‘Bundesrat’ Blog

SVP-Zeitung - lügt Ueli Maurer oder Christoph Blocher?

Saturday, October 6th, 2007

Vor einer Woche drohte SVP-Präsident Ueli Maurer der Schweiz mit einer eigenen SVP-Zeitung, falls Christoph Blocher nicht wieder in den Bundesrat gewählt würde. Heute sagt Christoph Blocher, dass es gar keine solchen Pläne gibt. Wer lügt uns nun an, Ueli Maurer oder Christoph Blocher?

SVP Tageszeitung - die SVP lügt schon wiederSeit Wochen zelebriert die SVP mangels Sachargumenten ihre Verschwörungstheorie vom Geheimplan zur Abwahl von seiner Majestät Christoph Blocher. Um dies zu unterstreichen, ist der SVP jedes Mittel recht und so drohte Ueli Maurer in einem Interview im Sonntagsblick auch mit einer eigenen SVP-Tageszeitung, mit der die SVP im Falle einer Abwahl Blochers die Schweiz mit noch mehr Hirnwäsche einseifen würde. Medienexperten staunten nicht schlecht, ist doch so eine Produktion enorm teuer - selbst für die Milliardärs-Partei SVP. Abgesehen davon ist es einfach nur kindisch und peinlich, wenn eine Partei in dieser Weise trötzelt.
Ueli Maurer: Die Pläne liegen in der Schublade
Zitat von Ueli Maurer: Wird er am 12. Dezember gekippt, verkünden wir am Tag darauf die Lancierung einer Tageszeitung. Die Pläne dafür liegen in der Schublade.

Soweit wäre das typisches SVP Wahlkampf Gepolter, doch nun kommt Christoph Blocher und sagt in einem Interview in seinem Internet TV-Sender, dass dies eine Ente sei, dass keine solchen Pläne existierten und dass so eine Tageszeitung schlicht nicht bezahlbar wäre.
Tagi: Pläne für eine SVP-Zeitung bestritten

Offensichtlich lügt hier jemand das Volk an, es ist absolut unvorstellbar, dass solche Pläne existieren würden und der hochheilige Christoph Blocher davon nichts wüsste.
Die SVP demaskiert sich hier einmal mehr als Lügen-Partei. Das Stimmvolk wird belogen und betrogen, hauptsache man kriegt ihre Stimme.
Die Partei die für neue Atomkraftwerke einsteht, gegen Klimaschutz und gegen die Ärmsten kämpft und die einzig die Interessen von Unternehmen und Reichen vertritt, scheint anlässlich der Wahlen 2007 in einem akuten Argumentationsnotstand zu sein, da bleibt offenbar nichts Anderes mehr übrig, als das Stimmvolk mit grotesken Verschwörungstheorien und grandiosen Lügengebäuden über den Tisch zu ziehen.

Wir sollen kein Sachfragen stellen sondern eine Glaubenswahl zugunsten von Blocher abhalten.
So oder ähnlich lautet das PR-Rezept der SVP, mit Politik hat das jedoch nicht mehr viel zu tun.

Bei so verlogenen SVP-Wahlen gilt:
SVP wählen schadet der Schweiz!

SVP-Zeitung: Der Eidgenoss

Klage gegen SVP Zottel Game

Wednesday, October 3rd, 2007

Die Menschenrechtsliga hat gegen die SVP Strafanzeige eingereicht, wegen ihrem Online-Game, in dem der Spieler dazu motiviert wird, in der Gestalt von Geissbock Zottel Ausländer aus der Schweiz fernzuhalten, politische Gegner mit dem Auto zu überfahren oder Radarfallen und Verkehrschilder zu zerstören…

Freie Fahrt für Raser, Rassisten und Gewalttätige?

Wenn ein Privater ein Online Spiel veröffentlichen würde, das so menschenverachtend funktioniert wie das Online Game der SVP, dann würde dieser wohl schnell ein juristisches Problem haben. Aufruf zur Gewalt, Aufruf zur Zerstörung, Verstoss gegen das ARG … und nicht zuletzt würde der Macher eines solchen Online-Games zum Schutz der Gesellschaft psychiatrisch untersucht und vermutlich verwahrt.

Doch für die SVP gilt bekanntlich weder Recht noch Gesetz.

Wenn die Polizei Radarfallen aufstellt um Raser zu stoppen, dann ist das Abzockerei (scheiss auf die überfahrenen Kinder), wenn Umweltverbände mittels Verbandsbeschwerde illegale Projekte dem Richter zur Kontrolle übergeben, dann ist es Öko-Terrorismus und wenn rechtsradikale SVP-Wähler Linke oder Polizisten spitalreif prügeln, dann ist das die Schuld der Linken und Netten. Und wenn Bundesrat Christoph Blocher sein Amt missbraucht und gegen die Gewaltentrennung verstösst, dann ist das ein Komplott und ein Geheimplan und überhaupt sind alle Nicht-SVP-Wähler dreckige Ratten und Spielverderber, die dem strammen Eidgenossen sein verfassungsmässiges Recht auf Rassismus, krimineller Fahrweise oder Steuerhinterziehung verbieten wollen.

Seit die SVP ihren Wahlkampf zelebriert und jeglichen Anstand und jegliche Menschenwürde in den Eimer schmeisst, wird die Schweiz immer mehr zu einem “faschistoiden Schurkenstaat”. Die europäischen Medien betrachten die Schweiz dank der SVP-Wahlkampagnen bereits als das Fascho-Land von Europa, die UNO-Menschenrechtskommission muss sich plötzlich mit der ehemals humanitären Schweiz befassen und das Schweizer Volk ist drauf und dran, sich gegenseitig die Kehle durchzubeissen weil bald jeder glaubt, dass alle gegen einem sind.
Ja, DAS haben wir der SVP zu verdanken.

In Deutschland gibt es ein Gesetz, mit dem man eine Organisation wie die SVP als kriminelle Vereinigung einstufen und verbieten könnte. Wie lange wollen wir diesen ethisch-moralischen Terrorismus der SVP noch erdulden?

Deshalb merke:
Nur ein Trottel wählt einen Zottel

Mehr zu diesem widerlichen Thema:
Tagi: Menschenrechtsliga klagt gegen SVP
Das SVP-Zottel-Game verherrlicht Gewalt
BAZ: Menschenrechtsliga klagt gegen SVP
AntiSVP-Blog: Zottel Game
Lupe: SVP-Game, Grüne überfahren, Ausländer wegkicken

Christoph Blocher: Roschacher-Komplott

Monday, September 10th, 2007

Bundesrat Christoph Blocher muss zurücktreten oder abgewählt werden.

Christoph Blocher lügtSpätestens nach dem sogenannten Roschacher-Komplott rund um den GPK-Bericht sollte für jeden halbwegs denkfähigen Schweizer klar sein, dass sowohl der lügende Bundesrat Christoph Blocher als auch seine intrigierende SVP nicht mehr wählbar sind. Die Politik von Christoph Blocher ist so absurd, dass Bundesrat Pascal Couchepin ihn bereits mit Mussolini vergleicht.

Die Fakten sind:

  • Christoph Blocher lügt
  • Christoph Blocher intrigiert
  • Christoph Blocher ignoriert die Gewaltentrennung

Und seine SVP politisiert im gewohnten Stil weiter:

Die Folgen der volksverhetzenden Politik der SVP sind allseits spürbar:

Es ist wirklich höchste Zeit, die SVP an den Wahlen 2007 in die Wüste zu schicken.

Geheimplan Abwahl von Bundesrat Blocher

Tuesday, August 28th, 2007

Gibt es einen Geheimplan zur Abwahl von Bundesrat Christoph Blocher? SVP-Verschwörungstheorie oder kalkuliertes Wahl-Theater?

SVP Bundesrat Christoph BlocherSeltsame Zufälle gibts. Seit Monaten führt sich die SVP auf wie eine Wildsau im Schrebergarten, beisst und hackt gegen alles was kein Sünneli auf dem Fahnen hat, hetzt gegen Ausländer, Invalide, Sozialhilfebezüger und Jugendliche und führt dem Ausland eine Schweiz vor, die nicht nur xenophob und ausländerfeindlich ist sondern auch noch bemitleidenswert dümmlich.

Bei allen SVP-Wahlkampf Aktionen gab es bisher einen Schuss nach hinten.
Im ersten Wahlvideo machte sich SVP-Parteipräsident Ueli Maurer zum Gespött, weil er entweder Statistiken fälscht oder nicht rechnen kann. Für das zweite Wahlvideo belügt und missbraucht die SVP eine Gruppe Jugendlicher um ihr rassistisches Video herzustellen. Mit der Ausschaffungsinitiative und dem Minarett-Verbot steht die SVP ein für die Abschaffung von Religionsfreiheit und Rechtsgleichheit und Thomas Fuchs sowie Oskar Freysinger laden zum auslachen ein mit ihren Selbstinszenierungs-Videos…… die Liste lässt sich beliebig erweitern mit den Selbstverarschungen der SVP-Politiker.

Zusammengefasst kann man sagen, dass die SVP mit ihrem Gebahren langsam jede Glaubwürdigkeit verloren hat.
Was liegt da näher, als davon abzulenken? Und was eignet sich besser dazu als eine Verschwörungstheorie?

In den Augen des Schweizer Stimmvolkes hat sich die SVP in letzter Zeit als rassistische und gesellschaftszerstörende Partei präsentiert, deren Politiker als Ehrverletzer, als Rassisten, als Jugendmissbraucher, als Invalidenbekämpfer und natürlich als Ausländerhetzer in den Schlagzeilen auftauchen.

Also versucht die SVP das Unmögliche und dreht den Spiess um. Die SVP ist nicht mehr länger Täter, sie ist jetzt Opfer eines grausamen Geheimplans, einer Verschwörung aller politischen Parteien zur Abwahl von SVP-Bundesrat Christoph Blocher.

Doch eigentlich ist hier nichts geheim. Linke und nette Politiker haben Blocher noch nie die Stimme gegeben und sie werden es auch nie tun, das ist kein Geheimnis sondern ein rationaler offener Entscheid. Kein Politiker, dem etwas an Umweltschutz liegt oder der auch nur den Hauch einer sozialen Ader hat, würde einen Volksverhetzer wie Christoph Blocher zum Bundesrat wollen. Der vermeintliche Geheimplan ist also nichts Anderes als eine Selbstverständlichkeit.

Auch die Drohung der SVP, im Falle einer Abwahl in die Opposition zu gehen, kann nur ein müdes Lächeln bewirken. Eben deshalb sollte sich Bundesrat Blocher aus dem Bundeshaus verpissen, weil er selbst als Bundesrat noch immer Opposition betreibt und sogar das eigene Volk im Ausland als Dummköpfe hinstellt. Die SVP bekämpft Staat, Verfassung und Politik, sie ist und bleibt eine eigentliche Zertrümmerungspartei die Opposition um der Opposition willen betreibt.

Ob das Schweizer Stimmvolk wirklich so naiv ist und auf dieses Ablenkungsmanöver hereinfällt, wage ich zu bezweifeln. Da müsste ja sogar der Zottel lachen.

Mehr über die inszenierte SVP-Verschwörungstheorie:
20min: Politwerbung mit Geheimplan
Tagi: SVP: Geheimplan gegen Blocher
Anti-SVP-Blog: SVP spioniert hugo-tAëm aus
Gonorrea: Abzotteln, SVP

Wie Fascho sind SVP SD und EDU

Wednesday, August 22nd, 2007

Der Roten Fabrik ist gelungen, was sonst nur SVP-Dämagogen gelingt. Sie haben mit einem provokanten Plakat das Interesse aller Medien und Politiker auf sich gezogen.

Die Rote Fabrik hat den Hintergrund von ihrem Werbe-Plakat für die Ausstellung Fascho mit Symbolen verziert, die im weitesten Sinn mit Faschismus, Rassismus oder rechtsradikalem Gedankengut zu tun haben.

Offenbar hat die Rote Fabrik der SVP genau auf die Finger geschaut - höchste Zeit, dass die Linke die SVP mit ihren eigenen Waffen schlägt. Gesellschaftliche Probleme wie SVP, SD und EDU sind gefährlich genug um mit deutlichen Gesten darauf hinzuweisen, worauf die Politik dieser Kreise hinzielt.

Dass dies der SVP nicht passt, liegt auf der Hand. Wie zu erwarten, beisst SVP-Bullterrier Christoph Mörgeli auch gleich wild knurrend um sich und fordert die Kürzung von Subventionen.
Kunstfreiheit hin oder her, die SVP darf man doch nicht einfach mit Faschos und Nazis gleichsetzen.

Darf man nicht?
Also wenn ich mir das so überlege, immerhin sind ein paar SVP-Politiker bereits wegen Verstoss gegen das Anti-Rassismus-Gesetz verurteilt (Liste krimineller SVP-Politiker) und damit also nicht nur kriminell sondern auch gerichtlich qualifizierte Rassisten. Zumindest kann man also sagen, dass es innerhalb der SVP Kreise gibt, die rassistisches Gedankengut verbreiten.

Wenn diese Kreise bereits die Religionsfreiheit abschaffen wollen oder die Rechtsgleichheit in der Schweiz abschaffen mit ihrer menschenrechtswidrigen Ausschaffungsinitiative, dann sollten wir uns dringend Gedanken machen, wohin uns so eine “rechte Politik” führt.

Mehr zum Thema SVP und “Fascho”:
Die Kreide - Fascho scheut die Braunen auf
Steinis: Macht die SVP Jagd auf Inder?

Christoph Blocher gegen Menschenrechte

Monday, August 6th, 2007

Kaum hat SVP-Bundesrat Christoph Blocher sein Gespräch mit dem CIA hinter sich, will er auch schon die Menschenrechte aufkündigen.
Die Europäische Menschenrechtskonventionen (EMRK), die so praktische Anti-Terror-Methoden wie Folter verbieten, würden gemäss Christoph Blocher die Schweizer Volksrechte beschneiden.

Christoph Blocher gegen MenschenrechteSehnt sich die Schweizer Volksseele wirklich so sehr nach Menschenrechtsverletzungen, dass des Schweizers Volksrecht durch Folter-Verbote eingeschränkt ist? Oder will Christoph Blocher nicht eher den Weg ebnen für die Parteipolitik seiner SVP, die mit ihren neusten Vorstössen mehr denn je gegen Menschenrechte verstossen will?

In einer Zeit, in der die SVP Kollektivstrafen für Ausländer fordert, müssen in den Augen von Christoph Blocher und der SVP Menschenrechte wohl im Wege sein. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Mehrheit der Schweizer so denkt.

Menschenrechte sind beispielsweise dazu da, dass Menschen nicht ohne rechtliches Gehör in Guantamo festgehalten oder systematisch durch den CIA gefoltert werden.
Was auch immer für einen Floh die Amerikaner unserem Bundesrat Christoph Blocher in den Kopf gesetzt haben, die Abschaffung der Menschenrechte würde die Schweiz zurück ins Mittelalter werfen - dahin wo gewisse SVP-Politiker offenbar heute noch sind.

Da fragt sich doch der aufmerksame Beobachter: Was hat die SVP vor mit diesem Land, dass ihnen Menschenrechte im Weg sind?

Mehr zum Thema:
NZZ: Hier werden Volksrechte ausgehebelt
Tagi: Blocher mit alter CVP-Idee begegnen
Tagi: Kälin widerspricht Blocher
ignoranz.ch - Böses böses Völkerrecht

SVP Jugendkriminalität und Karl Güntzel

Wednesday, July 11th, 2007

Jugendkriminalität stoppen, kriminelle Ausländer ausweisen, so und ähnlich tönt es bei der SVP, wenns um Jugendkriminalität geht.
Immer? Nicht immer, aber zumindest immer wenn die Täter Ausländer sind…… und garantiert nie, wenn die Kinder von SVP-Politikern kriminell werden.

Wenn es beispielsweise um den Sohn des St.Galler SVP-Kantonsrats Karl Güntzel geht, dann scheinen andere Massstäbe zu gelten. Bereits mehrfach vorbestraft, steht Güntzel’s Junior einmal mehr vor Gericht. Von Sprayereien und Sachbeschädigungen bis hin zu Körperverletzung ist zu lesen.

Doch anstatt Härte zu fordern, vertritt SVP-Kantonsrat Karl Güntzel seinen Sprössling gleich selber vor Gericht - einzige Massnahme die sich für Güntzel aufdrängt: Er will die Gerichts-Akteneinsicht für Journalisten im Kanton St. Gallen einschränken lassen.
Zensur anstatt Erziehung?

Dass die SVP Karl Güntzel als Nationalrat aufstellt mag irritieren, doch wirklich witzig daran ist, dass die SVP Karl Güntzel zum Nationalrat aufstellte: “gegen jene politischen Kräfte, die unser Land seit den neunziger Jahren mit mehr Kriminalität, mehr Gewalt und Missbräuchen verlottern lassen”.

Dass der Sprössling von Karl Küntzel einem SP-Politiker die Nase gebrochen hat, wird wohl ein Kavaliersdelikt sein, in den Augen der SVP sind Linke und Grüne bekanntlich Freiwild.

Sohn von SVP-Politiker delinquierte weiter
Anti-SVP Blog: Sohn von SVP-Politiker verprügelt SP-Politiker
ignoranz.ch: SVP-ler vor Gericht - die grosse Liste

Bundesrat Blocher - Klimalügner oder erschreckende Unwissenheit?

Friday, June 22nd, 2007

Ist SVP Bundesrat Christoph Blocher ein ignoranter Klimalügner oder verblüfft uns Bundesrat Blocher nur mit erschreckender Unwissenheit? Und welche von beiden Erklärungen würde uns mehr schockieren?

SVP-Klimalügner Christoph BlocherPolitiker aller Welt suchen verzweifelt Strategien um den wissenschaftlich erwiesenen Klimawandel in Grenzen zu halten. Tausende von Wissenschaftler haben weltweit Fakten gesammelt und sind mit überwältigender Mehrheit zum Schluss gekommen, dass ein bedrohlicher Klimawandel stattfindet, wie ihn die Menschheit bisher nicht gekannt hat und dass der CO2-Ausstoss der Menschen einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet hat.

Von einem Bundesrat, der unsere Zukunft steuern soll, würde ich eigentlich erwarten, dass er wenigstens einmal kurz in den IPCC Bericht reinschaut, dann wäre ihm selbst als SVP-Genosse klar geworden, dass wir vor einem ernsthaften Problem stehen. Nur ein kompletter Narr kann in Anbetracht der Faktenlage noch behaupten, dass mit dem Klima alles in Ordnung ist.

Nur ein Narr….. oder eben unser Bundesrat Blocher.

An einer Festrede plauderte Bundesrat Blocher, dass “gewisse Diskussionen” rund um die Debatte zum Klimawandel “Hysterie” seien. Er wolle nicht verharmlosen, denn verharmlosen könne man nur, wenn auch wirklich etwas gefährlich sei.

Was sollen wir von einem Bundesrat wie Christoph Blocher halten, der das grösste Problem der menschlichen Zukunft ignoriert?

Weiter plapperte Blocher: “Historisch gesehen, litt die Menschheit stets unter Kälteperioden, und Zeiten der Erwärmung gingen einher mit Aufschwung, Wohlstand und Wohlergehen.”

Sorry aber bei allem was Recht ist, wenn man sich auch nur ein wenig ernsthaft mit dem Klimawandel beschäftigt und bedenkt, dass fast die gesamte wissenschaftliche Welt diese Fakten bestätigt, dann bekommt man wirklich Angst bei der Vorstellung, dass Leute wie Christoph Blocher unser Land im Bundesrat regieren.

Na denn, nach uns die Sintflut?

Deshalb hier etwas Nachhilfeunterricht für SVP-Politiker:

Umweltbundesamt Deutschland: Klimaveränderung
Wikipedia: Globale Erwärmung
Wikipedia: Treibhauseffekt
Wikipedia: Klimageschichte
IPCC Online Reports
IPCC Bericht 2001 (deutsche Übersetzung)
Klima-Schwindel: Die Klimalüge bei RTL

Weiteres über Christoph Blochers “Experten-Rede”:

Tages-Anzeiger: Blocher ohne Klima-Probleme
Anti-SVP-Blog: Klimawandel ist kein Problem
Anti-SVP-Blog: SVP Zitate zum Klimawandel

Gentech-Patente - Christoph Blocher verhökert das menschliche Erbgut

Saturday, June 16th, 2007

Der Mensch soll zur Ware werden, dessen Bestandteile ein paar Gentech-Multis gehören. Dazu hat nun SVP Bundesrat Christoph Blocher das neue Patentgesetz auf den Kopf gestellt, das weiter geht als in umliegenden Ländern und der Gentech-Industrie in den Arsch kriecht. Der bürgerlich-dominierte Ständerat stimmt natürlich zu und der Ausverkauf des Menschen kann beginnen.

Gentech-PatenteObwohl die Entdeckungen von Gensequenzen keine Erfindungen sondern Entdeckungen sind, versucht die Gentech-Industrie seit Jahren, auf solchen Entdeckungen Patentschutz geltend zu machen, was per Definition Unsinn ist - eben weil es sich hier nicht um Erfindungen handelt.
Doch die Gentech-Industrie hat genug Macht, allein im Schweizer Parlament sitzen dutzende von Vertretern der chemischen Industrie - getarnt als sogenannte bürgerliche Politiker in Parteien wie SVP, FDP und CVP.

Dass beispielsweise 66 Wissenschaftler gegen diese Patent-Vermarktung protestierten oder Krankenkassen (Santesuisse) und Konsumentenschützer sich dagegen äusserten, all das kümmert unsere bürgerlichen Chemie-Vertreter nicht im Geringsten - frei nach bürgerlicher Logik - wenn es ums Geldverdienen geht, würde man auch die eigene Grossmutter verkaufen.

Seltsamerweise stört sich kaum jemand daran, dass seine Bestandteile bald einmal Novartis oder Monsanto gehören, niemand empört sich darüber, dass medizinische Forschung bald mal im Keim erstickt wird, weil einzelne Gentech-Multis Patente auf ganze Gensequenzen haben, unabhängig davon, was damit gemacht wird.

Seit Jahren warnen Umweltschützer davor, dass die Gentech-Multis mit allen Mitteln versuchen, die menschliche DNA mittels Patentgesetz in Besitz zu nehmen. Was bei Pflanzen bereits trauriger Alltag ist, soll bald auch mit dem Menschen passieren - er wird kommerzielles Gut.

Was dabei herauskommt, zeigt der Fall der amerikanischen Gentech-Firma Myriad, die eine Gensequenz patentierte, mit der sie Brustkrebstests machte. Später stellte sich heraus, dass dieselbe Gensequenz auch einen Einfluss auf Darmkrebs hat. Durch die unsägliche Patentierung einer ganzen Gensequenz unabhängig von der Anwendung, kann diese Sequenz nun von anderen Wissenschaftlern nur noch beschränkt benützt werden. Der Gentech-Multi Myriad kann sowohl Lizenzgebühren verlangen als auch die Verwendung generell untersagen. Damit wird Forschung absolut unattraktiv. Wer will noch an einer Gensequenz forschen, wenn er allfällige Resultate nicht kommerziell verwenden kann? Hier zeigt sich auch die Verlogenheit der Gentech-Industrie und ihrer politischen Lakaien. Es geht nicht um die Volksgesundheit, es geht um knallhartes Business, es geht um Monopolrechte und um Macht.

Meines Erachtens müssten Politiker, die solch menschenunwürdige Machenschaften unterstützen, wegen Volksverrat vor Gericht gestellt werden. Aber davor haben sich diese Herren geschützt mit der sogenannten parlamentarischen Immunität. Ein kluger Schachzug, wenn man vorhat, sein Amt in dieser Weise zu missbrauchen und nicht mal vom Ausverkauf des menschlichen Erbguts halt macht.

Ich bin nicht in der Lage gewesen, mir vorzustellen,
dass Professoren engere Beziehungen zu ihren Patentanwälten haben könnten
als zu ihren Doktoranden.
Ich besitze kein einziges Patent.
(Prof. Erwin Chargaff, Begründer der Gentechnik)

Nun denn, der Ausverkauf ist eröffnet, wer bietet am meisten für unsere Innereien?

Mehr zum Thema:
Gensequenzen patentierbar - Forscher unzufrieden
Gentechnik-Gesetz / Gen-Lex
Informationen über Gentechnologie
Gentechnologie und Landwirtschaft
Gentech-Patente

Bundesrat erhöht Deckungssumme für AKW’s in lächerlicher weise

Friday, June 8th, 2007

Der Bundesrat erhöht die Deckungssumme für Atomkraftwerke von 1 Milliarde auf 1,8 Milliarden Franken und geht einmal mehr auf Kuschelkurs mit der Atomindustrie.

Schweizer Atomkraftwerke und ihre möglichen FolgenDamit betoniert der Bundesrat erneut den künstlichen Billig-Preis für Atomstrom. Diese Deckungssumme soll im Fall eines Super-GAUs den Schaden decken, aber was sollen wir mit läppischen 1,8 Milliarden anfangen, wenn ein Super-GAU in einem Schweizer AKW die ganze Nordostschweiz auslöscht und für Jahrhunderte unwohnbar macht und damit einen Schaden in der Höhe von TAUSENDEN von Milliarden verursacht? Mit der Billig-Haltung der AKW-Haftung wird ein Strompreis herbeigezaubert, der nur rentabel ist, weil die entsprechend Anlage nicht annähernd adäquat versichert ist.

Wenn man bedenkt, dass jeder private Mensch oder Autofahrer sich schon für eine Million versichern muss, dann ist es einfach lächerlich, für den Super-GAU eines Atomunfalls 1,8 Milliarden anzunehmen.

Es zeigt sich, dass unsere Regierung nachwievor am Gängelband der Atomindustrie regiert.
Sind unsere Politiker so korrupt oder ist es nur eine Art von Geistesschwäche, dass sie so naiv mit dieser Risikotechnologie umgehen?

Tages-Anzeiger: AKW sollen sich besser versichern
20 Minuten: Mehr Geld für den Super-GAU
Atomendlager - Lager ohne Ende
Wikipedia: Tschernobyl
AKW-Sicherheit – Das Lügengebäude der Atomlobby
Braucht die Schweiz ein neues AKW?