Fehlspekulation und Geldgier führten die Banken in die Finanzkrise, die Bank-Lakaien der Schweizer Regierung pumpen 60 Milliarden “Sozialhilfe” in die UBS-Kasse und die Sozialhilfeempfänger der UBS-Chefetage belohnen sich für ihre Misswirtschaft mit unglaublichen 7 Milliarden Boni. Diese Finanzkrise entlarvt sich immer mehr als die grösste Betrugssache der Geschichte.
Dass die FDP nach jahrelangem Sponsoring durch ihre Bank-Freunde nicht anders kann, als ihre Klientel zu schützen und schlussendlich natürlich auch zukünftige Parteispenden der “Freunde der FDP” zu sichern, ist wenig überraschend. Die FDP war schon immer eine Wirtschaftspartei, eine Partei in der jeder seinen fetten Hintern in noch fetteren Verwaltungsräten platziert und so schnell verdientes Geld kassiert.
Überraschender ist, dass auch die SVP, die ansonsten nichts von Sozialismus hält, nun auch für Banken-Sozialhilfe einsteht. Wird die SVP bereits von Banken gesponsort oder erhofft sie sich zukünftig Parteispenden von Schweizer Banken?
Wirklich tragisch ist jedoch, dass unsere Regierung resp. die Bank-Lakaien der sogenannt bürgerlichen Parteien FDP und SVP jahrelang auf dem Buckel der Schwächsten gespart hat. Zuwenig Geld in der IV? Also kürzen wir die IV-Renten. Zuviele Sozialhiflebezüger? Also reduzieren wir die Sozialhilfe. Umweltschutz kostet Geld? Na das können wir uns doch nicht leisten. Aber wenn es darum geht, mittels Unternehmenssteuerreform X Milliarden an die Wirtschaft zu verschenken, dann wird mit dem grossen Löffel angerührt und wenn die armen Banken sich selbst an die Wand fahren, dann kann man auch mal 60 Milliarden aus dem Fenster schmeissen.
Bezeichnenderweise hat unsere sogenannt bürgerliche Regierung dieses Milliardengeschenk ohne Gegenleistung verteilt. Der Bund trägt nun den Grossteil des Risikos, aber ein allfälliger Gewinn geht zur Hälfte an die UBS. Andere Länder, die ihren Banken Sozialhilfe bezahlen, haben entsprechende Forderungen gestellt und nicht zuletzt fordern viele Länder das Einfrieren der Boni. Aber diese Länder haben vermutlich nicht soviele Bank-Lobbyisten in ihren Regierungen, anders lässt es sich kaum erklären, warum unsere Regierung so grosszügig ist.
Bis hierhin wäre es einfach ein weiteres trauriges Kapitel der Schweizer Geschichte, in der einmal mehr das Geld, das man für die Armen nicht hat, den Reichen verteilt wird.
Aber der Gipfel der Absurdität wurde erreicht, als die UBS verkündete, dass sie kalten Arsches sage und schreibe 7 Milliarden als Boni auszahlt. Wohlgemerkt, ein Bonus ist eine zusätzliche Honorierung für ausserordentliche Leistungen. Wer eine Firma so an die Wand fährt, dass er 60 Milliarden staatliche Unterstützung benötigt, muss ziemlich gestört oder arrogant sein um dann auf die absurde Idee zu kommen, sich dafür in diesem horrenden Ausmass zu belohnen.
So wird es wohl kommen, wie es bei solchen Politikern kommen muss. Wenn wir in Zukunft auf den UBS-Schrottpapieren liegen bleiben und die massiven Verluste mit unseren Steuern finanzieren müssen, werden UBS und Konsorten wieder massig Gewinne einheimsen, diese dann in ihrer Chefetage und bei ihren “Parteifreunden” verteilen.
Einmal mehr frage ich mich, warum das Schweizer Volk bei jeder Wahl wieder solche Parteien wählt. Solange wir Lobbyisten und Verwaltungsräte anstelle von Volksvertretern wählen, müssen wir uns nicht wundern, wenn unser Geld so verschleudert wird.
Update: SP Online-Petition: Kein Geld ohne Gegenleistung
Tagi: Hilfspakete im Vergleich
UBS-Hilfspaket ist eine Fehlkonstruktion
Bei der UBS wurden Boni für Fehlleistungen ausgezahlt
Es ist ein Skandal - aber wir haben keine Alternative
SP fordert: Aktien statt Schrott
Otto Stich: Irgendwann ist es genug
Abzocker-Initiative soll sofort vors Volk
Working Poor: Bittere Realität auch in der Schweiz