Hermann Weyeneth - Brechreiz vor dem Spiegel
Tuesday, June 24th, 2008Hermann Weyeneth gesteht: “Wenn ich mich nach all dem noch im Spiegel sähe, müsste ich mich übergeben.”. Da mag man nicht widersprechen, mir wird seit Jahren speiübel wenn ich die unschweizerische Brandstifter-Politik der SVP beobachte, aber seit wann können SVP-Politiker Fehler eingestehen?
Zufrüh gefreut, Hermann Weyeneth meinte mit seinem Kotz-Spruch nicht etwa sein eigenes frühmorgendliches Spiegelerlebnis und eine damit verbundene Selbsterkenntnis sondern diejenigen SVP-Politiker, die von der hetzerischen und radikalen Politik der SVP genug haben und eine eigene bürgerliche Partei gründen, die ohne perfide Propaganda und fremdenfeindliche Hetzkampagnen politisiert.
Was für jeden anständigen Demokraten ein Grundrecht darstellt, dass jeder einer Sekte Partei beitreten darf, sie wieder verlassen oder sogar eine eigene Partei gründen darf, das und viel mehr scheint auch das Demokratieverständnis von Hermann Weyeneth zu überfordern.
Für Hermann Weyeneth ist wie für viele SVP-Politiker unser Bundesrat Samuel Schmid ein Verräter, obwohl er vom Parlament demokratisch gewählt wurde und erst nach monatelangen Attacken seitens der SVP-Schweiz den Bettel hinwarf - ein paar Monate nachdem die SVP-Schweiz Samuel Schmid offiziell aus der SVP-Fraktion warf. Wer hat hier wen verraten?
Aber was will man von so einer Partei Demokratie-Verständnis erwarten, wenn diese die Religionsfreiheit und Rechtsgleichheit aus der Bundesverfassung kippen will, politische Gegner mit Dreckkampagnen zermürbt, unsere Regierung ständig in den Dreck zieht, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und die gesamte Bündner SVP erpresst……? Nichts, einfach nichts ausser Beleidigungen und Hetzkampagnen und einer Verluderung der Schweizer Politik und schlussendlich der Gesellschaft!
So bleibt der bittere Geschmack, dass SVP-Politiker wie Hermann Weyeneth mit Kotz-Rhetorik über die vom Volk gewählten Politiker herziehen und die Schweizer Politik immer mehr zu einer - um es in der Terminologie des Blocher-Clans auszudrücken - Wildsau-Keilerei ausartet.
20min: Weyeneth - Ich müsste mich übergeben
Tagi: Schmid weist Verrats-Vorwürfe zurück
Eigentlich mag ich die EVP, weil sie im Gegensatz zu sein meisten Parteien wenigstens noch ethischen Grundsätzen folgt, die ich meistens teile. Aber wenn Ethik das Leid ausblendet und Menschen grausam verrecken lässt, dann verkommt Ethik zu einer theologischen Worthülse, die unerträglicher Menschenverachtung gleich kommt und in moralischer Selbstbefriedigung mündet.
Die Strategie war vielversprechend, man nimmt einen stets lächelnden Sympathieträger der wie ein Papagei alles nachplaudert, macht ihn zum Parteipräsidenten und steuert ihn mit einer Handvoll Propagandisten der alten Garde wie eine Marionette. Aber wie so oft hat die SVP Parteileitung nicht bis zu Ende gedacht. Ein Parteipräsident muss auch eine Arena bestehen, öffentliche Streitgespräche führen und spontan auf Situationen reagieren können, Argumente finden und vieles mehr. Doch die Fernsteuerung durch die Parteilleitung im Hintergrund ist nunmal nicht immer zu bewerkstelligen, so auch nicht in der heutigen Arena. Toni Brunner müsste selber auf kritische Fragen antworten und wenn man die letzte Arena als Gradmesser nimmt, kann Toni Brunner keine eigenen Argumente bringen. Er wiederholte stets die propagandistischen Sprüche von seinem Ziehvater
Normalerweise tritt die SVP als Hardliner auf in Sachen 
Das Wochenende zeigt auf erfreuliche Weise: Die
SVP-Nationalrätin Jasmin Hutter argumentierte:
Wie