Minarett-Initiative Abstimmung
Tuesday, July 29th, 2008Die Minarett-Initiative der Hassprediger von SVP und EDU kommt vor das Volk, die ganze Welt wird anlässlich dieser Minarett-Abstimmung zuschauen, wie wir allen Ernstes über die Abschaffung der Religionsfreiheit und Rechtsgleichheit abstimmen.
Eigentlich müsste es uns egal sein, auf welchen religiösen Bauten Türme stehen. Vermutlich ist es dein Meisten von uns auch egal. Wenn wir ein Problem haben, dann mit religiösen Fundamentalisten wie den Taliban oder den Initianten dieser Minarett-Initiative, aber mit Türmchen haben die Meisten wohl kein Problem. So fällt es schwer zu glauben, dass es den Initianten wirklich um diese Minarette geht.
Der SVP geht wie so oft darum, auf Ausländer und auf Muslime im Speziellen herumzuprügeln. Man will eine Gefahr emporstilisieren und eine Bedrohung an alle Wände malen. Wir kennen das schon von der ebenfalls rassistischen Ausschaffungsinitiative und den mittlerweile weltweit berüchtigten Schäfchen-Plakaten. Ein diskriminierendes Gesetz gegen Minarette ist genau das Richtige für die Brandstifter der SVP, um Fremdenfeindlichkeit in diesem Land noch mehr lodern zu lassen.
Bei der EDU wiederum dürfte es eher religiöser Fanatismus sein. Die EDU will mit ihrer Taliban-Politik die Religionsfreiheit abschaffen und wird vermutlich erst Ruhe geben, wenn sie in der Schweiz das mosaische Gesetz eingeführt hat, damit ungehorsame Kinder gemäss 5. Mose 21,18-21 endlich wieder gesteinigt werden dürfen. Die EDU glaubt im Besitz der alleinigen Wahrheit zu sein, nur ihre Religion ist die einzig Wahre und Andersgläubige müssen bekehrt oder wenigstens diskriminiert oder ausgeschafft werden.
Nachfolgenden Text habe ich heute im Blog von Hugo Stam gepostet, mehr bleibt zu diesem Thema nicht mehr sagen:
Haben wir Religionsfreiheit und Rechtsgleichheit verfassungsmässig garantiert? Wie können wir da ein Gesetz machen, das sich explizit nur gegen eine Religion richtet und dieser etwas verbietet - einen Turm auf ihr Gotteshaus zu stellen - das allen anderen erlaubt ist.
Das einzige wenn auch dumme Argument ist, dass es ja auch islamische Staaten gibt, die Kirchen nicht zulassen. Aber wenn wir uns schon über andere Länder definieren müssen, dann bitte richtig.
Die Minarett-Initiative aufs Ausland übertragen bedeutet folgendes:
Was würdet Ihr sagen, wenn ein islamisches Land alle Religionen und religiösen Bauten erlaubt, aber christliche Kirchtürme explizit verbieten würde. Nur diese. Stellt Euch das mal vor und seid selber ehrlich, so etwas ist stossend und es ist diskriminierend.
Wollen wir dieses Signal in die Welt hinaussenden?
Wollen wir allen Ländern sagen, dass sogar die Schweiz religiöse Diskriminierung praktiziert?
Und mit welchen Argumenten wollen wir dann noch religiöse Toleranz in arabischen Ländern einfordern?
Minarett-Verbot Initiative ist rassistisch
Schweizer Taliban fordern Abschaffung der Religionsfreiheit
20min: Minarett-Initiative zustande gekommen
Hugo Stamm: Brunnenvergiftung mit der Minarett-Initiative
Blick: Kirchen gegen Minarett-Verbot
Blick: Schweizer Juden gegen Minarett-Initiative
Die Zürcher Kreuzritter Stefan Dollenmeier (EDU, Rüti), Hans Peter Häring (EDU, Wettswil a.A.) und Heinz Kyburz (EDU, Oetwil a.S.) haben ein Postulat eingereicht indem vom Regierungsrat gefordert wird, dass an der Volksschule im Fachbereich “Mensch und Umwelt” Intelligent Design bzw. Schöpfungslehre gleichwertig neben der Urknall- und Evolutionstheorie unterrichtet wird.
Anlässlich eines Facts Interviews hetzte der scheinbar xenophobe Christian Waber wie so oft gegen den Islam und gipfelte in der Aussage:
Diesen Montag verlas der Zürcher EDU-Kantonsrat Hans Egli eine Fraktionserklärung, in der in typisch EDU-mässiger Verwirrung behauptet wurde, die EuroPride würde “die Spirale von zunehmender Glorifizierung und zunehmender Propagierung des Lifestyles Homosexualität” zum Ausdruck bringen.
Seit je her haben wir im Parlament eine bürgerliche Mehrheit und seit je her beklagt sich das Volk über die Politik im Bundeshaus. Wer nun angenommen hat, dass das Schweizer Volk endlich aufwacht und sieht, wohin uns diese sogenannt bürgerliche Politik bringt, der wurde eines Besseren belehrt. Das Schweizer Volk hat entschieden, weiterhin in der bürgerlichen Hölle zu schmoren, sich weiter ausnehmen zu lassen von den Wirtschaftsvertretern von FDP und SVP und weiterhin der Brutalisierung der Politik zuzuschauen.
Fast so deutlich sprach sich heute das Berner Stadtparlament gegen ein Minarett-Verbot aus, weil es hart an der Grenze zum
Die Rote Fabrik hat den Hintergrund von ihrem Werbe-Plakat für die Ausstellung
Da wird sich die Schweizer Taliban-Partei EDU aber freuen, endlich finden die Kreuzritter der EDU Verbündete, die auch mit Waffen umgehen können. Warum also Sudan, Keckeis und EDU könnten doch auch Jerusalem erobern, wenn schon Kreuzzug, dann bitte richtig.
Diese Zeiten sind nun wohl vorbei, zumindest wenn es um die Kreuzritter der EDU und der