‘GLP’ Blog

FDP-Frauen - Lieber Ueli Maurer als Verena Diener?

Thursday, November 1st, 2007

FDP-Frauen empfehlen lieber Ueli Maurer als Verena Diener für die Zürcher Ständeratswahlen. Im Rahmen der FDP-Unterwerfung unter die Dominanz der SVP wählen FDP-Frauen nun sogar Rassismus anstelle von Umweltschutz, selbst wenn damit der SVP-Kreuzritter Ulrich Schlüer wieder in den Nationalrat nachrutscht.

Dass die FDP sich mit Umweltschutz schwer tut ist nichts Neues. Seit die FDP sich von der Bürgerpartei zur Wirtschaftspartei gemausert hat, wehrt sich die FDP für ihre Wirtschaftsklientel gegen jeglichen Umweltschutz. Doch bisher grenzte sie sich wenigstens gegenüber rechtsextremen Parteien ab, weil bekanntlich Fremdenfeindlichkeit und Rassismus unseren Ruf im Ausland und damit die Wirtschaft gefährdet.

Pikanterweise schreibt FDP-Pressechef Christian Weber heute im neusten Pressedienst der FDP unter dem Titel: “Mission mit Hindernis - Minarett-Initiative überstrahlt Wirtschaftsgespräche“, dass die Minarett-Initiative (genauso wie die SVP Schäfchen Plakate) im Ausland den Ruf der Schweiz arg in den Dreck zieht und nebst unserem Image auch unsere Wirtschaftsbeziehungen belastet.

Ungeachtet der Tasache, dass diese Minarettverbots-Initiative von Ulrich Schlüer inszeniert wurde, verkündet ebenfalls heute die Präsidentin der Zürcher FDP, Barbara Angelsberger, dass die Frauen der FDP lieber “zähneknirschend” den Frauen-hinter-den-Herd-Steller Ueli Maurer wählen als Verena Diener und damit sogar in Kauf nehmen, dass der Nestbeschmutzer Ulrich Schlüer damit wieder in den Nationalrat nachrutscht.

Ja was denn jetzt, liebe FDP, da beklagt Ihr Euch über rassistische Initiativen die unseren Ruf im Ausland versauen und verhelft dann dem Präsidenten der Sippenhaft-Partei und dem Mitbegründer der Minarett-Initiative ins Parlament? Na sowas nenne ich konsequent.

Die grün-liberale Verena Diener wäre gerade für Bürgerliche eine gute Wahl. Sie ist wirtschaftsorientiert und bei Weitem nicht so grün wie Grüne, es wäre also keine Bedrohung für die vielen Atomlobbyisten der FDP.

Aber wenn die FDP ihre Anbiederung an die SVP soweit treibt, dass sie Umweltschutz als bedrohlicher betrachten als Rassismus, dann sollten sie ihre Partei wirklich auflösen und der SVP beitreten.

20min: FDP-Frauen: «Zähneknirschend für Ueli Maurer»
20min: Stolpert Maurer über Schlüer?

Verena Diener und Chantal Galladé helfen Ueli Maurer in den Ständerat

Friday, October 26th, 2007

Chicken-Run im zweiten Wahlgang für den Zürcher Ständerat. Verena Diener (GLP) und Chantal Galladé (SP) verhelfen SVP-Parteipräsident Ueli Maurer in den Ständerat und holen damit gleich noch den abgewählten SVP-Nationalrat Ulrich Schlüer zurück in den Nationalrat. Kann soviel Naivitätin zwei Köpfen Platz haben?

Verena Diener und Chantal Galladé70% der Zürcher Stimmbevölkerung haben bis zuletzt gehofft, dass sich der Hühnerkampf zwischen der scheingrünen Verena Diener und der vorpreschenden Chantal Galladé noch legt, doch leider konnten sich die Zwei nicht einigen und verschenken den Ständeratssitz lieber Ueli Maurer. Ungeachtet jeglicher Logik und ungeachtet der Wählerinteressen zeigen sich Diener und Galladé störrischer als zwei autistische Mulis.

Zwei Argumente hätten für Chantal Galladé gesprochen.
1. hatte sie 10000 Stimmen mehr im ersten Wahlgang
2. würde mit einer SP-Politikerin das mitte-links Spektrum auch im Ständerat vertreten

Für Verena Diener würde wiederum sprechen, dass sie als scheingrüne Bürgerliche deutlich grössere Wahlchancen hätte, da wohl ein Grossteil von FDP und CVP für sie gestimmt hätten.

Klar ist es da schwer sich zu einigen. Für Chantal Galladé ist Verena Diener zuwenig sozial und erst Recht zuwenig grün und für Verena Diener ist es wohl umgekehrt.

Aber kann und darf es sein, dass diese zwei Politikerinnen lieber ihren Kopf durchsetzen und damit dem SVP-Volksverhetzer Ueli Maurer ein Gratis-Ticket in den Ständerat geben und damit sogar in Kauf nehmen, das der glücklicherweise abgewählte Moslemjäger Ulrich Schlüer wieder im Nationalrat herumgeistern kann?

Ich war stets der Meinung, dass wir mehr Frauen in der Politik brauchen, weil ich bei ihren männlichen Artgenossen oft das nötige Feingefühl vermisse. Aber nach dieser traurigen Episode beginne ich an meinem Standpunkt zu zweifeln.

Tagi: Auch Diener tritt zum zweiten Wahlgang an
heute: Diener tritt noch einmal an - Maurer hingegen ab
20min: Zürcher Ständerat: Keine gibt nach
20min TalkBack: Die SP ist die beste Verbündete der SVP
Wahlkampfblog: Ueli Maurer tritt ab, Verena Diener tritt an
eDemokratie: Maurer wird Ständerat, Schlüer rückt in den NR nach
Andare: Wer kann der Zürcher Linken Vernunft beibringen?

Nachtrag:
Ich hätte jeder von Beiden meine Stimme gegeben, weil alles besser ist als dass Ueli Maurer den Ständerat versaut. Aber so bestehen keine Chancen mehr, also werde ich voraussichtlich meinen Stimmzettel entweder leer einlegen oder den parteilosen Heinz Zaehner wählen. Keine Ahnung wer das ist, im ersten Wahlgang hatte er gerade mal 350 Stimmen, aber wenn Maurer die einzige Alternative ist, würde ich sogar Donald Duck in den Ständerat wählen.

Update:
Die Vernunft ist offenbar doch zurückgekehrt, zumindest bei der SP. Wie Chantal Galladé soeben mitteilt, hat sie ihre Ständeratskandidatur zurückgezogen. Somit bleibt die Hoffnung, dass Verena Diener von Links bis Mitte gewählt wird und dem Ständerat ein Ueli Maurer erspart bleibt. Meine Stimme hat Verena Diener trotz diesem Zwischenfall - wie gesagt, selbst Donald Duck bekäme meine Stimme wenns darum geht, Gras Ueli abzuwählen.

TA: Galladé zieht sich zurück
20min: Zürcher Wahlkampf: Lob für Galladés Verzicht

Klage gegen SVP Zottel Game

Wednesday, October 3rd, 2007

Die Menschenrechtsliga hat gegen die SVP Strafanzeige eingereicht, wegen ihrem Online-Game, in dem der Spieler dazu motiviert wird, in der Gestalt von Geissbock Zottel Ausländer aus der Schweiz fernzuhalten, politische Gegner mit dem Auto zu überfahren oder Radarfallen und Verkehrschilder zu zerstören…

Freie Fahrt für Raser, Rassisten und Gewalttätige?

Wenn ein Privater ein Online Spiel veröffentlichen würde, das so menschenverachtend funktioniert wie das Online Game der SVP, dann würde dieser wohl schnell ein juristisches Problem haben. Aufruf zur Gewalt, Aufruf zur Zerstörung, Verstoss gegen das ARG … und nicht zuletzt würde der Macher eines solchen Online-Games zum Schutz der Gesellschaft psychiatrisch untersucht und vermutlich verwahrt.

Doch für die SVP gilt bekanntlich weder Recht noch Gesetz.

Wenn die Polizei Radarfallen aufstellt um Raser zu stoppen, dann ist das Abzockerei (scheiss auf die überfahrenen Kinder), wenn Umweltverbände mittels Verbandsbeschwerde illegale Projekte dem Richter zur Kontrolle übergeben, dann ist es Öko-Terrorismus und wenn rechtsradikale SVP-Wähler Linke oder Polizisten spitalreif prügeln, dann ist das die Schuld der Linken und Netten. Und wenn Bundesrat Christoph Blocher sein Amt missbraucht und gegen die Gewaltentrennung verstösst, dann ist das ein Komplott und ein Geheimplan und überhaupt sind alle Nicht-SVP-Wähler dreckige Ratten und Spielverderber, die dem strammen Eidgenossen sein verfassungsmässiges Recht auf Rassismus, krimineller Fahrweise oder Steuerhinterziehung verbieten wollen.

Seit die SVP ihren Wahlkampf zelebriert und jeglichen Anstand und jegliche Menschenwürde in den Eimer schmeisst, wird die Schweiz immer mehr zu einem “faschistoiden Schurkenstaat”. Die europäischen Medien betrachten die Schweiz dank der SVP-Wahlkampagnen bereits als das Fascho-Land von Europa, die UNO-Menschenrechtskommission muss sich plötzlich mit der ehemals humanitären Schweiz befassen und das Schweizer Volk ist drauf und dran, sich gegenseitig die Kehle durchzubeissen weil bald jeder glaubt, dass alle gegen einem sind.
Ja, DAS haben wir der SVP zu verdanken.

In Deutschland gibt es ein Gesetz, mit dem man eine Organisation wie die SVP als kriminelle Vereinigung einstufen und verbieten könnte. Wie lange wollen wir diesen ethisch-moralischen Terrorismus der SVP noch erdulden?

Deshalb merke:
Nur ein Trottel wählt einen Zottel

Mehr zu diesem widerlichen Thema:
Tagi: Menschenrechtsliga klagt gegen SVP
Das SVP-Zottel-Game verherrlicht Gewalt
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Lupe: SVP-Game, Grüne überfahren, Ausländer wegkicken