Klimaskeptiker - Die Klimalüge von Exxon Mobil
Thursday, June 26th, 2008Mit 16 Millionen hat Exxon Mobil 40 Think-Tanks finanziert und durch professionelle Klimaskeptiker eine gezielte Desinformationskampagne inszeniert um die wissenschaftlich bewiesene Klimaerwärmung in Frage zu stellen. Zeitungen und Blogs sind ihnen auf den Leim gekrochen, die Sonntagszeitung hat den Klimaskeptikern rund um Exxon nun auf die Finger geschaut.

Rund ein Jahr ist es her, dass hier im RainbowNet-Blog zwei Blogbeiträge (RTL-Klimaschwindel und NTV-Klimalüge ) erschienen sind, in denen die Machenschaften der Ölindustrie und ihrer Klimalüge-Propaganda aufgedeckt wurden. Es dauerte tatsächlich ein Jahr, bis eine Schweizer Zeitung endlich zu diesem Thema recherchiert. Am letzten Sonntag veröffentlichte Joachim Laukenmann in der Sonntagszeitung einen Artikel mit dem Titel “Desinformation ist Macht“, den ich hier zusammenfassen möchte. Das nicht zuletzt weil die Erkenntnisse des Sonntagsblick meine letztjährigen Blogbeiträge bestätigen.
Exxon Mobil Desinformation
Jahrelang hat der Öl-Multi Exxon Mobil unzählige Think-Tanks mit insgesamt 16 Millionen US-Dollar finanziert. Diese Think-Tanks, die bereits vor Jahrzehnten für die Tabak-Industrie eine koordinierte Desinformationskampagne inszenierten, gehen nun nach demselben Strickmuster vor um “Unsicherheiten in der Klimaforschung aufzuzeigen”. Da werden Statistiken gefälscht oder aus dem Zusammenhang gerissen, Wissenschaftler falsch zitiert und Zweifel gesäht, selbst da wo in der Wissenschaft ein breiter Konsens besteht. Diese Denkfabriken streuen seit Jahren Desinformationen, doch die von ihnen gestreuten Berichte und “Studien” kommen in der Regel von Leuten, die zu ebendiesen Think-Tanks gehören.
John R. Christy (Competitive Enterprise Institute)
Da wäre beispielsweise John Christy vom Competitive Enterprise Institute (CEI), das von Exxon Mobil mit 2 Millionen finanziert wird. Christy veröffentlichte Temperaturkurven, die aus Satelittendaten stammten und belegen sollten, dass kein nennenswerter Erwärmungstrend festzustellen sei. Damit sollte der Erwärmungstrend widerlegt werden, der durch Bodenmessungen nachgewiesen wurde. Später wurden “grobe Fehler” in Christy’s Studie entdeckt und nach Korrektur derselben zeigen nun auch die Satelitenmessungen die Klimaerwärmung. Trotzdem wird Christy samt seinen “Erkenntnissen” weiterhin in der Klimaskeptiker-Szene herumgereicht.
Fred Singer (Science and Environmental Policy Project)
Noch mehr von Klimaskeptikern herumgereicht wird US-Physiker Frederick Singer, Gründer des Science and Environmental Policy Project (SEPP), der vor Jahren an einer Expertise der Tabakindustrie beteiligt, die eine angebliche Unschädlichkeit des Passivrauchens beweisen wollte. Später hat derselbe Fred Singer den erwiesenen Zusammenhang zwischen FCKW und dem Ozonloch geleugnet. Nun leugnet er den Klimawandel entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse.
Propaganda vom George C. Marshall Institute
Im Zentrum dieses Desinformations-Netzwerks steht das George C. Marshall Institute, das beispielsweise 2005 ein Buch mit dem titel “Erschütterter Konsens: Der wahre Zustand der globalen Erwärmung” veröffentlichte, in dem Leute wie der Meteorologe (nicht Klimaforscher!) Patrick Michaels behaupten, dass in der Wissenschaft kein Konsens bestehe, dass der Mensch einen Einfluss auf die Erderwärmung habe.
Konsens über menschgemachten Klimawandel
Doch genau das Gegenteil ist der Fall, unter Klimawissenschaftlern besteht ein breiter Konsens darüber, dass eine Klimaerwärmung stattfindet, was mit unzähligen Messungen und Studien belegt ist. Man ist sich auch einig, dass dieser festgestellte Erwärmungstrend der letzten Jahrzehnte vom Menschen (mit)-verursacht wurde.
IPCC-Klimabericht
Der Weltklimarat IPCC hat die Forschungsarbeiten von 2500 Wissenschaftlern ausgewertet und fand eine breit abgestützte Indizienkette, unzählige Hinweise die alle einen menschgemachten Klimawandel nahelegen. Auch die US National Academy of Sciences (NAS) bestätigte die Einschätungen des IPCC-Berichtes. 11 der wichtigsten nationalen Wissenschafts-Akademien veröffentlichten 2005 eine Erklärung mit den Worten: “Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Klimawandel sind nun klar genug, um sofortiges Handeln der Nationen zu rechtfertigen“. Man muss ganz schön unverfroren sein um heutzutage noch einen Konsens in der Wissenschaft zu leugnen, nur weil ein paar Klimaskeptiker von der Öl-Industrie dafür bezahlt werden, dass sie erwiesene Fakten leugnen.
News- und Blog-Recherche
Eigentlich könnte es einem egal sein, wenn ein paar Wissenschaftler Lobbyisten sich so in Szene setzen. Aber dummerweise nehmen Medien und leider auch Blogger solche “brisante News” gerne entgegen und die Wenigsten fragen sich, was für eine Informationsquelle sie da eigentlich vor sich haben. Ein kurzer Blick in SourceWatch.org oder ExxonSecrets.org hätte da schnell Klärung gebracht.
NIPCC - Konferenz der Klimaskeptiker
Und obwohl Exxon Mobil kürzlich verkündet hat, dass sie die Finanzierung dieser Gruppen einstellt, ist bereits der nächste Streich vollbracht. Dieselben Kreise rund um das Marshall Institute mit denselben Wissenschaftlern angeführt von Fred Singer haben kürzlich die sogenannte NIPCC gegründet, eine NIPCC-Konferenz abgehalten und einen NIPCC-Bericht veröffentlicht. Ähnlichkeiten mit dem IPCC sind natürlich rein zufällig. Und auch diesmal sind bereits die ersten Zeitungen und Blogs darauf reingefallen und verkünden lauthals, dass “weltweite Klimawissenschaftler” den menschgemachten Klimawandel negieren. Da bleibt zu hoffen, dass sich die Sonntagszeitung auch noch dem NIPCC widmet - wenns geht nicht erst in einem Jahr.
Sonntagszeitung: Desinformation ist Macht
Spiegel: Konferenz der Klimawandel-Leugner
Exxon-Secrets.org: Klimaskeptiker Think-Tanks
ExxonSecrets.org: Klimaskeptiker
SourceWatch.org: Klimaskeptiker und Think-Tanks
Umweltbundesamt: Argumente der Klimaskeptiker
Focus.de: Die zehn Thesen der Klimaskeptiker
UnionOfConcernedScientists: How ExxonMobil Uses Big Tobacco’s Tactics to Manufacture Uncertainty on Climate Science (PDF)
blog.flöschen: Der grosse Klimabetrug
Zufrüh gefreut, Hermann Weyeneth meinte mit seinem Kotz-Spruch nicht etwa sein eigenes frühmorgendliches Spiegelerlebnis und eine damit verbundene Selbsterkenntnis sondern diejenigen SVP-Politiker, die von der hetzerischen und radikalen Politik der SVP genug haben und eine eigene bürgerliche Partei gründen, die ohne 
Doch eine weitere Forschergruppe, die sich mit dem Nachweis von negativen Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen befasste, kam zum Schluss, dass “ein anwendbares Kriterium für die Beurteilung von «Umweltschaden» nicht zur Verfügung stehe“. Aufgrund der Vielzahl von Umwelteinflüssen sei im nachhinein nicht nachweisbar, ob die gentechnisch veränderte Pflanze den Schaden verursacht hat. Erschwerend kommt hinzu, dass Umweltschäden durch Gentech-Pflanzen unter Umständen erst Jahre später sichtbar werden.
Eigentlich mag ich die EVP, weil sie im Gegensatz zu sein meisten Parteien wenigstens noch ethischen Grundsätzen folgt, die ich meistens teile. Aber wenn Ethik das Leid ausblendet und Menschen grausam verrecken lässt, dann verkommt Ethik zu einer theologischen Worthülse, die unerträglicher Menschenverachtung gleich kommt und in moralischer Selbstbefriedigung mündet.
Man gewöhnt sich mittlerwile daran, dass der Papst oder seine Bischöfe mitunter sehr bizarre Entscheide treffen und an ihre Gläubigen Forderungen stellen, die jegliche Vernunft vermissen lassen und nicht im Geringsten aus den
Dezember 1952: In einem Reaktor im kanadischen Chalk River bei Ottawa kommt es zu einer schweren Explosion. Der Reaktorkern wird bei einer partiellen Kernschmelze zerstört.
Die Strategie war vielversprechend, man nimmt einen stets lächelnden Sympathieträger der wie ein Papagei alles nachplaudert, macht ihn zum Parteipräsidenten und steuert ihn mit einer Handvoll Propagandisten der alten Garde wie eine Marionette. Aber wie so oft hat die SVP Parteileitung nicht bis zu Ende gedacht. Ein Parteipräsident muss auch eine Arena bestehen, öffentliche Streitgespräche führen und spontan auf Situationen reagieren können, Argumente finden und vieles mehr. Doch die Fernsteuerung durch die Parteilleitung im Hintergrund ist nunmal nicht immer zu bewerkstelligen, so auch nicht in der heutigen Arena. Toni Brunner müsste selber auf kritische Fragen antworten und wenn man die letzte Arena als Gradmesser nimmt, kann Toni Brunner keine eigenen Argumente bringen. Er wiederholte stets die propagandistischen Sprüche von seinem Ziehvater