Archive for October, 2008

Die unstillbare Gier (Tanz der UBS-Vampire)

Friday, October 24th, 2008

Anlässlich der von Banken verursachten Finanzkrise und den 7 Milliarden Boni der UBS scheint mir ein Lied aus dem Musical “Tanz der Vampire” angebracht zu sein, einen Teil davon möchte ich zu diesem Thema zum nachdenken geben.

Manche glauben an die Menschheit,
und mache an Geld und Ruhm.
Manche glauben an Kunst und Wissenschaft,
an Liebe und an Heldentum.

Viele glauben an Götter
verschiedenster Art,
an Wunder und Zeichen,
an Himmel und Hölle,
an Sünde und Tugend
und an Bibel und Brevier.

Doch die wahre Macht,
die uns regiert,
ist die schändliche,
unendliche,
verzehrende,
zerstörende
und ewig unstillbare Gier.

Euch sterblichen von morgen
prophezeih ich
heut und hier:
Bevor noch das nächste Jahrtausend beginnt,
ist der einzige Gott, dem jeder dient,
die unstillbare Gier.

Tanz der Vampire: Die unstillbare Gier
Aktuell: UBS Online-Petition

UBS Online-Petition

Thursday, October 23rd, 2008

Die SP lanciert eine Online-Petition, die dem Skandal rund um die Finanzkrise und die UBS-Boni einen Riegel schieben sollen. Konkret fordert die SP folgende Punkte:

Finanzkrise: Stopp UBS

  1. Die UBS muss einen Teil der zukünftigen Gewinne einsetzen, um die Kosten der vom Steuerzahler mit 68 Milliarden finanzierten Rettungsaktion zu bezahlen
  2. Die aus Steuergeldern bestehenden 68 Milliarden dürfen nicht als Boni missbraucht werden
  3. Niemand soll mehr als eine Million verdienen
  4. Das UBS-Kader soll bisherige Boni zurückzahlen um den von ihnen angerichteten Schaden zu finanzieren, ausserdem sollen sie juristisch belangt werden
  5. Um die drohende Rezession abzuwenden, muss der Bund Investitionen in zukunftsgerichtete Bereiche der realen Wirtschaft tätigen

Es gibt sie also doch noch, die Politiker die ihre Funktion als Volksvertreter wahrnehmen.

Also nichts wie hin und die Online-Petition unterzeichnen:

UBS-Petition: Kein Geld ohne Gegenleistung

BVG Rentenklau dank Finanzkrise

Wednesday, October 22nd, 2008

Der Bundesrat senkt den BVG-Mindestsatz von 2.75% auf 2% aufgrund der schlechten Börsenlage. Während die UBS ihre 60 Milliarden Sozialhilfe mit der Verteilung von 7 Milliarden Boni feiert, baden wir das Börsendesaster aus durch einen erneuten Rentenklau.

BVG-Rentenklau dank FinanzkriseIn den Jahren 1985 bis 2002 lag der BVG-Mindestzinssatz konstant bei 4%. Erst nach der letzten Börsenkrise Ende 2002 wurde der Mindestsatz auf 2% gesenkt - schon damals zahlten wir die Zeche für die Misswirtschaft der Börsen-Psychopathen. 2003 stieger der Zinssatz dann wieder auf 3%, um 2004 wieder auf 2.25% gesenkt zu werden. Seit Anfang Jahr lag er dann auf 2.75% - nachwievor deutlich weniger wie früher.

Irgendwie ist es ja schon bezeichnend. Wenn es um unsere Altersguthaben geht, dann hat unser Vater Staat keine andere Lösung als uns die Renten zu kürzen und keinem der Wirtschafts-Lobbyisten im Parlament kommt es in den Sinn, dass man vielleicht mal den Börsen-Extremisten eine Rechnung für ihre Risiko-Wirtschaft präsentiert.

Doch wenn dann die Banken mit diesen Irrsinn selber auf die Fresse fallen, dann wirft man ihnen 60 Milliarden ohne Gegenleistung hinterher und schaut zu, wie diese wie im Fall der UBS von unserem 60 Milliarden gleich mal 7 Milliarden als Boni verteilt. Eigentlich hätte der Bund 60 Milliarden ins BVG einschiessen können, aber dieses Geld wurde nun der UBS zur Boni-Verteilung abgegeben, da bleibt nichts mehr für den Bürger.

Ich frage mich wirklich, ob dieser ganze Skandal eher eine Frage für den Richter oder den Psychiater ist, auf jeden Fall haben die Verantwortlichen massive Defizite in ihrem Denkapparat.

Update: SP Online-Petition: Kein Geld ohne Gegenleistung

BVG-Mindestzinssatz sinkt massiv
Bundesrat senkt BVG-Mindestzinssatz auf 2 Prozent

Finanzkrise und UBS-Boni

Tuesday, October 21st, 2008

Fehlspekulation und Geldgier führten die Banken in die Finanzkrise, die Bank-Lakaien der Schweizer Regierung pumpen 60 Milliarden “Sozialhilfe” in die UBS-Kasse und die Sozialhilfeempfänger der UBS-Chefetage belohnen sich für ihre Misswirtschaft mit unglaublichen 7 Milliarden Boni. Diese Finanzkrise entlarvt sich immer mehr als die grösste Betrugssache der Geschichte.

Dass die FDP nach jahrelangem Sponsoring durch ihre Bank-Freunde nicht anders kann, als ihre Klientel zu schützen und schlussendlich natürlich auch zukünftige Parteispenden der “Freunde der FDP” zu sichern, ist wenig überraschend. Die FDP war schon immer eine Wirtschaftspartei, eine Partei in der jeder seinen fetten Hintern in noch fetteren Verwaltungsräten platziert und so schnell verdientes Geld kassiert.

Überraschender ist, dass auch die SVP, die ansonsten nichts von Sozialismus hält, nun auch für Banken-Sozialhilfe einsteht. Wird die SVP bereits von Banken gesponsort oder erhofft sie sich zukünftig Parteispenden von Schweizer Banken?

Wirklich tragisch ist jedoch, dass unsere Regierung resp. die Bank-Lakaien der sogenannt bürgerlichen Parteien FDP und SVP jahrelang auf dem Buckel der Schwächsten gespart hat. Zuwenig Geld in der IV? Also kürzen wir die IV-Renten. Zuviele Sozialhiflebezüger? Also reduzieren wir die Sozialhilfe. Umweltschutz kostet Geld? Na das können wir uns doch nicht leisten. Aber wenn es darum geht, mittels Unternehmenssteuerreform X Milliarden an die Wirtschaft zu verschenken, dann wird mit dem grossen Löffel angerührt und wenn die armen Banken sich selbst an die Wand fahren, dann kann man auch mal 60 Milliarden aus dem Fenster schmeissen.

Bezeichnenderweise hat unsere sogenannt bürgerliche Regierung dieses Milliardengeschenk ohne Gegenleistung verteilt. Der Bund trägt nun den Grossteil des Risikos, aber ein allfälliger Gewinn geht zur Hälfte an die UBS. Andere Länder, die ihren Banken Sozialhilfe bezahlen, haben entsprechende Forderungen gestellt und nicht zuletzt fordern viele Länder das Einfrieren der Boni. Aber diese Länder haben vermutlich nicht soviele Bank-Lobbyisten in ihren Regierungen, anders lässt es sich kaum erklären, warum unsere Regierung so grosszügig ist.

Bis hierhin wäre es einfach ein weiteres trauriges Kapitel der Schweizer Geschichte, in der einmal mehr das Geld, das man für die Armen nicht hat, den Reichen verteilt wird.

Aber der Gipfel der Absurdität wurde erreicht, als die UBS verkündete, dass sie kalten Arsches sage und schreibe 7 Milliarden als Boni auszahlt. Wohlgemerkt, ein Bonus ist eine zusätzliche Honorierung für ausserordentliche Leistungen. Wer eine Firma so an die Wand fährt, dass er 60 Milliarden staatliche Unterstützung benötigt, muss ziemlich gestört oder arrogant sein um dann auf die absurde Idee zu kommen, sich dafür in diesem horrenden Ausmass zu belohnen.

So wird es wohl kommen, wie es bei solchen Politikern kommen muss. Wenn wir in Zukunft auf den UBS-Schrottpapieren liegen bleiben und die massiven Verluste mit unseren Steuern finanzieren müssen, werden UBS und Konsorten wieder massig Gewinne einheimsen, diese dann in ihrer Chefetage und bei ihren “Parteifreunden” verteilen.

Einmal mehr frage ich mich, warum das Schweizer Volk bei jeder Wahl wieder solche Parteien wählt. Solange wir Lobbyisten und Verwaltungsräte anstelle von Volksvertretern wählen, müssen wir uns nicht wundern, wenn unser Geld so verschleudert wird.

Update: SP Online-Petition: Kein Geld ohne Gegenleistung

Tagi: Hilfspakete im Vergleich
UBS-Hilfspaket ist eine Fehlkonstruktion
Bei der UBS wurden Boni für Fehlleistungen ausgezahlt
Es ist ein Skandal - aber wir haben keine Alternative
SP fordert: Aktien statt Schrott
Otto Stich: Irgendwann ist es genug
Abzocker-Initiative soll sofort vors Volk
Working Poor: Bittere Realität auch in der Schweiz

I’m everything I am because you loved me

Tuesday, October 14th, 2008

Schwan Petra

For all those times you stood by me
For all the truth that you made me see
For all the joy you brought to my life
For all the wrong that you made right
For every dream you made come true
For all the love I found in you
I’ll be forever thankful baby

You’re the one who held me up
Never let me fall
You’re the one who saw me through through it all

You were my strength when I was weak
You were my voice when I couldn’t speak
You were my eyes when I couldn’t see
You saw the best there was in me
Lifted me up when I couldn’t reach
You gave me faith ‘coz you believed
I’m everything I am
Because you loved me

You gave me wings and made me fly
You touched my hand I could touch the sky
I lost my faith, you gave it back to me
You said no star was out of reach
You stood by me and I stood tall
I had your love I had it all
I’m grateful for each day you gave me
Maybe I don’t know that much
But I know this much is true
I was blessed because I was loved by you

You were always there for me
The tender wind that carried me
A light in the dark shining your love into my life
You’ve been my inspiration
Through the lies you were the truth
My world is a better place because of you

I’m everything I am, because you loved me

(Celine Cion - Because you love me)

Erhöhtes Krebsrisiko in der Umgebung von AKW

Friday, October 10th, 2008

Studie bestätigt: Wer im Umkreis von 5 Kilometer von einem Atomkraftwerk wohnt, hat ein erhöhtes Krebsrisiko und setzt im Speziellen seine Kinder einem erhöhten Risiko aus, später an Leukämie zu erkranken.

Erhöhtes Krebsrisiko rund um AKWsZu diesem Schluss kam bereits die am 10. Dezember 2007 publizierte “Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken” (KiKK-Studie). Die Atomlobbyisten beeilten sich zu versichern, dass die beim AKW-Betrieb abgegebene Strahlung weit unter dem Grenzwert liege. Die Frage, ob der Grenzwert möglicherweise viel zu hoch ist, durfte nicht gestellt werden.

Nun hat die deutsche Strahlenschutzkommission die KiKK-Studie unter die Lupe genommen und kommt zu einem bizarren Schluss:
1. Die Daten der KiKK-Studie stimmen, es ist tatsächlich eine erhöhte Krebsrate bei Kindern in der Umgebung von AKWs nachweisbar, dieser Punkt kann als wissenschaftlich erwiesen betrachtet werden.
2. Da die Strahlung im AKW-Betrieb unter dem Grenzwert liegt, darf kann da kein Zusammenhang bestehen

Zu hohe Grenzwerte?

Nachwievor traut man sich nicht zu hinterfragen, ob die wissenschaftlich postulierte Unbedenklichkeit von niedrigen Strahlen-Dosierungen vielleicht falsch ist. Diesem Thema nimmt sich die aktuelle WOZ an und berichtet über Erstaunliches……

Die angebliche Ungefährlichkeit von niedrigen Strahlen-Dosierungen stützt sich auf Erhebungen, die nach den amerikanischen Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki erstellt wurde. Seit 1946 wurden gesundheitliche Folgen von Atombombenopfern registriert und diese Fakten ausgewertet. Basierend auf diesen Zahlen wurde eine Grenze festgelegt, ab der Strahlung gefährlich sein soll.

Wohlwissend wird dabei ignoriert, dass es ein Unterschied ist, ob jemand bei einem einmaligen Ereignis einer starken Strahlung ausgesetzt wurde oder ob jemand jahrelang tagtäglich radioaktive Strahlung in kleinen Dosen verabreicht bekommt. Wer hier keinen Unterschied macht, vergleicht Äpfel mit Birnen.

Mittlerweile gibt es verschiedene Studien, die nachweisen, dass schon niedrigen Strahlungen gesundheitsschädigende Wirkungen haben können. So hat beispielsweise eine grossangelegte Studie aus dem Jahr 2005 aufgrund von Erhebungen von 400′000 strahlenexponierten Personen ergeben, dass bei diesen Personen eine 1-2 Prozent höhere Zahl an Krebstoten zu verzeichnen sind. Somit sind ca 1000-2000 Personen an Krebs gestorben, obwohl die gesetzkonforme radioaktive Strahlung angeblich soooooo harmlos ist.

Ungeachtet dieser Fragen will die Schweizer Stromindustrie einmal mehr auf neue Atomkraftwerke setzen, ungeachtet möglicher Gesundheistsschäden, ungeachtet zahlreicher Pannen und Störungen in Schweizer AKW, ungeachtet des nicht abstreitbaren Risikos eines AKW-Unfalls und ungeachtet der nachwievor nur in feuchten Träumen gelösten Endlagerung von hochgiftigen radioaktiven Abfällen.

Und unzählige sogenannt bürgerliche Politiker lassen sich weiterhin von der Atomlobby sponsoren und vertreten deren Interessen - scheiss auf ein paar tote Kinder!

Presseerklärung der Strahlenschutzkommission zu ihrer Bewertung der KiKK-Studie (pdf)
Epidemiologische Studie zu Kinderkrebs in der Umgebung von Kernkraftwerken
WOZ: Die Indizien sagen: Schuldig!
Strahlenschutzkommission bestätigt erhöhtes Krebsrisiko in der Nähe von Atomkraftwerken
Kinder-Krebsrate und Atomkraftwerke
AKW Haftpflicht - nicht einmal 1 Prozent versichert
AKW-Sicherheit – Das Lügengebäude der Atomlobby
Braucht die Schweiz ein neues AKW?