Archive for November, 2007

Klima-Aktion: Licht aus für 5 Minuten

Monday, November 26th, 2007

Klima Aktion: Licht aus!Am 8. Dezember 2007 findet ein Klima-Aktionstag “Licht aus” statt. Anlässlich dieser Aktion sollen um 20:00 Uhr alle Lichter für 5 Minuten gelöscht werden. Natürlich hilft das dem Klima wenig weiter, aber hier geht es um eine symbolische Handlung, mit der die Menschheit sich dazu bekennt, dass ihr Klimaschutz wirklich am Herzen liegt. Es soll ein Wink mit dem Zaunpfahl werden, an die Adresse all der Politiker, die sich zwar anlässlich von Wahlen gerne ein grünes Kostüm anziehen, aber nicht das Geringste für den Schutz der Umwelt tun.

Damit es nicht nur bei einer symbolischen Aktion bleibt, erfolgt hier wie in vielen anderen Blogs ein Vorschlag, was man tun kann resp. was ich bereit bin zu tun.

  • Licht ausschalten in Räumen, in denen man nicht ist
  • Stromsparlampen einsetzen
  • Öffentliche Verkehrsmittel nutzen soviel wie mögich
  • Wenig fliegen und wenn, dann mit MyClimate Ticket
  • Öko-Strom beziehen
  • Lokale Produkte bevorzugen (Transportweg)
  • Stromsparende Geräte kaufen bei Neuanschaffungen
  • Möglichst “saubere” Autos kaufen (oder besser ein GA)
  • Plastik-Säcke vermeiden oder wenigstens mehrfach benützen

Die Aktion wird von verschiedensten Institutionen unterstützt, einerseits Umweltschutzorganisationen wie WWF, Greenpeace, Pro Natura, BUND u.s.w. bis hin zu Medien wie Blick, Bild, Pro 7 u.s.w. Selbst Google ist mit von Partie….. an deren Adresse mein Ratschlag: ändert die weisse Hintergrundfarbe und schon wird weltweit Strom gespart ;-)

Klima-Aktion Schweiz: Licht aus!
Klima-Aktion Deutschland: Licht aus!
WWF-Deutschland
Blick: Fünf Minuten fürs Klima
PC-Welt: Deutschland schaltet das Licht aus

Blogs zur Klima-Aktion:
Lupe
Klimawandel-Blog
Forum Politik
Rügenbote
Der Informatik Student
CIO-Weblog
teezeh
ef-online
corefault
webtagebuch
GoogleWatchBlog
sumpfnoodle
radio kempten
HeuteBlog.de
mich blogts
AixedeBlog
Irrlichtung

…… und viele mehr, die Liste wird gelegentlich erweitert

Ständeratswahlen: Ueli Maurer und Toni Brunner nicht gewählt

Sunday, November 25th, 2007

SVP-Parteipräsident Ueli Maurer und der ewig-lächelnde Toni Brunner sind nicht in den Ständerat gewählt. Trotz unheiliger Koalition mit der FDP und einem beachtlichen Wahlbudget wurden beide SVP-Vertreter von der Mehrheit des Volkes abgelehnt.

.”Zürich gewinnt” lautete der Slogan, gewonnen hat aber nicht nur Zürich sondern auch St.Gallen und die ganze Schweiz.

Damit steht die FDP vor der Frage, ob FDP-ler weiterhin die Lakaien einer rechtspopulistischen Partei sein wollen, offensichtlich teilt die FDP-Basis die Sympathie nach rechts nicht. Mit der Wahlempfehlung für Ueli Maurer hat sich die Zürcher FDP definitiv von ihren Wählern verabschiedet - nach dieser schallenden Ohrfeige muss die FDP-Politik wieder wirklich bürgerlich werden. SVP-Groupie Doris Fiala denkt konsequenterweise bereits über ihren Rücktritt ab, nach dem Rechtsrutsch ihrer Gesinnung wäre es im Sinne ihrer Partei, wenn sich Doris Fiala von der politischen Bühne verabschiedet.

Wie dem auch sei, es ist ein grosser Trost, dass die Mehrheit der Zürcher und St.Galler noch nicht von der SVP-Propaganda vergiftet ist und die Zottelbrüder Maurer und Brunner die Quittung bekommen haben für die rassistische und rufschädigende Politik der vergangenen Monate.

Mehr zum Thema:
Tagi: Verena Diener klar vor Ueli Maurer
20min: Wahl-Überraschung: Diener sticht Maurer aus
Tagi: Die SVP der Marke Blocher hat es im Ständerat schwer
Tagi: Eine Schlappe für den Mann des Lächelns

Reaktionen aus der Blog-Szene:
Ueli Maurer kann sich Ständerat abschminken
SVP Debakel im Ständerat confirmed
Verena Diener oder der Sieg der Vernunft
Zürich gewinnt und die ganze Schweiz hat was davon
die Opferhaltung der SVP
adiö frau fiala
Danke Zürich

Online Petition - Abwahl von Bundesrat Christoph Blocher

Thursday, November 22nd, 2007

Anlässlich der Bundesratswahlen hat jemand auf GoPetition.com eine Online Petition zur Abwahl von SVP-Bundesrat Christoph Blocher veröffentlicht, die unterschrieben werden kann. In einem offenen Brief an die Schweizer National- und Ständeräte wird begründet, warum Christoph Blocher von der Mehrheit der Schweizer nicht als Vertreter des Bundesrates erwünscht ist.

Christoph Blocher DisMissedChristoph Blocher hat seit seiner Amtseinsetzung als Bundesrat und Justizminister mehrmals bewiesen, dass er nicht mit dem Restbundesrat zusammenarbeitet. Er hat den einst kollegialen Bundesrat zu einem Kampfplatz umfunktioniert, überschreitet ständig seine Kompetenz und seine Partei betreibt weiter Oppositionspolitik, so als ob die SVP nicht Teil der Regierung wäre.

Gemäss Umfragen ist Christoph Blocher der unbeliebteste Bundesrat, er vertritt mit seiner extremen Art und Denkweise nur einen kleinen Teil der Bevölkerung und spätestens seit der rufschädigenden Schäfchen-Kampagne ist der Patriarch der SVP alles andere als ein würdiger Volksvertreter.

Deshalb unterstützt das RainbowNet Blog diese Online-Petition und hat wie bereits 170 Andere die Online-Petition unterschrieben. Der Bundesrat muss wieder miteinander funktionieren und dafür braucht es Politiker, die zusammen arbeiten und nicht gegeneinander. Und dafür polarisiert Christoph Blocher viel zu viel.

Online-Petition zur Abwahl von Bundesrat Christoph Blocher

AKW Haftpflicht - nicht einmal 1 Prozent versichert

Tuesday, November 20th, 2007

Schweizer AKW sind für den Schadensfall für weniger als ein Prozent versichert, für die restlichen 99% haftet der Steuerzahler. Warum sollen ausgerechnet Risikotechnologien von der Haftung verschont bleiben? Die Alianz «Stopp Atom» fordert nun Kostenwahrheit für AKW.

Atomreaktor TschernobylBeginnen wir mit etwas Mathematik:

Die Schweizer Atomkraftwerke sind verpflichtet, eine Haftpflichtversicherung abzuschliessen für 1 Milliarde. Unsere “Volksvertreter” haben diese Haftpflicht auf 2.2 Milliarden erhöht…….. aber ein Super-GAU, also ein grösster anzunehmender Unfall in einem AKW, verursacht einen Schaden von geschätzten 4′300 Milliarden.

Für weniger Aufmerksame nochmal ganz nach Milchbüechli-Art:

Kosten AKW Super-GAU
Haftung der AKW-Betreiber
Haftung des Steuerzahlers
4′300′000′000′000.–
- 2′200′000′000.–
4′297′800′000′000.–

Bei 7.5 Millionen Einwohnern resp der Hälfte die einen atomaren Super-GAU überleben, ergibt sich eine pro Kopf Resthaftung von - sagen wir mal 4′297′000 Millionen geteilt durch 4,297 Millionen Überlebende - sage und schreibe eine Million pro Kopf.

Kurzgefasst heisst das: Weil AKW für weniger als 1 Prozent eines möglichen Schadens versichert sind, zahlt im Falle eines Super-GAU’s jeder Schweizer EINE MILLION.

Man muss sich das Gesicht eines Strassenverkehrsamt-Beamten vorstellen, wenn ihm jemand erklärt: “Ich habe nur eine Haftpflichtversicherung für eine Schadenssumme von 1000 Franken abgeschlossen, wissen Sie, ein wirklich grosser Unfall wird mir eh nie passieren, ich bin ein sehr vorsichtiger Fahrer, mehr als ein Parkschaden ist bei mir nicht vorstellbar.“.

So ähnlich läuft es auch mit den Sicherheitsvorschriften. Wenn ein AKW die Sicherheitsvorschriften noch nicht erfüllt hat, dann gibt man ihr halt eine befristete Bewilligung. So läuft das AKW Mühleberg seit Jahrzehnten. Versuch das mal mit einem Auto das nicht alle Bremsklötze hat, wetten da gibts keine provisorische Fahrbewilligung?

Aber die AKW-Betreiber haben’s gut, die müssen sich nicht mit dem Strassenverkehrsamt herumschlagen, sie haben dutzende Politiker von SVP und FDP die für sie in Bern lobbyieren. Man beachte nebenbei die Parlamentarierliste der Atomlobby-Organisation AVES.

Wenn ein “Kernenergiehaftpflichtgesetz” so grosszügig ausfällt, ist es kein Wunder mehr, dass Atomenergie so günstiger ist als erneuerbare Energien.

Die Mitglieder der Allianz Stopp Atom
Greenpeace: Schwere AKW-Unfälle in der Schweiz: Wer muss bezahlen?
Tagi: «Stopp Atom» kritisiert Haftpflichtregelung
Tagi: AKW sollen für 500 Milliarden haften
20min: AKW-Betreiber zur Kasse bitten
Mini-Haftpflicht-Deckung bei Atomunfällen
20min: Mehr Geld für den Super-GAU
Bundesrat erhöht Deckungssumme für AKW’s in lächerlicher weise
AKW-Sicherheit – Das Lügengebäude der Atomlobby
Braucht die Schweiz ein neues AKW?

Update 27.5.2008:
Die bürgerlichen Atomlobbyisten haben das Kernenergiehaftpflichtgesetz definitiv durchgewunken, ihre Klientel soll auch zukünftig weniger als 1% eines möglichen AKW-Unfalls versichern. Wäre der Lobbyismus der sogenannten Bürgerlichen nicht so offensichtlich, müsste man dem Parlament glatt kollektive Demenz vorwerfen.
AKW-Unfall könnte über 4000 Milliarden kosten
Schweizer Tschernobyl würde 4000 Milliarden kosten

EDU gegen EuroPride - Christlicher Fanatismus und Bibel-Missbrauch

Wednesday, November 14th, 2007

Die Schweizer Fundamentalisten-Partei EDU (Evangelikale Diktatorische Union) ist erneut auf dem Kreuzzug gegen Homosexuelle - Die EuroPride Veranstaltung sei ein “lesbisch-schwuler Grossmarkt von Sexdienstleistungen”. Die EDU begründet ihre ausgrenzende Haltung mit der Bibel - wie wenig die EDU offenbar von der Bibel versteht, soll hier einmal kurz verdeutlicht werden.

EDU EuroPride - Steinigung von Homosexuellen?Diesen Montag verlas der Zürcher EDU-Kantonsrat Hans Egli eine Fraktionserklärung, in der in typisch EDU-mässiger Verwirrung behauptet wurde, die EuroPride würde “die Spirale von zunehmender Glorifizierung und zunehmender Propagierung des Lifestyles Homosexualität” zum Ausdruck bringen.

Höhepunkt der EDU-Fraktionserklärung war die Aussage: “Wenn die Bibel recht hat – und die EDU geht davon aus – so ist die lautstarke lesbisch-schwule Szene ein Symptom dafür, dass wir uns als Gesellschaft von Gott losgesagt haben.“.

Nun denn, wenn die Bibel recht hat - wovon die EDU in ihrer wörtlichen und nicht weniger willkürlichen Auslegung der Bibel ausgeht - dann müssen also auch alle anderen Aussagen des Alten Testaments wörtlich genommen werden. Da bleibt zu hoffen, dass die EDU nie die Mehrheit in diesem Land darstellt, denn das würde heissen:

  1. Unartigte Kinder werden vom ganzen Dorf gesteinigt (5. Mose 21,18)
  2. Wer am Samstag arbeitet (z.B. Holz sammelt), der wird gesteinigt (4. Mose 15,32)
  3. Schweinefleisch darf nicht gegessen werden (3. Mose 11,7)……. u.s.w.

Kennen wir das nicht schon vom Taliban-Regime?

Aber die EDU hat Recht, diese Gesellschaft hat sich von Gott losgesagt:

Eine Gesellschaft, die Angehörige krimineller Ausländer in Sippenhaft nimmt und ausschafft, die das Grundrecht der Religionsfreiheit abschafft nur weil ein paar Islam-Phobiker Angst vor Minaretten haben, die Steuergeschenke an Reiche verteilt aber den Invaliden die Rente kürzt, die volksverhetzende Politiker wählt und nicht zuletzt die Schöpfung vergiftet und zerstört……… ja so eine Gesellschaft hat sich wirklich von Gott losgesagt. Dumm nur, dass ausgerechnet die angeblich christliche EDU sowohl Ausschaffungsinitiative als auch Minarettverbotsinitiative unterstützt.

An die Fanatiker der EDU gebe ich deshalb den dringenden Rat: Konzentriert Euch - wenn Ihr Euch schon Christen nennt - auf die Lehre und den Weg von Jesus: Liebt Eure Nächsten (auch wenn sie anderer Nationalität oder Glaubens sind) und vergebt denen die gegen Euch sündigen - dann bewegt sich diese Gesellschaft vielleicht wieder etwas mehr hin zu Gott.

Quelle:
EDU: EuroPride ist ein Grossmarkt von Sexdienstleistungen

Christoph Blocher wegen Taser Beschuss wahnsinnig?

Tuesday, November 13th, 2007

Seit Jahren fragt sich der aufmerksame Politbeobachter, warum SVP-Bundesrat Christoph Blocher so ist wie er ist. Die einen vermuteten Rinderwahnsinn, andere Altersdemenz - doch nun scheint eine Erklärung näher zu rücken. Wie der Luzerner Polizeikommandant Beat Hensler gegenüber “10 vor 10” erzählt, hat Christoph Blocher sich mit einer Elektroschockpistole (Taser) beschiessen lassen. Ob Christoph Blocher auch Handschellen und sonstige sadomasochistische Spielzeuge an sich ausprobiert hat oder ausprobieren liess, konnte bisher nicht in Erfahrung gebracht werden. Droht nun der führsorgerische Freiheitsentzug für Christoph Blocher?

Christoph Blocher steht auf TaserIn Anbetracht der Meldungen aus dem Ausland, dass Taser schwere körperliche und psychische Schäden hervorrufen können und bereits viele Tote infolge von Taser Beschuss zu verzeichnen sind (allein USA 280 Tote), erklärt sich langsam, warum Christoph Blocher ständig unkoordiniert mit den Händen herumfuchtelt und paranoide Verschwörungstheorien von Geheimplänen verbreitet. Auch seine irreale Angst vor schwarzen Schafen steht so in einem neuen Licht, der eine sieht in so Fällen weisse Mäuse, andere sehen rosarote Elefäntchen und SM-Bundesrat SVP-Bundesrat Christoph Blocher sieht halt schwarze Schafe.

Am Beispiel von Justizminister Christoph Blocher ist zu sehen, dass Taser definitiv zu gefährlich sind. Auch wenn SM-Politiker SVP-Politiker vom Schlage Christoph Mörgeli und Ueli Maurer noch so gerne Sippenhaft-Ausschaffungs-Unwillige mit Stromschlägen malträtieren würden oder selbst in den Genuss solcher Massnahmen kommen möchten, darf dieses Folterinstrument in der Schweiz nicht eingesetzt werden.

Zugegeben, falls SVP-Bundesrat Blocher, sein wackerer Soldat Mörgeli oder sein Propagandist Maurer doch noch das Bedürfnis nach einer harten Behandlung hatten, würden sich sicher eine grosse Zahl von Interessierten melden, die diesem Wunsch gerne nachkommen, aber befürworten kann man Taser Einsätze trotz dieser verlockenden Aussicht - zumindest ausserhalb von SM und SVP-Kreisen - definitiv nicht.

Wenn ich mir das so recht überlege, der Starrkrampf-Gesichtsausdruck von Christoph Mörgeli, die Verbissenheit von Ueli Maurer, der religiöse Wahn von Ulrich Schlüer, das ewig dümmliche Lächeln von Toni Brunner……. ich frag mich echt, was die SVP an ihren Parteiversammlungen sonst noch alles treibt.

Mehr zum Thema:
Blocher testet sich selber
AI: Kein Taser-Einsatz bei Zwangsausschaffungen
HumanRights: Elektroschockwaffen bei Ausschaffungen
Telepolis: Wer nicht kuscht, wird getasert
Spiegel: Tausendmal getasert - drei im Krankenhaus
20min: Mann stirbt nach Taser-Einsatz

Update 22.11.2007

Allein am heutigen Tag wurden 3 Menschen mit einem gemäss Christoph Blocher ungefährlichen Taser getötet. Gemäss “New York Times” sind allein in Amerika seit 2001 280 Menschen zu Tode getasert worden. Wie lange wird es gehen, bis er erste auszuschaffende Flüchtling dank Justizminister Blocher ins Gras beisst?
20min: Tödliche Taser: Drei Opfer an einem Tag
20min-Video: Mann stirbt nach Taser-Einsatz

Update 23.11.2007
der UNO-Ausschuss gegen Folter hat den Taser-Einsatz verurteilt. Zehn unabhängige Experten sind in einem Gutachten zum Schluss gekommen, dass es sich beim Taser um eine Form von Folter handelt. Der Taser verstösst also gegen die Antifolterkonvention der Vereinten Nationen.
Natürlich dürfen sich SVP-Politiker im Rahmen von bizarren Spielchen weiterhin mit Taser beschiessen, aber für Sippenhaft-Auszuschaffende dürfte der Taser hoffentlich bald kein Thema mehr sein.
20min: UNO: Taser sind Folter

Bischof Koch ruft Papst um Hilfe gegen Pfarrer Sabo

Tuesday, November 13th, 2007

Bischof Kurt Koch bedauert es wohl, dass die guten alten Zeiten vorbei sind, in der man unliebsame Priester durch die Inquisition ruhig stellen konnte, aber er wird wohl damit leben müssen, dass die katholische Kirche im Jahr 2007 nicht mehr die Macht hat, kritische Priester wie Pfarrer Sabo auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen.

P52Seit Monaten herrschen trübe Zeiten rund um Röschenz. Der Grossinquisitor Bischof Koch hat dem widerspenstigen Pfarrer Sabo die Missio canonica entzogen und Pfarrer Sabo’s Gemeinde weigert sich einfach, ihren Pfarrer herzugeben. Nun hat das Kantonsgericht Basel Land Pfarrer Sabo und seiner Kirchgemeinde Recht gegeben und wie zu erwarten stämpfelt Bischof Koch wie Rumpelstilzchen ums Feuer und kann es einfach nicht fassen, dass die Gläubigen von Roschenz seiner Diktatur nicht folgen wollen und ein weltliches Gericht dies auch noch stützt. Da fühlt sich Kurt Koch verpflichtet: “den Apostolischen Stuhl in Rom über diese öffentliche Disqualifizierung seiner Rechtsordnung zu informieren”.

Wer wie Bischof Koch denkt, es sei an der katholischen Kirche darüber zu entscheiden, wer Hirte des Röschenzer Volkes sei, der soll sich bitte einmal auf die Ursprünge der Kirche besinnen. Die Priester der christlichen Kirchen sind Diakone, dem griechischen Wortsinn nach also Diener der Gläubigen. Sie sollen im Auftrag Gottes für die Gläubigen da sein und ihnen beistehen und genau das tut offensichtlich Pfarrer Sabo, andernfalls wäre sein Rückhalt im Volk nicht so gross, dass sie sogar dem heiligen Bischof Koch entgegentreten und die seit 2000 Jahren inszenierte Authorität der katholischen Kirche in Frage stellen. Diener sollte auch Bischof Koch werden, Diener seiner Glaubensgemeinschaft. Wenn das Röschenzer Volk sich von Pfarrer Sabo führen lassen will und ihm vertraut, dann sind sie bei ihm sicher in guten Händen.

Genau deshalb verliert die katholische Kirche immer mehr an Bedeutung, weil sie an längst überholten Dogmen wie der päpstlichen Unvehlbarkeit festhält und längst vergessen hat, was Diakonie im griechischen Wortsinn wirklich bedeutet: Die Kirche ist um des Menschen willen und nicht umgekehrt. Auch der Rabbi Jeschua von Nazareth war ein widerspenstiger Zeitgenosse, der den Tempelherren (Saduzäer) entgegentrat und ihre Doppelmoral anprangerte, um wieviel besser sind denn die Tempelpriester der heutigen Tage?

Die Kleinen werden gross sein und die Grossen werden klein sein. Darüber sollte die heilige katholische Kirche endlich nachdenken, andernfalls müssen sie sich den Vorwurf des ebenfalls ausgeschlossenen Priesters Adolf Holl gefallen lassen, dass mit Franz von Assisi der letzte Christ von uns gegangen ist.

Wahrlich, seitdem das Christentum von Kaiser Konstantin zur Staatsreligion erkärt wurde, ist nicht mehr viel zu spüren vom Geist des Nazareners.

Pfarrer Sabo und seiner Gemeinde empfehle ich, aus der katholischen Kirche auszutreten und eine Röschenzer Kirche zu gründen, die sich ganz auf die Nachfolge Jesu richtet - fern von Macht und Authorität - so wie die Jesus-Bewegung ursprünglich war und so wie es Jesus vorgelebt hat.

Quelle: Tagi: Bischof Koch beschwört den Kulturkampf

Backstreet Boys Video - Der tanzende Papagei

Monday, November 12th, 2007

Aus Erfahrung kann ich bestätigen, dass Papageien manchmal ganz schön durchgeknallt sind.
Es ist auch bekannt, dass Papageien auf schräge Töne abfahren und gerne alles imitieren.
Aber ganz ehrlich, wie dieser Papagei auf Backstreet Boys abfährt, haut einem echt vom Stuhl.

Vorhang auf für das irrste Tiervideo…….

Quelle: Bird Lovers Only Rescue

Wenn nicht ich, wer dann?

Thursday, November 8th, 2007

Wenn ich es nicht tue, dann tut’s halt ein Anderer, was spielt das für eine Rolle? So oder ähnlich wird oft argumentiert, wenn man erklären möchte, warum man etwas getan hat, das niemand hätte tun dürfen. Aber ist diese Erklärung nicht nur eine billige Ausrede für die eigene Inkonsequenz und die eigene Unehrlichkeit?
Wenn nicht ich, wer dann?

  • Wenn nicht wir Waffen liefern, dann liefert sie ein Anderer.
  • Wenn ich ihn nicht foltere, dann foltert ihn ein Anderer.
  • Wenn ich nicht schiesse, dann schiesst ein Anderer.
  • Wenn ich dieses dreckige Geschäft nicht erledige, dann verdient ein Anderer daran.

Soll das die Grundlage unserer Entscheidung sein - ob es sonst ein Anderer macht?. Müsste uns nicht eher die Frage treiben, ob wir das für uns selbst verantworten können, ungeachtet davon, ob es ein Anderer tut oder ob es nützlich ist?

Solange jeder davon ausgeht, dass es eh ein Anderer machen würde, wird es nie soweit kommen, dass es niemand mehr macht.

Diese Ausrede ist genauso verlogen wie die Haltung, dass das, was man machte, nicht schlimm ist, weil Andere das ja auch tun. Auch hier stellt sich die Frage: Was oder wer ist der Massstab Deines Handelns? Wird ein Tat besser oder schlechter, wenn Andere es auch tun oder wenn es sonst ein Anderer tun würde?

So dreht sich die Welt weiter, jeder schweinerlt sich durchs Leben und tröstet sich damit, dass man nicht alleine ist mit seinen Schweinereien, dass es ja eh ein Anderer tun würde oder dass es ja eh nichts bringt etwas zu verbessern, solange “die Anderen” nichts ändern.

So können wir uns weiter daneben benehmen und von unserem inneren Schmutz ablenken, indem wir den Schmutz Anderer betrachten. Ist das der Sinn unseres Lebens? An ihren Früchten wird man sie erkennen - so heisst es - aber es war nie die Rede davon, dass faule Früchte durch den Vergleich mit anderen faulen Früchten süsser werden.

BKW plant neues AKW Mühleberg

Tuesday, November 6th, 2007

Die Berner “BKW FMB Energie AG” plant ein neues AKW Mühleberg und arbeitet bereits an einem Rahmenbewilligungsgesuch. Dass das sogenannte “KKW Mühleberg” als Erstes ersetzt werden soll, leuchtet ein, ist doch dieses Atomkraftwerk der gefährlichste Schrottreaktor der Schweiz. Aber brauchen wir überhaupt neue Atomkraftwerke, weil sonst die Stromlücke droht?

Neues AKW Mühleberg?Seit der Eröffnung des AKW Mühleberg versucht die BKW immer wieder, eine definitive Bewilligung zu erhalten. Aber weil die BKW es bis heute nicht geschafft hat, die Sicherheitsnormen zu erfüllen, läuft Mühleberg bis heute mit provisorischen und befristeten Bewilligungen. Als ob das nicht schon fragwürdig genug wäre, hat sich das AKW Mühleberg einen Namen gemacht als “Schrottreaktor Mühleberg”, unter Anderem weil schon 90er-Jahren Risse im Reaktorkernmantel (Containment) und Risse an Schweissnähten nachgewiesen wurden. Jedes Auto müsste unter solchen Umständen aus dem Verkehr gezogen werden, aber die BKW hat den Reaktorkernmantel “repariert” indem nun grosse Metallspangen den Mantel zusammenhalten. Sicherheit nach Aldi-Art?

Natürlich träumt die BKW auch heute noch vor sich hin, so sprach sich anlässlich des 35-jährigen Jubiläums BKW-Direktionspräsident Kurt Rohrbach dafür aus, dass sein Schrottreaktor nun doch noch eine definitive Betriebsbewilligung erhalten sollte - Sicherheit hin- oder her - das AKW Mühleberg soll schliesslich bis zum Zusammenbruch Profit bringen.

Und weil nun die Axpo das Volk mit ihren dümmlichen Werbespots so schön weichgekocht hat, plappert auch die BKW eifrig von einer drohenden Stromlücke, die es zwar nicht gibt und nicht geben wird, die aber trotzdem geschlossen werden muss…… und man ahnt es….. dafür braucht die Schweiz ein neues AKW. Da drängt sich der Schrottreaktor Mühleberg natürlich auf, nicht zuletzt weil die provisorische Betriebsbewilligung in 4 Jahren mal wieder abläuft abläuft.

Aber solange wir mehr Strom exportieren als unsere AKW’s produzieren, wird es keine Stromlücke geben, es gibt bestenfalls eine Lücke in der Rendite der Atommultis, weil weniger exportiert werden kann. Wenn die AKW-Betreiber wirklich neue Atomkraftwerke aufstellen wollen, obwohl die Endlagerung bis heute nicht ernsthaft gelöst ist, müssen sie sich wohl einiges einfallen lassen um dem Stimmvolk zu erklären, weshalb wir neue AKW’s brauchen, nur um nette Exportgewinne zu garnieren. Da müssen die Atomlobbyisten noch einige Leserbriefe schreiben und die Axpo mehr als nur ihre dümmlichen Werbespots bieten.

Die Risse im AKW Mühleberg wachsen
Planung für neue AKW hat begonnen
20min: Neues Kernkraftwerk in Planung
Bund.net: Gefahrenquelle Atomkraftwerk Mühleberg
Geri Müller: Die Lücke im Kopf
SES: Die Stromlücke ist ein Gespenst
Atomenergie CO2-frei?
Bundesrat erhöht Deckungssumme für AKW
AKW-Sicherheit – Das Lügengebäude der Atomlobby
Braucht die Schweiz ein neues AKW?