SVP am Ende der Glaubwürdigkeit
Monday, June 2nd, 2008
Das Wochenende zeigt auf erfreuliche Weise: Die SVP ist am Ende der Glaubwürdigkeit angelangt. Alle drei Abstimmungen wurden vom Volk abgelehnt, obwohl die SVP einmal mehr Millionen in niederträchtige Abstimmungsplakate gesteckt hat. Die Erpresserpartei hat den Zenit überschritten, es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis die SVP für die meisten nicht mehr wählbar ist.
Kein Maulkorb für die Regierung
Die Maulkorb-Initiative wurde von 75,2 Prozent der Stimmbürger abgelehnt. Das Volk hat die Sache durchschaut. Die SVP wollte einzige Partei sein, die grossflächig Propaganda verteilen kann, nur sie verfügt jeweils über Millionen. Der Bund war die einzige Instanz, die der Bonzenpropaganda der SVP die Stirn bieten konnte und das sollte abgeschafft werden, damit es nur noch von dummen Schafen wimmelt.
Keine Abschaffung des Rechtsstaates durch die Einbürgerungsinitiative
Mit der Einbürgerungsinitiative wollte die SVP den Rechtsstaat abschaffen. Was für jeden und in jeder Situation selbstverständlich ist - dass er gegebenenfalls rechtliches Gehör erhält - sollte bei Einbürgerungswilligen ausser Kraft gesetzt werden. Das Volk ist nicht so xenophob wie die Mehrheit der SVP-Politiker, 63,8 Prozent wollten den Rechtsstaat nicht über Bord werfen.
Kein neuer Gesundheitsartikel für Zweiklassen-Medizin
Auch der neue Gesundheitsartikel wurde mit 69,5 Prozent abgelehnt, weil hierzulande niemand eine Zweiklassenmedzin wünscht. Der SVP geht bekanntlich Geld vor Gesundheit, sie vertritt ja auch nicht das Volk sondern ihre reiche Klientel, die sich gute Ärzte auch ohne Krankenkasse leisten kann. Auch hier bodigte das Volk die verlogenen Absichten der SVP.
Mauro Tuena unerwünscht im Zürcher Stadtrat
Auch auf lokaler Ebene wurde die SVP in die Schranken verwiesen. Eine überwältigende Mehrheit der Zürcher wollte keinen Scharfmacher im Stadtrat. Mauro Tuena hat jahrelang Hetzkampagnen gegen die Stadt geführt. So ist es kein Wunder, dass das Zürcher Stimmvolk keinen Brandstifter in den Stadtrat wählen würde - hier ist Qualität gefragt und nicht grosse Sprüche allein.
Rache ist süss - der Ausschluss der Bündner SVP
Die Schmach muss gross gewesen sein, erst wird der heilige Christoph Blocher demokratisch abgewählt, dann begibt sich die SVP aufs Glatteis und versucht die Bündner SVP zu erpressen, was dann leider nicht funktionierte aber dafür die Sackgasse “Opposition” betonierte….. nun auch noch Wahlniederlagen auf der ganzen Ebene….. was bleibt da anderes für ein trötzendes Kind, als gleich ganz die Sau rauszulassen und wenigstens den Frust an den Bündnern auszulassen - Resultat: Die SVP hat die Bündner Sektion gestern aus der zentralistischen Zentralpartei ausgeschlossen.
Fazit - der Anfang vom Ende einer radikalen SVP?
Wenn eine Partei so radikalisiert wird wie die SVP und sich immer mehr in einen kollektiven Grössenwahn schaukelt, wird es irgendwann auch dem hinterletzten zu blöd. Politik muss konstruktiv sein, eine destruktive Brandstifter-Politik kann und will niemand ernsthaft diesem Land zumuten.
Es dürfte sehr bald zum grossen Crash kommen, die vernunftbegabten SVP-ler werden die Erpresserpartei verlassen und eine eigene bürgerliche Partei gründen, der Rest von Rassisten und Dämagogen rund um Toni Brunner, Christoph Mörgeli, Ueli Maurer und Konsorten wird wohl auch in Zukunft mit Dreck um sich schmeissen um sich zu profilieren.
Abstimmung: Resultate & Reaktionen
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