisten oder den Initianten dieser Minarett-Initiative, aber mit Türmchen haben die Meisten wohl kein Problem. So fällt es schwer zu glauben, dass es den Initianten wirklich um diese Minarette geht.

Der SVP geht wie so oft darum, auf Ausländer und auf Muslime im Speziellen herumzuprügeln. Man will eine Gefahr emporstilisieren und eine Bedrohung an alle Wände malen. Wir kennen das schon von der ebenfalls rassistischen Ausschaffungsinitiative und den mittlerweile weltweit berüchtigten Schäfchen-Plakaten. Ein diskriminierendes Gesetz gegen Minarette ist genau das Richtige für die Brandstifter der SVP, um Fremdenfeindlichkeit in diesem Land noch mehr lodern zu lassen.

Bei der EDU wiederum dürfte es eher religiöser Fanatismus sein. Die EDU will mit ihrer Fundamentalisten-Politik die Religionsfreiheit abschaffen und wird vermutlich erst Ruhe geben, wenn sie in der Schweiz das mosaische Gesetz eingeführt hat, damit ungehorsame Kinder gemäss 5. Mose 21,18-21 endlich wieder gesteinigt werden dürfen. Die EDU glaubt im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein, nur ihre Religion ist die einzig Wahre und Andersgläubige müssen bekehrt oder wenigstens diskriminiert oder ausgeschafft werden.

Nachfolgenden Text habe ich heute im Blog von Hugo Stam gepostet, mehr bleibt zu diesem Thema nicht mehr sagen:

Haben wir Religionsfreiheit und Rechtsgleichheit verfassungsmässig garantiert? Wie können wir da ein Gesetz machen, das sich explizit nur gegen eine Religion richtet und dieser etwas verbietet - einen Turm auf ihr Gotteshaus zu stellen - das allen anderen erlaubt ist.

Das einzige wenn auch dumme Argument ist, dass es ja auch islamische Staaten gibt, die Kirchen nicht zulassen. Aber wenn wir uns schon über andere Länder definieren müssen, dann bitte richtig.

Die Minarett-Initiative aufs Ausland übertragen bedeutet folgendes:

Was würdet Ihr sagen, wenn ein islamisches Land alle Religionen und religiösen Bauten erlaubt, aber christliche Kirchtürme explizit verbieten würde. Nur diese. Stellt Euch das mal vor und seid selber ehrlich, so etwas ist stossend und es ist diskriminierend.

Wollen wir dieses Signal in die Welt hinaussenden?

Wollen wir allen Ländern sagen, dass sogar die Schweiz religiöse Diskriminierung praktiziert?

Und mit welchen Argumenten wollen wir dann noch religiöse Toleranz in arabischen Ländern einfordern?

Minarett-Verbot Initiative ist rassistisch
Schweizer Taliban fordern Abschaffung der Religionsfreiheit
20min: Minarett-Initiative zustande gekommen
Hugo Stamm: Brunnenvergiftung mit der Minarett-Initiative
Blick: Kirchen gegen Minarett-Verbot
Blick: Schweizer Juden gegen Minarett-Initiative

Ruedi Aeschbacher will Sterbehilfe verbieten

Tuesday, June 10th, 2008

EVP-Nationalrat Ruedi Aeschbacher will aktive Sterbehilfe verbieten - lieber verrecken lassen als menschenwürdig sterben ist Aeschbachers christliche Devise, Ethik macht offenbar einen grossen Bogen um das Leid der Menschen.

Ruedi Aeschbacher EVP - aktive SterbehilfeEigentlich mag ich die EVP, weil sie im Gegensatz zu sein meisten Parteien wenigstens noch ethischen Grundsätzen folgt, die ich meistens teile. Aber wenn Ethik das Leid ausblendet und Menschen grausam verrecken lässt, dann verkommt Ethik zu einer theologischen Worthülse, die unerträglicher Menschenverachtung gleich kommt und in moralischer Selbstbefriedigung mündet.

Um es vorwegzunehmen, ich gehe mit Ruedi Aeschbacher einig, dass Sterbehilfe nie kommerzialisiert werden darf, der Tod eines Menschen darf nicht zum Spielball der Wirtschaft werden. Diesbezüglich verstehe ich das Engagement von Ruedi Aeschbacher gegen Dignitas + Co.

Aber Ruedi Aeschbacher fordert viel mehr als das, er will nicht nur profit-orientierte Sterbehilfe verbieten sondern auch uneigennützige Sterbehilfe mit bis zu 5 Jahren Gefängnis bestrafen.

Eines hat Ruedi Aeschbacher offenbar vergessen, dass es Menschen gibt, denen es so dreckig geht, dass man vor Gericht gestellt würde, wenn man ein Tier so dahinsiechen liesse. Wo bleibt da Ruedi Aeschbacher’s Erbarmen?

Gegner der aktiven Sterbehilfe werden nun einwenden, dass es ja passive Sterbehilfe gibt und dass diese sooo human sein. All denen möchte ich hier eine erlebte Geschichte erzählen, die kein theologisches Geschwätz ist sondern bittere und grausame Erfahrung ist.

Es ist ein paar Jahre her, als meine Mutter schwer erkrankte. Es bildete sich ein Loch zwischen Luft- und Speiseröhre und bei jedem Schluck landete die Hälfte in der Lunge anstatt im Magen, was entsprechende Erstickungsattacken verursachte. Ihre grösste Angst seit ihrer Kindheit war die Angst vor dem Ersticken und genau das passierte nun unzählige Male täglich. Sie kam zum Schluss, dass ein Leben so nicht mehr erträglich ist und wollte aktive Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Aber aufgrund von Fristenreglungen und sonstigem Formalquatsch war diese Option nicht greifbar. Alles was ihr blieb war sogenannt passive Sterbehilfe - was de facto heisst, dass man sie verhungern liess.
Wochenlang sass ich täglich neben ihr und ihr Zustand wurde immer schlimmer. Man, setzte sie auf Morphium, entzog ihr die Speisen und liess sie langsam aber stetig krepieren. Mit der Zeit füllte sich die Luft im Raum mit dem Geruch von Eiter, der sich in ihren Lungen füllt, es war fast unerträglich, in diesem Fäulnisgestank zu verbleiben. Trotzdem sass ich neben ihr, stundenlang, alle paar Minuten riss sie die Augen auf, der Körper bäumte sich auf und die Angst schrie aus ihren Augen, weil sie wieder fast erstickte. Aber man durfte sie nicht erlösen, sie war ja schliesslich kein Tier. Also litt sie weiter, ängstigte sich weiter und siechte weiter vor sich hin - ganz im Sinne von Ruedi Aeschbacher.

Es sind Jahre vergangen und doch ist kein Bild verschwunden, ich höre ihre stimmlosen Schreie heute noch und ich werde sie wohl ewig weiter hören und diese stillen Schreie rufen immer wieder dieselbe Frage: “Warum musste all dieses unnötige Leiden sein?”.

Während ich diese Zeilen schreibe, zerreisst es mich fast, weil die Erinnerung auch heute noch - Jahre später- lebendig ist, ich höre noch ihr Röcheln, sehe ihre panischen Augen und rieche den Geruch des Eiters in der Luft, der Geruch des Todes der sich langsam aber unaufhaltsam seine Wege bahnt und den Betroffenen in Angst und Schrecken versetzt.

Damals habe meiner Mutter angeboten, sie von ihrem Leiden zu erlösen, doch sie wollte nicht dass ich für sie ins Gefängnis muss. Meine Mutter hatte vor Schmerz und Tod offenbar weniger Angst als vor Ethik-Fundamentalisten vom Schlage eines Ruedi Aeschbacher. Sie und ich haben einen hohen Preis dafür bezahlt.

Beihilfe zum Suizid soll strafbar werden

Bischof Lorenzo Chiarinelli verweigert Ehe wegen Impotenz

Monday, June 9th, 2008

Der italienische Bischof Lorenzo Chiarinelli verweigert einem impotenten Mann die Eheschliessung, der seit einem Unfall querschnittgelähmt ist. Die Begründung von Bischof Chiarinelli lautet, dass die Ehe nur der Reproduktion dient und ein Impotenter könne dieser Pflicht ja nicht nachkommen.

Bischof Lorenzo ChiarinelliMan gewöhnt sich mittlerwile daran, dass der Papst oder seine Bischöfe mitunter sehr bizarre Entscheide treffen und an ihre Gläubigen Forderungen stellen, die jegliche Vernunft vermissen lassen und nicht im Geringsten aus den biblischen Schriften legitimiert werden können. So auch der neuste Streich aus der Gilde des Vatikans.

Vor zwei Jahrtausenden zog ein jüdischer Rabbi namens Jeschua durchs Land und predigte das Reich Gottes. Dieser - später im griechischen Raum Jesus genannte Rabbiner - wehrte sich vorallem gegen Reinheitsgesetze, die es Kranken und Invaliden verunmöglichten, am Gottesdienst in der Synagoge teilzunehmen. Er wehrte sich vehement dagegen, dass die Schwächsten unter den Kindern Gottes von der Gesellschaft ausgegrenzt werden.

Doch zweitausend Jahre später kommt Bischof Lorenzo Chiarinelli, verrät Jesus und seine Werte und kreuzigt ihn so ein zweites Mal. Wie kommt ein Bischof dazu, sich so menschenverachtend aufzuführen? Wo bleibt die Nächstenliebe und Barmherzigkeit im Herzen dieses Bischofs?

Dieser Fall macht mich einmal mehr ratlos ob der emotionalen Impotenz der priesterlichen Elite des Vatikans. Wehe Euch, Ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Das würde Jesus Bischof Lorenzo Chiarinelli wohl entgegen schmettern.

Da bleibt nur noch eines zu sagen: Vater vergib Bischof Lorenzo Chiarinelli, er weiss offenbar nicht im Geringsten was er tut.

Impotenter Bräutigam - Bischof verweigert Ehesegen
Vatikan droht Priesterinnen mit Exkommunikation
Rom: Vatikan bekräftigt Exkommunikation für Priesterinnen
Papst Benedikt erhebt Anspruch als einzig wahre Kirche
Bischof Koch ruft Papst um Hilfe gegen Pfarrer Sabo

Gott, bitte gib mir billiges Benzin

Monday, May 5th, 2008

Unzählige Menschen hungern, unzählige sterben in sinnlosen Kriegen, der Klimawandel bedroht die gesamte Menschheit….. und amerikanische Evangelikale beten für billiges Benzin.

Jesus betendWas im ersten Moment wie ein Witz klingt, scheint bitterer Ernst zu sein. Wie 20-Minuten berichtet, bilden sich in Amerika erste Gebetstrupps die vor Tankstellen zu einem Gebet-Happening laden. Nicht für mehr Essen für Hungernde und nicht für weniger Tote durch sinnlose Kriege, nein diesen Christen geht es um viel wichtigeres, um billigeres Benzin.

Allmächtiger Gott, segne uns und gib uns Kraft, auf dass wir diese hohen Preise drücken“, so betet Rocky Twyman in Washington. Und mit ihm versammeln sich rund 200 Leute an den “Prayer at the Pump” Gebetsorgien.

Sie bekennen sich öffentlich zu christlicher Nächstenliebe, doch beten sie nicht für ein Ende des Krieges im arabischen Raum oder für ein Ende der amerikanischen Folter in Guantamo, sie beten auch nicht für die Abschaffung der Todesstrafe oder gegen die Zerstörung der Natur - Gottes Schöpfung. Nein, sie beten für billiges Benzin.

Doch seien wir ehrlich. Wenn Gott sich wirklich um die Benzinpreise kümmern würde, dann würde er das Benzin für 50 Dollar pro Gallone verkaufen, damit der menschliche Wahnsinn endlich aufhört, mit dem diese Welt in Schutt und Asche gelegt wird.

Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde und er sah dass es gut war. Doch dann kam der Mensch, glaubte es noch besser machen zu können und begann diesen Planeten und seine Bewohner auszubeuten und zu zerstören. Klimawandel, Ozonloch, verseuchte Meere, vergiftete Landstriche… wahrlich, der Mensch hat sich die Erde wirklich Untertan gemacht.

Dafür und für vieles mehr müssten wir uns in Grund un Boden schämen und müssten Gott darum bitten, dass er unseren kollektiven Wahnsinn und unseren globalen Grössenwahn endlich stoppt. Aber anstelle dessen beten gewisse Kreise für billiges Benzin, für mehr Luxus (für sich selbst) und Wohlstand und gewisse Fanatiker beten gar für den Niedergang anderer Religionen und Kulturen. Gott dürfte dabei bei all dem nur irritiert den Kopf schütteln.

Das erinnert mich an Janis Joplin, die in einem ihrer Lieder sang:

Oh Lord, want you buy my a Mercedes Benz……. I wait for delivery until………

Sorry, aber ich kann die Bibel vorwärts und rückwärts lesen, davon finde ich nichts, einfach nichts, ausser vielleicht diesem:

Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn die lieben es, in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.
Du aber, wenn du betest, so geh in deine Kammer und, nachdem du deine Tür geschlossen hast, bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.
Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen; denn sie meinen, daß sie um ihres vielen Redens willen werden erhört werden.
Seid ihnen nun nicht gleich; denn euer Vater weiß, was ihr bedürfet, ehe ihr ihn bittet.

und das ist garantiert nicht billigeres Benzin!

Jetzt hilft nur noch beten
Beten nützt nicht: Öl über 120 Dollar

Jason Beghe Video über Scientology - gefährliche zerstörerische Abzocke

Saturday, April 19th, 2008

Jason Beghe (CSI/Cane) - Sprecher von Scientology - steigt nach 12 Jahren aus der Psychosekte aus und wirft Scientology Abzocke vor und warnt davor, dass Scientology zerstörerisch und sehr gefährlich ist.

12 Jahre lang war der aus “CSI” und “Cane” bekannte Schauspieler Jason Beghe Mitglied bei Scientology, investierte dabei etwa eine Million US-Dollar in Kurse und Auditings, arbeitete sich so in die Spitze der Psychosekte vor und wurde schlussendlich prominenter Sprecher von Scientology.

Doch nun ist Jason Beghe ausgestiegen und rechnet mit Scientology in einem auf YouTube publizierten Video ab. Die zwölfjährige Mitgliedschaft hätte ihm gar nichts gebracht sondern nur eine Million Dollar gekostet. Die Kurse würden die spirituelle, psychologische und mentale Gesundheit und Entwicklung gefährden:

Nach meiner persönlichen Erfahrung
ist Scientology zerstörerisch und eine Abzocke.
Und es ist sehr, sehr gefährlich.

Nachdem der Scientology-Kritiker Mark Bunker (XenuTV) das Video auf YouTube veröffentlichte, wurde es von YouTube noch am gleichen Tag entfernt und Bunkers Account gelöscht. Reicht die Macht von Scientology bis in die Chefetage von YouTube? Aber zum Glück gibt es eine YouTube Community, diese füttert YouTube seither mit Kopien dieses Videos. Sucht man auf YouTube nach “Jason Beghe”, werden ein aktuell 275 Suchresultate angezeigt. Merke: was einmal im Internet ist, bleibt auch dort.

YouTube Suchresultate Jason Beghe
20min Frontalangriff auf Scientology
Wikipedia über Scientology
RelInfo über Scientology
Hugo Stamm über Scientology

EDU fordert Kreationismus an Schulen

Tuesday, April 15th, 2008

EDU Zürich fordert in einem Postulat die Gleichgewichtung von Urknall-/Evolutionstheorie und Intelligent Design/Schöpfungslehre. Kommt der amerikanische Kreationismus nun auch an Zürcher Schulen?

Schöpfungslehre - Adam und EvaDie Zürcher Kreuzritter Stefan Dollenmeier (EDU, Rüti), Hans Peter Häring (EDU, Wettswil a.A.) und Heinz Kyburz (EDU, Oetwil a.S.) haben ein Postulat eingereicht indem vom Regierungsrat gefordert wird, dass an der Volksschule im Fachbereich “Mensch und Umwelt” Intelligent Design bzw. Schöpfungslehre gleichwertig neben der Urknall- und Evolutionstheorie unterrichtet wird.

Vernünftig denkenden Menschen ist klar, dass die Schulen vorallem Wissen vermitteln sollen und dabei orientiert sich die Schule am wissenschaftlichen Konsens. Religiöse Ansichten haben ihren Platz im Religionsunterricht und sicher nicht in den Fachbereichen.

Aber so etwas kommt davon, wenn man die Bibel wörtlich nimmt und dabei ignoriert, dass die Bibel ein Buch ÜBER Gott und nicht VON Gott ist. Seltsam daran ist, dass christliche Fundamentalisten beispielsweise die Schöpfungslehre wörtlich nehmen - das Universum ist somit vor rund 6000 Jahren innert 6 Tagen entstanden und die Frau wurde aus Adams Rippenknochen geschnitzt - aber wenns beispielsweise um Kopftücher geht, dann vergessen dieselben Kreise, dass gemäss der Bibel jede Frau ein Kopftuch tragen MUSS - noch besser, sie wollen Muslime sogar daran hindern, Kopftücher zu tragen.

Da wird einem Angst und Bange bei der Vorstellung, dass die EDU vielleicht schon bald die mosaischen Gesetze einführen will und “unartige Kinder” wieder von der Gemeinschaft gesteinigt werden dürfen. Die EDU, die sich konsequent für die Abschaffung der Religionsfreiheit einsetzt, scheint mir doch langsam zu einer gewissen Bedrohung zu werden.

Deshalb ein Ratschlag an die EDU: Wenn Ihr die Bibel wörtlich nehmen wollt, dann müsst Ihr die gesamte Bibel wörtlich nehmen. Es ist religiöser Klamauk, wenn man die Teile die einem grad in den Kram passen wörtlich nimmt und den Rest stillschweigend ignoriert.

Quelle: Andreas Kyriacou: Die Kreuzritter des Kreationismus nun auch in Zürich aktiv
Petition: EDU Petition (Word-Dokument)

Mehr über den Fanatismus der EDU:
EDU gegen EuroPride - Christlicher Fanatismus und Bibel-Missbrauch
Minarett-Verbot Initiative ist rassistisch
Schweizer Taliban fordern Abschaffung der Religionsfreiheit

Mehr über Bibelverständnis:
Die Bibel – wörtlich oder ernst nehmen?

Christian Waber (EDU) darf rassistisch sein

Tuesday, March 11th, 2008

Christian Waber, Nationalrat der EDU (Eidgenössische Dschihad Union) darf ungestraft rassistische Gedanken verbreiten. So zumindest sieht es der Ständerat - die Immunität von Dschihadist Waber soll nicht aufgehoben werden. Ist Rassismus somit für Politiker legal?

Folter der InquisitionAnlässlich eines Facts Interviews hetzte der scheinbar xenophobe Christian Waber wie so oft gegen den Islam und gipfelte in der Aussage:

Der Islam ist ein menschenverachtender Glaube mit Sippenhaft, Zwangsheirat und Kindern, die zu Selbstmordattentätern herangezogen werden.

Wer weder xenophob noch rassistisch ist und wenigstens einen Funken Verstand hat, der weiss, dass “der Islam” genauso wenig homogen ist wie “das Christentum”. Nur weil fundamentalistische Gruppen im Namen dieser Religion Hass und Gewalt sähen, heisst das nicht, dass diese Religion an sich gewalttätig ist.

Genauso grotesk wäre, wenn man den Christen dieser Welt vorwerfen würde, sie würden Krieg und Folter praktizieren, nur weil ein durchgeknallter evangelikaler US-Präsident ein Kriegstreiber und Folterer ist oder weil in der Bibel steht, dass man unartige Kinder steinigen soll.

Dass der Ständerat nun Christian Waber schützt und die Staatsanwaltschaft an einer Ermittlung hindert, halte ich für sehr bedenklich. Nationalrat Waber, der mit der Minarettverbotsinitiative bereits die Religionsfreiheit aus unserer Verfassung kippen will, hat somit einen Freibrief und seine befreundeten Islamjäger dürften sich ins Fäustchen lachen.

Wieviel Rassismus und Fanatismus verträgt unser Parlament?
Möge Gott uns beistehen und eine weitere “Talibanisierung” der Schweizer Politik verhindern.

Ständerat schützt Christian Waber

EDU gegen EuroPride - Christlicher Fanatismus und Bibel-Missbrauch

Wednesday, November 14th, 2007

Die Schweizer Fundamentalisten-Partei EDU (Evangelikale Diktatorische Union) ist erneut auf dem Kreuzzug gegen Homosexuelle - Die EuroPride Veranstaltung sei ein “lesbisch-schwuler Grossmarkt von Sexdienstleistungen”. Die EDU begründet ihre ausgrenzende Haltung mit der Bibel - wie wenig die EDU offenbar von der Bibel versteht, soll hier einmal kurz verdeutlicht werden.

EDU EuroPride - Steinigung von Homosexuellen?Diesen Montag verlas der Zürcher EDU-Kantonsrat Hans Egli eine Fraktionserklärung, in der in typisch EDU-mässiger Verwirrung behauptet wurde, die EuroPride würde “die Spirale von zunehmender Glorifizierung und zunehmender Propagierung des Lifestyles Homosexualität” zum Ausdruck bringen.

Höhepunkt der EDU-Fraktionserklärung war die Aussage: “Wenn die Bibel recht hat – und die EDU geht davon aus – so ist die lautstarke lesbisch-schwule Szene ein Symptom dafür, dass wir uns als Gesellschaft von Gott losgesagt haben.“.

Nun denn, wenn die Bibel recht hat - wovon die EDU in ihrer wörtlichen und nicht weniger willkürlichen Auslegung der Bibel ausgeht - dann müssen also auch alle anderen Aussagen des Alten Testaments wörtlich genommen werden. Da bleibt zu hoffen, dass die EDU nie die Mehrheit in diesem Land darstellt, denn das würde heissen:

  1. Unartigte Kinder werden vom ganzen Dorf gesteinigt (5. Mose 21,18)
  2. Wer am Samstag arbeitet (z.B. Holz sammelt), der wird gesteinigt (4. Mose 15,32)
  3. Schweinefleisch darf nicht gegessen werden (3. Mose 11,7)……. u.s.w.

Kennen wir das nicht schon vom Taliban-Regime?

Aber die EDU hat Recht, diese Gesellschaft hat sich von Gott losgesagt:

Eine Gesellschaft, die Angehörige krimineller Ausländer in Sippenhaft nimmt und ausschafft, die das Grundrecht der Religionsfreiheit abschafft nur weil ein paar Islam-Phobiker Angst vor Minaretten haben, die Steuergeschenke an Reiche verteilt aber den Invaliden die Rente kürzt, die volksverhetzende Politiker wählt und nicht zuletzt die Schöpfung vergiftet und zerstört……… ja so eine Gesellschaft hat sich wirklich von Gott losgesagt. Dumm nur, dass ausgerechnet die angeblich christliche EDU sowohl Ausschaffungsinitiative als auch Minarettverbotsinitiative unterstützt.

An die Fanatiker der EDU gebe ich deshalb den dringenden Rat: Konzentriert Euch - wenn Ihr Euch schon Christen nennt - auf die Lehre und den Weg von Jesus: Liebt Eure Nächsten (auch wenn sie anderer Nationalität oder Glaubens sind) und vergebt denen die gegen Euch sündigen - dann bewegt sich diese Gesellschaft vielleicht wieder etwas mehr hin zu Gott.

Quelle:
EDU: EuroPride ist ein Grossmarkt von Sexdienstleistungen

Bischof Koch ruft Papst um Hilfe gegen Pfarrer Sabo

Tuesday, November 13th, 2007

Bischof Kurt Koch bedauert es wohl, dass die guten alten Zeiten vorbei sind, in der man unliebsame Priester durch die Inquisition ruhig stellen konnte, aber er wird wohl damit leben müssen, dass die katholische Kirche im Jahr 2007 nicht mehr die Macht hat, kritische Priester wie Pfarrer Sabo auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen.

P52Seit Monaten herrschen trübe Zeiten rund um Röschenz. Der Grossinquisitor Bischof Koch hat dem widerspenstigen Pfarrer Sabo die Missio canonica entzogen und Pfarrer Sabo’s Gemeinde weigert sich einfach, ihren Pfarrer herzugeben. Nun hat das Kantonsgericht Basel Land Pfarrer Sabo und seiner Kirchgemeinde Recht gegeben und wie zu erwarten stämpfelt Bischof Koch wie Rumpelstilzchen ums Feuer und kann es einfach nicht fassen, dass die Gläubigen von Roschenz seiner Diktatur nicht folgen wollen und ein weltliches Gericht dies auch noch stützt. Da fühlt sich Kurt Koch verpflichtet: “den Apostolischen Stuhl in Rom über diese öffentliche Disqualifizierung seiner Rechtsordnung zu informieren”.

Wer wie Bischof Koch denkt, es sei an der katholischen Kirche darüber zu entscheiden, wer Hirte des Röschenzer Volkes sei, der soll sich bitte einmal auf die Ursprünge der Kirche besinnen. Die Priester der christlichen Kirchen sind Diakone, dem griechischen Wortsinn nach also Diener der Gläubigen. Sie sollen im Auftrag Gottes für die Gläubigen da sein und ihnen beistehen und genau das tut offensichtlich Pfarrer Sabo, andernfalls wäre sein Rückhalt im Volk nicht so gross, dass sie sogar dem heiligen Bischof Koch entgegentreten und die seit 2000 Jahren inszenierte Authorität der katholischen Kirche in Frage stellen. Diener sollte auch Bischof Koch werden, Diener seiner Glaubensgemeinschaft. Wenn das Röschenzer Volk sich von Pfarrer Sabo führen lassen will und ihm vertraut, dann sind sie bei ihm sicher in guten Händen.

Genau deshalb verliert die katholische Kirche immer mehr an Bedeutung, weil sie an längst überholten Dogmen wie der päpstlichen Unvehlbarkeit festhält und längst vergessen hat, was Diakonie im griechischen Wortsinn wirklich bedeutet: Die Kirche ist um des Menschen willen und nicht umgekehrt. Auch der Rabbi Jeschua von Nazareth war ein widerspenstiger Zeitgenosse, der den Tempelherren (Saduzäer) entgegentrat und ihre Doppelmoral anprangerte, um wieviel besser sind denn die Tempelpriester der heutigen Tage?

Die Kleinen werden gross sein und die Grossen werden klein sein. Darüber sollte die heilige katholische Kirche endlich nachdenken, andernfalls müssen sie sich den Vorwurf des ebenfalls ausgeschlossenen Priesters Adolf Holl gefallen lassen, dass mit Franz von Assisi der letzte Christ von uns gegangen ist.

Wahrlich, seitdem das Christentum von Kaiser Konstantin zur Staatsreligion erkärt wurde, ist nicht mehr viel zu spüren vom Geist des Nazareners.

Pfarrer Sabo und seiner Gemeinde empfehle ich, aus der katholischen Kirche auszutreten und eine Röschenzer Kirche zu gründen, die sich ganz auf die Nachfolge Jesu richtet - fern von Macht und Authorität - so wie die Jesus-Bewegung ursprünglich war und so wie es Jesus vorgelebt hat.

Quelle: Tagi: Bischof Koch beschwört den Kulturkampf