‘SVP’ Blog

Häuptling Christoph Blocher wieder Bundesrat?

Tuesday, November 18th, 2008

Die Zürcher SVP setzt einmal mehr auf ihren unwählbaren Häuptling Christoph Blocher. Offensichtlich will die SVP definitiv nicht mehr Regierungspartei sein, also setzt sie Christoph Blocher als Sprengkandidat ein um zu verhindern, dass sie wieder in die Regierungs-Verantwortung gedrängt wird.

SVP Bundesrat: Häuptling Christoph BlocherSpätestens seit der Abwahl von Bundesrat Christoph Blocher müsste auch dem hinterletzten Depp klar sein, dass dieser Mann in der Regierung unerwünscht ist. Christoph Blocher mag ein kluger Industrieller sein, aber er konnte seinen Starrsinn nicht soweit unter Kontrolle bringen, dass er Teil einer Kollegialbehörde werden konnte. In jeder Firma - bei jedem Bewerbungsgespräch - wird von einem Angestellten Team-Geist gefordert. Christoph Blocher hat in seiner Funktion als Bundesrat mehrfach bewiesen, dass er genau das nicht kann und nicht will. Er führte sich auf wie ein Dikatator und versuchte, als Alleinmächtiger oder wohl eher Allmächtiger dieses Land nach seinem Gutdünken umzukrempeln - Regierung hin oder her.

Dass die Zürcher Brandstifter-Kantonalpartei nun noch einmal den verbitterten - mit Sackmesser bis aufs Blut kämpfenden Dämagogen zur Bundesratswahl empfiehlt, zeugt nicht nur von schweren geistigen Defiziten seitens der Zürcher SVP sondern auch davon, dass die SVP halt doch nicht mehr ist als eine Ein-Mann-Armee.

Jahrelang hat die SVP Öl in jedes Feuer geleert um davon abzulenken, dass sie keine politischen Inhalte bieten kann und erst Recht keine Lösungen hat. Anstelle dessen hackt man lieber auf Ausländern, Sozialhilfeempfängern oder sonstigen Randgruppen herum und betreibt billige Polemik auf Kosten der Schwächsten. Das ist SVP-Politik ein Reinkultur und diese haben wir Christoph Blocher und seinem Sprössling Ueli Maurer zu verdanken.

Aber die Ewiggestrigen der SVP werden früher oder später lernen müssen, dass die Zeit der Polemiker abgelaufen ist. Christoph Blocher ist ein Relikt einer politischen Zeit, die es eigentlich nie hätte geben dürfen, einer Zeit, die dieses Land radikalisiert, fanatisiert und in den Dreck gezogen hat - eine Zeit, für die wir uns eines Tages schämen werden und jeder sagen wird: “Ich habe davon nichts gewusst”.

Nun denn, wenn die SVP weiterhin in ihrer selbst gewählten Pseudo-Oppositions-Rolle kleben bleiben will, dann sollen sie das tun. In der wahren Politik wird sie niemand vermissen.

Zürcher SVP setzt auf Blocher
Tagi-Kommentar: Der Kampf des Missionars
SVP Zürich setzt auf Blocher

Christoph Blocher ebnet dem zweitbesten SVPler den Weg in den Bundesrat
Blocher: Erschaffer und Zerstörer des Erfolgsmodells SVP
Blochers Betriebsblindheit ruiniert die SVP
Ist Bundesrat Schmid umsonst für Blocher geopfert worden?
Die Schweiz braucht einen “Change”
Erweiterter politischer Suizid
Die Nacht der lebenden (politischen) Leichen

Finanzkrise und UBS-Boni

Tuesday, October 21st, 2008

Fehlspekulation und Geldgier führten die Banken in die Finanzkrise, die Bank-Lakaien der Schweizer Regierung pumpen 60 Milliarden “Sozialhilfe” in die UBS-Kasse und die Sozialhilfeempfänger der UBS-Chefetage belohnen sich für ihre Misswirtschaft mit unglaublichen 7 Milliarden Boni. Diese Finanzkrise entlarvt sich immer mehr als die grösste Betrugssache der Geschichte.

Dass die FDP nach jahrelangem Sponsoring durch ihre Bank-Freunde nicht anders kann, als ihre Klientel zu schützen und schlussendlich natürlich auch zukünftige Parteispenden der “Freunde der FDP” zu sichern, ist wenig überraschend. Die FDP war schon immer eine Wirtschaftspartei, eine Partei in der jeder seinen fetten Hintern in noch fetteren Verwaltungsräten platziert und so schnell verdientes Geld kassiert.

Überraschender ist, dass auch die SVP, die ansonsten nichts von Sozialismus hält, nun auch für Banken-Sozialhilfe einsteht. Wird die SVP bereits von Banken gesponsort oder erhofft sie sich zukünftig Parteispenden von Schweizer Banken?

Wirklich tragisch ist jedoch, dass unsere Regierung resp. die Bank-Lakaien der sogenannt bürgerlichen Parteien FDP und SVP jahrelang auf dem Buckel der Schwächsten gespart hat. Zuwenig Geld in der IV? Also kürzen wir die IV-Renten. Zuviele Sozialhiflebezüger? Also reduzieren wir die Sozialhilfe. Umweltschutz kostet Geld? Na das können wir uns doch nicht leisten. Aber wenn es darum geht, mittels Unternehmenssteuerreform X Milliarden an die Wirtschaft zu verschenken, dann wird mit dem grossen Löffel angerührt und wenn die armen Banken sich selbst an die Wand fahren, dann kann man auch mal 60 Milliarden aus dem Fenster schmeissen.

Bezeichnenderweise hat unsere sogenannt bürgerliche Regierung dieses Milliardengeschenk ohne Gegenleistung verteilt. Der Bund trägt nun den Grossteil des Risikos, aber ein allfälliger Gewinn geht zur Hälfte an die UBS. Andere Länder, die ihren Banken Sozialhilfe bezahlen, haben entsprechende Forderungen gestellt und nicht zuletzt fordern viele Länder das Einfrieren der Boni. Aber diese Länder haben vermutlich nicht soviele Bank-Lobbyisten in ihren Regierungen, anders lässt es sich kaum erklären, warum unsere Regierung so grosszügig ist.

Bis hierhin wäre es einfach ein weiteres trauriges Kapitel der Schweizer Geschichte, in der einmal mehr das Geld, das man für die Armen nicht hat, den Reichen verteilt wird.

Aber der Gipfel der Absurdität wurde erreicht, als die UBS verkündete, dass sie kalten Arsches sage und schreibe 7 Milliarden als Boni auszahlt. Wohlgemerkt, ein Bonus ist eine zusätzliche Honorierung für ausserordentliche Leistungen. Wer eine Firma so an die Wand fährt, dass er 60 Milliarden staatliche Unterstützung benötigt, muss ziemlich gestört oder arrogant sein um dann auf die absurde Idee zu kommen, sich dafür in diesem horrenden Ausmass zu belohnen.

So wird es wohl kommen, wie es bei solchen Politikern kommen muss. Wenn wir in Zukunft auf den UBS-Schrottpapieren liegen bleiben und die massiven Verluste mit unseren Steuern finanzieren müssen, werden UBS und Konsorten wieder massig Gewinne einheimsen, diese dann in ihrer Chefetage und bei ihren “Parteifreunden” verteilen.

Einmal mehr frage ich mich, warum das Schweizer Volk bei jeder Wahl wieder solche Parteien wählt. Solange wir Lobbyisten und Verwaltungsräte anstelle von Volksvertretern wählen, müssen wir uns nicht wundern, wenn unser Geld so verschleudert wird.

Update: SP Online-Petition: Kein Geld ohne Gegenleistung

Tagi: Hilfspakete im Vergleich
UBS-Hilfspaket ist eine Fehlkonstruktion
Bei der UBS wurden Boni für Fehlleistungen ausgezahlt
Es ist ein Skandal - aber wir haben keine Alternative
SP fordert: Aktien statt Schrott
Otto Stich: Irgendwann ist es genug
Abzocker-Initiative soll sofort vors Volk
Working Poor: Bittere Realität auch in der Schweiz

Christophe Darbellay fordert Burka-Verbot

Saturday, August 9th, 2008

SVP CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay fordert ein Burka Verbot. Der CVP ist offenbar jedes Mittel Recht, um am Erfolg der rassistischen SVP-Politik als Trittbrettfahrer zu profitieren.

Kreuzritter Christophe DarbellayIch finde es selbst mehr als befremdend, dass Menschen glauben, sie müssten sich verhüllen, um Gott genehm zu sein. Man findet auch in der Bibel Stellen, die der Frau eine klar untergeordnete Rolle zusprechen und von ihr fordern, dass sie ihr Haupt verdecken muss. Aber die komplette Verhüllung eines Menschen erscheint mir persönlich geradezu blasphemisch. Doch wie dem auch sei, was ich denke und glaube und was für Wertvorstellungen ich habe, spielt in dieser Frage keine Rolle.

Die Frage ist, ob wir ein Gesetz schaffen müssen, das explizit eine bestimmte Art von Bekleidung verbietet, die nur in einem bestimmten Kulturkreis von Bedeutung ist.

Wäre es Christophe Darbellay wirklich ernst mit diesem Thema, dann würde er einfach fordern, dass das Vermummungsverbot ausgeweitet wird. Momentan gilt dies nur für Demonstrationen, aber es ist rechtsstaatlich absolut legitim, dass per Gesetz gefordert wird, dass jeder erkannt werden muss. Wenn jemand gesucht wird, muss er auch gesehen werden, also kann der Staat von seinen Bewohnern auch verlangen, dass sie beispielsweise für Polizisten erkennbar sind.

Wenn Christophe Darbellay nun anstelle so einer Gesetzerweiterung (für alle) ein explizites Burka-Verbot fordert, dann zeigt er damit, dass es ihm nicht ernsthaft um die Sache geht, es geht einzig darum, mit provokativen und radikalen Mitteln auf der Erfolgswelle der SVP mitzugleiten, egal wer damit provoziert oder verletzt wird. Er versucht genauso wie die Hassprediger der SVP ein Schwarz-Peter Spiel zu betreiben, in dem sich Politiker dadurch auszeichnen, dass sie auf jemandem oder etwas herumhacken, das potentiellen Wählern ein Dorn im Auge sein könnte.

Zugegeben, die CVP ist ein Profil-Problem, aber muss sich die CVP wirklich in dieser Art und Weise profilieren? Wofür steht das “C” in ihrem Namen?

Blick: Darbellay - Weg mit den Burkas
HumanRights: Kein Burkaverbot in der Schweiz
Gedankenblitze: Braune CVP - Darbellay vs. Burka

SVP will Armee abschaffen

Friday, August 8th, 2008

Die SVP will die Armee abschaffen, alle Rüstungsausgaben sollen im Parlament blockiert werden. Um ihre undemokratische Oppositionspolitik wenigstens den Schein der Glaubwürdigkeit zu verleihen, muss die SVP offenbar linker als die Linke werden, also erpresst die SVP einmal mehr die vom Schweizer Volk gewählte Regierung.

SVP KanibalismusNatürlich will die SVP die Armee nicht wirklich abschaffen, die Armee ist für die SVP ja so etwas wie ein Fetisch. Aber die SVP hat das Parlament mit ihrer Oppositionsdrohung erpresst, das Parlament liess ich nicht erpressen, was bleibt der SVP also anderes als wenigstens eine Opposition zu inszenieren? Und wer wäre eine bessere Zielscheibe als der ehemalige SVP-Bundesrat Samuel Schmid? Und weil die Schweizerische-(V)erpresser-Partei nunmal nichts anderes kann als zu beissen, zu drohen und zu erpressen, so erpressen sie halt einmal mehr den Bundesrat. Entweder er tritt “freiwillig” zurück, oder die SVP wird alle Rüstungsausgaben blockieren. Die SP nennt das “Politik aus dem Tierbuch“, für die CVP ist es “reine Provokation“, Samuel Schmid nennt es “politische Erpressung”. Ich denke, sie haben ausnahmsweise alle mal Recht.

Der Militärexperte Prof. Karl Haltiner von der ETH Zürich meint dazu, dass sich die SVP “aus der Verantwortung stiehlt“, denn sie kritisiert an der Armee genau die Dinge, die sie selber im Parlament unterstützt hatten.

Irgendwie ist es schon traurig, wenn man bedenkt, dass das Schweizer Stimmvolk so eine Partei wählt, die permanent gegen die vom Volk gewählte Regierung Opposition betreibt, die Hetzkampagnen gegen vom Volk gewählte Regierungsmitglieder betreibt und nicht einmal davor zurückschreckt, ihre eigenen zentralen Werte zu verleugnen, nur um ihre Dreck-Schleuderei zu betreiben.

Damit demaskiert sich die SVP selbst. Wenn sie sogar ihren Fetisch “Armee” opfern, nur um ihre gekränkten Gemüter an einem (ehemals) eigenen Bundesrat zu auszutoben, dann zeigt diese Partei, was für hässliche Fratzen doch an ihrer Spitze stehen und welche undemokratische Politik sie betreiben.

20min: SVP als Landesverräter?
20min: Politik aus dem Tierbuch
20min: SVP droht der Armee mit Zahlungsstopp

Ueli Maurer - Zottel Reloaded

Wednesday, August 6th, 2008

Ueli Maurer - ehemaliger SVP-Parteipräsident und abgewählter Ständeratskandidat - ist zurück in der Politik, Ueli “the Zottel” Maurer wird Kantonalpräsident der Zürcher SVP.

Ueli Maurer - Zottel Reloaded

Wie sehr hat sich doch die Schweiz gefreut, als Ueli Maurer das Parteipräsidium der Zentral-SVP abgab und dann auch noch als Ständeratskandidat abserviert wurde. Über ein Jahrzehnt lang hat Ueli Maurer die Parteipolitik der SVP radikalisiert und pervertiert. Ueli Maurer ist es zu verdanken, dass die SVP immer mehr zu einer Brandstifter Partei wurde, in der rassistische Hetzkampagnen zum alleinigen Ziel der SVP wurden. Maurer schafft es sogar, dass dank der SVP Schäfchenplakate oder dem Zottel-Game die Schweiz über alle Kontinente bekannt wurde - als kleines aber rassistisches Land.

Doch zu früh gefreut: die SVP reloaded ihren Zottel. Nicht den armen Ziegenbock, der für die Wahlen herhalten musste, sondern den zottel-losen Zottel mit dem Geissbock-Grinsen und der Ziegenbock-Politik.

Machen wir uns auf etwas gefasst. Ueli Maurer als Präsident der Zürcher SVP bedeutet, weiter…..
Statistiken fälschen
Rassistische Initiativen lancieren
Hetzkampagnen gegen Randgruppen
Dreckkampagnen gegen politische Gegner

Also wenn ich ehrlich sein soll, wenn schon ein Zottel, dann wäre mir der Ziegenbock eindeutig lieber gewesen, der hat wenigstens eine Entschuldigung dafür, wenn er Bockmist erzählt.

Mehr über Ueli Maurers Comeback:
Tagi: Überraschendes Comeback von Ueli Maurer
20min: Das überraschende Comeback des Ueli Maurer
News.ch: Neue Affenart entdeckt
Tri-tra-tralala! Ueli Maurer ist wieder da!

Minarett-Initiative Abstimmung

Tuesday, July 29th, 2008

Die Minarett-Initiative der Hassprediger von SVP und EDU kommt vor das Volk, die ganze Welt wird anlässlich dieser Minarett-Abstimmung zuschauen, wie wir allen Ernstes über die Abschaffung der Religionsfreiheit und Rechtsgleichheit abstimmen.

Minarett-InitiativeEigentlich müsste es uns egal sein, auf welchen religiösen Bauten Türme stehen. Vermutlich ist es dein Meisten von uns auch egal. Wenn wir ein Problem haben, dann mit religiösen Fundamentalisten oder den Initianten dieser Minarett-Initiative, aber mit Türmchen haben die Meisten wohl kein Problem. So fällt es schwer zu glauben, dass es den Initianten wirklich um diese Minarette geht.

Der SVP geht wie so oft darum, auf Ausländer und auf Muslime im Speziellen herumzuprügeln. Man will eine Gefahr emporstilisieren und eine Bedrohung an alle Wände malen. Wir kennen das schon von der ebenfalls rassistischen Ausschaffungsinitiative und den mittlerweile weltweit berüchtigten Schäfchen-Plakaten. Ein diskriminierendes Gesetz gegen Minarette ist genau das Richtige für die Brandstifter der SVP, um Fremdenfeindlichkeit in diesem Land noch mehr lodern zu lassen.

Bei der EDU wiederum dürfte es eher religiöser Fanatismus sein. Die EDU will mit ihrer Fundamentalisten-Politik die Religionsfreiheit abschaffen und wird vermutlich erst Ruhe geben, wenn sie in der Schweiz das mosaische Gesetz eingeführt hat, damit ungehorsame Kinder gemäss 5. Mose 21,18-21 endlich wieder gesteinigt werden dürfen. Die EDU glaubt im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein, nur ihre Religion ist die einzig Wahre und Andersgläubige müssen bekehrt oder wenigstens diskriminiert oder ausgeschafft werden.

Nachfolgenden Text habe ich heute im Blog von Hugo Stam gepostet, mehr bleibt zu diesem Thema nicht mehr sagen:

Haben wir Religionsfreiheit und Rechtsgleichheit verfassungsmässig garantiert? Wie können wir da ein Gesetz machen, das sich explizit nur gegen eine Religion richtet und dieser etwas verbietet - einen Turm auf ihr Gotteshaus zu stellen - das allen anderen erlaubt ist.

Das einzige wenn auch dumme Argument ist, dass es ja auch islamische Staaten gibt, die Kirchen nicht zulassen. Aber wenn wir uns schon über andere Länder definieren müssen, dann bitte richtig.

Die Minarett-Initiative aufs Ausland übertragen bedeutet folgendes:

Was würdet Ihr sagen, wenn ein islamisches Land alle Religionen und religiösen Bauten erlaubt, aber christliche Kirchtürme explizit verbieten würde. Nur diese. Stellt Euch das mal vor und seid selber ehrlich, so etwas ist stossend und es ist diskriminierend.

Wollen wir dieses Signal in die Welt hinaussenden?

Wollen wir allen Ländern sagen, dass sogar die Schweiz religiöse Diskriminierung praktiziert?

Und mit welchen Argumenten wollen wir dann noch religiöse Toleranz in arabischen Ländern einfordern?

Minarett-Verbot Initiative ist rassistisch
Schweizer Taliban fordern Abschaffung der Religionsfreiheit
20min: Minarett-Initiative zustande gekommen
Hugo Stamm: Brunnenvergiftung mit der Minarett-Initiative
Blick: Kirchen gegen Minarett-Verbot
Blick: Schweizer Juden gegen Minarett-Initiative

Hermann Weyeneth - Brechreiz vor dem Spiegel

Tuesday, June 24th, 2008

Hermann Weyeneth gesteht: “Wenn ich mich nach all dem noch im Spiegel sähe, müsste ich mich übergeben.”. Da mag man nicht widersprechen, mir wird seit Jahren speiübel wenn ich die unschweizerische Brandstifter-Politik der SVP beobachte, aber seit wann können SVP-Politiker Fehler eingestehen?

Hermann Weyeneth - Kotzen vor dem SpiegelZufrüh gefreut, Hermann Weyeneth meinte mit seinem Kotz-Spruch nicht etwa sein eigenes frühmorgendliches Spiegelerlebnis und eine damit verbundene Selbsterkenntnis sondern diejenigen SVP-Politiker, die von der hetzerischen und radikalen Politik der SVP genug haben und eine eigene bürgerliche Partei gründen, die ohne perfide Propaganda und fremdenfeindliche Hetzkampagnen politisiert.

Was für jeden anständigen Demokraten ein Grundrecht darstellt, dass jeder einer Sekte Partei beitreten darf, sie wieder verlassen oder sogar eine eigene Partei gründen darf, das und viel mehr scheint auch das Demokratieverständnis von Hermann Weyeneth zu überfordern.

Für Hermann Weyeneth ist wie für viele SVP-Politiker unser Bundesrat Samuel Schmid ein Verräter, obwohl er vom Parlament demokratisch gewählt wurde und erst nach monatelangen Attacken seitens der SVP-Schweiz den Bettel hinwarf - ein paar Monate nachdem die SVP-Schweiz Samuel Schmid offiziell aus der SVP-Fraktion warf. Wer hat hier wen verraten?

Aber was will man von so einer Partei Demokratie-Verständnis erwarten, wenn diese die Religionsfreiheit und Rechtsgleichheit aus der Bundesverfassung kippen will, politische Gegner mit Dreckkampagnen zermürbt, unsere Regierung ständig in den Dreck zieht, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und die gesamte Bündner SVP erpresst……? Nichts, einfach nichts ausser Beleidigungen und Hetzkampagnen und einer Verluderung der Schweizer Politik und schlussendlich der Gesellschaft!

So bleibt der bittere Geschmack, dass SVP-Politiker wie Hermann Weyeneth mit Kotz-Rhetorik über die vom Volk gewählten Politiker herziehen und die Schweizer Politik immer mehr zu einer - um es in der Terminologie des Blocher-Clans auszudrücken - Wildsau-Keilerei ausartet.

20min: Weyeneth - Ich müsste mich übergeben
Tagi: Schmid weist Verrats-Vorwürfe zurück

Toni Brunner traut sich nicht in die Arena

Friday, June 6th, 2008

SVP-Parteipräsident Toni Brunner traut sich nicht, in der heutigen Arena zum Thema “SVP Spaltung” Stellung zu beziehen. Nach dem peinlichen Auftritt von Toni Brunner in der letzten Arena hat wohl auch die SVP gemerkt, dass Smiling Toni nicht das Zeug hat um alleine im Ring bestehen zu können.

Toni Brunner - SVP Marionetten-PapageiDie Strategie war vielversprechend, man nimmt einen stets lächelnden Sympathieträger der wie ein Papagei alles nachplaudert, macht ihn zum Parteipräsidenten und steuert ihn mit einer Handvoll Propagandisten der alten Garde wie eine Marionette. Aber wie so oft hat die SVP Parteileitung nicht bis zu Ende gedacht. Ein Parteipräsident muss auch eine Arena bestehen, öffentliche Streitgespräche führen und spontan auf Situationen reagieren können, Argumente finden und vieles mehr. Doch die Fernsteuerung durch die Parteilleitung im Hintergrund ist nunmal nicht immer zu bewerkstelligen, so auch nicht in der heutigen Arena. Toni Brunner müsste selber auf kritische Fragen antworten und wenn man die letzte Arena als Gradmesser nimmt, kann Toni Brunner keine eigenen Argumente bringen. Er wiederholte stets die propagandistischen Sprüche von seinem Ziehvater Christoph Blocher - mir zumindest ist an dieser Sendung kein Statement von Papageien-Toni aufgefallen, das nicht vorher von Big Daddy Blocher in die Runde geschmettert wurde.

Also versuchten die Strategen der SVP, ihren Propagandaminister und ehemaligen Parteipräsidenten Ueli Maurer anstelle von Toni Brunner in die Arena zu schicken, was das Schweizer Fernsehen jedoch verweigerte, weil Ueli Maurer bezüglich der Zukunft einer gespaltenen SVP keine fordergründigen Funktionen mehr einnimmt.

Tja, so blieb der SVP nichts anderes übrig als den Schwanz einzuziehen die Arena-Sendung zum Thema “SVP-Spaltung” zu boykottieren. Die SVP wird längerfristig wohl Technologien nutzen wie George W. Bush, dem man nachzuweisen glaubte, dass er bei bestimmten Gelegenheiten mittels “Funklautsprecher im Ohr” zugeflüstert bekam, was er nun zu sagen habe. Ob das mit Bush wirklich stimmt weiss ich nicht, aber dass es bei Toni Brunner hilfreich wäre, davon bin ich überzeugt.

Tagi: Toni Brunner will nicht in die Arena
20min: SVP-Leitung boykottiert Arena
eDemokratie: Toni Brunner! Kommunikation ist Chefsache!
Wahlkampfblog: Ueli Maurer darf nicht, Toni Brunner will nicht
Kyriacuou: Toni Brunner nicht Arena-tauglich
Klartexte: SVP: Krise weitet sich aus
20min: Toni Brunner ist mehr Sprecher als Führer

Keine Parallelimporte

Thursday, June 5th, 2008

Die Wirtschaftsvertreter und Pharmalobbyisten von FDP, SVP und CVP lassen weiterhin keine Parallelimporte zu. Den sogenannt bürgerlichen Politikern gehen die Volksinteressen einmal mehr am Arsch vorbei, der Wirtschaftsstandort ist schliesslich wichtiger als Volksinteressen.

Bizarr ist vorallem das Argument dieser Kreise, dass Parallelimporte dem Konsumenten eh nichts bringen. Komisch, in der Landwirtschaft wurden Parallelimporte zugelassen und das hat die Schweizer Händler so unter Druck gesetzt, dass die Preise arg ins Wanken gerieten.

Aber die Landwirtschaft ist nunmal nebst den Reichen dieses Landes die Haupt-Klientel der SVP, da gelten halt andere Massstäbe.

So demaskieren sich diese sogenannten Bürgerlichen wieder mal als Nichtvertreter des Bürgers und als Lakaien der Pharmaindustrie und sonstigen Monopol-Profiteure. Aber scheinbar merkt das niemand, man wählt weiterhin Parteien, die entweder “V” für Volk oder “F” für Freisinnig oder gar “C” für Christlich im Namen haben, egal ob diese Parteien wirklich dem Volk dienen, freisinnig und liberal sind oder ein christliches Herz für diejenigen haben, die im Gegensatz zu Pharmagiganten Monat für Monat das Geld zusammenkratzen müssen.

Tagi: Weiterhin keine Parallelimporte
Tagi: CVP-Chef Darbellay stellt sich schützend vor die Pharma
20min: Nationalrat hält an Verbot fest
Tagi: Der versteckte Einfluss der Pharmalobby

SVP-Politiker konsumieren Drogen

Thursday, June 5th, 2008

Die SVP im Drogenrausch? Bewusstseinsverändernde Drogen an SVP-Parties? Die Welt dreht sich, offenbar auch bei ewiggestrigen Politikern, die sich anlässlich ihres Partei-Reislis Absinth reingepfiffen haben - eine Droge, die wohlgemerkt bis vor Kurzem noch illegal war.

SVP Drogenkonsum: AbsinthNormalerweise tritt die SVP als Hardliner auf in Sachen Drogenpolitik. Kiffer sollen mit Heerscharen von Polizisten gejagt werden, erwachsene Menschen die lieber Canabis als Alkohol konsumieren, sollen kriminalisiert werden - Süchtige sollen zwangseingewiesen werden, zumindest solange eine öffentliche Erschiessung noch illegal ist.

Wenn es dann um Werbung für Alkohol geht, ist die SVP plötzlich anderer Meinung. Tausende von Alkoholikern ändern nichts daran, dass die SVP-Saubermänner den Alkoholkonsum fördern aber dafür auf allem Anderen herumhaken. Begründet wird diese Doppelmoral jeweils damit, dass Alkohol im Gegensatz zu Canabis legal ist. Dass Alkohol im Gegensatz zu Canabis süchtig machen kann und Körper und Geist komplett ruinieren kann oder dass Alkohol einen volkswirtschaftlichen Schaden in Milliarden-Höhe verursacht, all das ist der SVP egal.

Doch nun passieren plötzlich seltsame Dinge. Anlässlich ihres Fraktionsausfluges besichtigten die SVP-Politiker eine Absinth-Destillerie und einige probierten das Gebräu dann anschliessend. Lustig daran ist, dass Absinth bis vor kurzem noch illegal war, weil es sich hier um eine bewusstseinsverändernde Substanz handelt. Das Absinth-Verbot wurde vernünftigerweise aufgehoben……. und schon gehts beim Fraktionsausflug der SVP in psychedelische Sphären.

Da stellt sich natürlich die Frage was passieren wird, wenn Canabis eines Tages legalisiert wird. Werden dann die SVP-Parlamentarier ihr nächstes Fraktionsreisli im nächsten Coffee-Shop abhalten und sich mit der dann legalen Droge zudröhnen?

Ich persönlich würde das befürworten. Canabis macht im Gegensatz zu Alkohol ruhiger, hemmt Aggressionen und fördert philosophische Gedanken. All das würde den hetzerischen Brandstiftern der SVP mehr als gut tun……… frei nach dem Motto: Lieber breit als braun.

Rausch
Die besondere Wirkung des Absinths wurzelt in der Mischung aus beruhigendem Alkohol und stimulierendem Thujon, die sich anscheinend gegenseitig in ihren Wirkungen teilweise aushebeln.
Neben einer euphorisierenden, berauschenden und anregenden Wirkung, kann Absinth zu einem gesteigerten Farbempfinden sowie - in größeren Mengen- zu Halluzinationen und psychischen Problemen führen.
(VIVID: Fachstelle Suchtprävention)

Espace: SVP lernt die Kunst der Destillation
Fachstelle Suchtprävention: Absinth / Thujon - legalisierte Droge
Stadtwanderer: liebi manne, liebi froue, liebs volch!

Update 5. August 2008
Es scheint, dass bereits erste Folgeschäden zu verzeichnen sind, zumindest vermeldet der Tessiner SVP-Präsident Pierre Rusconi, er hätte in Claro bei Bellinzona ein Ufo gesehen. Da warnt man immer vor haluzinogenen Drogen und dann sowas…. tz-tz-tz…..
Tagi: Tessiner SVP-Präsident sichtet Ufo