‘SVP’ Blog

Betrugssache 11. AHV-Revision: Erhöhung des Frauen-Rentenalters

Tuesday, March 18th, 2008

11. AHV-Revision: Arbeiten bis zum umfallen11. AHV-Revision: Die bürgerliche Mehrheit von SVP und FDP wollen das Frauen-Rentenalter von 64 auf 65 Jahre erhöhen und mit dem grossangelegten Sozialabbau 800 Millionen sparen. Verständlich, haben doch dieselben politischen Kreise eben grad mittels Unternehmenssteuerreform 2 Milliarden aus dem Fenster geschmissen resp. unter Grossverdienern verteilt. Dass wir jetzt schon Tausende von Arbeitslosen haben kümmert die Bürgerlichen nicht im Geringsten, beim Rechnen haben diese bekanntlich eine eigene Logik.

Ob dieser erneute bürgerliche Raubzug mittels 11. AHV-Revision gelingt, wage ich zu bezweifeln. Das Volk hat sich zwar bei der Unternehmenssteuerreform über den Tisch ziehen lassen, aber die Geld-Umverteilung von FDP und SVP nimmt langsam so groteske Ausmasse an, dass bald dem Hinterletzten klar sein dürfte, was für Politiker er einst gewählt hat.

Eigentlich ist es ein Armutszeugnis für dieses Land, dass die stimmende Mehrheit es nicht schon lange bemerkt hat.
Wer hat, dem wird gegeben - wer nicht hat……. der soll noch ein Jahr länger arbeiten.

Tagi: AHV: Nationalrat will 800 Millionen einsparen
20min: Affront gegen das Volk

Bundesratswahlen - Blocher abgewählt

Wednesday, December 12th, 2007

SVP-Bundesrat Christoph Blocher wurde vom Parlament abgewählt - Eveline Widmer-Schlumpf soll Bundesrat Blocher ersetzen. Werden die Bundesratswahlen wie schon die Zürcher Ständeratswahlen zum Fiasko für die SVP?

Christoph Blocher DisMissedChristoph Blocher hatte ein paar Jahre Zeit um zu beweisen, dass er nicht regierungstauglich ist, er hat das Kollegialitätsprinzip mit Füssen getreten, hat seine Befugnisse überschritten und führte sich im Bundeshaus auf wie der Diktator einer Bananenrepublik. Nun bekam er für seine Oppositionspolitik die Quittung und wurde von der Mehrheit im Parlament abgewählt. Selbst unter FDP-Politikern gab es eine grosse Zahl von Leuten, die dem Patriarch der SVP die Grenzen zeigten. Wie weit muss eine Partei gehen um in den eigenen “bürgerlichen” Reihen keine Mehrheit mehr zu finden?

Anstelle von Christoph Blocher wurde die bisher eher unbekannte Bündner SVP-Politikerin Eveline Widmer-Schlumpf - die Tochter des ehemaligen SVP-Bundesrates Leon Schlumpf - als Ersatz für Christoph Blocher gewählt. Mit ihr könnte der Gesamtbundesrat vielleicht endlich wieder gemeinsam seine Arbeit verrichten.

Rund 70% der Schweizer Bevölkerung dürften einen Freudentanz veranstalten. Seit Jahren betreibt Christoph Blocher und seine SVP eine erbärmliche Oppositionspolitik, sie sitzen zwar in der Regierung aber stänkern trotzdem ständig gegen alle Beschlüsse. So lässt sich keine Politik machen. Wenn dann dieselbe Partei das Parlament erpresst mit der Drohung, bei einer Abwahl von Christoph Blocher in die Opposition zu gehen, wird das ganze Polit-Spektakel definitiv grotesk.

Die Begeisterung in der Bevölkerung ist so gross, dass bereits die erste Fanpage für Eveline Widmer-Schlumpf entstanden ist, in der erfreute BürgerInnen die vielleicht zukünftige SVP-Bundesrätin zur Annahme der Wahl motivieren können:
Mitsprache: Mail an Eveline Widmer-Schlumpf
Innert wenigen Stunden sind bereits fast 2000 Unterschriften zusammen gekommen.

Ob es aber soweit kommt darf bezweifelt werden. Eveline Widmer-Schlumpf wird es sich bis morgen überlegen, aber in Anbetracht davon, dass in der SVP dikdatorische Zustände herrschen und Abweichler mit Parteiausschluss bedroht werden, wird sie kaum den Alleingang wagen.

Doch genau damit wäre die Bündner SVP gut beraten. In letzter Zeit wurden - für SVP-Verhältnisse weniger radikale - Parteigenossen abgeschossen und die Bündner SVP-Politik fühlte sich in Frage gestellt. Die Bündner SVP wäre gut beraten, mit ihrer neuen SVP-Präsidentin eine echte Bündner Volkspartei zu gründen - fern jeglicher Schäfchenplakate und rassistischen Initiativen.

Achja und nebenbei hat Ueli Maurer noch bekannt gegeben, dass der gewählte Bundesrat Samuel Schmid nicht mehr zur SVP-Fraktion gehöre. Warum das so ist, lässt sich rational wohl nicht wirklich nachvollziehen - so ist das halt einfach in einem dikdatorischen Regime.

Mehr zum Thema Bundesratswahlen und Abwahl von Christoph Blocher:
Tagi: Bundesratswahl Resultate
Tagi-Portrait: Eveline Widmer-Schlumpf
20min Dossier: Bundesratswahlen

SVP als Vorbild - Lega Nord kopiert Schäfchen-Plakate

Wednesday, December 5th, 2007

Nachdem bereits die rechtsextreme deutsche NPD die SVP Schäfchen Plakate übernommen hat, verbreitet nun die italienische Lega Nord die Schäfchen Plakate um ein bisschen das Volk aufzuhetzen. Der menschenverachtende Stil der SVP gefällt offenbar den rechtsextremen Parteien Europas.

SVP, NPD, Lega-Nord Schäfchen-Plakat
Seit Monaten geistern die Schäfchen der SVP-Plakate durch internationale Medien und der Ruf der Schweiz wird brauner und brauner je mehr die Welt davon hört, dass wir Schweizer mittels der SVP-Ausschaffungsinitiative kriminelle Ausländer samt ihrer Familie ausschaffen wollen, egal ob es sich bei diesem Akt der Kriminalität um Mord oder Versicherungsbetrug handelt. Dass die Welt nur wenig Verständnis für die Schweizerische Sippenhaft hat, war abzusehen und dient der SVP umso mehr, hauptsache man ist in den Medien.Doch es gibt auch Leute die die SVP-Sippenhaft-Idee gut finden, rechtsextreme als allen Ländern bedanken sich bei der SVP für das salonfähigmachen von fremdenfeindlichen Gedanken. Die NPD tritt gern Ausländer familienweise in den Hintern, die Lega Nord tritt auch gerne und der Ku Klux Klan wird sicher auch begeistert sein ob solchem Gedankengut.

Ob die SVP als Nächstes Taser-Pumpguns fordert, damit man bei Familienausschaffungen alle Kinder mit einem Schuss trifft?

Tagi: Lega Nord kopiert Schaf-Plakate
20min: Lega Nord kopiert SVP-Schafe
SVP ist “extrem fremdenfeindlich”

Ständeratswahlen: Ueli Maurer und Toni Brunner nicht gewählt

Sunday, November 25th, 2007

SVP-Parteipräsident Ueli Maurer und der ewig-lächelnde Toni Brunner sind nicht in den Ständerat gewählt. Trotz unheiliger Koalition mit der FDP und einem beachtlichen Wahlbudget wurden beide SVP-Vertreter von der Mehrheit des Volkes abgelehnt.

.”Zürich gewinnt” lautete der Slogan, gewonnen hat aber nicht nur Zürich sondern auch St.Gallen und die ganze Schweiz.

Damit steht die FDP vor der Frage, ob FDP-ler weiterhin die Lakaien einer rechtspopulistischen Partei sein wollen, offensichtlich teilt die FDP-Basis die Sympathie nach rechts nicht. Mit der Wahlempfehlung für Ueli Maurer hat sich die Zürcher FDP definitiv von ihren Wählern verabschiedet - nach dieser schallenden Ohrfeige muss die FDP-Politik wieder wirklich bürgerlich werden. SVP-Groupie Doris Fiala denkt konsequenterweise bereits über ihren Rücktritt ab, nach dem Rechtsrutsch ihrer Gesinnung wäre es im Sinne ihrer Partei, wenn sich Doris Fiala von der politischen Bühne verabschiedet.

Wie dem auch sei, es ist ein grosser Trost, dass die Mehrheit der Zürcher und St.Galler noch nicht von der SVP-Propaganda vergiftet ist und die Zottelbrüder Maurer und Brunner die Quittung bekommen haben für die rassistische und rufschädigende Politik der vergangenen Monate.

Mehr zum Thema:
Tagi: Verena Diener klar vor Ueli Maurer
20min: Wahl-Überraschung: Diener sticht Maurer aus
Tagi: Die SVP der Marke Blocher hat es im Ständerat schwer
Tagi: Eine Schlappe für den Mann des Lächelns

Reaktionen aus der Blog-Szene:
Ueli Maurer kann sich Ständerat abschminken
SVP Debakel im Ständerat confirmed
Verena Diener oder der Sieg der Vernunft
Zürich gewinnt und die ganze Schweiz hat was davon
die Opferhaltung der SVP
adiö frau fiala
Danke Zürich

Online Petition - Abwahl von Bundesrat Christoph Blocher

Thursday, November 22nd, 2007

Anlässlich der Bundesratswahlen hat jemand auf GoPetition.com eine Online Petition zur Abwahl von SVP-Bundesrat Christoph Blocher veröffentlicht, die unterschrieben werden kann. In einem offenen Brief an die Schweizer National- und Ständeräte wird begründet, warum Christoph Blocher von der Mehrheit der Schweizer nicht als Vertreter des Bundesrates erwünscht ist.

Christoph Blocher DisMissedChristoph Blocher hat seit seiner Amtseinsetzung als Bundesrat und Justizminister mehrmals bewiesen, dass er nicht mit dem Restbundesrat zusammenarbeitet. Er hat den einst kollegialen Bundesrat zu einem Kampfplatz umfunktioniert, überschreitet ständig seine Kompetenz und seine Partei betreibt weiter Oppositionspolitik, so als ob die SVP nicht Teil der Regierung wäre.

Gemäss Umfragen ist Christoph Blocher der unbeliebteste Bundesrat, er vertritt mit seiner extremen Art und Denkweise nur einen kleinen Teil der Bevölkerung und spätestens seit der rufschädigenden Schäfchen-Kampagne ist der Patriarch der SVP alles andere als ein würdiger Volksvertreter.

Deshalb unterstützt das RainbowNet Blog diese Online-Petition und hat wie bereits 170 Andere die Online-Petition unterschrieben. Der Bundesrat muss wieder miteinander funktionieren und dafür braucht es Politiker, die zusammen arbeiten und nicht gegeneinander. Und dafür polarisiert Christoph Blocher viel zu viel.

Online-Petition zur Abwahl von Bundesrat Christoph Blocher

AKW Haftpflicht - nicht einmal 1 Prozent versichert

Tuesday, November 20th, 2007

Schweizer AKW sind für den Schadensfall für weniger als ein Prozent versichert, für die restlichen 99% haftet der Steuerzahler. Warum sollen ausgerechnet Risikotechnologien von der Haftung verschont bleiben? Die Alianz «Stopp Atom» fordert nun Kostenwahrheit für AKW.

Atomreaktor TschernobylBeginnen wir mit etwas Mathematik:

Die Schweizer Atomkraftwerke sind verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschliessen für 1 Milliarde. Unsere “Volksvertreter” haben diese Haftpflicht auf 2.2 Milliarden erhöht…….. aber ein Super-GAU, also ein grösster anzunehmender Unfall in einem AKW, verursacht einen Schaden von geschätzten 4′300 Milliarden.

Für weniger Aufmerksame nochmal ganz nach Milchbüechli-Art:

Kosten AKW Super-GAU
Haftung der AKW-Betreiber
Haftung des Steuerzahlers
4′300′000′000′000.–
- 2′200′000′000.–
4′297′800′000′000.–

Bei 7.5 Millionen Einwohnern resp der Hälfte die einen atomaren Super-GAU überleben, ergibt sich eine pro Kopf Resthaftung von - sagen wir mal 4′297′000 Millionen geteilt durch 4,297 Millionen Überlebende - sage und schreibe eine Million pro Kopf.

Kurzgefasst heisst das: Weil AKW für weniger als 1 Prozent eines möglichen Schadens versichert sind, zahlt im Falle eines Super-GAU’s jeder Schweizer EINE MILLION.

Man muss sich das Gesicht eines Strassenverkehrsamt-Beamten vorstellen, wenn ihm jemand erklärt: “Ich habe nur eine Haftpflichtversicherung für eine Schadenssumme von 1000 Franken abgeschlossen, wissen Sie, ein wirklich grosser Unfall wird mir eh nie passieren, ich bin ein sehr vorsichtiger Fahrer, mehr als ein Parkschaden ist bei mir nicht vorstellbar.“.

So ähnlich läuft es auch mit den Sicherheitsvorschriften. Wenn ein AKW die Sicherheitsvorschriften noch nicht erfüllt hat, dann gibt man ihr halt eine befristete Bewilligung. So läuft das AKW Mühleberg seit Jahrzehnten. Versuch das mal mit einem Auto das nicht alle Bremsklötze hat, wetten da gibts keine provisorische Fahrbewilligung?

Aber die AKW-Betreiber haben’s gut, die müssen sich nicht mit dem Strassenverkehrsamt herumschlagen, sie haben dutzende Politiker von SVP und FDP die für sie in Bern lobbyieren. Man beachte nebenbei die Parlamentarierliste der Atomlobby-Organisation AVES.

Wenn ein “Kernenergiehaftpflichtgesetz” so grosszügig ausfällt, ist es kein Wunder mehr, dass Atomenergie so günstiger ist als erneuerbare Energien.

Die Mitglieder der Allianz Stopp Atom
Greenpeace: Schwere AKW-Unfälle in der Schweiz: Wer muss bezahlen?
Tagi: «Stopp Atom» kritisiert Haftpflichtregelung
Tagi: AKW sollen für 500 Milliarden haften
20min: AKW-Betreiber zur Kasse bitten
Mini-Haftpflicht-Deckung bei Atomunfällen
20min: Mehr Geld für den Super-GAU
Bundesrat erhöht Deckungssumme für AKW’s in lächerlicher weise
AKW-Sicherheit – Das Lügengebäude der Atomlobby
Braucht die Schweiz ein neues AKW?

Update 27.5.2008:
Die bürgerlichen Atomlobbyisten haben das Kernenergiehaftpflichtgesetz definitiv durchgewunken, ihre Klientel soll auch zukünftig weniger als 1% eines möglichen AKW-Unfalls versichern. Wäre der Lobbyismus der sogenannten Bürgerlichen nicht so offensichtlich, müsste man dem Parlament glatt kollektive Demenz vorwerfen.
AKW-Unfall könnte über 4000 Milliarden kosten
Schweizer Tschernobyl würde 4000 Milliarden kosten

Christoph Blocher wegen Taser Beschuss wahnsinnig?

Tuesday, November 13th, 2007

Seit Jahren fragt sich der aufmerksame Politbeobachter, warum SVP-Bundesrat Christoph Blocher so ist wie er ist. Die einen vermuteten Rinderwahnsinn, andere Altersdemenz - doch nun scheint eine Erklärung näher zu rücken. Wie der Luzerner Polizeikommandant Beat Hensler gegenüber “10 vor 10” erzählt, hat Christoph Blocher sich mit einer Elektroschockpistole (Taser) beschiessen lassen. Ob Christoph Blocher auch Handschellen und sonstige sadomasochistische Spielzeuge an sich ausprobiert hat oder ausprobieren liess, konnte bisher nicht in Erfahrung gebracht werden. Droht nun der führsorgerische Freiheitsentzug für Christoph Blocher?

Christoph Blocher steht auf TaserIn Anbetracht der Meldungen aus dem Ausland, dass Taser schwere körperliche und psychische Schäden hervorrufen können und bereits viele Tote infolge von Taser Beschuss zu verzeichnen sind (allein USA 280 Tote), erklärt sich langsam, warum Christoph Blocher ständig unkoordiniert mit den Händen herumfuchtelt und paranoide Verschwörungstheorien von Geheimplänen verbreitet. Auch seine irreale Angst vor schwarzen Schafen steht so in einem neuen Licht, der eine sieht in so Fällen weisse Mäuse, andere sehen rosarote Elefäntchen und SM-Bundesrat SVP-Bundesrat Christoph Blocher sieht halt schwarze Schafe.

Am Beispiel von Justizminister Christoph Blocher ist zu sehen, dass Taser definitiv zu gefährlich sind. Auch wenn SM-Politiker SVP-Politiker vom Schlage Christoph Mörgeli und Ueli Maurer noch so gerne Sippenhaft-Ausschaffungs-Unwillige mit Stromschlägen malträtieren würden oder selbst in den Genuss solcher Massnahmen kommen möchten, darf dieses Folterinstrument in der Schweiz nicht eingesetzt werden.

Zugegeben, falls SVP-Bundesrat Blocher, sein wackerer Soldat Mörgeli oder sein Propagandist Maurer doch noch das Bedürfnis nach einer harten Behandlung hatten, würden sich sicher eine grosse Zahl von Interessierten melden, die diesem Wunsch gerne nachkommen, aber befürworten kann man Taser Einsätze trotz dieser verlockenden Aussicht - zumindest ausserhalb von SM und SVP-Kreisen - definitiv nicht.

Wenn ich mir das so recht überlege, der Starrkrampf-Gesichtsausdruck von Christoph Mörgeli, die Verbissenheit von Ueli Maurer, der religiöse Wahn von Ulrich Schlüer, das ewig dümmliche Lächeln von Toni Brunner……. ich frag mich echt, was die SVP an ihren Parteiversammlungen sonst noch alles treibt.

Mehr zum Thema:
Blocher testet sich selber
AI: Kein Taser-Einsatz bei Zwangsausschaffungen
HumanRights: Elektroschockwaffen bei Ausschaffungen
Telepolis: Wer nicht kuscht, wird getasert
Spiegel: Tausendmal getasert - drei im Krankenhaus
20min: Mann stirbt nach Taser-Einsatz

Update 22.11.2007

Allein am heutigen Tag wurden 3 Menschen mit einem gemäss Christoph Blocher ungefährlichen Taser getötet. Gemäss “New York Times” sind allein in Amerika seit 2001 280 Menschen zu Tode getasert worden. Wie lange wird es gehen, bis er erste auszuschaffende Flüchtling dank Justizminister Blocher ins Gras beisst?
20min: Tödliche Taser: Drei Opfer an einem Tag
20min-Video: Mann stirbt nach Taser-Einsatz

Update 23.11.2007
der UNO-Ausschuss gegen Folter hat den Taser-Einsatz verurteilt. Zehn unabhängige Experten sind in einem Gutachten zum Schluss gekommen, dass es sich beim Taser um eine Form von Folter handelt. Der Taser verstösst also gegen die Antifolterkonvention der Vereinten Nationen.
Natürlich dürfen sich SVP-Politiker im Rahmen von bizarren Spielchen weiterhin mit Taser beschiessen, aber für Sippenhaft-Auszuschaffende dürfte der Taser hoffentlich bald kein Thema mehr sein.
20min: UNO: Taser sind Folter

FDP-Frauen - Lieber Ueli Maurer als Verena Diener?

Thursday, November 1st, 2007

FDP-Frauen empfehlen lieber Ueli Maurer als Verena Diener für die Zürcher Ständeratswahlen. Im Rahmen der FDP-Unterwerfung unter die Dominanz der SVP wählen FDP-Frauen nun sogar Rassismus anstelle von Umweltschutz, selbst wenn damit der SVP-Kreuzritter Ulrich Schlüer wieder in den Nationalrat nachrutscht.

Dass die FDP sich mit Umweltschutz schwer tut ist nichts Neues. Seit die FDP sich von der Bürgerpartei zur Wirtschaftspartei gemausert hat, wehrt sich die FDP für ihre Wirtschaftsklientel gegen jeglichen Umweltschutz. Doch bisher grenzte sie sich wenigstens gegenüber rechtsextremen Parteien ab, weil bekanntlich Fremdenfeindlichkeit und Rassismus unseren Ruf im Ausland und damit die Wirtschaft gefährdet.

Pikanterweise schreibt FDP-Pressechef Christian Weber heute im neusten Pressedienst der FDP unter dem Titel: “Mission mit Hindernis - Minarett-Initiative überstrahlt Wirtschaftsgespräche“, dass die Minarett-Initiative (genauso wie die SVP Schäfchen Plakate) im Ausland den Ruf der Schweiz arg in den Dreck zieht und nebst unserem Image auch unsere Wirtschaftsbeziehungen belastet.

Ungeachtet der Tasache, dass diese Minarettverbots-Initiative von Ulrich Schlüer inszeniert wurde, verkündet ebenfalls heute die Präsidentin der Zürcher FDP, Barbara Angelsberger, dass die Frauen der FDP lieber “zähneknirschend” den Frauen-hinter-den-Herd-Steller Ueli Maurer wählen als Verena Diener und damit sogar in Kauf nehmen, dass der Nestbeschmutzer Ulrich Schlüer damit wieder in den Nationalrat nachrutscht.

Ja was denn jetzt, liebe FDP, da beklagt Ihr Euch über rassistische Initiativen die unseren Ruf im Ausland versauen und verhelft dann dem Präsidenten der Sippenhaft-Partei und dem Mitbegründer der Minarett-Initiative ins Parlament? Na sowas nenne ich konsequent.

Die grün-liberale Verena Diener wäre gerade für Bürgerliche eine gute Wahl. Sie ist wirtschaftsorientiert und bei Weitem nicht so grün wie Grüne, es wäre also keine Bedrohung für die vielen Atomlobbyisten der FDP.

Aber wenn die FDP ihre Anbiederung an die SVP soweit treibt, dass sie Umweltschutz als bedrohlicher betrachten als Rassismus, dann sollten sie ihre Partei wirklich auflösen und der SVP beitreten.

20min: FDP-Frauen: «Zähneknirschend für Ueli Maurer»
20min: Stolpert Maurer über Schlüer?

Rücktritt von SVP-Parteipräsident Ueli Maurer

Friday, October 26th, 2007

SVP-Parteipräsident Ueli Maurer tritt zurück - nicht wie viele hoffen aus der Politik - sondern nur als Parteipräsident der SVP Schweiz. Naja, immerhin etwas, irgendwo muss man ja anfangen.

Ueli Maurer manipuliert Statistiken

Man kann nun einwenden, dass es in der SVP genug Politiker gibt, die Maurer’s obskure Politik weiter führen werden. Toni Brunner gilt als Favorit und auch sonst dürften sich in der SVP genug Leute finden, die Statistiken manipulieren können oder das Volk mit grossen Sprüchen über den Tisch ziehen. Und doch werde ich das Gefühl nicht los, dass es nur noch besser werden kann.

In der Epoche Ueli Maurer hat die SVP ihren “Politstil” ins Extreme geführt. Die Angst-Kampagnen arteten immer mehr aus und “faschistoiden Tendenzen” erhöhen sich von Jahr zu Jahr. Dank der Politik von Ueli Maurer ist die Schweiz bereits international bekannt als rassistisches Volk, das Ausländer sogar wegen relativ harmlosen Vergehen gleich sippenweise ausschafft und das mittels Minarettverbotsinitiative sogar die Religionsfreiheit aus der Verfassung kippen will.

Da können wir mal gespannt sein, ob Ueli Maurer’s Nachfolger diese Politik weiter führt oder ob nicht doch endlich etwas Anstand und Mitgefühl in der SVP Einzug hält.

Ueli Maurer hat die Schweizer Politik zu einem Irrenhaus gemacht, in dem jeder nur noch auf dem anderen herumhackt, anstatt miteinander dieses Land zu regieren. Es kann also - wie ich bereits sagte - nur noch besser werden.

Verena Diener und Chantal Galladé helfen Ueli Maurer in den Ständerat

Friday, October 26th, 2007

Chicken-Run im zweiten Wahlgang für den Zürcher Ständerat. Verena Diener (GLP) und Chantal Galladé (SP) verhelfen SVP-Parteipräsident Ueli Maurer in den Ständerat und holen damit gleich noch den abgewählten SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer zurück in den Nationalrat. Kann soviel Naivitätin zwei Köpfen Platz haben?

Verena Diener und Chantal Galladé70% der Zürcher Stimmbevölkerung haben bis zuletzt gehofft, dass sich der Hühnerkampf zwischen der scheingrünen Verena Diener und der vorpreschenden Chantal Galladé noch legt, doch leider konnten sich die Zwei nicht einigen und verschenken den Ständeratssitz lieber Ueli Maurer. Ungeachtet jeglicher Logik und ungeachtet der Wählerinteressen zeigen sich Diener und Galladé störrischer als zwei autistische Mulis.

Zwei Argumente hätten für Chantal Galladé gesprochen.
1. hatte sie 10000 Stimmen mehr im ersten Wahlgang
2. würde mit einer SP-Politikerin das mitte-links Spektrum auch im Ständerat vertreten

Für Verena Diener würde wiederum sprechen, dass sie als scheingrüne Bürgerliche deutlich grössere Wahlchancen hätte, da wohl ein Grossteil von FDP und CVP für sie gestimmt hätten.

Klar ist es da schwer sich zu einigen. Für Chantal Galladé ist Verena Diener zuwenig sozial und erst Recht zuwenig grün und für Verena Diener ist es wohl umgekehrt.

Aber kann und darf es sein, dass diese zwei Politikerinnen lieber ihren Kopf durchsetzen und damit dem SVP-Volksverhetzer Ueli Maurer ein Gratis-Ticket in den Ständerat geben und damit sogar in Kauf nehmen, das der glücklicherweise abgewählte Moslemjäger Ulrich Schlüer wieder im Nationalrat herumgeistern kann?

Ich war stets der Meinung, dass wir mehr Frauen in der Politik brauchen, weil ich bei ihren männlichen Artgenossen oft das nötige Feingefühl vermisse. Aber nach dieser traurigen Episode beginne ich an meinem Standpunkt zu zweifeln.

Tagi: Auch Diener tritt zum zweiten Wahlgang an
heute: Diener tritt noch einmal an - Maurer hingegen ab
20min: Zürcher Ständerat: Keine gibt nach
20min TalkBack: Die SP ist die beste Verbündete der SVP
Wahlkampfblog: Ueli Maurer tritt ab, Verena Diener tritt an
eDemokratie: Maurer wird Ständerat, Schlüer rückt in den NR nach
Andare: Wer kann der Zürcher Linken Vernunft beibringen?

Nachtrag:
Ich hätte jeder von Beiden meine Stimme gegeben, weil alles besser ist als dass Ueli Maurer den Ständerat versaut. Aber so bestehen keine Chancen mehr, also werde ich voraussichtlich meinen Stimmzettel entweder leer einlegen oder den parteilosen Heinz Zaehner wählen. Keine Ahnung wer das ist, im ersten Wahlgang hatte er gerade mal 350 Stimmen, aber wenn Maurer die einzige Alternative ist, würde ich sogar Donald Duck in den Ständerat wählen.

Update:
Die Vernunft ist offenbar doch zurückgekehrt, zumindest bei der SP. Wie Chantal Galladé soeben mitteilt, hat sie ihre Ständeratskandidatur zurückgezogen. Somit bleibt die Hoffnung, dass Verena Diener von Links bis Mitte gewählt wird und dem Ständerat ein Ueli Maurer erspart bleibt. Meine Stimme hat Verena Diener trotz diesem Zwischenfall - wie gesagt, selbst Donald Duck bekäme meine Stimme wenns darum geht, Gras Ueli abzuwählen.

TA: Galladé zieht sich zurück
20min: Zürcher Wahlkampf: Lob für Galladés Verzicht