Die Klimaerwärmung schreitet vorwärts, die Gletscherschmelze am Nordpol bricht alle Rekorde und unsere bürgerlichen Politiker scheren sich nachwievor einen Dreck um Umweltschutz.
Wie die Universität von Illinois letzte Woche berichtete, hat das Ausmass der Gletscherschmelze am Nordpol den Rekord von 2005 überschritten, obwohl die Schmelzzeit noch etwa einen Monat weiter dauern wird - die Eisfläche ist erneut kleiner als je zuvor. Damit haben wir einen weiteren Höhepunkt der Dramatik, die sich vor unseren verschlossenen Augen abspielt.
Gletscher schmelzen und Unwetter häufen sich, Tausende von Forschern schlagen Alarm, aber unsere sogenannt bürgerliche Regierung will von all dem nichts wissen.
Aber warum sollten sich unsere bürgerlichen Wirtschaftsvertreter auch plötzlich für Umweltpolitik interessieren? Die FDP bekämpft weiter das Verbandsbeschwerderecht und verteilt weitere Steuergeschenke an Reiche und Grossaktionäre - die SVP wiederum hetzt in gewohnter Weise Ausländern und Jugendlichen hinterher - da bleibt keine Zeit für lästige Umweltpolitik. Während für die FDP Umweltschutz einfach nicht rentabel ist, ist die SVP die einzige Bundesratspartei, die den Klimawandel sogar kategorisch leugnet.
Was muss noch alles passieren, bis das Volk endlich Politiker wählt, die sich mit diesen ernsthaften Problemen auseinandersetzen und eine zukunftserhaltende Umweltpolitik betreiben?
Wieviele Überschwemmungen brauchen wir noch?
Wieviele Hitzetote tolerieren wir noch?
Wieviele Stürme und Katastrophen warten wir noch ab?
Wielange können wir uns diese bürgerliche Ignoranz noch leisten?
Wem die Zukunft der Schweiz etwas bedeutet oder wer auch nur ein kleines Interesse an der Lebensqualität seiner Kinder hat, der wird an den Wahlen 2007 die Geldumverteiler der FDP und die Volksverhetzer von der SVP dahin schicken wo sie hingehören….. und im Parlament Politiker und Parteien wählen, die gemäss Umweltrating ihren Willen zum Umweltschutz bewiesen haben.
Weiterführendes:
Umweltbundesamt: Skeptiker fragen, Wissenschaftler antworten
Tages-Anzeiger Dossier Klimawandel
Greenpeace-Dossier Klimawandel