Abstimmung zur 5. IV-Revision - Wenn Politiker über Leichen gehen
Sunday, June 10th, 2007Die Abstimmung um die 5. IV-Revision ist ein erneuter Angriff der bürgerlichen Mehrheit auf die sozialen Grundwerte dieses Landes. Bundesrat und Parlement heucheln uns vor, dass es doch viel besser sei, wenn Invalide arbeiten können anstatt von der Fürsorge abhängig zu sein. Klingt nett, wie immer wenn bürgerliche Politiker uns Sand in die Augen streuen. Doch was uns niemand sagt: es sind schlicht und ergreifend keine Arbeitsplätze vorhanden. Bereits heute haben wir tausende von Arbeitssuchenden die sogar ohne Behinderung keine Stelle finden, weil einfach keine Arbeitstellen da sind!
Welche Jobs sollen dann bitte schön Invalide annehmen? Soviel zum Thema “bürgerliche Logik”.
Was viel schwerwiegender ist, ist die Tatsache, dass etwa 80′000 Schwerinvalide um die sogenannte Zusatzrente betrogen werden. Diese wird bezahlt, wenn ein Lebenspartner den Betroffenen umsorgt, was ein Fulltime-Job ist. Dafür bekamen die Betroffenen bisher um die 500 Franken und diese soll nun gestrichen werden. Das bedeutet im Durchschnitt, dass Invalide die bisher 2000-3000 Franken erhalten, 500 Franken weniger erhalten. Viele werden damit unterhalb der Armutsgrenze sein. Hier wird denen viel weggenommen, die jetzt schon viel zu wenig haben. Ein Grossteil der Betroffenen wird bei Annahme der 5. IV-Revision weniger als 2000 Franken zum Überleben haben.
Ebenfalls betrogen werden alle, die in jungen Jahren invalid wurden. Sie haben meist ein sehr geringes Salär und dementsprechend eine geringe IV-Rente. Deshalb wurde früher ein sogenannter Karriere-Zuschlag gemacht, die Rente erhöhte sich also ein klein wenig mit den Jahren. Mit der Streichung dieses Zuschlages werden tausende von jungen Invaliden auf dem Stand eines 20 Jährigen bleiben.
Jahrelang konnte das bürgerliche Pack Steuergeschenke verteilen an Reiche, aber nun, wenn es um die Schwächsten dieser Gesellschaft geht, nun soll gross gespaart werden.
Die 5. IV-Revision ist keine Revision, sie ist ein Raubbau auf Menschen die sich nicht wehren können!
Folge wird sein, dass tausende von Invaliden Sozialhilfe beziehen werden, die ganze Fürsorge verschiebt sich von der IV zum Sozialamt. Dann können die Volksverhetzer der SVP wieder auf den “Linken” herumhacken und ihnen die Schuld daran geben, dass es nun noch mehr Sozialfälle gibt.
Wer auch nur einen Funken von Mitgefühl oder Mitleid kennt, der sagt deshalb am 17. Juni:
NEIN zur 5. IV-Revision
Weiterführendes:
TA: Ich fühle mich von der Gesellschaft verschaukelt
TA: Doch wo sind die Arbeitsplätze für die Behinderten?
Rentnern noch mehr wegnehmen? Nein zur IV Revision!
Nationale Koordination NEIN zur 5. IV-Revision am 17. Juni
APHS - Behinderte nicht behindern
Tages-Anzeiger Dossier IV-Abstimmung
Damit betoniert der Bundesrat erneut den künstlichen Billig-Preis für Atomstrom. Diese Deckungssumme soll im Fall eines Super-GAUs den Schaden decken, aber was sollen wir mit läppischen 1,8 Milliarden anfangen, wenn ein Super-GAU in einem Schweizer
Doch woher kommt diese plötzliche Umwelt-Kehrtwende?
CVP-Ständerat Filippo Lombardi muss voraussichtlich ins Gefängnis. Damit reiht sich Don Filippo ein in die illustre Gruppe von bürgerlichen Politikern, die wegen ihrer kriminellen Machenschaften vor Gericht schuldig gesprochen werden - er hat besoffen einen Autounfall verursacht. Falls das Urteil rechtskräftig wird, muss Gangsta Filippo Lombardi nicht nur ins Gefängnis sondern auch als Ständerat zurücktreten. Das wünschten wir uns auch von anderen bürgerlichen Politikern, die es mit dem Gesetz auch nicht so ernst nehmen.
Wer die Weltpolitik ein wenig verfolgt, wird nun aufhorchen. Formel-1? Die von uns gewählten Volksvertreter im Nationalrat diskutieren allen Ernstes über Formel-1 Rennen während weltweit die Politiker zusammensitzen um Wege zu finden um eine drohende Klimakatastrophe abzuwenden?
Die “degressive Steuer” wurde im Kanton Obwalden von bürgerlichen Raubrittern initiiert, um einmal mehr den Reichen Steuergeschenke zu machen, die schlussendlich natürlich von der Allgemeinheit ausgeglichen werden. Ausnahmsweise nahm sich nun das Bundesgericht dieser erneuten Umverteilung an.