Archive for June, 2008

Klimaskeptiker - Die Klimalüge von Exxon Mobil

Thursday, June 26th, 2008

Mit 16 Millionen hat Exxon Mobil 40 Think-Tanks finanziert und durch professionelle Klimaskeptiker eine gezielte Desinformationskampagne inszeniert um die wissenschaftlich bewiesene Klimaerwärmung in Frage zu stellen. Zeitungen und Blogs sind ihnen auf den Leim gekrochen, die Sonntagszeitung hat den Klimaskeptikern rund um Exxon nun auf die Finger geschaut.

NOAA Statistik Globale Klimaerwärmung

Rund ein Jahr ist es her, dass hier im RainbowNet-Blog zwei Blogbeiträge (RTL-Klimaschwindel und NTV-Klimalüge ) erschienen sind, in denen die Machenschaften der Ölindustrie und ihrer Klimalüge-Propaganda aufgedeckt wurden. Es dauerte tatsächlich ein Jahr, bis eine Schweizer Zeitung endlich zu diesem Thema recherchiert. Am letzten Sonntag veröffentlichte Joachim Laukenmann in der Sonntagszeitung einen Artikel mit dem Titel “Desinformation ist Macht“, den ich hier zusammenfassen möchte. Das nicht zuletzt weil die Erkenntnisse des Sonntagsblick meine letztjährigen Blogbeiträge bestätigen.

Exxon Mobil Desinformation
Jahrelang hat der Öl-Multi Exxon Mobil unzählige Think-Tanks mit insgesamt 16 Millionen US-Dollar finanziert. Diese Think-Tanks, die bereits vor Jahrzehnten für die Tabak-Industrie eine koordinierte Desinformationskampagne inszenierten, gehen nun nach demselben Strickmuster vor um “Unsicherheiten in der Klimaforschung aufzuzeigen”. Da werden Statistiken gefälscht oder aus dem Zusammenhang gerissen, Wissenschaftler falsch zitiert und Zweifel gesäht, selbst da wo in der Wissenschaft ein breiter Konsens besteht. Diese Denkfabriken streuen seit Jahren Desinformationen, doch die von ihnen gestreuten Berichte und “Studien” kommen in der Regel von Leuten, die zu ebendiesen Think-Tanks gehören.

John R. Christy (Competitive Enterprise Institute)
Da wäre beispielsweise John Christy vom Competitive Enterprise Institute (CEI), das von Exxon Mobil mit 2 Millionen finanziert wird. Christy veröffentlichte Temperaturkurven, die aus Satelittendaten stammten und belegen sollten, dass kein nennenswerter Erwärmungstrend festzustellen sei. Damit sollte der Erwärmungstrend widerlegt werden, der durch Bodenmessungen nachgewiesen wurde. Später wurden “grobe Fehler” in Christy’s Studie entdeckt und nach Korrektur derselben zeigen nun auch die Satelitenmessungen die Klimaerwärmung. Trotzdem wird Christy samt seinen “Erkenntnissen” weiterhin in der Klimaskeptiker-Szene herumgereicht.

Fred Singer (Science and Environmental Policy Project)
Noch mehr von Klimaskeptikern herumgereicht wird US-Physiker Frederick Singer, Gründer des Science and Environmental Policy Project (SEPP), der vor Jahren an einer Expertise der Tabakindustrie beteiligt, die eine angebliche Unschädlichkeit des Passivrauchens beweisen wollte. Später hat derselbe Fred Singer den erwiesenen Zusammenhang zwischen FCKW und dem Ozonloch geleugnet. Nun leugnet er den Klimawandel entgegen aller wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Propaganda vom George C. Marshall Institute
Im Zentrum dieses Desinformations-Netzwerks steht das George C. Marshall Institute, das beispielsweise 2005 ein Buch mit dem titel “Erschütterter Konsens: Der wahre Zustand der globalen Erwärmung” veröffentlichte, in dem Leute wie der Meteorologe (nicht Klimaforscher!) Patrick Michaels behaupten, dass in der Wissenschaft kein Konsens bestehe, dass der Mensch einen Einfluss auf die Erderwärmung habe.

Konsens über menschgemachten Klimawandel
Doch genau das Gegenteil ist der Fall, unter Klimawissenschaftlern besteht ein breiter Konsens darüber, dass eine Klimaerwärmung stattfindet, was mit unzähligen Messungen und Studien belegt ist. Man ist sich auch einig, dass dieser festgestellte Erwärmungstrend der letzten Jahrzehnte vom Menschen (mit)-verursacht wurde.

IPCC-Klimabericht
Der Weltklimarat IPCC hat die Forschungsarbeiten von 2500 Wissenschaftlern ausgewertet und fand eine breit abgestützte Indizienkette, unzählige Hinweise die alle einen menschgemachten Klimawandel nahelegen. Auch die US National Academy of Sciences (NAS) bestätigte die Einschätungen des IPCC-Berichtes. 11 der wichtigsten nationalen Wissenschafts-Akademien veröffentlichten 2005 eine Erklärung mit den Worten: “Die wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Klimawandel sind nun klar genug, um sofortiges Handeln der Nationen zu rechtfertigen“. Man muss ganz schön unverfroren sein um heutzutage noch einen Konsens in der Wissenschaft zu leugnen, nur weil ein paar Klimaskeptiker von der Öl-Industrie dafür bezahlt werden, dass sie erwiesene Fakten leugnen.

News- und Blog-Recherche
Eigentlich könnte es einem egal sein, wenn ein paar Wissenschaftler Lobbyisten sich so in Szene setzen. Aber dummerweise nehmen Medien und leider auch Blogger solche “brisante News” gerne entgegen und die Wenigsten fragen sich, was für eine Informationsquelle sie da eigentlich vor sich haben. Ein kurzer Blick in SourceWatch.org oder ExxonSecrets.org hätte da schnell Klärung gebracht.

NIPCC - Konferenz der Klimaskeptiker
Und obwohl Exxon Mobil kürzlich verkündet hat, dass sie die Finanzierung dieser Gruppen einstellt, ist bereits der nächste Streich vollbracht. Dieselben Kreise rund um das Marshall Institute mit denselben Wissenschaftlern angeführt von Fred Singer haben kürzlich die sogenannte NIPCC gegründet, eine NIPCC-Konferenz abgehalten und einen NIPCC-Bericht veröffentlicht. Ähnlichkeiten mit dem IPCC sind natürlich rein zufällig. Und auch diesmal sind bereits die ersten Zeitungen und Blogs darauf reingefallen und verkünden lauthals, dass “weltweite Klimawissenschaftler” den menschgemachten Klimawandel negieren. Da bleibt zu hoffen, dass sich die Sonntagszeitung auch noch dem NIPCC widmet - wenns geht nicht erst in einem Jahr.

Sonntagszeitung: Desinformation ist Macht
Spiegel: Konferenz der Klimawandel-Leugner
Exxon-Secrets.org: Klimaskeptiker Think-Tanks
ExxonSecrets.org: Klimaskeptiker
SourceWatch.org: Klimaskeptiker und Think-Tanks
Umweltbundesamt: Argumente der Klimaskeptiker
Focus.de: Die zehn Thesen der Klimaskeptiker
UnionOfConcernedScientists: How ExxonMobil Uses Big Tobacco’s Tactics to Manufacture Uncertainty on Climate Science (PDF)
blog.flöschen: Der grosse Klimabetrug

Hermann Weyeneth - Brechreiz vor dem Spiegel

Tuesday, June 24th, 2008

Hermann Weyeneth gesteht: “Wenn ich mich nach all dem noch im Spiegel sähe, müsste ich mich übergeben.”. Da mag man nicht widersprechen, mir wird seit Jahren speiübel wenn ich die unschweizerische Brandstifter-Politik der SVP beobachte, aber seit wann können SVP-Politiker Fehler eingestehen?

Hermann Weyeneth - Kotzen vor dem SpiegelZufrüh gefreut, Hermann Weyeneth meinte mit seinem Kotz-Spruch nicht etwa sein eigenes frühmorgendliches Spiegelerlebnis und eine damit verbundene Selbsterkenntnis sondern diejenigen SVP-Politiker, die von der hetzerischen und radikalen Politik der SVP genug haben und eine eigene bürgerliche Partei gründen, die ohne perfide Propaganda und fremdenfeindliche Hetzkampagnen politisiert.

Was für jeden anständigen Demokraten ein Grundrecht darstellt, dass jeder einer Sekte Partei beitreten darf, sie wieder verlassen oder sogar eine eigene Partei gründen darf, das und viel mehr scheint auch das Demokratieverständnis von Hermann Weyeneth zu überfordern.

Für Hermann Weyeneth ist wie für viele SVP-Politiker unser Bundesrat Samuel Schmid ein Verräter, obwohl er vom Parlament demokratisch gewählt wurde und erst nach monatelangen Attacken seitens der SVP-Schweiz den Bettel hinwarf - ein paar Monate nachdem die SVP-Schweiz Samuel Schmid offiziell aus der SVP-Fraktion warf. Wer hat hier wen verraten?

Aber was will man von so einer Partei Demokratie-Verständnis erwarten, wenn diese die Religionsfreiheit und Rechtsgleichheit aus der Bundesverfassung kippen will, politische Gegner mit Dreckkampagnen zermürbt, unsere Regierung ständig in den Dreck zieht, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf und die gesamte Bündner SVP erpresst……? Nichts, einfach nichts ausser Beleidigungen und Hetzkampagnen und einer Verluderung der Schweizer Politik und schlussendlich der Gesellschaft!

So bleibt der bittere Geschmack, dass SVP-Politiker wie Hermann Weyeneth mit Kotz-Rhetorik über die vom Volk gewählten Politiker herziehen und die Schweizer Politik immer mehr zu einer - um es in der Terminologie des Blocher-Clans auszudrücken - Wildsau-Keilerei ausartet.

20min: Weyeneth - Ich müsste mich übergeben
Tagi: Schmid weist Verrats-Vorwürfe zurück

Blog-Aktion: Japanischer Greenpeace-Blogger in Haft

Sunday, June 22nd, 2008

Die japanische Polizei hat zwei Greenpeace Aktivisten verhaftet, mit dabei ist der Blogger Junichi Sato, der in einem Blogbeitrag einen Walfleisch-Schmuggel Skandal aufdeckte, in den die japanische Regierung verwickelt ist. Meinungsfreiheit scheint auch in Japan ein Fremdwort zu sein – holen wir Junichi Sato und Toru Suzuki aus dem Gefängnis.

Blog Aktion Greenpeace Blogger Japan

Der 31-jährige Junichi Sato und der 41-jährige Toru Suzuki wurden verhaftet, weil sie eine Schachtel voll Walfleisch stahlen, um sie als Beweis für einen Walfleisch-Schmuggel zu verwenden, in dem nicht nur die Offiziellen des Walfang-Schiffes beteiligt waren sondern auch ihre Verbündeten in der japanischen Regierung.
Diese Kiste, eine von vielen die von der Schiffs-Crew der „Nisshin Maru„ vor den Augen der „Offiziellen“ von Bord gebracht wurden, war gefüllt mit dem teuersten Walfleisch, und war andressiert an private betuchte Abnehmer.
Greenpeace wendete sich an die japanische Staatsanwaltschaft und forderte eine Untersuchung in dieser Sache. Die Staatsanwaltschaft bestätigte darauf, dass es genug Beweise gab, die auf Unrechtmässigkeiten hindeuten. Die Untersuchung begann….. und wurde eingestellt. Verhaftet wurden nur die zwei Greenpeace-Aktivisten, die diesen staatlich geduldeten Walfleisch-Schmuggel aufdeckten.

Über 40 Polizisten durchsuchten die Büros von Greenpeace und den Privaträumen der Angestellten, durchforsteten stundenlang Handys und Computer der Betroffenen und verhafteten schliesslich den Blogger Junichi Sato und Toru Suzuki., offenbar um die Glaubwürdigkeit von Greenpeace zu unterwandern und aus Umweltschützern Kriminelle zu machen.
Grotesk daran ist, dass die Betroffenen Umweltschützer sich der Polizei offiziell zur Verfügung stellten, alle Aktionen der Beweissicherung waren dokumentiert, ein einziger Anruf hätte gereicht, um die Betroffenen zu einer Polizeistation vorzuladen. Aber man wollte keine Untersuchung, man wollte eine Exempel statuieren, das allen Umweltschützern zeigen sollte, dass Japan hier keine Wahrheit in Sachen Walfang verträgt.

Greenpeace Execute-Director Jun Hoshikawa kommentiert das Ganze mit den Worten: „Wir haben einen Skandal aufgedeckt, in dem hohe Regierungsleute von illegalen Walfang-Schmuggel profitierten. Da ist es kein Wunder, dass diese Kreise sich nun rächen.“.

Mittlerweile hat die japanische Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen die Walfang-Firmen und ihre politischen Verbündeten eingestellt – aus Mangel an Beweisen – ungeachtet der erbrachten Beweise, welche die nun verhafteten Greenpeace Aktivisten erbracht haben.

Im Gefängnis bleiben weiterhin Junichi Sato und Toru Suzuki, deren einziges Vergehen war, illegale Machenschaften von Walfang-Industrie und Regierung aufzudecken.

Geben wir der japanischen Regierung einen Denkanstoss, stehen wir ein für Meinungsfreiheit und gegen Korruption. Erheben wir unsere Stimme dagegen, dass Blogger oder Umweltschützer im Gefängnis landen, nur weil sie kriminelle Machenschaften aufdeckten.

Online-Protest: Release our activists!
Blogger arrested - blog him out of jail!!
Japan drops investigation of whalers, arrests Greenpeace activists
Japanese government to investigate whale meat scandal
Greenpeace.ch: Untersuchungen zum Walfleisch-Skandal angelaufen
Greenpeace.ch: Greenpeace deckt japanischen Walfleisch-Skandal auf
Greenpeace.de: Untersuchungen zum Walfleischskandal angelaufen
Zusammenfassung der Beweise des japanischen Walfleischskandals (pdf)
Bericht zum Walfleischskandal: Japan’s stolen Whale Meat Skandal (pdf)
Video: Walfleisch-Skandal in Japan
20min: Greenpeace-Aktivisten wegen Fleischklau festgenommen

Unterstützung der Blog-Gemeinde:
Deepwave: Japan: Greenpeacer sollen vor Gericht
Vegetarisch.org: Verhaftungen und Beschlagnahme im japanischen Greenpeace-Büro
U-Botschaft: Gefängnis, weil Wahrheit offengelegt
Munis Blog: Walfleischskandal in Japan!
Bankkaufmann.org: Japanische Greenpeace-Mitarbeiter weiter in Haft
Migaloo: Japanische Walfänger sind Gauner?
Gerardo: Greenpeace Aktivist verhaftet
YMO’s Sicht: Werden die NGO’s zu gefährlich?
Gonorrea: Greenpeace-Mitarbeiter in Japan verhaftet
Stoepsorama
hh-heute: Greenpeace bittet die Welt um Hilfe
Gulli: Blogger in Japan wegen Diebstahl verhaftet
Claudia Sommer: Freiheit für die Greenpeace-Aktivisten
(wird fortlaufend erweitert)

Gentech-Pflanzen - Risiken nicht abschätzbar

Tuesday, June 17th, 2008

Sind Risiken von Gentech-Pflanzen abschätzbar? Das Bundesamt für Umwelt (Bafu) veranlasste ein aus 8 Projektgruppen bestehendes Forschungsprogramm um die Auswirkungen von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auf die Umwelt zu ermitteln. Diese Forschergruppe verkündete heute, dass keine negativen Auswirkungen von GVO auf Wildbienen, Würmer, Schnecken oder Fliegenlarven festgestellt wurden werden konnten.

Gentech-PflanzenDoch eine weitere Forschergruppe, die sich mit dem Nachweis von negativen Auswirkungen von gentechnisch veränderten Pflanzen befasste, kam zum Schluss, dass “ein anwendbares Kriterium für die Beurteilung von «Umweltschaden» nicht zur Verfügung stehe“. Aufgrund der Vielzahl von Umwelteinflüssen sei im nachhinein nicht nachweisbar, ob die gentechnisch veränderte Pflanze den Schaden verursacht hat. Erschwerend kommt hinzu, dass Umweltschäden durch Gentech-Pflanzen unter Umständen erst Jahre später sichtbar werden.

Wenn man bedenkt, dass beispielsweise bei Gen-Weizen nachgewiesen wurde, dass seine Pollen 2,7 Kilometer weit transportiert werden oder dass Gentech-Raps 10 Jahre lang im Boden überleben kann, dann ist es wohl nicht zuviel verlangt, dass wir erfahren ob wir mit dieser Risikotechnologie unseren Hintern aufs Spiel setzen. Aber wenn die Schäden von Gentech-Pflanzen nicht mal nachgewiesen werden können, wie in aller Welt soll dann der Nachweis einer Ungefährlichkeit erbracht werden?

Wir haben mit unseren Atomkraftwerken bereits eine Risikotechnologie, brauchen wir da wirklich eine Zweite? Radioaktivität hat wenigstens eine Halbwertszeit, lebendige genmanipulierte Organismen nicht. Wenn sie begonnen haben zu existieren, leben sie weiter, verbreiten sich weiter und kreuzen weiter aus.

Wir schnipseln mit dem Dosenöffner am Genom dieses Planeten herum und können doch nicht einmal herausfinden, ob wir uns damit einem Risiko aussetzen. Fortschritt hat manchmal wirklich skurile Seiten.

Tagi: Risiken von Gentech-Anbau kaum abschätzbar
UmweltschutzNews: Gen-Weizen noch riskanter als befürchtet
Umweltjournal: Risiko von Gentech-Pflanzen ist nicht beherrschbar
Greenpeace: Gentech-Politik und die Risiken einer Freisetzung
science.ORF.at: Gentech-Pflanzen - Risiken und Nebenwirkungen
Bundesrat beendet Null-Toleranz für Genfood
Langzeitstudie: Verzehr von Gentech-Mais verringert Fruchtbarkeit

1. Jubiläum RainbowNet-Blog

Tuesday, June 10th, 2008

Unglaublich, das RainbowNet-Blog hat seinen ersten Geburtstag verpasst, der vor einem Monat zu feiern gewesen wäre. Nun denn, holen wir das nach mit dem Bejubeln einiger statistischen Zahlen.

Statistik RainbowNet-Blog

Blogstatistik
- Blogbeiträge 127
- Kommentare 2.617

Besucherstatistik
- Seitenaufrufe: 120.894
- Besuche: 73.999
- Besucher: 64.351
- Google Besucher: 45.577

Highlights: Höchste Besucherzahlen an einem Tag
- Klimalüge 1.164
- Wahlen 2007 1.032

Häufigste Suchbegriffe
- Klimalüge 2.742
- SVP Video 1.741
- Zottel Game 1.348
- Free Tibet 1.289
- Ausschaffungsinitiative 984

Beliebteste Blogbeiträge
- SVP-Video Himmel oder Hölle 7.756
- Zottel Game 7.704
- Klimalüge 7.163
- Blogaktion Free Tibet 6.759
- Klimaschwindel 6.349
- Plakat Ausschaffungsinitiative 4.206
- SVP Ausschaffungsinitaitive 3.533
- Klage gegen Zottel Game 2.779
- Deckungssumme AKW 2.451

An dieser Stelle herzlichen Dank an alle Leser für die Aufmerksamkeit und noch mehr Dank an alle die durch Kommentare die Blogbeiträge aufgewertet haben. Es gibt viel zu tun, packen wirs an ;-)

Ruedi Aeschbacher will Sterbehilfe verbieten

Tuesday, June 10th, 2008

EVP-Nationalrat Ruedi Aeschbacher will aktive Sterbehilfe verbieten - lieber verrecken lassen als menschenwürdig sterben ist Aeschbachers christliche Devise, Ethik macht offenbar einen grossen Bogen um das Leid der Menschen.

Ruedi Aeschbacher EVP - aktive SterbehilfeEigentlich mag ich die EVP, weil sie im Gegensatz zu sein meisten Parteien wenigstens noch ethischen Grundsätzen folgt, die ich meistens teile. Aber wenn Ethik das Leid ausblendet und Menschen grausam verrecken lässt, dann verkommt Ethik zu einer theologischen Worthülse, die unerträglicher Menschenverachtung gleich kommt und in moralischer Selbstbefriedigung mündet.

Um es vorwegzunehmen, ich gehe mit Ruedi Aeschbacher einig, dass Sterbehilfe nie kommerzialisiert werden darf, der Tod eines Menschen darf nicht zum Spielball der Wirtschaft werden. Diesbezüglich verstehe ich das Engagement von Ruedi Aeschbacher gegen Dignitas + Co.

Aber Ruedi Aeschbacher fordert viel mehr als das, er will nicht nur profit-orientierte Sterbehilfe verbieten sondern auch uneigennützige Sterbehilfe mit bis zu 5 Jahren Gefängnis bestrafen.

Eines hat Ruedi Aeschbacher offenbar vergessen, dass es Menschen gibt, denen es so dreckig geht, dass man vor Gericht gestellt würde, wenn man ein Tier so dahinsiechen liesse. Wo bleibt da Ruedi Aeschbacher’s Erbarmen?

Gegner der aktiven Sterbehilfe werden nun einwenden, dass es ja passive Sterbehilfe gibt und dass diese sooo human sein. All denen möchte ich hier eine erlebte Geschichte erzählen, die kein theologisches Geschwätz ist sondern bittere und grausame Erfahrung ist.

Es ist ein paar Jahre her, als meine Mutter schwer erkrankte. Es bildete sich ein Loch zwischen Luft- und Speiseröhre und bei jedem Schluck landete die Hälfte in der Lunge anstatt im Magen, was entsprechende Erstickungsattacken verursachte. Ihre grösste Angst seit ihrer Kindheit war die Angst vor dem Ersticken und genau das passierte nun unzählige Male täglich. Sie kam zum Schluss, dass ein Leben so nicht mehr erträglich ist und wollte aktive Sterbehilfe in Anspruch nehmen. Aber aufgrund von Fristenreglungen und sonstigem Formalquatsch war diese Option nicht greifbar. Alles was ihr blieb war sogenannt passive Sterbehilfe - was de facto heisst, dass man sie verhungern liess.
Wochenlang sass ich täglich neben ihr und ihr Zustand wurde immer schlimmer. Man, setzte sie auf Morphium, entzog ihr die Speisen und liess sie langsam aber stetig krepieren. Mit der Zeit füllte sich die Luft im Raum mit dem Geruch von Eiter, der sich in ihren Lungen füllt, es war fast unerträglich, in diesem Fäulnisgestank zu verbleiben. Trotzdem sass ich neben ihr, stundenlang, alle paar Minuten riss sie die Augen auf, der Körper bäumte sich auf und die Angst schrie aus ihren Augen, weil sie wieder fast erstickte. Aber man durfte sie nicht erlösen, sie war ja schliesslich kein Tier. Also litt sie weiter, ängstigte sich weiter und siechte weiter vor sich hin - ganz im Sinne von Ruedi Aeschbacher.

Es sind Jahre vergangen und doch ist kein Bild verschwunden, ich höre ihre stimmlosen Schreie heute noch und ich werde sie wohl ewig weiter hören und diese stillen Schreie rufen immer wieder dieselbe Frage: “Warum musste all dieses unnötige Leiden sein?”.

Während ich diese Zeilen schreibe, zerreisst es mich fast, weil die Erinnerung auch heute noch - Jahre später- lebendig ist, ich höre noch ihr Röcheln, sehe ihre panischen Augen und rieche den Geruch des Eiters in der Luft, der Geruch des Todes der sich langsam aber unaufhaltsam seine Wege bahnt und den Betroffenen in Angst und Schrecken versetzt.

Damals habe meiner Mutter angeboten, sie von ihrem Leiden zu erlösen, doch sie wollte nicht dass ich für sie ins Gefängnis muss. Meine Mutter hatte vor Schmerz und Tod offenbar weniger Angst als vor Ethik-Fundamentalisten vom Schlage eines Ruedi Aeschbacher. Sie und ich haben einen hohen Preis dafür bezahlt.

Beihilfe zum Suizid soll strafbar werden

Bischof Lorenzo Chiarinelli verweigert Ehe wegen Impotenz

Monday, June 9th, 2008

Der italienische Bischof Lorenzo Chiarinelli verweigert einem impotenten Mann die Eheschliessung, der seit einem Unfall querschnittgelähmt ist. Die Begründung von Bischof Chiarinelli lautet, dass die Ehe nur der Reproduktion dient und ein Impotenter könne dieser Pflicht ja nicht nachkommen.

Bischof Lorenzo ChiarinelliMan gewöhnt sich mittlerwile daran, dass der Papst oder seine Bischöfe mitunter sehr bizarre Entscheide treffen und an ihre Gläubigen Forderungen stellen, die jegliche Vernunft vermissen lassen und nicht im Geringsten aus den biblischen Schriften legitimiert werden können. So auch der neuste Streich aus der Gilde des Vatikans.

Vor zwei Jahrtausenden zog ein jüdischer Rabbi namens Jeschua durchs Land und predigte das Reich Gottes. Dieser - später im griechischen Raum Jesus genannte Rabbiner - wehrte sich vorallem gegen Reinheitsgesetze, die es Kranken und Invaliden verunmöglichten, am Gottesdienst in der Synagoge teilzunehmen. Er wehrte sich vehement dagegen, dass die Schwächsten unter den Kindern Gottes von der Gesellschaft ausgegrenzt werden.

Doch zweitausend Jahre später kommt Bischof Lorenzo Chiarinelli, verrät Jesus und seine Werte und kreuzigt ihn so ein zweites Mal. Wie kommt ein Bischof dazu, sich so menschenverachtend aufzuführen? Wo bleibt die Nächstenliebe und Barmherzigkeit im Herzen dieses Bischofs?

Dieser Fall macht mich einmal mehr ratlos ob der emotionalen Impotenz der priesterlichen Elite des Vatikans. Wehe Euch, Ihr Schriftgelehrten und Pharisäer! Das würde Jesus Bischof Lorenzo Chiarinelli wohl entgegen schmettern.

Da bleibt nur noch eines zu sagen: Vater vergib Bischof Lorenzo Chiarinelli, er weiss offenbar nicht im Geringsten was er tut.

Impotenter Bräutigam - Bischof verweigert Ehesegen
Vatikan droht Priesterinnen mit Exkommunikation
Rom: Vatikan bekräftigt Exkommunikation für Priesterinnen
Papst Benedikt erhebt Anspruch als einzig wahre Kirche
Bischof Koch ruft Papst um Hilfe gegen Pfarrer Sabo

AKW Unfälle - AKW Störfälle

Saturday, June 7th, 2008

Die Atomindustrie - allen voran die Propagandaorganisation AXPO - versucht uns ständig weiszumachen, dass Atomkraftwerke sicher sind, AKW-Unfälle wie Tschernobyl sind nur im Osten möglich. 20-Minuten hat eine Auflistung bisheriger AKW-Unfälle publiziert, die ich hier zu bedenken gebe. Es scheint, dass die Ausnahme eher die Regel ist.

AKW Unfall in TschernobylDezember 1952: In einem Reaktor im kanadischen Chalk River bei Ottawa kommt es zu einer schweren Explosion. Der Reaktorkern wird bei einer partiellen Kernschmelze zerstört.

September 1957 In einer Wiederaufbereitungsanlage im russischen Kyschtym explodiert ein Tank mit radioaktiven Abfällen. Dabei werden grosse Mengen an radioaktiven Substanzen freigesetzt.

Oktober 1957 Im britischen Atomreaktor in Windscale - seit 1983 Sellafield genannt - wird nach einem Brand eine radioaktive Wolke freigesetzt, die sich über Europa verteilt.

Juli 1971 Im schweizerischen AKW Mühleberg ereignet sich ein schwerer Brand im Maschinenhaus, der mehrere Sicherheitssysteme lahm legt. Eine grosse Anzahl von Fehlalarmen erschwert den Überblick. Die Betriebsleitung gesteht später, dass die Situation im Kontrollraum während Minuten ausser Kontrolle geraten ist.

Juli 1973 Wieder kommt es in Windscale zu einer schweren Explosion, bei der ein grosser Teil der Anlage verseucht wird.

Januar 1977 Kurzschlüsse in zwei Hochspannungsleitungen führen im deutschen Atomkraftwerk Gundremmingen in Bayern zu einem Totalschaden. Das Reaktorgebäude ist mit radioaktivem Kühlwasser verseucht.

Dezember 1978 Im deutschen AKW Biblis A ereignet sich ein schwerer Vorfall. Die Betriebsmannschaft übersieht während drei Arbeitsschichten, dass ein Ventil nicht ordnungsgemäss schliesst – sie glaubt vielmehr, dass die Alarmlampe, die das Versagen des Ventils anzeigt, nicht in Ordnung ist. Die Temperatur im Reaktor steigt gefährlich an. Um ein Uhr morgens entschliessen sich die Operateure, den Reaktor abzuschalten, ändern aber nach zehn Minuten wieder ihre Meinung, weil sie unbedingt einen Produktionsausfall vermeiden möchten. Statt abzuschalten versuchen sie nun ein riskantes Manöver. Doch das geht schief – ein Leck ist die Folge, Radioaktiver Dampf tritt aus. Der Störfall wird allerdings erst bekannt, als ein amerikanischer Informationsdienst das Geschehen ein Jahr später aufdeckte.

August 1979 Die US-Atombehörde beschuldigt die Betreiberin des schweizerischen AKW Beznau I, einen schwerwiegenden Defekt geheim gehalten zu haben, bei dem es zum Sieden des Kühlwassers an den Brennstabrohren gekommen ist. Es handelt sich um denselben Defekt, der in den USA zur teilweisen Kernschmelze im AKW Three Mile Island geführt hat. Beznau musste nach dem Zwischenfall für 103 Stunden stillgelegt werden.

März 1979 Maschinen- und Bedienungsfehler führen im US-Kernkraftwerk Three Mile Island bei Harrisburg zum Ausfall der Reaktorkühlung, die eine partielle Kernschmelze und die Freisetzung von radioaktiven Gasen zur Folge hat.

April 1986 Kernschmelze im sowjetischen Atomkraftwerk Tschernobyl. Fachleute geben die Zahl der zu erwartenden Toten mit zwischen 4.000 und 100.000 an. 4.000 Menschen erkrankten infolge des Unfalls an Schilddrüsenkrebs.

November 1986 Im schweizerischen AKW Leibstadt bedient ein Operateur die falsche Taste. Dadurch erhöht sich im Reaktor der Druck, er muss innert Sekundenfrist automatisch abgeschaltet werden. Süddeutsche Medien behaupten, dass dabei Radioaktivität ausgetreten ist. Die Kraftwerksleitung bestreitet dies. Auffällig ist aber, dass Leibstadt ausgerechnet 1986 die höchste jemals gemessene Jahres-Dosis aufwies.

September 1987 Weil Abluftfilter im AKW Mühleberg defekt sind, kann radioaktive Luft in die Umgebung entweichen. Da auch das Messgerät kaputt ist, wird die Freisetzung erst gar nicht bemerkt. Und auch nachher kommt sie nur durch Zufall an den Tag – die Betreiberin hatte die Oeffentlichkeit nicht informieren wollen, weil der Vorfall zu unbedeutend sei. Mühleberg-Vizedirektor wird im «Blick» zitiert mit den Worten: «Wir benachrichtigen die Presse auch nicht, wenn bei uns ein Wasserhahn tropft.» Auch der Bund wartet zu: Eidgenössische Experten kommen erst drei Wochen nach der Panne in die Region, um Früchte und Gemüse zu untersuchen. Sie empfehlen, Äpfel vorläufig geschält zu essen. Unabhängige Fachleute kommen zum Schluss, dass bei der Filterpanne mehr Radioaktivität freigesetzt worden ist als durch Tschernobyl in die Schweiz gelangte.

Dezember 1987 Im schweizerischen AKW Beznau wurden alte Bortanks abgebrochen. Dabei zeigte sich gemäss Angaben der Aufsichtsbehörde HSK, dass die Erde bis auf rund 3 Meter Tiefe radioaktiv verseucht ist (u.a. mit Cäsium-137). Die Verseuchung sei auf eine Leckage vor 15 Jahren zurückzuführen. Das radioaktive Material war damals von der NOK ausgebaggert und am Ufer der Aare deponiert worden.

September 1990 Im schweizerischen AKW Leibstadt ist das Reaktorschnellabschalt-System während mehrerer Stunden nicht funktionsfähig. Die Aufsichtsbehörde untersucht den Vorfall und kommt zum Schluss, dass Betriebsvorschriften nicht eingehalten worden sind und eine Alarmanzeige stundenlang ignoriert worden ist.

April 1993 Im französischen AKW Nogent fallen fünf Sicherheitssysteme gleichzeitig aus. Eine Überprüfung des Feuerlöschsystems hatte zum Ausfall von drei Ventilationssystemen geführt, ein anderes Ventilationssystem war abgeschaltet wegen Unterhaltsarbeiten und das Branderkennungssystem funktionierte überhaupt nicht.

August 1995 Um 8.22 Uhr ereignete sich im KKW Leibstadt während der Revisionsarbeiten eine Explosion. Zwei Angestellte erlitten Verbrennungen dritten Grades. Die Monteure wollten im Maschinenhaus einen Teil der Hilfsdampfanlage überprüfen. Sie öffneten bei einem der Behälter einen Deckel, es trat Wasserstoff aus, der sich entzündete. Im Normalbetrieb befindet sich im betroffenen System Frischdampf der aus dem Reaktor kommt und demnach kontaminiert ist.

Dezember 1996 Im schweizerischen AKW Leibstadt explodiert ein Stromwandler aus unerklärlichen Gründen. Der Stromwandler war erst im August auf seine Funktionstüchtigkeit untersucht worden.

März 1997 In der japanischen Anlage Tokaimura ereignete sich ein Feuer mit anschliessender schwerer Explosion, weil die Sprinkleranlage zur Bekämpfung des Feuers nach einer Minute schon wieder abgeschaltet wurde. Die Behörden werden erst mit vierstündiger Verspätung über den Austritt von Radioaktivität informiert. 37 Arbeiter atmeten Radioaktivität ein.

Juni 1999 Im schweizerischen AKW Gösgen werden während einer Überprüfung Ventile undicht. Radioaktives Jod entweicht in die Luft

September 1999 In einem Brennelementewerk in der japanischen Stadt Tokaimura setzt nach einer unvorschriftsmässigen Befüllung eines Vorbereitungstanks eine unkontrollierte Kettenreaktion ein - statt der vorgeschriebenen 2,3 Kilogramm schütten sie 16 Kilogramm hinein.

Oktober 2000 Das umstrittene tschechische Atomkraftwerk Temelin geht ans Netz. Bis Anfang August 2006 werden von der Anlage fast 100 Störfälle gemeldet.

August 2001 Im schweizerischen AKW Leibstadt fälschten zwei Operateure Sicherheitsprotokolle. Zudem verursachen Arbeiter bei Revisionsarbeiten drei Brände. Walter Jeschki, Direktor der Aufsichtsbehörde HSK, sagte dazu: “Der Druck aufgrund der Elektrizitätsmarktöffnung oder der Kostendruck haben möglicherweise mitgewirkt, dass Arbeiten zu rasch ausgeführt oder nicht mit der nötigen Sorgfalt geplant wurden.” Leibstadt-Pressesprecher Leo Erne hingegen erachtet die Vorkommnisse nicht als gravierend: “Wo gearbeitet wird, fliegen auch Funken.”

Oktober 2001 Im schweizerischen AKW Beznau gibt die Betriebsmannschaft irrtümlich zu viel Bor ins Kühlwasser, was zu einem unerwarteten Verhalten des Reaktors führt.

Dezember 2001 Eine Wasserstoffexplosion verursacht im Atomkraftwerk Brunsbüttel einen Störfall. Der Reaktor wird erst auf auf Drängen der Kontrollbehörden im Februar 2002 zur Inspektion vom Netz genommen.

Juli 2006 Nach einem Kurzschluss wird im schwedischen Kernkraftwerk Forsmark einer von drei Reaktoren automatisch von der Stromversorgung getrennt. Der Reaktor wird heruntergefahren.

Juni 2007 Die schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel werden nach Zwischenfällen per Schnellabschaltung vom Netz genommen. In den folgenden Wochen gibt es immer wieder Pannen.

Juni 2008 Wegen eines Lecks im Kühlkreislauf wird der Reaktor Krsko in Slowenien abgeschaltet.

……. to be continued

Diese Liste ist nur die Spitze des Eisberges. In Atomkraftwerken kommt es regelmässig zu Störfällen, viele davon sind harmlos, doch was passiert, wenn zufällig mal zwei verschiedene Störfälle auftreten?

Ausfall der Notkühlsysteme: Vor einigen Jahren wurde (ich glaube) in Frankreich aufgrund eines Störfalls ein AKW automatisch heruntergefahren. In so einem Fall MUSS der Reaktorkern durch Kühlsysteme gekühlt werden, andernfalls droht eine Kernschmelze - der AKW Super-GAU. Das Notkühlsystem konnte nicht hochgefahren werden, also wich man auf das zweite Notkühlsystem aus, auch dieses funktionierte nicht. Erst das dritte Notkühlsystem konnte aktiviert werden und ein Super-GAU konnte verhindert werden. Es gibt AKWs - beispielsweise in der Schweiz - die nur über zwei Notkühlsysteme verfügen. Diese hätten in diesem französischen Fall ein zweites Tschernobyl gebracht.

Diese Artikel sollten uns daher ernsthaft zu denken geben:
AKW-Sicherheit – Das Lügengebäude der Atomlobby
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AKW Haftung - Rolf Schweiger lügt für AVES und Nuklearforum
Kinder-Krebsrate und Atomkraftwerke
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AKW-Unfall könnte über 4000 Milliarden kosten
Störfälle in europäischen Atomanlagen
Liste von Unfällen in kerntechnischen Anlagen
Risikofaktor Mensch
Schwarze Liste von Energieorganisationen in der Schweiz
Der vergessene Schweizer Atom-GAU

Toni Brunner traut sich nicht in die Arena

Friday, June 6th, 2008

SVP-Parteipräsident Toni Brunner traut sich nicht, in der heutigen Arena zum Thema “SVP Spaltung” Stellung zu beziehen. Nach dem peinlichen Auftritt von Toni Brunner in der letzten Arena hat wohl auch die SVP gemerkt, dass Smiling Toni nicht das Zeug hat um alleine im Ring bestehen zu können.

Toni Brunner - SVP Marionetten-PapageiDie Strategie war vielversprechend, man nimmt einen stets lächelnden Sympathieträger der wie ein Papagei alles nachplaudert, macht ihn zum Parteipräsidenten und steuert ihn mit einer Handvoll Propagandisten der alten Garde wie eine Marionette. Aber wie so oft hat die SVP Parteileitung nicht bis zu Ende gedacht. Ein Parteipräsident muss auch eine Arena bestehen, öffentliche Streitgespräche führen und spontan auf Situationen reagieren können, Argumente finden und vieles mehr. Doch die Fernsteuerung durch die Parteilleitung im Hintergrund ist nunmal nicht immer zu bewerkstelligen, so auch nicht in der heutigen Arena. Toni Brunner müsste selber auf kritische Fragen antworten und wenn man die letzte Arena als Gradmesser nimmt, kann Toni Brunner keine eigenen Argumente bringen. Er wiederholte stets die propagandistischen Sprüche von seinem Ziehvater Christoph Blocher - mir zumindest ist an dieser Sendung kein Statement von Papageien-Toni aufgefallen, das nicht vorher von Big Daddy Blocher in die Runde geschmettert wurde.

Also versuchten die Strategen der SVP, ihren Propagandaminister und ehemaligen Parteipräsidenten Ueli Maurer anstelle von Toni Brunner in die Arena zu schicken, was das Schweizer Fernsehen jedoch verweigerte, weil Ueli Maurer bezüglich der Zukunft einer gespaltenen SVP keine fordergründigen Funktionen mehr einnimmt.

Tja, so blieb der SVP nichts anderes übrig als den Schwanz einzuziehen die Arena-Sendung zum Thema “SVP-Spaltung” zu boykottieren. Die SVP wird längerfristig wohl Technologien nutzen wie George W. Bush, dem man nachzuweisen glaubte, dass er bei bestimmten Gelegenheiten mittels “Funklautsprecher im Ohr” zugeflüstert bekam, was er nun zu sagen habe. Ob das mit Bush wirklich stimmt weiss ich nicht, aber dass es bei Toni Brunner hilfreich wäre, davon bin ich überzeugt.

Tagi: Toni Brunner will nicht in die Arena
20min: SVP-Leitung boykottiert Arena
eDemokratie: Toni Brunner! Kommunikation ist Chefsache!
Wahlkampfblog: Ueli Maurer darf nicht, Toni Brunner will nicht
Kyriacuou: Toni Brunner nicht Arena-tauglich
Klartexte: SVP: Krise weitet sich aus
20min: Toni Brunner ist mehr Sprecher als Führer

Keine Parallelimporte

Thursday, June 5th, 2008

Die Wirtschaftsvertreter und Pharmalobbyisten von FDP, SVP und CVP lassen weiterhin keine Parallelimporte zu. Den sogenannt bürgerlichen Politikern gehen die Volksinteressen einmal mehr am Arsch vorbei, der Wirtschaftsstandort ist schliesslich wichtiger als Volksinteressen.

Bizarr ist vorallem das Argument dieser Kreise, dass Parallelimporte dem Konsumenten eh nichts bringen. Komisch, in der Landwirtschaft wurden Parallelimporte zugelassen und das hat die Schweizer Händler so unter Druck gesetzt, dass die Preise arg ins Wanken gerieten.

Aber die Landwirtschaft ist nunmal nebst den Reichen dieses Landes die Haupt-Klientel der SVP, da gelten halt andere Massstäbe.

So demaskieren sich diese sogenannten Bürgerlichen wieder mal als Nichtvertreter des Bürgers und als Lakaien der Pharmaindustrie und sonstigen Monopol-Profiteure. Aber scheinbar merkt das niemand, man wählt weiterhin Parteien, die entweder “V” für Volk oder “F” für Freisinnig oder gar “C” für Christlich im Namen haben, egal ob diese Parteien wirklich dem Volk dienen, freisinnig und liberal sind oder ein christliches Herz für diejenigen haben, die im Gegensatz zu Pharmagiganten Monat für Monat das Geld zusammenkratzen müssen.

Tagi: Weiterhin keine Parallelimporte
Tagi: CVP-Chef Darbellay stellt sich schützend vor die Pharma
20min: Nationalrat hält an Verbot fest
Tagi: Der versteckte Einfluss der Pharmalobby