‘Bundesrat’ Blog

Häuptling Christoph Blocher wieder Bundesrat?

Tuesday, November 18th, 2008

Die Zürcher SVP setzt einmal mehr auf ihren unwählbaren Häuptling Christoph Blocher. Offensichtlich will die SVP definitiv nicht mehr Regierungspartei sein, also setzt sie Christoph Blocher als Sprengkandidat ein um zu verhindern, dass sie wieder in die Regierungs-Verantwortung gedrängt wird.

SVP Bundesrat: Häuptling Christoph BlocherSpätestens seit der Abwahl von Bundesrat Christoph Blocher müsste auch dem hinterletzten Depp klar sein, dass dieser Mann in der Regierung unerwünscht ist. Christoph Blocher mag ein kluger Industrieller sein, aber er konnte seinen Starrsinn nicht soweit unter Kontrolle bringen, dass er Teil einer Kollegialbehörde werden konnte. In jeder Firma - bei jedem Bewerbungsgespräch - wird von einem Angestellten Team-Geist gefordert. Christoph Blocher hat in seiner Funktion als Bundesrat mehrfach bewiesen, dass er genau das nicht kann und nicht will. Er führte sich auf wie ein Dikatator und versuchte, als Alleinmächtiger oder wohl eher Allmächtiger dieses Land nach seinem Gutdünken umzukrempeln - Regierung hin oder her.

Dass die Zürcher Brandstifter-Kantonalpartei nun noch einmal den verbitterten - mit Sackmesser bis aufs Blut kämpfenden Dämagogen zur Bundesratswahl empfiehlt, zeugt nicht nur von schweren geistigen Defiziten seitens der Zürcher SVP sondern auch davon, dass die SVP halt doch nicht mehr ist als eine Ein-Mann-Armee.

Jahrelang hat die SVP Öl in jedes Feuer geleert um davon abzulenken, dass sie keine politischen Inhalte bieten kann und erst Recht keine Lösungen hat. Anstelle dessen hackt man lieber auf Ausländern, Sozialhilfeempfängern oder sonstigen Randgruppen herum und betreibt billige Polemik auf Kosten der Schwächsten. Das ist SVP-Politik ein Reinkultur und diese haben wir Christoph Blocher und seinem Sprössling Ueli Maurer zu verdanken.

Aber die Ewiggestrigen der SVP werden früher oder später lernen müssen, dass die Zeit der Polemiker abgelaufen ist. Christoph Blocher ist ein Relikt einer politischen Zeit, die es eigentlich nie hätte geben dürfen, einer Zeit, die dieses Land radikalisiert, fanatisiert und in den Dreck gezogen hat - eine Zeit, für die wir uns eines Tages schämen werden und jeder sagen wird: “Ich habe davon nichts gewusst”.

Nun denn, wenn die SVP weiterhin in ihrer selbst gewählten Pseudo-Oppositions-Rolle kleben bleiben will, dann sollen sie das tun. In der wahren Politik wird sie niemand vermissen.

Zürcher SVP setzt auf Blocher
Tagi-Kommentar: Der Kampf des Missionars
SVP Zürich setzt auf Blocher

Christoph Blocher ebnet dem zweitbesten SVPler den Weg in den Bundesrat
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Christophe Darbellay fordert Burka-Verbot

Saturday, August 9th, 2008

SVP CVP-Parteipräsident Christophe Darbellay fordert ein Burka Verbot. Der CVP ist offenbar jedes Mittel Recht, um am Erfolg der rassistischen SVP-Politik als Trittbrettfahrer zu profitieren.

Kreuzritter Christophe DarbellayIch finde es selbst mehr als befremdend, dass Menschen glauben, sie müssten sich verhüllen, um Gott genehm zu sein. Man findet auch in der Bibel Stellen, die der Frau eine klar untergeordnete Rolle zusprechen und von ihr fordern, dass sie ihr Haupt verdecken muss. Aber die komplette Verhüllung eines Menschen erscheint mir persönlich geradezu blasphemisch. Doch wie dem auch sei, was ich denke und glaube und was für Wertvorstellungen ich habe, spielt in dieser Frage keine Rolle.

Die Frage ist, ob wir ein Gesetz schaffen müssen, das explizit eine bestimmte Art von Bekleidung verbietet, die nur in einem bestimmten Kulturkreis von Bedeutung ist.

Wäre es Christophe Darbellay wirklich ernst mit diesem Thema, dann würde er einfach fordern, dass das Vermummungsverbot ausgeweitet wird. Momentan gilt dies nur für Demonstrationen, aber es ist rechtsstaatlich absolut legitim, dass per Gesetz gefordert wird, dass jeder erkannt werden muss. Wenn jemand gesucht wird, muss er auch gesehen werden, also kann der Staat von seinen Bewohnern auch verlangen, dass sie beispielsweise für Polizisten erkennbar sind.

Wenn Christophe Darbellay nun anstelle so einer Gesetzerweiterung (für alle) ein explizites Burka-Verbot fordert, dann zeigt er damit, dass es ihm nicht ernsthaft um die Sache geht, es geht einzig darum, mit provokativen und radikalen Mitteln auf der Erfolgswelle der SVP mitzugleiten, egal wer damit provoziert oder verletzt wird. Er versucht genauso wie die Hassprediger der SVP ein Schwarz-Peter Spiel zu betreiben, in dem sich Politiker dadurch auszeichnen, dass sie auf jemandem oder etwas herumhacken, das potentiellen Wählern ein Dorn im Auge sein könnte.

Zugegeben, die CVP ist ein Profil-Problem, aber muss sich die CVP wirklich in dieser Art und Weise profilieren? Wofür steht das “C” in ihrem Namen?

Blick: Darbellay - Weg mit den Burkas
HumanRights: Kein Burkaverbot in der Schweiz
Gedankenblitze: Braune CVP - Darbellay vs. Burka

SVP will Armee abschaffen

Friday, August 8th, 2008

Die SVP will die Armee abschaffen, alle Rüstungsausgaben sollen im Parlament blockiert werden. Um ihre undemokratische Oppositionspolitik wenigstens den Schein der Glaubwürdigkeit zu verleihen, muss die SVP offenbar linker als die Linke werden, also erpresst die SVP einmal mehr die vom Schweizer Volk gewählte Regierung.

SVP KanibalismusNatürlich will die SVP die Armee nicht wirklich abschaffen, die Armee ist für die SVP ja so etwas wie ein Fetisch. Aber die SVP hat das Parlament mit ihrer Oppositionsdrohung erpresst, das Parlament liess ich nicht erpressen, was bleibt der SVP also anderes als wenigstens eine Opposition zu inszenieren? Und wer wäre eine bessere Zielscheibe als der ehemalige SVP-Bundesrat Samuel Schmid? Und weil die Schweizerische-(V)erpresser-Partei nunmal nichts anderes kann als zu beissen, zu drohen und zu erpressen, so erpressen sie halt einmal mehr den Bundesrat. Entweder er tritt “freiwillig” zurück, oder die SVP wird alle Rüstungsausgaben blockieren. Die SP nennt das “Politik aus dem Tierbuch“, für die CVP ist es “reine Provokation“, Samuel Schmid nennt es “politische Erpressung”. Ich denke, sie haben ausnahmsweise alle mal Recht.

Der Militärexperte Prof. Karl Haltiner von der ETH Zürich meint dazu, dass sich die SVP “aus der Verantwortung stiehlt“, denn sie kritisiert an der Armee genau die Dinge, die sie selber im Parlament unterstützt hatten.

Irgendwie ist es schon traurig, wenn man bedenkt, dass das Schweizer Stimmvolk so eine Partei wählt, die permanent gegen die vom Volk gewählte Regierung Opposition betreibt, die Hetzkampagnen gegen vom Volk gewählte Regierungsmitglieder betreibt und nicht einmal davor zurückschreckt, ihre eigenen zentralen Werte zu verleugnen, nur um ihre Dreck-Schleuderei zu betreiben.

Damit demaskiert sich die SVP selbst. Wenn sie sogar ihren Fetisch “Armee” opfern, nur um ihre gekränkten Gemüter an einem (ehemals) eigenen Bundesrat zu auszutoben, dann zeigt diese Partei, was für hässliche Fratzen doch an ihrer Spitze stehen und welche undemokratische Politik sie betreiben.

20min: SVP als Landesverräter?
20min: Politik aus dem Tierbuch
20min: SVP droht der Armee mit Zahlungsstopp

Ruedi Aeschbacher will Sterbehilfe verbieten

Tuesday, June 10th, 2008

EVP-Nationalrat Ruedi Aeschbacher will aktive Sterbehilfe verbieten - lieber verrecken lassen als menschenwürdig sterben ist Aeschbachers christliche Devise, Ethik macht offenbar einen grossen Bogen um das Leid der Menschen.

Ruedi Aeschbacher EVP - aktive SterbehilfeEigentlich mag ich die EVP, weil sie im Gegensatz zu sein meisten Parteien wenigstens noch ethischen Grundsätzen folgt, die ich meistens teile. Aber wenn Ethik das Leid ausblendet und Menschen grausam verrecken lässt, dann verkommt Ethik zu einer theologischen Worthülse, die unerträglicher Menschenverachtung gleich kommt und in moralischer Selbstbefriedigung mündet.

Um es vorwegzunehmen, ich gehe mit Ruedi Aeschbacher einig, dass Sterbehilfe nie kommerzialisiert werden darf, der Tod eines Menschen darf nicht zum Spielball der Wirtschaft werden. Diesbezüglich verstehe ich das Engagement von Ruedi Aeschbacher gegen Dignitas + Co.

Aber Ruedi Aeschbacher fordert viel mehr als das, er will nicht nur profit-orientierte Sterbehilfe verbieten sondern auch uneigennützige Sterbehilfe mit bis zu 5 Jahren Gefängnis bestrafen.

Eines hat Ruedi Aeschbacher offenbar vergessen, dass es Menschen gibt, denen es so dreckig geht, dass man vor Gericht gestellt würde, wenn man ein Tier so dahinsiechen liesse. Wo bleibt da Ruedi Aeschbacher’s Erbarmen?

Gegner der aktiven Sterbehilfe werden nun einwenden, dass es ja passive Sterbehilfe gibt und dass diese sooo human sein. All denen möchte ich hier eine erlebte Geschichte erzählen, die kein theologisches Geschwätz ist sondern bittere und grausame Erfahrung ist.

Es ist ein paar Jahre her, als meine Mutter schwer erkrankte. Es bildete sich ein Loch zwischen Luft- und Speiseröhre und bei jedem Schluck landete die Hälfte in der Lunge anstatt im Magen, was entsprechende Erstickungsattacken verursachte. Ihre grösste Angst seit ihrer Kindheit war die Angst vor dem Ersticken und genau das passierte nun unzählige Male täglich. Sie kam zum Schluss, dass ein Leben so nicht mehr erträglich ist und wollte aktive Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Aber aufgrund von Fristenreglungen und sonstigem Formalquatsch war diese Option nicht greifbar. Alles was ihr blieb war sogenannt passive Sterbehilfe - was de facto heisst, dass man sie verhungern liess.
Wochenlang sass ich täglich neben ihr und ihr Zustand wurde immer schlimmer. Man, setzte sie auf Morphium, entzog ihr die Speisen und liess sie langsam aber stetig krepieren. Mit der Zeit füllte sich die Luft im Raum mit dem Geruch von Eiter, der sich in ihren Lungen füllt, es war fast unerträglich, in diesem Fäulnisgestank zu verbleiben. Trotzdem sass ich neben ihr, stundenlang, alle paar Minuten riss sie die Augen auf, der Körper bäumte sich auf und die Angst schrie aus ihren Augen, weil sie wieder fast erstickte. Aber man durfte sie nicht erlösen, sie war ja schliesslich kein Tier. Also litt sie weiter, ängstigte sich weiter und siechte weiter vor sich hin - ganz im Sinne von Ruedi Aeschbacher.

Es sind Jahre vergangen und doch ist kein Bild verschwunden, ich höre ihre stimmlosen Schreie heute noch und ich werde sie wohl ewig weiter hören und diese stillen Schreie rufen immer wieder dieselbe Frage: “Warum musste all dieses unnötige Leiden sein?”.

Während ich diese Zeilen schreibe, zerreisst es mich fast, weil die Erinnerung auch heute noch - Jahre später- lebendig ist, ich höre noch ihr Röcheln, sehe ihre panischen Augen und rieche den Geruch des Eiters in der Luft, der Geruch des Todes der sich langsam aber unaufhaltsam seine Wege bahnt und den Betroffenen in Angst und Schrecken versetzt.

Damals habe meiner Mutter angeboten, sie von ihrem Leiden zu erlösen, doch sie wollte nicht dass ich für sie ins Gefängnis muss. Meine Mutter hatte vor Schmerz und Tod offenbar weniger Angst als vor Ethik-Fundamentalisten vom Schlage eines Ruedi Aeschbacher. Sie und ich haben einen hohen Preis dafür bezahlt.

Beihilfe zum Suizid soll strafbar werden

Christoph Blocher vernichtet Akten für den CIA

Tuesday, May 20th, 2008

Der glücklicherweise abgewählte Justizminister Christoph Blocher hat während seiner Amtszeit im Dienste des CIA Akten vernichtet obwohl diese für eine Untersuchung betreffend Atomschmuggel von der Bundesanwaltschaft benötigt werden. Christoph Blocher als Lakai des folterenden CIA?

Sage und schreibe hundert von zweihundert Ordner liess der ehemalige Bundesrat Christoph Blocher schreddern im Rahmen der Geheimoperation “Aktion Reisswolf“, weil der CIA das gerne so hatte. Wie ist es möglich, dass ein Justziminister Akten eines laufenden Verfahrens absichtlich zerstört? Hier zeigt sich einmal mehr das verschrobene Rechtsempfinden von Christoph Blocher.

US Torture Waterboarding

Gerade im Fall des USA-Geheimdienstes CIA, der bekanntlich vor keiner Perversion zurückschreckt, ist es geradezu grotesk. Der CIA entführt seit Jahren illegal Menschen in aller Herren Länder, verschleppt sie in irgendwelche Geheimgefängnisse und foltert die oft unschuldigen Opfer bis zum Exzess. Als Befürworter von Tasern mag Ex-Bundesrat Blocher seine Freude an solchem Handeln haben, doch als Justizminister hätte Blocher nie mit einer kriminellen Organisation wie dem CIA zusammen arbeiten dürfen resp. als deren Lakai Akten zu zerstören. Was hatte der CIA zu verbergen?

Wohlgemerkt, es geht nicht um Geheimhaltung, dagegen ist nichts einzuwenden, aber Akten eines laufenden Verfahrens zu zerstören, ist Beihilfe zur Rechtsbeugung. Christoph Blocher müsste somit wegen Behinderung der Justiz vor Gericht gestellt werden…… und bei allfälliger Annahme der Ausschaffungsinitiative samt seinem Clan ausgeschafft werden.

Tagesschau: Bundesrat kuschte vor CIA
NZZ: Ärger wegen der Aktion Reisswolf
Gonorrea: Schweizer Amtshilfe für die CIA

Update 8. August 2008
Die Bundesanwaltschhaft bestätigt in der Vernehmlassung an das Bundesgericht, dass der Schweizer Bundesrat die Akten auf Drängen der US-Regierung vernichtet hat. Es kann somit als erwiesen betrachtet werden, dass der damalige Justizminister Christoph Blocher als Lakai des amerikanischen Geheimdienstes CIA sein Amt missbraucht hat.
Tagi: Schredder-Aktion auf Drängen der USA

Drohungen gegen Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf

Tuesday, April 1st, 2008

SVP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf hat aufgrund von Drohungen ihre Teilnahme am “Sächsilüüte Umzug” abgesagt. Die “Verräterin-Kampagne” der SVP gegen ihre eigene Bundesrätin zeigt offenbar Wirkung. Wer seine Wählerschaft derart fanatisiert und gegen seine Gegner aufhetzt, der muss sich nicht wundern, wenn eins der Feuer die er ständig anzündet, zu einer Explosion führt. Aber es wird die SVP-Parteileitung auch kaum wundern…… wer so exzessiv Brandstifter spielt, erwartet zwangsläufig die Katastrophe.

Drohungen gegen Eveline Widmer-Schlumpf

Aus Erfahrung weiss ich, dass man hierzulande Morddrohungen bekommt, wenn man sein demokratisches Recht auf freie Meinungsäusserung wahrnimmt und sich öffentlich SVP-kritisch äussert. Da kann ich die Absage von Eveline Widmer-Schlumpf verstehen.

Wenn eine Partei wie die SVP gewaltbereite Wähler anzieht, dann sollte sie wirklich über die Bücher gehen und sich fragen, ob an ihrer Message oder ihrem Politstil etwas falsch ist.

Tagi - Widmer-Schlumpf sagt Auftritt ab
20min - SVP schiesst gegen Widmer-Schlumpf
20min - Widmer-Schlumpf: Angst vor Zürcher Sechseläuten

Bundesrat beendet Null-Toleranz für Genfood

Friday, March 7th, 2008

Der Bundesrat hat das Lebensmittelgesetz revidiert und beendet bei dieser Gelegenheit die Null-Toleranz für nicht-bewilligte GVO’s. Bisher war jegliche Kontaminierung durch nicht-bewilligte, gentechnisch-veränderte Organismen strikt verboten, neu soll eine Toleranzgrenze von 0.5% gelten. Hängt der Bundesrat so sehr am Gängelband der Gentech-Industrie?

GenfoodWohl gemerkt, es geht hier nicht um bewilligten Genfood sondern darum, dass Nahrungsmittel mit nicht-bewilligten und somit riskanten GVO’s durchmischt sind. Man kann nun zynisch einwenden, dass auch bewilligte GVO nicht frei von Risiken sind - bekanntlich existiert bis heute keine Langzeitstudie, die eine Unbedenklichkeit von Genfood belegen würde. Doch wenn genmanipulierte Pflanzen nicht einmal bewilligt sind, dann wird das wohl seine Gründe haben.

Doch dem Bundesrat ist dies Wurscht, ein bisschen GVO-verunreinigt macht ja nix, das ist wie wenn man ein bisschen Schwanger ist, davon kriegt man doch kein Kind…… oder doch?

So hat unsere Regierung einmal mehr die Interessen der Industrie über die Interessen des Volkes gestellt und einmal mehr wurde ein Kniefall gemacht vor einer Gentech-Industrie, die mit allen Mitteln versucht, den Konsumenten etwas anzudrehen, was diese weder wollen noch brauchen.

Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Parlamentarier!

Bund lockert Bestimmungen für Genfood
Schweiz. Arbeitsgruppe Gentechnologie
Basler Appell gegen Gentechnologie
Information Gentechnologie
Gentechnologie in der Landwirtschaft

Bundesratswahlen - Blocher abgewählt

Wednesday, December 12th, 2007

SVP-Bundesrat Christoph Blocher wurde vom Parlament abgewählt - Eveline Widmer-Schlumpf soll Bundesrat Blocher ersetzen. Werden die Bundesratswahlen wie schon die Zürcher Ständeratswahlen zum Fiasko für die SVP?

Christoph Blocher DisMissedChristoph Blocher hatte ein paar Jahre Zeit um zu beweisen, dass er nicht regierungstauglich ist, er hat das Kollegialitätsprinzip mit Füssen getreten, hat seine Befugnisse überschritten und führte sich im Bundeshaus auf wie der Diktator einer Bananenrepublik. Nun bekam er für seine Oppositionspolitik die Quittung und wurde von der Mehrheit im Parlament abgewählt. Selbst unter FDP-Politikern gab es eine grosse Zahl von Leuten, die dem Patriarch der SVP die Grenzen zeigten. Wie weit muss eine Partei gehen um in den eigenen “bürgerlichen” Reihen keine Mehrheit mehr zu finden?

Anstelle von Christoph Blocher wurde die bisher eher unbekannte Bündner SVP-Politikerin Eveline Widmer-Schlumpf - die Tochter des ehemaligen SVP-Bundesrates Leon Schlumpf - als Ersatz für Christoph Blocher gewählt. Mit ihr könnte der Gesamtbundesrat vielleicht endlich wieder gemeinsam seine Arbeit verrichten.

Rund 70% der Schweizer Bevölkerung dürften einen Freudentanz veranstalten. Seit Jahren betreibt Christoph Blocher und seine SVP eine erbärmliche Oppositionspolitik, sie sitzen zwar in der Regierung aber stänkern trotzdem ständig gegen alle Beschlüsse. So lässt sich keine Politik machen. Wenn dann dieselbe Partei das Parlament erpresst mit der Drohung, bei einer Abwahl von Christoph Blocher in die Opposition zu gehen, wird das ganze Polit-Spektakel definitiv grotesk.

Die Begeisterung in der Bevölkerung ist so gross, dass bereits die erste Fanpage für Eveline Widmer-Schlumpf entstanden ist, in der erfreute BürgerInnen die vielleicht zukünftige SVP-Bundesrätin zur Annahme der Wahl motivieren können:
Mitsprache: Mail an Eveline Widmer-Schlumpf
Innert wenigen Stunden sind bereits fast 2000 Unterschriften zusammen gekommen.

Ob es aber soweit kommt darf bezweifelt werden. Eveline Widmer-Schlumpf wird es sich bis morgen überlegen, aber in Anbetracht davon, dass in der SVP dikdatorische Zustände herrschen und Abweichler mit Parteiausschluss bedroht werden, wird sie kaum den Alleingang wagen.

Doch genau damit wäre die Bündner SVP gut beraten. In letzter Zeit wurden - für SVP-Verhältnisse weniger radikale - Parteigenossen abgeschossen und die Bündner SVP-Politik fühlte sich in Frage gestellt. Die Bündner SVP wäre gut beraten, mit ihrer neuen SVP-Präsidentin eine echte Bündner Volkspartei zu gründen - fern jeglicher Schäfchenplakate und rassistischen Initiativen.

Achja und nebenbei hat Ueli Maurer noch bekannt gegeben, dass der gewählte Bundesrat Samuel Schmid nicht mehr zur SVP-Fraktion gehöre. Warum das so ist, lässt sich rational wohl nicht wirklich nachvollziehen - so ist das halt einfach in einem dikdatorischen Regime.

Mehr zum Thema Bundesratswahlen und Abwahl von Christoph Blocher:
Tagi: Bundesratswahl Resultate
Tagi-Portrait: Eveline Widmer-Schlumpf
20min Dossier: Bundesratswahlen

Online Petition - Abwahl von Bundesrat Christoph Blocher

Thursday, November 22nd, 2007

Anlässlich der Bundesratswahlen hat jemand auf GoPetition.com eine Online Petition zur Abwahl von SVP-Bundesrat Christoph Blocher veröffentlicht, die unterschrieben werden kann. In einem offenen Brief an die Schweizer National- und Ständeräte wird begründet, warum Christoph Blocher von der Mehrheit der Schweizer nicht als Vertreter des Bundesrates erwünscht ist.

Christoph Blocher DisMissedChristoph Blocher hat seit seiner Amtseinsetzung als Bundesrat und Justizminister mehrmals bewiesen, dass er nicht mit dem Restbundesrat zusammenarbeitet. Er hat den einst kollegialen Bundesrat zu einem Kampfplatz umfunktioniert, überschreitet ständig seine Kompetenz und seine Partei betreibt weiter Oppositionspolitik, so als ob die SVP nicht Teil der Regierung wäre.

Gemäss Umfragen ist Christoph Blocher der unbeliebteste Bundesrat, er vertritt mit seiner extremen Art und Denkweise nur einen kleinen Teil der Bevölkerung und spätestens seit der rufschädigenden Schäfchen-Kampagne ist der Patriarch der SVP alles andere als ein würdiger Volksvertreter.

Deshalb unterstützt das RainbowNet Blog diese Online-Petition und hat wie bereits 170 Andere die Online-Petition unterschrieben. Der Bundesrat muss wieder miteinander funktionieren und dafür braucht es Politiker, die zusammen arbeiten und nicht gegeneinander. Und dafür polarisiert Christoph Blocher viel zu viel.

Online-Petition zur Abwahl von Bundesrat Christoph Blocher

Christoph Blocher wegen Taser Beschuss wahnsinnig?

Tuesday, November 13th, 2007

Seit Jahren fragt sich der aufmerksame Politbeobachter, warum SVP-Bundesrat Christoph Blocher so ist wie er ist. Die einen vermuteten Rinderwahnsinn, andere Altersdemenz - doch nun scheint eine Erklärung näher zu rücken. Wie der Luzerner Polizeikommandant Beat Hensler gegenüber “10 vor 10” erzählt, hat Christoph Blocher sich mit einer Elektroschockpistole (Taser) beschiessen lassen. Ob Christoph Blocher auch Handschellen und sonstige sadomasochistische Spielzeuge an sich ausprobiert hat oder ausprobieren liess, konnte bisher nicht in Erfahrung gebracht werden. Droht nun der führsorgerische Freiheitsentzug für Christoph Blocher?

Christoph Blocher steht auf TaserIn Anbetracht der Meldungen aus dem Ausland, dass Taser schwere körperliche und psychische Schäden hervorrufen können und bereits viele Tote infolge von Taser Beschuss zu verzeichnen sind (allein USA 280 Tote), erklärt sich langsam, warum Christoph Blocher ständig unkoordiniert mit den Händen herumfuchtelt und paranoide Verschwörungstheorien von Geheimplänen verbreitet. Auch seine irreale Angst vor schwarzen Schafen steht so in einem neuen Licht, der eine sieht in so Fällen weisse Mäuse, andere sehen rosarote Elefäntchen und SM-Bundesrat SVP-Bundesrat Christoph Blocher sieht halt schwarze Schafe.

Am Beispiel von Justizminister Christoph Blocher ist zu sehen, dass Taser definitiv zu gefährlich sind. Auch wenn SM-Politiker SVP-Politiker vom Schlage Christoph Mörgeli und Ueli Maurer noch so gerne Sippenhaft-Ausschaffungs-Unwillige mit Stromschlägen malträtieren würden oder selbst in den Genuss solcher Massnahmen kommen möchten, darf dieses Folterinstrument in der Schweiz nicht eingesetzt werden.

Zugegeben, falls SVP-Bundesrat Blocher, sein wackerer Soldat Mörgeli oder sein Propagandist Maurer doch noch das Bedürfnis nach einer harten Behandlung hatten, würden sich sicher eine grosse Zahl von Interessierten melden, die diesem Wunsch gerne nachkommen, aber befürworten kann man Taser Einsätze trotz dieser verlockenden Aussicht - zumindest ausserhalb von SM und SVP-Kreisen - definitiv nicht.

Wenn ich mir das so recht überlege, der Starrkrampf-Gesichtsausdruck von Christoph Mörgeli, die Verbissenheit von Ueli Maurer, der religiöse Wahn von Ulrich Schlüer, das ewig dümmliche Lächeln von Toni Brunner……. ich frag mich echt, was die SVP an ihren Parteiversammlungen sonst noch alles treibt.

Mehr zum Thema:
Blocher testet sich selber
AI: Kein Taser-Einsatz bei Zwangsausschaffungen
HumanRights: Elektroschockwaffen bei Ausschaffungen
Telepolis: Wer nicht kuscht, wird getasert
Spiegel: Tausendmal getasert - drei im Krankenhaus
20min: Mann stirbt nach Taser-Einsatz

Update 22.11.2007

Allein am heutigen Tag wurden 3 Menschen mit einem gemäss Christoph Blocher ungefährlichen Taser getötet. Gemäss “New York Times” sind allein in Amerika seit 2001 280 Menschen zu Tode getasert worden. Wie lange wird es gehen, bis er erste auszuschaffende Flüchtling dank Justizminister Blocher ins Gras beisst?
20min: Tödliche Taser: Drei Opfer an einem Tag
20min-Video: Mann stirbt nach Taser-Einsatz

Update 23.11.2007
der UNO-Ausschuss gegen Folter hat den Taser-Einsatz verurteilt. Zehn unabhängige Experten sind in einem Gutachten zum Schluss gekommen, dass es sich beim Taser um eine Form von Folter handelt. Der Taser verstösst also gegen die Antifolterkonvention der Vereinten Nationen.
Natürlich dürfen sich SVP-Politiker im Rahmen von bizarren Spielchen weiterhin mit Taser beschiessen, aber für Sippenhaft-Auszuschaffende dürfte der Taser hoffentlich bald kein Thema mehr sein.
20min: UNO: Taser sind Folter